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Apple iPhone 8

4,0

Pro

  • Hervorragende Performance
  • Kabelloses Laden
  • Sehr gute Kamera
  • Kompakte Größe

Contra

  • Keine Klinkenbuchse
  • Dicke Displayrahmen
  • Schwankende Akkulaufzeit
Foto: Handy Apple apple-iphone-8

Pros des Apple iPhone 8

  • Hervorragende Performance
  • Kabelloses Laden
  • Sehr gute Kamera
  • Kompakte Größe

Contras des Apple iPhone 8

  • Keine Klinkenbuchse
  • Dicke Displayrahmen
  • Schwankende Akkulaufzeit

Apple iPhone 8: Preis und Verfügbarkeit

Der Kauf eines iPhones reißt schon seit dem allerersten Apple-Smartphone ein recht großes Loch in den Geldbeutel, das ist auch im Jahr 2017 nicht anders. Das iPhone 8 kostet bei Apple 799 Euro in der Version mit 64 GByte Speicher. Wer die große Variante mit 256 GByte wählt, muss 969 Euro opfern. Mit AppleCare+, dem erweiterten technischen Support und Garantieschutz, werden zusätzlich noch einmal 149 Euro fällig. Das ist zwar optional, aber unter Umständen durchaus zu empfehlen.

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Apple iPhone 8: Design und Verarbeitung

Lange galt das iPhone als das Maß aller Dinge in Sachen Smartphone-Design. Diese Zeiten sind jedoch längst passé. Legt man das iPhone 8 neben seine Vorgänger, fällt vor allem eines auf: Beim Design ändert sich nichts, gar nichts. Die Front mit den dicken Balken rund um das Display wirkt altbacken und sieht spätestens seit dem iPhone 6S komplett gleich aus. Da kommt echte Langeweile auf. Auch die Maße des iPhones haben sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen quasi nicht verändert.

Vom Trend zu größeren Displays im Vergleich zur Gesamtgröße ist das iPhone 8 meilenweit entfernt. Wer das aktuelle iPhone beispielsweise neben ein Galaxy S8 mit seinem Infinity Display legt, muss sich eingestehen, dass die Konkurrenz viel moderner und eleganter aussieht. Der charakteristische Homebutton von Apple braucht aber nun eben Platz und macht den breiten Balken unter dem Bildschirm nötig. Immerhin ist der Bereich oben und unten gleich breit, so dass eine gewisse Symmetrie entsteht – die dann aber durch die links der Hörmuschel angeordnete Frontkamera zunichte gemacht wird. Beim schwarzen iPhone 8 wird das nicht auffallen, bei der weißen Version dafür umso mehr.

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Die Glasrückseite ist das einzig Neue beim Design des iPhone 8. / © NextPit

Die Glasrückseite des iPhone 8 hat eine samtige Oberfläche und sieht schön aus. Zwar ist Glas nicht so robust wie Aluminium, bietet aber den Vorteil des prinzipiell besseren Empfangs und der Möglichkeit des kabellosen Ladens. Dass es Apple nach wie vor nicht schafft, eine Kamera bündig und ohne Buckel in das Gehäuse zu integrieren, ist unverständlich. Die Verarbeitung des iPhone 8, etwa die Übergänge von Glas zu Aluminiumrahmen, die Passform der SIM-Schublade oder die Stabilität der Knöpfe ist makellos.

Apple iPhone 8: Display

Mit einer Diagonale von 4,7 Zoll ist das LCD-Display des iPhone 8 für ein Smartphone des Jahres 2017 ziemlich klein geraten. Das muss aber nichts schlechtes sein, schließlich suchen immer noch viele Menschen nach kompakten Telefonen, die man nicht mit zwei Händen bedienen muss. Mit der Auflösung von 1.334 x 750 Bildpunkten erreicht der Bildschirm des iPhone 8 eine Pixeldichte von 326 ppi. Beide Werte sind für ein Smartphone der Preisklasse des iPhone eigentlich lächerlich niedrig.

Wichtig ist aber nicht der Wert auf dem Datenblatt, sondern der Eindruck in der Realität, und der ist beim Bildschirm des iPhone 8 herausragend. Das IPS-Panel ist wohl das beste, das man derzeit in einem Smartphone findet. Die Farben sind hübsch anzusehen, die Blickwinkelstabilität absolut einwandfrei und die Helligkeit sehr hoch – oder wahlweise sehr niedrig, was in dunkler Umgebung die Augen schont. Zwar sind gute OLED-Displays der LCD-Technik in einigen Dingen, etwa beim Schwarzwert und der Bautiefe, überlegen. Doch mit dem Bildschirm des iPhone 8 wird man lange Freude haben.

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Auch die neue iPhone-Generation hat hervorragende Displays an Bord. / © NextPit

Wie bereits beim Vorgänger unterstützt der Touchscreen des iPhone 8 3D Touch, also die Erkennung von unterschiedlich starken Druckstufen. Apple nutzt das vor allem für Kontextmenüs beim Druck auf ein App-Icon. Das klappt zwar gut, ließe sich aber auch mit einem langen Druck realisieren. Die Taptic Engine des iPhone 8, die beim festen Drücken auf den Bildschirm ein haptisches Feedback liefert, macht einen guten Job. Noch beeindruckender arbeitet die Technik beim Homebutton, der sich durch das Feedback wie ein echter Button anfühlt, aber eigentlich nur eine Touch-Schaltfläche ist.

Apple iPhone 8: Besonderheiten

Dem iPhone 8 fehlen spannende Extras wie etwa Face ID des iPhone X oder der Portrait-Modus des iPhone 8 Plus. Doch mit ARKit hat auch das kleinste neue Apple-Smartphone etwas zu bieten, das man anderswo vergeblich sucht. Dieser Werkzeugkasten für Entwickler hat bereits zum Start einige schöne Dinge hervor gebracht, die das Thema AR ohne weitere Hardware wie eine klobige, teure Brille erlebbar machen. Das sind vor allem Spiele, aber auch künstlerisch angehauchte Apps, mit der sich 3D-Objekte frei in die Landschaft malen lassen. Über das iPhone-Display lässt sich der Sternenhimmel erkunden, ein Wald gemeinsam mit Dinosauriern durchwandern oder menschliche Organe betrachten. Apple hat hier eine ganze Menge zu bieten, um das Thema AR weiter in den Fokus zu rücken.

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Mit AR herumzuspielen macht mächtig Spaß. / © NextPit

Apple iPhone 8: Software

Das iPhone 8 wird mit iOS 11 ausgeliefert. Die neuste Version der Apple-Software sieht erst einmal aus wie die alte. Damit trägt die Software zu dem Eindruck der Hardware bei – es tut sich wenig bei Apple, alles wirkt vertraut und ein wenig langweilig, dabei war es doch früher einmal total frisch und angesagt. So langsam hat man sich an dem Look mit dem festen Icon-Raster aber wirklich satt gesehen.

Praktisch ist das Schnell-Menü, dass man von unten hervor ziehen kann. Hier lassen sich die wichtigsten Einstellungen vornehmen. Seltsam ist aber die Tatsache, dass man auf den Symbolen für Bluetooth und WLAN nicht etwa diese Funktechnologie an- und ausschalten kann, sondern nur die aktuelle Verbindung getrennt wird. Das Funkmodul selbst bleibt aber aktiv.

Ein Wisch von oben nach unten ruft bei Apple immer die systemweite Suche auf. Nervig ist, dass ein Wisch von oben nicht die Notifications aufruft, sondern zurück auf den Lockscreen führt. Um dann zurück auf den Homescreen zu kommen, muss man von ganz unten nach oben wischen, in der Mitte des Displays klappt das nicht.

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iOS könnte ein optisches Neu-Design gut vertragen. / © NextPit

Der Aufbau von iOS lässt einen eingefleischten Android-Nutzer aber immer wieder die Stirn runzeln. Die Schaltfläche für "zurück" ist oben links so weit weg vom Homebutton, dass man sie immer wieder fast übersieht. Die Einstellungen für Apps werden in einer ellenlangen Liste in der Systemeinstellungen vorgenommen statt direkt in der Anwendung selbst. 

Immer wieder eine positive Erwähnung wert ist die Update-Versorgung von Apple. Die iPhones werden fünf Jahre lang mit aktueller Software versorgt, und das nicht in Wellen wie bei Android, sondern alle gleichzeitig. Das ist ein Pluspunkt, den man auch im Jahr 2017 nicht vergessen darf. Fragmentierung von verschiedenen iOS-Versionen ist bei Apple kaum ein Thema.

Apple iPhone 8: Performance

Mit dem Apple A11 hat das iPhone einen neuen Chip an Bord mehr Leistung bringt als der Vorgänger A10. Der 6-Kern-Prozessor mit der neuen Bionic-Engine, die vor allem bei Fotoanwendungen zum Einsatz kommt, treibt das iPhone 8 tatsächlich mächtig an sorgt für ein in allen Lagen schnelles Nutzererlebnis. Zwar wird das iPhone 8 merklich warm, wenn man das Smartphone richtig fordert, doch es kühlt sich danach auch flott wieder ab. Ein so flüssiges und in allen Lagen schnelles System kennen Android-Nutzer eigentlich nur von den Pixel-Smartphones. Mehr zur Performance der neuen iPhones lest Ihr im Test des an dieser Stelle baugleichen iPhone 8 Plus.

Apple iPhone 8: Audio

Die Audioleistung des iPhone 8 ist, was die interne Lautsprecher angeht, wenig beeindruckend. Der Klang ist ordentlich und die Lautstärke ausreichend, mehr aber auch nicht. An den Apple-Kopfhörern, den EarPods, scheiden sich die Geister. Manche Menschen empfinden die Kopfhörer aus Hartplastik als bequem und klanglich gut, andere wiederum klagen über eine schlechte Passform und einen zu dünnen Sound. Beides hängt miteinander zusammen, denn wenn die Form des Kopfhörers nicht zum Ohr passt, sitzt er nicht korrekt und kann keinen guten Klang erzeugen.

Eine Klinkenbuchse gibt es bei Apple längst nicht mehr – ganz im Zeitgeist wird alles über einen Port abgewickelt. In diesem Fall allerdings natürlich nicht über USB-C, sondern über Apples Lighting-Stecker. Einen Adapter Lightning-Klinke liefert Apple ohne Aufpreis mit. Wer gleichzeitig sein iPhone 8 aufladen und Musik über Kabel-Kopfhörer genießen möchte, braucht einen weiteren Adapter. So sieht sie aus, die schöne, neue Smartphone-Welt.

Apple iPhone 8: Kamera

Anders als das iPhone 8 Plus und das iPhone X hat das kleine iPhone 8 keine Dual-Kamera, sondern nur eine einzige 12-Megapixel-Optik auf der Rückseite. Vorne werden Selfies mit 8 Megapixel geknipst. Mit der Single-Kamera gibt es zwar weder doppelten optischen Zoom noch den neuen Portraitmodus, doch das kann man verschmerzen. Die Kamera-App von Apple arbeitet flott, besitzt aber nur die Basis-Optionen und wenig mehr.

Fehlende Dual-Kamera hin, simple App her: Die Fotos, die das iPhone im Test abliefert, sind in aller Regel richtig gut. Egal ob wenig oder viel Licht, die Aufnahmen haben schöne und naturgetreue Farben, zeigen viele Details und sind durch die Bank scharf. Das iPhone 8 erweist sich im Test als vollkommen idiotensicher – damit können auch blutige Anfänger tolle Bilder und Videos machen. Die Mini-Filmchen der Live-Fotos besitzen zwar meist keinen großen Mehrwert, sind aber nett anzuschauen. Für richtige Videos wird natürlich 4K unterstützt, und das sogar mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Warum die Einstellungen etwa für das Bildformat nicht in der Kamera-App selbst, sondern in den Systemoptionen zu finden sind, wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Apple-Entwickler bleiben.

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Bilddynamik und Detailreichtum wissen zu gefallen. / © NextPit

Eigentlich ist es eine Schande, dass Apple seinen Nutzern noch immer keinen manuellen Modus in der Kamera-App spendiert. Damit könnte man sicher noch ein wenig mehr aus den Fotos herauskitzeln. Auch die Tatsache, dass die Apple-Smartphones nach wie vor keine RAW-Aufnahmen machen können, ist verschenktes Potential. Solange die Kameras aber trotzdem noch ganz oben mitspielen, scheinen diese Dinge für das Unternehmen aus Cupertino keine hohe Priorität zu genießen.

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Ein wenig Lensflare kann durchaus schick aussehen. / © NextPit

Die Frontkamera macht genauso viel Spaß wie die rückseitige Knipse am iPhone 8. Selfies zeigen viele Details, haben eine tolle Farbwiedergabe und verwackeln bei gutem Licht quasi nie. Wird die Umgebung dunkler, steigt natürlich auch hier das Bildrauschen, das ist ist kaum zu vermeiden.

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Auch Selfies gelingen richtig gut mit dem iPhone 8. / © NextPit

Weitere Fotos aus dem Test mit dem Apple iPhone 8 findet Ihr in dieser Galerie auf Google Drive.

Apple iPhone 8: Akku

Apple verschweigt die genaue Kapazität des Akkus im iPhone 8 wie gewöhnlich und gibt nur an, die Laufzeit sei in etwa auf einem Niveau mit dem iPhone 7. Aber natürlich bleiben solche Details nicht lange verborgen, und so ist mittlerweile klar, dass der Akku im neuen iPhone eine Kapazität von 1.821 mAh. Das ist im Vergleich mit Android-Smartphones, auch mit kleineren Modellen, auf dem Papier nicht mehr als ein schlechter Witz. Doch an dieser Stelle kommt Apples Trumpf zum Tragen: Hardware und Software kommen aus einer Hand und sind perfekt aufeinander abgestimmt, und so lässt sich aus der geringen Kapazität viel Laufzeit herausholen.

Tatsächlich hat das iPhone 8 im Test nie vor dem Abend mit leerem Akku die Segel streichen müssen – und damit auch nicht vor dem nächsten Morgen, denn der Standby-Verbrauch, wenn das Smartphone nachts untätig herum liegt, ist minimal. Es ist auch möglich, bei recht aktiver Nutzung zwei Tage ohne Aufladen zu schaffen. Es hängt beim iPhone 8 allerdings stark davon ab, welche Apps man installiert und was man mit dem Smartphone macht. Deshalb ist eine klare Bestimmung der Laufzeit schwierig. Im Test schwankte sie zwischen einem und zwei Tagen. Beim reinen Videostreaming sind mit voll aufgedrehtem Display gut fünf Stunden möglich, bei halber Beleuchtung knapp acht Stunden.

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Das iPhone 8 hat einen kleinen Akku aber kann trotzdem lange durchhalten. / © NextPit

Schnellladen kostet bei Apple extra

Ärgerlich und unverständlich: Das iPhone 8 unterstützt zwar eine besonders schnelle Aufladung des Akkus, doch Apple legt dem Smartphone nicht das entsprechende Ladegerät bei. Das muss der Apple-Fan selbst kaufen. Mit dem normalen Netzteil dauert es dann auch über zwei Stunden, bis der kleine Akku wieder voll ist. Das ist in Zeiten von Quick Charge eine halbe Ewigkeit. Immerhin unterstützt Apple den Qi-Standard für kabelloses Laden. Damit dauert es zwar noch deutlich länger, aber die Fummelei mit dem Kabel entfällt.

Man darf sich gar nicht vorstellen, wie lange das iPhone 8 laufen würde, wenn Apple es endlich mal schaffen würde, einen Akku mit einer Kapazität einzubauen, die auf dem Niveau der Android-Konkurrenz liegt. Schon mit 2.500 mAh wäre das iPhone 8 ganz sicher ein wahrer Ausdauerkünstler. Komisch noch dazu, dass das iPhone trotz der kleinen Batterie weiterhin weder besonders dünn noch leicht gebaut ist. Zum Vergleich könnte man etwa das Motorola Moto Z heranziehen, das 2.600 mAh im Akku unterbringt und 2 Millimeter schlanker und 12 Gramm leichter ist.

Apple iPhone 8: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Wer ein iPhone 7 besitzt, oder vielleicht sogar ein iPhone 6S, für den ist der Sprung auf das iPhone 8 kein großer. Klar, die Performance ist etwas besser und es gibt kabelloses Laden, doch das war es dann auch schon. Die Sprünge bei den restlichen Features sind nicht besonders groß. Wer ein noch älteres iPhone besitzt und nicht noch mehr Geld für das Plus-Modell oder das iPhone X ausgeben möchte, sollte aber zugreifen.

Und für die Android-Besitzer? Nun, erst einmal ist das iPhone 8 ziemlich kompakt, solche kleinen Smartphones sind in der Oberklasse kaum zu finden. Ausnahme sind das Sony Xperia XZ1 Compact und mit Abstrichen das Google Pixel 2. Die Kamera des neuen iPhones kann es trotz Einzel-Linse mit der Konkurrenz mehr als aufnehmen und die Performance ist flüssig. Ob man dafür aber mindestens 800 Euro ausgeben möchte, muss dann doch jeder selbst entscheiden.