Ihr dachtet, Ihr kennt die Minions in- und auswendig. Falsch gedacht. Mit ihrem dritten Solo-Abenteuer schlagen die gelben Chaoten ein neues Kapitel auf und verlassen vertraute Pfade. Statt moderner Schurken oder Retro-Action wartet diesmal eine Reise dorthin, wo Kino noch flackerte, Filme stumm waren und Größenwahn zum guten Ton gehörte.
Ein Sprung ins Hollywood der 1920er Jahre
In Minions 3 mit dem Alternativtitel „Minions & Monster“ reisen die kleinen Chaosexperten zurück ins Hollywood der 1920er Jahre. Eine Zeit, in der Filme noch ohne Ton auskamen, aber Egos dafür umso lauter waren. Genau hier finden die Minions ihren neuen Meister. Einen herrischen Stummfilmregisseur, der perfekt in diese Ära passt und wenig Geduld für Missgeschicke hat. Für die Minions ist das natürlich Einladung und Herausforderung zugleich.
Der Perspektivwechsel funktioniert erstaunlich gut. Statt reiner Slapstick-Gags wird das Setting selbst zum Spielplatz. Kulissen, Filmsets und übertriebene Gestik liefern reichlich Futter für visuelle Komik. Ihr merkt schnell, dass die Minions nicht nur Kulissen wechseln, sondern ihren Humor an eine völlig neue Umgebung anpassen.
Ein Oscar-Gewinner als neuer Boss
Besonders spannend wird es durch die Besetzung des neuen Antagonisten. In der englischen Originalfassung leiht Christoph Waltz dem Stummfilmregisseur seine Stimme. Ein zweifacher Oscar-Gewinner, der normalerweise für messerscharfe Dialoge bekannt ist, trifft hier auf eine Welt ohne gesprochene Worte. Genau dieser Kontrast macht den Reiz aus.
Für Euch bedeutet das eine ungewohnte Dynamik. Der neue Boss ist kein klassischer Superschurke, sondern ein Kontrollfreak mit künstlerischem Größenwahn. Und natürlich läuft nichts nach Plan. Die Minions wollen nämlich nicht nur dienen, sondern selbst einen Film drehen. Einen Monsterfilm, um genau zu sein.
Monster, Mythen und Minion-Logik
Was fehlt, sind die Monster. Also greifen die Minions zu einer Lösung, die nur ihnen einfallen kann. Sie beschwören kurzerhand Cthulhu. Statt kosmischem Horror bekommen sie jedoch eine überraschend niedliche Version serviert. Der Clou: Dieser kennt die wirklich fiesen Kreaturen. Gemeinsam beginnt eine absurde Suche nach filmreifen Monstern.
Hier zeigt sich erneut, warum das Franchise so langlebig ist. Es kombiniert bekannte Popkultur mit unerwarteten Brüchen. Produziert von Illumination Entertainment und eingebettet in das Universum von Ich – Einfach unverbesserlich, bleibt der Film seiner DNA treu und probiert dennoch Neues aus.
Warum das wieder ein Publikumsmagnet wird
Mit einem Kinostart am 1. Juli 2026 stehen die Chancen gut, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht. Die bisherigen Filme haben weltweit Milliarden eingespielt und zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die Minions sind längst mehr als Nebenfiguren. Sie sind ein popkulturelles Phänomen. Für Euch heißt das: kein reines Aufwärmen alter Gags, sondern ein kreativer Orts- und Zeitenwechsel. Weniger vorhersehbar, visuell verspielt und mit einem Boss, den niemand erwartet hat. Genau deshalb funktioniert es.