Kaum habt Ihr das Finale verdaut, klopft das nächste Abenteuer an die Tür. Das Universum von Stranger Things macht keine Pause, es wechselt nur die Form. Statt Live-Action erwartet Euch nun ein animierter Abstecher, der bekannte Wege einschlägt und trotzdem neue Türen öffnet. Denn dieses Spin-off soll einige Lücken der Hauptserie für euch füllen.
Ein Wiedersehen im neuen Gewand
Mit Stranger Things: Tales from ’85 schlägt Netflix ein frisches Kapitel auf. Das Spin-off erzählt eine Geschichte, die zeitlich zwischen Staffel 2 und 3 der Hauptserie angesiedelt ist. Für Euch heißt das: Ihr kehrt zurück in eine Phase, in der Hawkins zwar kurz durchgeatmet hat, das Upside Down aber noch lange nicht fertig war.
Der auffälligste Unterschied springt sofort ins Auge: Statt Realfilm setzt die Serie auf einen animierten Comic-Look. Das verleiht dem Ganzen einen leicht neuartigen Charme, ohne den düsteren Kern zu verlieren. Hawkins wirkt vertraut, aber wie durch einen anderen Filter betrachtet: fast so, als würdet Ihr alte Erinnerungen in neuem Licht sehen.

Starttermin steht: Ab April wird es ungemütlich in Hawkins
Lange musste gerätselt werden, jetzt ist es offiziell: Netflix schickt Euch am 23. April 2026 zurück nach Hawkins. Der Release-Termin wurde mit einem zweiten Trailer bestätigt, der bereits andeutet, wohin die Reise geht. Noch offen ist allerdings, wie Netflix die Folgen veröffentlicht. Ob Ihr alles auf einmal bingen könnt oder Euch ein gestaffelter Release erwartet, bleibt vorerst unklar. Sicher ist nur: Der April wird für Fans alles andere als ruhig.
Monster, Winter und offene Rechnungen
Inhaltlich setzt Tales from ’85 genau dort an, wo Staffel 2 Euch glauben ließ, das Schlimmste sei überstanden. Doch wie der Trailer zeigt, sind nicht alle Kreaturen besiegt. Es ist Winter in Hawkins, und aus dem Upside Down drängen neue Monster in die Kleinstadt: darunter ein bereits gesichtetes Kürbiswesen, das wenig Lust auf Herbstdeko macht.
Im Mittelpunkt stehen erneut Elf, Mike, Lukas und Dustin. Ganz ohne Veränderungen geht es aber nicht: Sowohl in der deutschen als auch in der englischen Fassung bekommen die Figuren neue Stimmen. Das mag ungewohnt sein, passt aber zum Stilbruch der Serie.

Ein Experiment mit vertrautem Kern
Tales from ’85 ist kein bloßer nostalgischer Lückenfüller, sondern ein bewusst anderer Blick auf ein bekanntes Universum. Ihr bekommt neue Perspektiven, alte Figuren und eine Geschichte, die beweist, dass Stranger Things noch lange nicht auserzählt ist. Der April kann kommen, Hawkins ist bereit, Euch wieder hereinzuziehen. Ob die Serie letztlich eine gelungene Ergänzung für Fans darstellt oder zu viel des liebgewonnenen Charmes des Originals einbüßt? Dabei gehen die Meinungen sicherlich auseinander. Sollte die Serie jedoch Anklang bei zahlreichen Fans finden, könnte es womöglich nicht das letzte Spin-off bleiben, das Netflix Euch präsentiert.