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Apple

Apple iPhone 12 Pro

4,0

Pro

  • Edles Design
  • Sehr helles Display
  • Nachtmodus für Front- und Ultraweitwinkel-Kamera
  • Rasanter Prozessor

Contra

  • Kein Ladeadapter im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Durchschnittlicher Akku
Foto: Handy Apple apple-iphone-12-pro

Pros des Apple iPhone 12 Pro

  • Edles Design
  • Sehr helles Display
  • Nachtmodus für Front- und Ultraweitwinkel-Kamera
  • Rasanter Prozessor

Contras des Apple iPhone 12 Pro

  • Kein Ladeadapter im Lieferumfang
  • Hoher Preis
  • Durchschnittlicher Akku

Für wen eignet sich das iPhone 12 Pro?

Das iPhone 12 Pro kommt in drei unterschiedlichen Speicherversionen und gehört zu den teuersten Smartphones, die Ihr 2020 kaufen könnt

  • 128 GB für 1.120 Euro
  • 256 GB für 1.237 Euro
  • 512 GB für 1.461 Euro

Das Pro-Modell ist im Gegensatz zur Basisversion in dezenteren Farbtönen verfügbar. Neben Gold, Silber und Graphit steht der neue Farbton Pazifikblau zur Wahl. Apple hat uns das Testgerät in Pazifikblau zugeschickt; auf das Design gehen wir etwas weiter unten ein. 

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Die neue Farbe Pazifikblau ist eine der beliebtesten iPhone-Farben 2020. / © NextPit

Zum Pro-Modell greifen Apple-Jünger, die ohnehin jedes Jahr das leistungsstärkste Apple-Handy haben wollen. Aber auch Langzeitnutzer älterer iPhone-Modell, wie etwa dem iPhone 6s oder iPhone 7 rüsten sich mit der Wahl zum Pro-Modell für die kommenden Jahre aus. Dank 5G und langjähriger Softwareupdates ist das neue Apple-Telefon eine zukunftssichere Investition. Die Unterschiede zur Basis-Version sind jedoch marginal, da auch das 12er beispielsweise mit OLED-Panel kommt. Kamera und Arbeitsspeicher machen hier den Unterschied.

Es muss nicht unbedingt ein iPhone sein? Hier kommt unsere Übersicht über die besten Smartphones des Jahres:

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Apple iPhone 12 Pro: Design und Verarbeitung

In meinem Hands-On zum iPhone 12 (Pro) habe ich die Optik der beiden Modelle bereits beleuchtet. Das Design der neuen Modelle spaltet die Apple-Fangemeinde. Nostalgiker freuen sind über die Rückkehr zum kantigen, griffigen Design. Ihr habt aber auch kommentiert, dass das iPhone 12 zu kantig sei. Mir persönlich gefällt das aber sehr gut. 

Jeder Zentimeter des Telefons schmeichelt meinen Fingerkuppen. Nehmt Ihr Euch einmal Zeit, dieses Stück Technik ausgiebig zu ertasten, liebkost die matte Glasrückseite Eure Haut auf ganz besondere Art und Weise. Das Finish der 146,7 mm hohen und 71,5 mm breiten Rückseite schmiegt sich warm und weich in die Handfläche. Erlaubt mir den Anthropomorphismus: das Glas ähnelt der weichen, weißen Haut am Handgelenk; da, wo der Puls die Lebendigkeit eines Körpers aus Fleisch und Blut testiert. 

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Das iPhone 12 und iPhone 12 Pro: Beim Pro-Modell kommt eine matte Rückseite zum Einsatz. / © NextPit

Dem entgegen steht in Sachen Design und Haptic der neue, flache Edelstahlrahmen. Beim Pro-Modell funkelt der 7,4 mm tiefe Rahmen in der entsprechenden Gehäusefarbe. Kühl und hart bildet er die Griffigkeit, die ich beim abgerundeten iPhone 11 Pro Max schmerzlich vermisst habe. Nach knapp zwei Wochen der Nutzung des Pro-Modells konnte ich die im Netz kursierenden Berichte zu enormen Abnutzungsspuren des Edelstahlrahmens nicht bestätigen. Dazu sei gesagt, dass ich das iPhone in vier von fünf Fällen kabellos auflade und der Lightning-Port entsprechend wenig penetriert wird. Der Langzeit-Test wird erst zeigen, ob sich das Finish als Alltagstauglich erweist. 

Als ausgesprochen positiv empfinde ich das Gewicht von 187 Gramm des kleinen Pro-Modells. Es liegt alles in allem schön leicht und stabil in der Hand. Das erste iPhone seit Jahren, das ich ohne Schutzhülle verwenden würde. Doch seid Euch darüber bewusst, dass Ihr im Falle von Gehäuseschäden tief in die Tasche greifen müsst. Die Kollegen von iFixit testieren dem Wie hoch die Reparaturkosten bei Displaybrüchen genau sind, lest Ihr in im separaten Nachrichtenartikel.

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Apple iPhone 12 Pro: Display

Schauen wir uns die Front des iPhone 12 an, finden wir ein 6,1 Zoll großes OLED-Display vor. Die Notch ist nicht kleiner geworden, was schade ist. Andere Smartphone-Hersteller haben in den vergangenen Monaten innovative Lösungen zur Schmälerung der Unterbrechung gezeigt, wie etwa Under-Display-Kameras, ausfahrbare Kameras oder Punch-Hole-Notches. Zugegeben: All diese Designentscheidungen passen nicht zu Apple. Wir müssen uns zudem weiter darüber im Klaren sein, dass die Face-ID-Technologie mit zahlreichen Sensoren Platz braucht. 

Im Vergleich zum Vorgänger tut sich beim iPhone-12-Display nicht viel. Apple entschied sich zugunsten von 5G und der Akkulaufzeit gegen den Einsatz eines 120-Hz-Displays. Das finde ich schade. Wer von einem Android-Smartphone mit einer Bildwiederholfrequenz >90Hz zum iPhone 12 wechseln möchte, wird den Unterschied bemerken. Abgesehen davon strahlt das Display hell und kontrastreich. Sogar bei direkter Sonneneinstrahlung kann ich das Display in enorm hoher Qualität ablesen. Das Panel performt mit 800 Nits bei maximaler Helligkeit und mit 1200 Nits bei maximaler Helligkeit in HDR.

Neu ist außerdem Apples Display-Beschichtung namens Ceramic Shield. Im Netz wird gemunkelt, dass es sich dabei eigentlich um das aktuellste Gorilla Glas Victus von Corning handelt. Da wir unsere Testgeräte nicht beschädigen wollen, kann ich Euch an dieser Stelle keinen Kratztest anbieten. Mutigere Tester kamen allerdings zu dem Schluss, dass das iPhone 12 Pro zwar besser gegen Stürze gewappnet ist. Bei Kratzern konnte dieser YouTuber allerdings keinen Unterschied zum Vorgängermodell ohne Ceramic Shield feststellen: 

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Da ich von einem iPhone 11 Pro Max auf das iPhone 12 Pro gewechselt bin, schmerzt mir die vergleichsweise niedrige Bildwiederholrate nicht so sehr. Alles in allem überzeugt mich die Performace des Super-Retina-XDR-Displays. Mit einer Auflösung von 2.532 x 1.170 Pixeln (460 ppi) macht das Surfen im Netz eben so viel Spaß wie spontane Gaming-Sessions oder YouTube-Videos gucken. 

Apple iPhone 12 Pro: Software

iOS 14 bringt nicht nur auf die neuen 12er Modelle zahlreiche Neuerungen und praktische Features. Neben der Möglichkeit, endlich Widgets von Anwendungen zu nutzen, ist nun auch die "versteckte" Taste auf der Rückseite des iPhones verfügbar. Damit könnt Ihr zum Beispiel einen Screenshot erstellen, indem ihr zwei Mal auf das Glas tippt. Alle Vorteile und Features hat Holger für Euch im Ratgeber-Artikel zusammengefasst: 

Daneben könnt Ihr auf dem iPhone endlich Bild-in-Bild nutzen, um etwa YouTube-Videos zu sehen und im Hintergrund in anderen Apps agieren zu können. iOS 14 bringt auch Apples eigene Übersetzer-App und die Möglichkeit, einen Shazam-Button zur Musikerkennung direkt ins Kontrollzentrum zu legen. Alle neuen Features in iOS 14 haben wir hier für Euch beschrieben:

Apple iPhone 12 Pro: Performance

Die neuen iPhones kommen allesamt mit dem blitzneuen A14 Bionic-Prozessor, den Apple schon vor der Vorstellung des Smartphones im iPad Air gezeigt hatte. Der Chip ist der erste Apple-Prozessor, der im 5 nm-Verfahren gefertigt wird. Das bringt enorm viel Platz für die 11,8 Milliarden Transistoren. Der Prozessor bringt eine schnellere Neural Engine und die sechs 64-Bit-fähigen ARM-Kerne sollen laut Apple 40 Prozent schneller arbeiten als der Apple A12 Bionic. Beim iPhone 12 Pro und der Max-Version kommen 6 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5-5500) zum Einsatz, während die 12er Modelle ohne Pro-Zusatz hier mit 4 GB auskommen. Grund dafür könnten die verbesserten Kamera-Features sein. Auch das für die Pro-Modelle exklusiv eingeführte ProRAW-Format dürfte mehr RAM gut gebrauchen können. Mit ProRAW könnt Ihr Bilder umfassend im Nachhinein bearbeiten, auch wenn diese durch die Kamera-Software bereits optimiert wurden. Nachfolgend findet Ihr die Tabelle mit unseren Benchmark-Ergebnissen über Geekbench 5:

Apple iPhone 12 Pro Benchmark-Vergleich:

  iPhone 12 Pro Galaxy S20+ OnePlus 8 Pro Galaxy Note 20 Ultra
Geekbench 5 (Einfach/Multi) 1.585 / 3.669 911 / 2.776 887 / 3.313 735 / 2.508

Im Alltag zeigen sich diese überragenden Werte vor allem beim Zocken. Anspruchsvolle Apple Arcade Games laufen flüssig, ohne dass das iPhone 12 Pro hohe Temperaturen erreicht. Multitasking, hochauflösende YouTube-Videos und Zocken machen einfach Spaß, aber das war beim iPhone 12 Pro auch schon so. Wo zeigt der A14 Bionic also wirklich seine Stärken im Vergleich zum Vorgänger? Der Apple A14 Bionic unterstützt beispielsweise als erster Apple-Prozessor die Dekodierung des Videocodecs AV1. Dieser Videocodec gilt als zukunftssicher und soll weite Verbreitung erfahren. Auch der Einsatz des LPDDR5-5500-Arbeitsspeichers sorgt für eine schnellere Speicherbandbreite und arbeitet generell energieeffizienter.

Apple iPhone 12 Pro: Kamera

Wie die iPhone-11-Reihe kommt das iPhone 12 Pro mit drei Kameras auf der Rückseite. Apple hat allerdings Verbesserungen an Hard- und Software vorgenommen; so kommt etwa der neue LiDAR-Scanner zum Einsatz, der für bessere Nachtmodus-Aufnahmen sorgen soll und zudem einen schnelleren Autofokus bei wenig Licht und verbesserte AR-Erlebnisse bieten soll.

Apple verbaut drei Sensoren mit je 12 Megapixel-Auflösung: Ein Weitwinkel, Ultraweitwinkel und ein Teleobjektiv mit bis zu vierfachen optischem Zoom. Nur das Pro Max kommt hier auf einen fünffach optischen Zoom. In beiden Pro-Modellen kommt nun Dolby Vision HDR zum Einsatz. Das heißt, dass Ihr HDR-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen könnt. 
 

NextPit iPhone 12 Pro camera
Die Triple-Kamera des iPhone 12 Pro. / © NextPit

Die Kamera des iPhone 12 Pro im Detail

  • Ultraweitwinkel: ƒ/2.4 Blende
  • Weitwinkel: ƒ/1.6 Blende
  • Teleobjektiv: ƒ/2.0 Blende
  • Nachtmodus
  • Deep Fusion
  • Apple ProRAW
  • Duale optische Bildstabilisierung
  • 2x optisches Einzoomen, 2x optisches Auszoomen, 4x optischer Zoombereich
  • Bis zu 10x digitaler Zoom
  • Smart HDR 3 für Fotos

Softwareseitig kann nun auch das Ultraweitwinkel im Nachtmodus Bilder knipsen. Das ging beim iPhone 11 Pro nicht, da der Nachtmodus nur im Standard-Modus verfügbar war. Bei ersten Tests funktioniert der Nachtmodus im Ultra-Weitwinkel mit einem Bildbereich von 120 Grad gut. Erlaubt Ihr mir jedoch den Vergleich zur Konkurrenz von Huawei, kann Apples Handy hier immer noch nicht mithalten. Trotzdem entstehen sehr ansprechende und nicht zu unnatürliche Aufnahmen.

iphone 12 pro nachtmodus
In dieser Szene war es stockdunkel Draußen. Mit mehr Licht wird das Ergebnis deutlich besser. / © NextPit
iphone 12 pro ultraweitwinkel
Ultraweitwinkelaufnahme bei Gegenlicht und idealen Lichtbedingungen. / © NextPit

Die Ergebnisse sehen eben nach Abend aus und wollen nicht so tun, als sei es taghell. Generell ist die iPhone-Knipse dafür bekannt, dass natürliche Aufnahmen entstehen. Ki-Modi, Beauty-Modi oder andere Fake-Filter finden wir beim iPhone nicht – meiner Meinung ist das gut so. Ihr seht die Welt durch die iPhone-Kamera so, wie sie wirklich ist, und das in knackig scharf. Wir werden das iPhone 12 Pro und die Max-Version zeitnah einem ausführlicheren Kamera-Test unterziehen, wenn wir alle wieder unbeschwert nach Draußen dürfen.

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Eine Porträtaufnahme mit dem iPhone 12 Pro bei guten Lichtbedingungen./ © Julia Froolyks / NextPit

An der Front hat sich auch was in der schwarzen Notch etwas getan. Die TrueDepth-Kamera des iPhone 12 Pro löst ebenfalls mit 12 Megapixeln auf und kommt mit ƒ/2.2 Blende und HDR 3. Auch der Bokehmodus ist wieder verfügbar. Neu sind Deep Fusion und der Nachtmodus an der Front, der mit ein oder zwei Sekunden Belichtung wirklich gute Ergebnisse liefert:

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Auffällig beim neuen Selfie-Nachtmodus: Die Haut glänzt extrem und der Effekt verstärkt sich, je nachdem wie lange man belichtet. / © NextPit
iphone 12 pro selfie dunkel
Selfie mit Bokeh in ungünstigen Lichtbedingungen und ohne Nachtmodus. / © NextPit

Die Selfie-Kamera entfaltet ihr volles Potenzial erst bei Tageslicht. Während beide Aufnahmen oben in ungünstigen Bedingungen entstanden sind, kann sich das nächste Bild wirklich sehen lassen. Strahlender Sonnenschein sorgt für jede Menge Details und knackige Kontraste:

iphone 12 pro selfie hund
Fell, Schal und Mauer im Hintergrund sind sehr detailgetreu eingefangen worden. / © NextPit

Apple iPhone 12 Pro: Akku

Dieser Teil des Tests fiel mir schwer. Die iPhones von Apple sind zum einen nicht besonders bekannt für eine überragende Akkulaufzeit oder riesige 5.000-mAh-Zellen. Auch etwaige Schnelllade-Features der Konkurrenz vermisse ich bei Apples Smartphones. Und das schmerzt auch in Anbetracht der Tatsache, dass Apple erstmals beim iPhone 12 auf einen Ladeadapter verzichtet. Wer zuhause also kein 20-Watt-Ladegerät mit USB-C-Stecker rumfliegen hat, kann bei Apple für haargenau 24,35 Euro zusätzlich einen bestellen. Und das kann ich Euch auch nur empfehlen, denn das Aufladen mit altem 5-Watt-Ladebrick könnt Ihr lange warten, bis der Akku mal vollgeladen ist. Ich persönlich nutze eine Ladestation von Anker, um mein iPhone per USB-C-auf-Lightning aufzuladen. Abends findet das iPhone auf meinem Anker Wakey, einem Wecker mit QI-Ladeport, platz und ist am Morgen wieder mit frischer Energie betankt.

Zu den Fakten über den Akku schweigt Apple sich wie eh und je aus. Messwerte (hier von Connect) ergeben jedoch: Das iPhone 12 Pro kommt mit einer Akkukapazität von 2.775 mAh. (3.687 mAh sollen es beim Max-Modell sein). Das ist natürlich weit entfernt von den Akkukapazitäten der Konkurrenz, die mittlerweile auch schon bei Mittelklasse-Geräten 5.000 mAh verbauen. Immer wieder heißt es jedoch: Apples perfektioniertes Ökosystem erlaubt es dem Unternehmen, vergleichsweise wenig Kapazität bereitzustellen. 

Ich habe keine konkreten Zahlen für Euch, da für iOS keine Akku-Test-App zur Verfügung steht, um die Zelle auf den Prüfstand zu stellen. Was ich aber nach zwei Wochen Nutzung sagen kann, und auch die Screenshots in den Batterieeinstellungen belegen, ist eine durchschnittliche Nutzung ohne Nachladen von etwas mehr als einem Tag. Während ich es bei meinem iPhone 11 Pro Max meistens nur bis zum Abend geschafft habe, kann ich das iPhone 12 Pro auch in den Morgenstunden noch mit rund 15 Prozent restlicher Akkulaufzeit verwenden und hänge es dann am Vormittag an den Strom. Meine Nutzung ist allerdings auch überdurchschnittlich stark, da ich beruflich und privat mit dem Gerät hantiere. Dazu zählen Gaming-Sessions am Abend, berufliche Telefonate, News und Twitter-Aktivitäten und Chats mit Kollegen.

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Mit einer Ladung komme ich über einen Tag hinaus. Durchschnittlich verbringe ich fünf Stunden pro Tag am iPhone. / © NextPit

MagSafe: Langsam und teuer

Als Apple auf der iPhone-Keynote das neue MagSafe fürs iPhone vorgestellt hatte, war ich bereits skeptisch. Gut: Ein Magnet in der Rückseite des iPhones ist eine hervorragende Sache. Lange Zeit nutzte ich die Handyhüllen von "Ideal of Sweden", die mir einen Magneten auf die Rückseite brachten, mit dem ich das iPhone zum Beispiel schnell in eine Magnet-Halterung im Auto anbringen konnte. Etwaiges Zubehör benötige ich nun nicht mehr. Apples eigenes Zubehör, dazu zählt der MagSafe-Charger mit maximal 15 Watt und Hüllen sowie ein Karten-Wallet, ist sehr kostspielig und mir wird der Nutzen des MagSafe-Chargers nicht ganz klar.

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MagSafe: Das iPhone 12 hält den magnetischen Ladeport an Ort und Stelle. / © Apple

Um ehrlich zu sein läuft das Aufladen gähnend langsam, ich schließe das iPhone lieber an mein 20-Watt-Ladegerät an. Um das Gerät Nachts aufzuladen, ist der MagSafe-Charger aber wohl geeignet. Beachtet auch, dass in diversen Tests festgestellt wurde, dass der MagSafe-Charger bei gleichzeitiger MagSafe-Hülle noch langsamer Strom ins Handy abgibt. 

Noch eine wichtige Anmerkung an dieser Stelle: Die Deutsche Telekom hat uns eine 5G-SIM-Karte zum Test zur Verfügung gestellt. In den kommenden Tagen widmen wir uns dem Thema iPhone 12 und 5G ausführlich, weshalb wir an dieser Stelle keine Informationen veröffentlichen.

Abschließendes Urteil

Das iPhone 12 Pro ist durchaus das beste iPhone, das Apple je auf den Markt gebracht hat. Es überzeugt im Test vor allem durch das schön helle OLED-Panel, einer großartigen Performance und neue Kamera-Features. Ein Wechsel vom iPhone 11 ist meiner Meinung nach jedoch nicht notwendig. Wer sein langjähriges iPhone jedoch austauschen möchte, findet in dem aktuellen iPhone 12 Pro einen zukunftssicheren Begleiter.

Im nächsten Test werden wir das Basis-Modell, also das iPhone 12, unter die Lupe nehmen. Bleibt also gespannt und behaltet die NextPit-Startseite im Blick.

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