Die Zukunft von „The Last of Us“ sorgt derzeit unter vielen Fans für wilde Diskussionen. Obwohl die gefeierte HBO-Serie mit einer dritten Staffel fortgesetzt werden soll, mehren sich Hinweise darauf, dass danach Schluss sein könnte. HBO-Topmanager Casey Bloys hat in einem Gespräch mit Deadline ein Ende der Serie nach Staffel 3 zumindest nicht ausgeschlossen.

„The Last of Us“: Keine Staffel 4?

Konkret erklärte Bloys, dass aktuell noch keine endgültige Entscheidung über eine abermalige Fortsetzung der Serie gefallen sei. Dennoch ließ er durchblicken, dass man bei HBO großen Wert auf ein stimmiges, abgeschlossenes Gesamtwerk lege – selbst dann, wenn das bedeute, eine erfolgreiche Serie früher zu beenden als möglich. Eine vierte Staffel sei demnach keineswegs gesetzt.

Spannend ist dabei der Kontrast zu Showrunner Craig Mazin. Dieser hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass sich die Handlung der „The Last of Us“-Spiele kaum sinnvoll in weniger als drei oder sogar vier Staffeln erzählen lasse. Offenbar gibt es intern also unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie viel Raum die Serie letztlich bekommen soll.

Bisher ist nur eine dritte Staffel offiziell bestätigt

Für Fans bedeutet das vor allem eines: keine Planungssicherheit. Klar ist bislang nur, dass Staffel 3 kommen soll und sich inhaltlich weiter am Videospiel „The Last of Us Part II“ orientieren wird. Ob danach wirklich der Abspann für die gesamte Serie läuft oder HBO doch noch grünes Licht für eine Fortsetzung gibt, bleibt offen.

Angesichts des bisherigen Erfolgs wäre ein frühes Ende mutig – könnte der Serie aber auch zugutekommen, wenn sie ohne kreative Verwässerung abgeschlossen wird. Denn Teil der Wahrheit ist auch: Während die erste Staffel noch auf breiter Front gefeiert wurde, gab es bei der zweiten Staffel deutlich mehr Kritik ob des Erzähltempos. Auch das Ausscheiden von Publikumsliebling Pedro Pascal (Joel) hat der Serie offenbar nicht gutgetan. Der Serien-Ziehvater von Ellie tritt nur noch in Rückblenden in Erscheinung, was sich nicht nur in den USA negativ auf die Einschaltquoten ausgewirkt hat.

Änderungen bei Staffel 3

Die kommenden Monate dürften zeigen, welchen Weg HBO bei der Videospiel-Adaption in Serienform tatsächlich einschlägt. Spannend wird das bereits mit Blick auf die kommende dritte Staffel. Denn Co-Showrunner Neil Druckman, Schöpfer und Autor der Videospielreihe, ist dann nicht mehr mit von der Partie. Auch das kam bei vielen Fans alles andere als gut an.