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Samsung Galaxy Note 5

4,0

Pro

  • Überragende Display-Helligkeit
  • Extrem schnelle
  • professionelle Kamera
  • Integrierter Stylus-Stift
  • Geniale Handschrifterkennung

Contra

  • Lausiges Multitasking
  • Vernachlässigter Sound
  • Mittelmäßige Akkulaufzeit
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-note-5

Pros des Samsung Galaxy Note 5

  • Überragende Display-Helligkeit
  • Extrem schnelle, professionelle Kamera
  • Integrierter Stylus-Stift
  • Geniale Handschrifterkennung

Contras des Samsung Galaxy Note 5

  • Lausiges Multitasking
  • Vernachlässigter Sound
  • Mittelmäßige Akkulaufzeit

Samsung Galaxy Note 5: Preis und Verfügbarkeit

Patrick Pfaff, Produktmanager bei Samsung Mobile, ließ in unserem Interview durchblicken, dass ein Europa-Launch für das Note 5 nicht kategorisch ausgeschlossen ist. Wenn Europa ein Galaxy Note 5 fordert, dann würde man das bei Samsung noch einmal überdenken. Anscheinend wollen jetzt die europäischen Netzbetreiber doch das Galaxy Note 5 ins Portfolio aufnehmen, sodass es nun laut dem rumänischen Techblog Gadget Talk im Januar 2016 nach Europa kommt.

Ein angeblich vertrauenswürdiger Samsung-Insider bestätigte dem Tech-Blog Gadgette außerdem den Release im Januar 2016 - zuerst soll es in den UK starten und im Anschluss auch in weiteren europäischen Ländern vertrieben werden. Wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, können wir leider nicht bestätigen. Außerdem sind bislang weder der Preis noch die Verfügbarkeit bekannt.

Das Galaxy Note 5 gibt es in deutschen Geschäften bisher nicht zu kaufen. Aber man kann das Note 5 in einer entsperrten, internationalen GSM-Version importieren. Der Preis des Note 5 als Import-Variante beläuft sich dann auf 699 US-Dollar plus 15 Prozent Zoll plus 19 Prozent Mehrwertsteuer, also rund 850 Euro.

Während es durchaus möglich ist, an ein Gerät zu kommen, stellt sich die Frage, ob das Galaxy Note 5 dann auch in Deutschland problemlos in LTE-Netze kommt. Denn laut Samsung wird bisher keine europäische Firmware für das Galaxy Note 5 bereitgestellt. Unser T-Mobile-Testgerät wollte keine Provider-fremden SIM-Karten akzeptieren.

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Ein Note 5 findet seinen Weg nach Berlin. / © nextpit
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Samsung Galaxy Note 5: Design und Verarbeitung

Von der Designsprache her hat Samsung im Galaxy Note 5 die neue Formsprache des Galaxy S6 angewandt. Die Verwandtschaft zum Galaxy S6 ist auf den ersten Blick sehr frappierend. Vorbei sind die Zeiten des unechten Leders und Plastiks. Ab sofort erstrahlt das Galaxy Note 5 nun auch mit einem hochwertigen Alu-Rahmen mit einer Vorder- und Rückseite aus Gorilla Glass 4.

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Das Galaxy Note 5 sieht aus wie ein gewendetes S6 Edge+. / © nextpit

Das vermutlich markanteste Element im Note-5-Design ist jedoch die seitlich abgerundete Rückseite. Stellt Euch ein Galaxy S6 Edge+ vor und transplantiert die geschwungene Front mit ihrem Dual-Edge-Display einfach an den Geräterücken. Das Display ist also plan, doch die Geräteseiten wölben sich rechts und links zur Rückseite hin. So etwas hatte zuvor bereits Xiaomi im Mi Note Pro (zum Test) gemacht.

Ebenfalls auffällig sind die im Vergleich zu fast allen Samsung-Smartphones (mit der Ausnahme des Galaxy A8) recht schmalen Displayränder. Hier ist Samsung einen Schritt nach vorne gegangen und konnte das Note 5 minimal kompakter gestalten.

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Die Ränder werden durch die geschwungene Kante erheblich schmaler. / © nextpit

So schön und edel sich das Galaxy Note 5 nun dank der neuen Formsprache und vor allem den neuen Materialien auch anfühlt, so gibt es auch Note-typische Features, die jetzt wegfallen. Da wäre zum Beispiel der microSD-Kartenslot, der beim Galaxy Note 5 nicht mehr vorhanden ist, was zahlreiche Anhänger dieser Modellreihe zweifelsohne enttäuschen wird. Außerdem wurde dem Galaxy Note 5 die Möglichkeit geraubt, den Akku zu tauschen.

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Der Deckel auf der Note-5-Rückseite lässt sich nicht abnehmen; der Akku ist fest verbaut. / © nextpit

Für viele mag das ein Grund sein, das Note 5 und auch das Galaxy S6 Edge+ nicht mal mehr mit der heißen Zange anzufassen und stattdessen weiterhin zum Note 4 zu greifen. Schon das Galaxy S6 hatte hier viel Kritik einstecken müssen, doch Samsung setzt seinen Weg fort. Apple kommt schließlich auch seit jeher ohne wechselbaren Akku und Speichererweiterung aus.

Galaxy Note 5: Drop-Tests

Wie es im Internet so üblich ist, dauert es in der Regel nicht lange, bis Technik-Fans neue Smartphones im Interesse der potenziellen Käufer auf alle erdenklichen Arten der Schwerkraft aussetzen. So ist es nun auch Samsungs jüngstem Stift-Phablet ergangen. Die ersten Note-5-Drop-Tests von PhoneBuff zeigen, warum Glas auf allen Seiten eine umstrittene Design-Entscheidung ist. Bereits nach dem ersten Sturz zeigen sich Sprünge in der Geräterückseite, und diese erreichen schnell einen Punkt, an dem man um eine Reparatur kaum herum kommt.

Obwohl der Metallrahmen sich gut schlägt und Erschütterungen ordentlich wegsteckt, kann auch er das Display nicht lange schützen, und so zerspringen Rückseite und Bildschirm relativ schnell. Nutzen wollen würde so wohl kaum noch jemand sein Note 5. Könnte er aber auch nicht, denn die Schäden sind nicht nur kosmetischer Natur. Wie wir sehen, nimmt auch der Touchscreen Schaden und reagiert nach wenigen Stürzen nicht mehr richtig.

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Der Note-5-Drop-Test macht somit vor allem eines klar: Wer sich dieses Phablet kaufen will, sollte nicht zur tollpatschigen Sorte gehören, denn das gläserne Gehäuse verzeiht wenig. Geräte wie das iPhone 6 und HTC one M9 schnitten unter identischen Testbedingungen übrigens besser ab, während das Galaxy S6 schon früher aufgab. Zu ordentlichen Schutzhüllen oder Cases ist also dringend geraten.

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Steckt Ihr den Stift umgekehrt ins Note 5, zerstört Ihr den Schacht. / © nextpit

Pengate: der verkehrte Stift

Nachdem Probleme mit dem S-Pen im Note 5 unter dem Hashtag #PenGate bekannt wurden, hat Samsung offenbar die Platine angepasst. In einer neuen Revision wurde eine neue Feder verbaut, die beim Herausziehen umgekehrt eingeführter Stifte nicht mehr abbricht.

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Die linke, neue Platine hat eine verbesserte Feder für den S-Pen und bricht nicht mehr ab. / © Phandroid

Ein weiteres Missgeschick, dass einem mit dem Galaxy Note 5 nicht passieren darf, betrifft den S Pen. Wenn man ihn mit der Spitze nach Außen in den Schacht schiebt, kann es passieren, dass der Stylus nicht mehr herauskommt! Das haben zumindest die Kollegen von Android Police herausgefunden.

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Samsung Galaxy Note 5: Display

Beim Display hat sich Samsung im Note 5 entschieden, ein flaches 5,7 Zoll großes Super AMOLED Display mit einer QHD-Auflösung zu verbauen. Es gibt also kein Edge-Display wie beim Galaxy Note Edge oder gar ein Dual-Edge-Display wie beim Galaxy S6 Edge (mit oder ohne Plus).

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Helligkeit und Farbbrillanz des Note 5 sind unübertroffen. / © nextpit

In dieser Hinsicht ist das Galaxy Note 5 eher vergleichbar mit dem Galaxy S6, mit dem Unterschied, dass das Display von 5,1 Zoll auf 5,7 Zoll auf geblasen wurde. Durch die Steigerung in der Bildschirmdiagonale und die gleichbleibende Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel hat sich naturgemäß die Pixeldichte verringert. Sie beträgt beim Galaxy-Note-5-Display 518 ppi, was niemandem Grund für Beanstandungen gibt.

Testergebnisse von DisplayMate

Wem unsere Einschätzung nicht ausreicht, der kann allerdings auch anerkannte Experten im Bereich der Smartphone- und Tablet-Displays heranziehen. DisplayMate gilt hier als Koryphäe. Jedes Jahr werden in den DisplayMate Labs aufs Neue mit Hilfe komplexer und vor allem ausführlicher Verfahren Aspekte wie Farbtreue, Farbraum, Helligkeit, Schärfe, Reflexionen, Blickwinkelstabilität und mehr getestet. Und praktisch jedes Jahr räumt Samsung hier die höchsten Ehren ab. Beispielsweise das Display des Galaxy Note 4 wurde von DisplayMate zum besten Display aller Zeiten gekürt, nach ihm war es der Bildschirm des Galaxy S6 und nun ist es, Ihr habt es erahnt, das Galaxy Note 5, das laut DisplayMate alle Messrekorde bricht und die Konkurrenz aussticht.

So ist das Note-5-Display deutlich heller als das des Note 4, es lässt sich bei grellem Umgebungslicht bedeutend besser ablesen, und es ist signifikant stromsparender. Am Ende bietet es laut DisplayMate die bisher beste und treueste Farbwiedergabe aller mobilen Displays, die dort jemals getestet wurden. Gleiches gilt für die Maximalwerte der Displayhelligkeit, bei denen ebenfalls ein neuer Rekord gemessen wurde.

Samsung Galaxy Note 5: Besonderheiten

Die Besonderheit der Note-Serie steckt im S Pen, dem Stift, der im Gehäuse des Phablets steckt. Neu an dem S Pen des Galaxy Note 5 ist, dass dieser nun über eine Art Auswurfvorrichtung verfügt. Durch einen Druck auf das untere Stiftende springt der obere Teil des Stylus aus dem Gehäuse hervor und man kann den S Pen somit leichter herausziehen.

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Der S-Pen des Note 5 wird per Klickmechanik herausgelöst. / © nextpit

Den Stift könnt Ihr in zweierlei Modi verwenden. Zieht Ihr ihn aus dem Gehäuse, wenn das Note 5 im Standby ist, startet eine minimalistische Notiz-App, die Weiß-auf-Schwarz einen Notizzettel anzeigt; schnelle Notizen könnt Ihr auf diese Art ohne viel Aufhebens festhalten; sie werden direkt gespeichert.

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Zieht Ihr nur den Stift heraus, schreibt Ihr Weiß auf Schwarz. / © nextpit

Bei entsperrtem Note 5 tippt Ihr den Button auf dem Stift, um die Air Commands auf dem Display des Galaxy Note 5 zu starten. Diese Liste zeigt zum einen S-Pen-Apps, zum anderen Apps, die Ihr dieser Liste hinzugefügt habt.

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Die Arbeit mit dem Stylus macht unglaublich Spaß. / © nextpit

Um den S-Pen als Ersatz zum Tippen zu verwenden, müsst Ihr in der Tastatur auf Stifteingabe umstellen; das erfolgt in der Samsung-Tastatur links neben der Leertaste, wo Ihr die Eingabemethode verändert.

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Note-5-Besitzer brauchen nie wieder zu tippen. / © nextpit
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Selbst einfache Kritzeleien machen mit dem Note 5 Spaß. / © nextpit
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Die Qualität der Handschrifterkennung im Note 5 ist ordentlich. / © nextpit

Lange Notizen schreibt man ungern mit dem S Pen und Samsung möchte mit dem Note 5 auch die Geschäftsleute erreichen, die bis Dato ein BlackBerry genutzt haben. Diese Keyboard-Case wird schon kurz nach dem Verkaufsstart des Galaxy Note 5 in den Ländern verfügbar sein, in dem auch das Note 5 verkauft wird. Wir haben erfahren, dass das Keyboard-Case auch für das Galaxy S6 Edge+ in Deutschland erscheinen und wahrscheinlich 60 Euro kosten wird.

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Das Keyboard-Case wird es sowohl für das Galaxy S6 Edge+, als auch für das Note 5 geben. / © nextpit

Samsung Galaxy Note 5: Software

Das Note 5 wird schon beim ersten Einschalten mit zahlreichen Software-Updates ausgestattet. Die von uns verwendete T-Mobile-Edition versprach insbesondere Performance-Updates, doch selbst das Update vom 21. September konnte nicht die reproduzierbaren Ladezeit-Probleme tilgen, die wir später beschreiben werden. Sämtliche Updates basieren auf Android 5.1.1 Lollipop. Ein Update auf Android Marshmallow ist vorgesehen.

Da unser Testgerät aus den USA und zusätzlich von T-Mobile stammte, waren einige Bloatware-Apps vorinstalliert, sodass wir nicht beurteilen können, wie ein entsperrtes oder brandingfreies Gerät in Europa ausgestattet wäre. Das Bloatware-Aufkommen im Testgerät war aber moderat, sodass neben den Samsung-typischen Facebook- und Microsoft-Apps nur S-Pen-Apps vorinstalliert waren, die den wenigsten von Euch als unerwünscht auffallen dürften.

TouchWiz wird als Benutzeroberfläche verwendet, die Samsung im Laufe der Generationen als Einheits-Look der Galaxy-Serie etabliert hat. Sie weicht in ihrem Aussehen und in der Performance nicht von der ab, die man im Test des Galaxy S6 kennen gelernt hat.

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Unser T-Mobile-Testgerät des Note 5 war recht voll mit Bloatware. / © nextpit

Samsung Galaxy Note 5: Performance

Von der technischen Plattform her entspricht das Galaxy Note 5, wenn wir das Display und den S Pen auslassen, dem Galaxy S6 Edge+. Auch im Galaxy Note 5 steckt der leistungsstarke Exynos-7420-Prozessor mit acht Kernen und einer Taktfrequenz von maximal 2,1 GHz. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB ebenfalls großzügig dimensioniert und wie auch beim Galaxy S6 Edge+ gibt es nur die Auswahl zwischen einer 32- und einer 64-GB-Version.

In den synthetischen Prozessor- und Speicher Benchmarks reiht sich das Note 5 zwischen dem S6 Edge+ und dem Sony Xperia Z5 Compact ein.

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Nur beim Metal-Test von Vellamo ist das Note 5 ungeschlagen. / © nextpit
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Die Geekbench-Werte liegen im Bereich der des S6 Edge+. / © nextpit
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Beim AnTuTu-Benchmark hängt das Note 5 sogar ein bisschen hinter dem S6 Edge+, bleibt aber zehn Prozent über dem Z5 Compact. / © nextpit

Von 4 GB Arbeitsspeicher sollte man sich eine grandiose Multitasking-Performance versprechen. Doch leider erweist sie sich in zwei unabhängigen Tests als ziemlicher Reinfall. Sowohl PhoneBuff als auch Android Police haben sich die Ladezeiten beim schnellen Wechseln zwischen Apps angeschaut und festgestellt, dass das Note 5 hinter LG G4 oder Google Nexus 6 zurückbleibt, obwohl jene nominell schwächere Hardware besitzen. Als wir das Note 5 vor Ort ähnlichen Test unterzogen hatten, mussten wir dasselbe Resumé ziehen:

Das Wiederaufrufen von Apps geht sehr oft mit Nachladerucklern einher, die man so nur von Smartphones mit erheblich weniger RAM kennt. Es scheint also, dass Samsung die 4 GB RAM nur der Effekthascherei wegen installiert hat und den großen Arbeitsspeicher technisch nicht nutzt. Ob es sich dabei möglicherweise um aggressive Energiesparmodi handelt, können wir mangels Einblick in die dahinterliegende Steuerung nicht sagen, doch geht dies sehr zu Lasten der Multitasking-Performance. Diese ist selbst mit einem Note 4 besser, wie wir in Redaktionsgeräten feststellen mussten.

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Dieses aggressive RAM-Freischaufeln und Tasks-Stoppen muss allerdings ein von Samsung erwünschtes Feature sein, da es nach zwei so genannten Performance-Updates noch immer so blieb: Sobald man vier oder mehr unterschiedliche Anwendungen geöffnet hatte, wurde die erste im Hintergrund geschlossen. Wenn man diese dann erneut aufruft, muss sie komplett neu geladen werden. Bei 4 GB RAM sollte dieses Verhalten erst nach der zehnten App auftreten.

Wir sind uns aber sicher, dass Samsung dieses Problem per Software-Update beheben kann, da das Verhalten zum Schließen von Hintergrundaktivitäten in die Firmware einprogrammiert wird. Blicken wir etwa zurück auf das Update auf Android 5.1 beim Nexus 6, dann erinnern wir uns, dass es für einen mess- und spürbarer Leistungszuwachs gesorgt hatte. Das Geheimnis lag dort bei einer optimierten Prozessorsteuerung. Es wäre also kein Hexenwerk für Samsung, die in den oberen Videos beschriebenen Probleme zeitnah zu lösen.

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Sowohl das Galaxy Note 5 (rechts), als auch das Galaxy S6 Edge+ sind von der eingesetzten Hardware identisch. / © nextpit

Viel wurde über einen microSD-Kartenslot im Vorfeld des Galaxy-Note-5-Release spekuliert, nun gibt es seit der offiziellen Vorstellung die Gewissheit: Das Galaxy Note 5 hat keinen microSD-Kartenslot mehr! Aus meiner Sicht ist das kein Skandal, so wie viele es bezeichnen werden, denn ich nutze mittlerweile vermehrt Cloud-Dienste um Daten auf mehreren Endgeräten zu bearbeiten und zu nutzen. Aber wer von einem Galaxy Note 3 oder Note 4 auf den neuen 5er umsteigen wollte, für den ist der Wegfall des microSD-Kartenslots häufig ein Unding, zumal die größte Variante des Note 5 64 GB internen Speicher bietet, also weniger als die größte Galaxy-S6-Variante mit ihren 128 GB.

Samsung Galaxy Note 5: Audio

Der Klang des Note 5 ist fest, aber nicht überwältigend. Um dem Monolautsprecher unten rechts guten Musik-Klang zu entlocken, sollte man den Equalizer aufsuchen und vor allem im Bassbereich ein wenig aufdrehen, damit man mehr als den Gesang und scheppernde Becken hört.

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Dreht den Bass auf, damit die Musik nicht komplett leer klingt. / © nextpit

Eines der wichtigsten Features des Note 4, das es zu Chefs Liebling gemacht hat, war sein fantastische Diktiergerät. Es konnte auf drei integrierte Mikrofone zurückgreifen und erlaubte es, bis zu acht Meeting-Teilnehmer zu unterscheiden. Das Feature fällt beim Note 5 leider aus, sodass dessen Diktiergerät zwar vorhanden, aber völlig durchschnittlich geworden ist.

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Der eine Speaker liefert keinen besonderen Klang; nur noch zwei statt drei Mikrofone bringen das Note 5 um sinnvolle Diktier-Features. / © nextpit

Samsung Galaxy Note 5: Kamera

"Die Kamera des Note 5 ist fantastisch" sagt unser Kameramann Toni. Ob im Fahrstuhl, in der U-Bahn oder im Büro bei Gegenlicht: Die Kamera des Galaxy Note 5 lässt den Profi nicht im Stich. Vor allem die Möglichkeit, Belichtung und Fokus zu fixieren, ist ein fantastischer Profi-Hack. So könnt Ihr bequem Menschen filmen oder fotografieren, die vor Fenstern sitzen oder stehen. Tippt einfach das Motiv länger an, bis darauf die Blase "AF/AE lock" erscheint.

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Einmal AE-gesperrt, bleibt Pierre auch im Gegenlicht gut erkennbar. / © nextpit

Auch die übrigen Aufnahmen zeigen, dass die Kamera des Note 5 an der Spitze des technisch Möglichen rangiert. Details wie die Brötchen des Bauchladenträgers werden superscharf eingefangen, selbst wenn man nur im Automatikmodus aus der freien Hand schießt. Die Farben werden aber, Samsung-typisch, recht kalt wiedergegeben, sodass Ihr das eine oder andere Bild vielleicht nachbearbeiten wollt. Beim Treppenhaus-Foto erkennt Ihr deutlich, dass der Dynamikumfang der Note-5-Kamera gewaltig ist: Helle und dunkle Bereiche zeigen Details, die in Kameras anderer Smartphones schon längst in Schwarz oder Weiß versunken wären.

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Beim Crop to Fit erkennt man Unschärfen in Details, aber sehr wenig Rauschen. / © nextpit

Erst, wenn man sehr tief in die Details blickt, wie beim obigen Crop-to-Fit-Ausschnitt aus dem U-Bahn-Foto, erkennt man Unschärfen, die bei mehr Licht und weniger Bewegung wahrscheinlich verschwinden würden. Man muss auf jeden Fall anmerken, dass Bildrauschen fast nie auftritt. Das Fahrstuhl-Foto demonstriert, dass die Note-5-Kamera quasi immun gegen schlechte Lichtverhältnisse ist. Falls eine gute Kamera ein Kaufkriterium für Euch ist, solltet Ihr auf jeden Fall das Note 5 in die engere Auswahl nehmen.

Samsung Galaxy Note 5: Akku

Durch die neue Designsprache und den Wegfall des abnehmbaren Backcovers wurde dem Galaxy Note 5 noch eine andere Besonderheit der Note-Serie geraubt. Neben dem microSD ist der austauschbare Akku auch beim Note 5 dem neuen Design zum Opfer gefallen.Zusätzlich ist der Note-5-Akku von 3.220 mAh beim Galaxy Note 4 auf 3.000 mAh geschrumpft. Das klingt auf dem Papier besorgniserregend und ist ohne Zweifel die falsche Richtung.

Leider wurde unserem Note 5 ein US-Ladegerät mitgeliefert, sodass wir den original-Charger nicht verwenden konnten und somit keine zuverlässige Messung des Schnellladefeatures machen konnten. Laut dem Techblog Phonearena.com schneidet der Akku des Galaxy Note 5 in einem ersten Test gar nicht so schlecht ab, denn der 3.000 mAh Akku hielt immerhin satte 9 Stunden und 11 Minuten durch. Zum Vergleich: das Galaxy Note 4 schafft mit dem 3.220 mAh eine Akkulaufzeit von insgesamt 8 Stunden und 43 Minuten. Außerdem konnte das Note 5 per Fast Charge binnen 81 Minuten komplett voll aufgeladen werden, während das Note 4 mit 95 Minuten, fast eine Viertelstunde länger benötigte.

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Das Galaxy Note 5 hält trotz kleinerem Akku länger als das Note 4 durch. / © Phonearena
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Dank Fast Charge ist das Galaxy Note 5 binnen 81 Minuten wieder voll aufgeladen. / © Phonearena

Die Laufzeit unseres Note 5 lang im Test mit rund 28 Stunden aggressiver Nutzung im Durchschnitt. In der Geekbench-Liste wird ihm eine Display-On-Time von überdurchschnittlichen acht Stunden zugeschrieben, was sich mit den oberen Werten deckt. Da unser Testgerät einen SIM Lock hatte, konnten wir es leider nicht unter realistischen Bedingungen einer LTE-Verbindung testen.

Samsung Galaxy Note 5: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das Galaxy Note 5 ist optisch wie auch haptisch sehr ordentlich. Plastik und unechtes Leder gehören der Vergangenheit an. Aber leider hatte beim Note 5 anscheinend das Design eine höhere Priorität als zum Beispiel nützliche Features wie ein microSD-Kartenslot und ein austauschbarer Akku.

Da neben der Erweiterbarkeit Features wie das Konferenzmikrofon verschwanden, müssen sich die deutschen Kunden nicht ärgern, dass sie weiterhin mit dem Note 4 vorlieb nehmen müssen. Der Vorgänger steht dem Note 5 in nichts nach und so lange Samsung nicht an den Performanceproblemen arbeitet, ist das neue Modell auch an dieser Front kein wirkliches Upgrade.