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Android L erstrahlt in neuem Glanz. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Mit Material Design (unser Artikel über die Philosophie dahinter) bekommt Android ein komplettes Facelifting und wirkt nicht nur deutlich entschlackt, sondern bekennt auch mehr Farbe. War vorher Schwarz die vorherrschende Farbe, ist es bei Android L ein Mix aus vielen verschiedenen Farbtönen. Aber keine Angst, kunterbunt oder grell wirkt es dadurch trotzdem nicht.

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Warnmeldung direkt bei der Ersteinrichtung. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Direkt beim ersten Start warnt das System übrigens davor, dass es sich um eine unfertige Version von Android handelt, die keinesfalls stabil ist und auch im schlimmsten Fall die Hardware beschädigen kann. Wer sich damit abfinden will, bekommt aber schon mal einen guten Einblick in das, was im Herbst die Öffentlichkeit in polierter Form erhält.

Lockscreen und Homescreen

Das Ringmenü des Sperrbildschirms ist verschwunden, außerdem wurden die Symbole ausgetauscht. Der Homescreen unterscheidet sich aber nur minimal von Android 4.4. Auffällig sind natürlich die neuen Software-Buttons, ebenso hat das App-Drawer-Icon eine leicht andere Optik erhalten.

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Vertraut und doch ein wenig anders: Lock- und Homescreen von Android L. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Einstellungen

Vorbei sind die schwarzen Zeiten. Google setzt bei den Einstellungen auf einen weißen Hintergrund, neu hinzugekommen ist außerdem eine Suchfunktion, mit der sich die Einstellungen nach einem bestimmten Begriff durchsuchen lassen.

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Android-Einstellungen mit Suchfunktion. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Weggefallen sind indes die Schnellschalter für WLAN und Bluetooth, mit denen sich vor Android L beides schnell ein- oder ausschalten ließ.

Benachrichtigungen und Quick-Settings

Hier gibt es gleich mehrere Neuerungen (neben der Optik natürlich) zu beobachten: Waren Quick-Settings bisher nur dann erreichbar, wenn man die Statuszeile mit zwei Finger nach unten gezogen oder aber auf den entsprechenden Umschalter oben rechts gedrückt hat, können sie bei Android L direkt aufgerufen werden, in dem man die Benachrichtigungsleiste einfach noch ein Stück weiter nach unten zieht. Außerdem werden Benachrichtigungen jetzt direkt auf dem Lockscreen angezeigt. Von dort können sie entweder durch einen seitlichen Wisch entfernt, oder durch einen Wisch nach unten vergrößert werden.

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Quick-Settings (links) und Benachrichtigungen auf dem Lockscreen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Nicht stören

Betätigt man die Lautstärketasten, findet man rechts ein Stopp-Symbol, mit dem sich der neue “Nicht stören”-Modus aktivieren lässt.

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Wenn man mal seine Ruhe braucht… / © nextpit Bildquelle: NextPit

Kürzlich geöffnete Apps

Die Ansicht der kürzlich geöffneten Apps ist nun dreidimensional und listet neben Apps auch Aktivitäten.

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Deutlich dreidimensionaler: Die „Recent“-Ansicht von Android L. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Apps

Viele Apps, wie das auf der I/O gezeigte Gmail, sind nur in der KitKat-Version vorhanden, System-Apps wie die Telefon-App oder der Taschenrechner haben aber schon ein neues Design.

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Telefon und Taschenrechner im Material Design. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Easter-Egg und Teilen-Menü

Tippt man mehrmals auf die Android-Version in den Systemeinstellungen, kriegt man auch ein neues Easter-Egg zu Gesicht. Es sind zwei Boxen (rot und blau), die sich durchs Bild bewegen. Das Teilen-Menü, das man von jeder App aus aufrufen kann, wurde jetzt um den Punkt Android Beam erweitert, der den drahtlosen Austausch via NFC ermöglicht.

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Das Easter-Egg ist bisher noch unspektakulär, Android Beam ist hingegen eine willkommene Ergänzung des Teilen-Menüs. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Tastatur

Auch die Android-Tastatur erstrahlt jetzt im Material Design und wirkt deutlich flacher. Auf Wunsch lässt sich in den Tastatur-Einstellungen aber auch wieder das alte Aussehen herstellen.

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Neue oder alte Tastatur: Der User hat die Wahl. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Fazit

Das Developer Preview von Android L gibt schon mal einen guten Einblick auf Material Design und läuft erstaunlich flüssig. Dadurch, dass viele Google-Apps aber nur in den alten Versionen vorhanden sind, will sich noch kein richtiges L-Gefühl einstellen und an vielen Stellen ist die neue Version auch noch unfertig. Normale User sollten daher auf jeden Fall warten, bis das Update im Herbst als finale Version verteilt wird. Entwickler bekommen durch die Vorabversion die Gelegenheit, ihre Apps vorab anzupassen und für Android L fit zu machen.

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Google Now Launcher: Homescreen-Übersicht mit Optionen (links), App-Drawer (rechts) / © nextpit Bildquelle: NextPit