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HTC

HTC Desire 12

2,5

Pro

  • Ansehnliches Design
  • Ausreichend Speicherplatz

Contra

  • Schlechte Performance
  • Kein Fingerabdrucksensor
  • Veraltetes Betriebssystem
  • Kein Full-HD-Display
  • Schlechte Frontkamera
Foto: Handy HTC htc-desire-12

Pros des HTC Desire 12

  • Ansehnliches Design
  • Ausreichend Speicherplatz

Contras des HTC Desire 12

  • Schlechte Performance
  • Kein Fingerabdrucksensor
  • Veraltetes Betriebssystem
  • Kein Full-HD-Display
  • Schlechte Frontkamera

Ein Preis für die Einsteiger

Das HTC Desire 12 kostet ohne Vertrag 199 Euro. Das Android-Smartphone ist bei HTC direkt sowie bei zahlreichen Online-Shops erhältlich. Das größere HTC Desire 12+ kostet 50 Euro mehr und ist ebenfalls bereits erhältlich. Als Farben werden derzeit Cool Black und Warm Silver angeboten, später soll noch Royal Gold hinzu kommen.

Lieber nicht so genau hinschauen

Auf den ersten Blick sieht das neue Desire 12 von HTC recht schick aus. Das Smartphone hat eine glänzende Rückseite, die versucht, den Farbschimmer der aktuellen Highend-Modelle von HTC zu imitieren. Das gelingt zwar nur beim ersten Eindruck, aber immerhin. Es ist eben kein mehrfach lackiertes Glas, dass die Rückseite des HTC Desire 12 überzieht, sondern schnödes Plastik. Das Smartphone ist 8,2 Millimeter dick und 137 Gramm schwer. Ungewohnt, auch in dieser Preisklasse: Das HTC Desire 12 hat keinen Fingerabdrucksensor.

Auf den zweiten Blick zeigen sich kleinere Schwächen. Das HTC Desire 12 verbiegt sich verhältnismäßig einfach, zudem klappert es unter der hinteren Abdeckung ein wenig. Die SIM-Schublade ist nicht ganz perfekt im Rahmen versenkt, die Übergänge deutlich fühlbar. Das Material macht insgesamt keinen besonders hochwertigen Eindruck, es ist eben zweckmäßig. Für den Preis gehen das Design und die Verarbeitung des HTC Desire 12 in Ordnung, teurer dürfte es aber auch nicht sein.

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Die Rückseite glänzt und schimmert, besteht aber aus billigem Plastik. / © NextPit

Das Display hat seine Qualitäten

HTC stattet das Desire 12 mit einem 5,5 Zoll großen IPS-Display aus - so weit, so gut, ein OLED-Panel darf man für diesen Preis nun wirklich nicht erwarten. Full-HD-Auflösung hätte es aber ruhig sein können, denn 1.440 x 720 Pixel ergeben eine Pixeldichte von nur 292 ppi. Das ist für ein Smartphone-Display ein bisschen wenig, und tatsächlich könnte die Darstellung schärfer sein. Die Darstellung ist ein wenig blass, Schwarz nicht so ganz undurchdringlich, die Blickwinkelstabilität nicht perfekt. Das ist aber in der Preisklasse nicht ungewöhnlich und leicht zu verschmerzen.

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Am unteren Rand des Dreiecks ist der CIE-Farbraum nicht ganz abgedeckt. / © NextPit

Die Farbtreue erweist sich unter dem unbestechlichen Auge des Messgerätes als gut, ebenso der Kontrast von 1.478:1 und die Helligkeit von 466 cd/m². Dass der CIE-Farbraum nicht ganz abgedeckt wird, ist ein kleiner Wermutstropfen im Displaytest des HTC Desire 12. Die Verteilung von Rot, Grün und Blau ist recht ausgeglichen.

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5,5 Zoll, aber kein Full-HD, das ist das Display des HTC Desire 12. / © NextPit

Altes Android mit schlechten Update-Aussichten

Bei der Software glänzt das Desire 12 nicht. HTC stattet das Smartphone mit Android 7.1.1 Nougat aus - das Betriebssystem stammt aus dem Jahr 2016. Auch wenn der Sicherheitspatch mit März 2018 recht aktuell ist, bleibt das ein dicker Makel des HTC-Smartphones - und der wird auch nicht verschwinden, denn dank des Mediatek-Prozessors sind die Aussichten auf ein Update ziemlich schlecht. Wer das HTC Desire 12 kauft, wird demnach mit ziemlicher Sicherheit weder Android Oreo noch das bald fertige Android P bekommen.

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Android Nougat, und dabei wird es bleiben. / © NextPit

Die Sense UI von HTC ist immerhin auf dem aktuellen Stand und gefällt mit ihrer schlanken Optik und dem Verzicht auf doppelte Apps - wo die Google-Lösung besser ist, etwa bei der Fotogalerie, hat HTC auf eine eigene Alternative verzichtet. Edge Sense, also die drucksensitiven Gehäuseseiten, gibt es beim Desire 12 nicht.

Schwach wie eine Flasche leer

Der Mediatek MT6739, ein Quad-Core-Prozessor mit 64-bit-Technologie und maximal 1,5 GHz, kann im Desire 12 auf 3 GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Das klingt auf dem Papier schon nicht berauschend und ist es im Alltag noch viel weniger. Immer wieder nimmt sich das HTC-Smartphone Auszeiten, Bedenksekunden und Ladepausen, die man in dem Ausmaß seit Jahren nicht mehr gesehen hat - und zwar auch nicht in der 200-Euro-Klasse. Die Benchmark-Werte sind dementsprechend sehr schlecht ausgefallen.

Die Benchmark-Ergebnisse

Das HTC Desire 12 im Benchmark-Vergleich
  HTC Desire 12 Honor 9 Lite
3DMark Sling Shot Extreme 113 Punkte 332 Punkte
3DMark Sling Shot Vulkan 77 Punkte 362 Punkte
3DMark Sling Shot ES 3.0 171 Punkte 1.326 Punkte
3DMark Ice Storm Extreme 4.210 Punkte 16.947 Punkte
Geekbench 4 Single / Multi Core bricht ab 859 / 4.190 Punkte
PassMark Memory 5.005 Punkte 6.015 Punkte
PassMark Disk 24.900 Punkte 52.038 Punkte

Egal wie man es dreht und wendet: Wer 200 Euro für ein Smartphone ausgibt, muss im Jahr 2018 nicht mehr mit einer so schlechten Performance wie beim HTC Desire 12 leben. Dazu kommt: Es läuft ja schon direkt am Anfang nicht besonders gut. Wie soll das erst nach einer Weile aussehen, wenn mehr Apps und Daten auf dem Smartphone landen und es Stück für Stück ein wenig langsamer machen? Trübe Aussichten. Immerhin: 32 GByte interner Speicher plus die Möglichkeit der Erweiterung gehen in Ordnung.

Die Klinke noch in der Hand

Musikfreunde, die auf ihren guten, alten Kopfhörer mit Kabel nicht verzichten wollen, haben es bei teuren Highend-Smartphone mittlerweile oft schwer, die Klinkenbuchse stirbt aus. HTC hält beim Desire 12 daran fest und legt sogar ein billiges Kabel-Headset für den Notfall mit in den Karton. Der Klang des Mono-Lautsprechers wird unterdessen niemanden vom Hocker reißen.

Brauchbare Kamera mit Schwächen bei Selfies

Das HTC Desire 12 hat eine Hauptkamera mit 13 Megapixel und einer Blende von f/2.2, die Full-HD-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen kann. Vorne sitzt eine Frontkamera mit 5-Megapixel-Sensor und f/2.4. Die Bilder, die das HTC Desire 12 im Test abliefert, sind für ein Einsteigersmartphone durchaus brauchbar. Zwar ist auch bei gutem Licht immer leichtes Bildrauschen zu sehen, das Details verschwimmen lässt, doch bei vielen Motiven kann man damit gut leben. Der HDR-Modus muss manuell an- und abgeschaltet werden.

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Brauchbare Fotos gelingen bei gutem Licht. / © NextPit
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Nahaufnahmen zeigen den Hauch eines Bokehs. / © NextPit
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Farben sind ein wenig blass, dunkle Bereich gehen unter. / © NextPit

Die Frontkamera ist unterdessen nicht wirklich zu gebrauchen. Selbst bei gutem Licht ist es schwierig, ein brauchbares Selbstportrait zu knipsen. Wenn Ihr mit dem Desire 12 unbedingt ein Selfie machen wollt, tut Euch selbst einen Gefallen und drückt nicht nur einmal, sondern mindestens fünfmal auf den Auslöser. Dann ist vielleicht eine scharfe Aufnahme dabei - vielleicht.

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Selfies misslingen zuverlässig. / © NextPit

Akku ohne viel Kraft

Der Akku im HTC Desire 12 hat eine Kapazität von 2.730 mAh und ist fest verbaut. Man sollte meinen, dass trotz der nominell geringen Kapazität eine gute Laufzeit am Ende raus kommt, denn schließlich ist das Display nicht besonders hochauflösend und der Prozessor schwach. Leider ist das nicht so, denn mit ziemlich durchschnittlichen 6:17 Stunden im Akku-Test von PC Mark bei halber Helligkeit kann das Desire 12 nicht unbedingt punkten. Im Alltag reicht der Akku meist von morgens bis abends, länger aber auch nicht. Quick Charge oder gar kabelloses Laden sucht man in dieser Preisklasse vergeblich.

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Geladen wird über den guten, alten Micro-USB-Port. / © NextPit

HTC Desire 12: Technische Daten

Die Konkurrenz bietet mehr Smartphone fürs Geld

Es kann und will sich nicht jeder Kunde ein teures Highend-Smartphone leisten. Auch für weniger Geld hat die Kundschaft ein Recht auf brauchbare Technik. Längst gibt es rund um die Marke von 200 Euro ansehnliche und problemlos brauchbare Smartphones. Das HTC Desire 12 gehört nicht dazu. Die Performance ist einfach zu schlecht und die Software zu veraltet. Auch der Akku haut niemanden vom Hocker. Da können die brauchbare Hauptkamera, das ganz ordentliche Display und das auf den ersten Blick recht schicke Design auch nichts mehr ausrichten. Wenn man sieht, was Hersteller wie Motorola, Nokia oder Honor in der Preisklasse bieten, gibt es kaum einen Grund, das HTC Desire 12 zu kaufen.

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