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Samsung Galaxy S22

3,5

Pro

  • Wirklich schönes Design
  • Großartiges Display
  • Angemessene Leistung
  • Ausgezeichnete Kameras
  • Selfies sind genau richtig
  • Lange Update-Gewährleistung

Contra

  • Unpraktische Form
  • Erhitzt sich schnell
  • Akku zu klein
  • Sehr langsames Aufladen
  • Wenige Änderungen gegenüber dem S21
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-s22

Pros des Samsung Galaxy S22

  • Wirklich schönes Design
  • Großartiges Display
  • Angemessene Leistung
  • Ausgezeichnete Kameras
  • Selfies sind genau richtig
  • Lange Update-Gewährleistung

Contras des Samsung Galaxy S22

  • Unpraktische Form
  • Erhitzt sich schnell
  • Akku zu klein
  • Sehr langsames Aufladen
  • Wenige Änderungen gegenüber dem S21

Kurzfazit

Im Laufe eines Jahres ist die UVP des Galaxy S22 stark gefallen. Kostete das Handy zum Launch noch 849 Euro, gibt es im Februar 2023 regelmäßig Angebote zwischen 550 und 600 Euro. Der starke Preisverfall dürfte mit dem Launch des Samsung Galaxy S23 wahrscheinlich noch stärker ansteigen.

Zu diesem Preis ist das S22 im Jahr 2023 ein leistungsstarkes und modernes Smartphone. Im Vergleich zum S23 müsst Ihr beim S22 mit einer geringeren Akkukapazität und einem schwächeren Prozessor leben. Da Samsung das Preisniveau seiner Flaggschiffe jedoch angehoben hat, wird das Vorgängermodell zu einem echten Preistipp. Mehr hochwertige Samsung-Hardware bekommt Ihr unter 600 Euro nicht – und das wird sich auch im nächsten Jahr voraussichtlich nicht ändern.

Samsung Galaxy S22 von vorn
Das Samsung Galaxy S22 sieht dem S21 von vorne zum Verwechseln ähnlich. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Nachteile des S22 bleiben aber auch im Jahr 2023 bestehen. Allen voran stört im Alltag die geringe Akkulaufzeit, die durch den stromhungrigen Prozessor und den kleinen Akku begründet ist. Da Samsung seine Smartphones mit einer besonders langen Update-Gewährleistung ausstattet, bleibt das S22 aber auch beim Kauf ein Jahr nach dem Release lange mit Betriebssystem-Upgrades und Sicherheits-Updates versorgt.  


Hier könnt Ihr das Galaxy S22 kaufen

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Design: Premium-Design aus Südkorea

Mit dünnen Displayrändern, einer hochwertigen Verarbeitung und einer Rückseite aus Gorilla Glas Victus+ ist das S22 ein hochwertiges Smartphone.  Im Vergleich zum Nachfolgemodell unterscheidet sich das Kamera-Array, das bündig in das Gehäuse übergeht. Beim S23 sind die Kameras einzeln in die Rückseite eingelassen.


Gefällt:

  • Wirklich schön anzuschauen
  • Verschiedenen Elemente, Materialien und Farben passen perfekt zusammen
  • Kompakte Größe und geringes Gewicht

Gefällt nicht:

  • Kanten des Rahmens unangenehm zu halten
  • Wackelt auf dem Tisch

Das Galaxy S22 von Samsung von der Seite
Die kompakte Größe und das perfekte Gleichgewicht sind die stärksten Designmerkmale des S22. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Form des Displays nähert sich dem Quadrat, so wie wir es in den letzten Jahren bei Apple gesehen haben. In Kombination mit der kompakten Größe (6,1 Zoll) liegt das Handy gut in der Hand. Abgesehen von einer Punch-Hole-Notch gibt es optisch nichts, was das Auge ablenkt, und die geringere Länge bedeutet auch, dass sich die Augen weniger bewegen müssen.

Obwohl das Gerät perfekt ausbalanciert ist und man nicht müde wird, es in der Hand zu halten (das Gewicht von nur 167 g trägt ebenfalls dazu bei), sind die Kanten des Rahmens zu scharf. Kurzum: Das Gerät fühlt sich an, als würde man die Ecke eines Tisches berühren. Ein weiterer Nachteil ist das starke Kippeln, mit dem Ihr leben müsst, wenn Ihr das S22 auf einem Tisch ablegen wollt.

Der USB-Anschluss des Samsung Galaxy S22
Ästhetisch ist das S22 eine Schönheit! / © NextPit Bildquelle: NextPit

Viele dieser Nachteile könnt Ihr vermeiden, wenn Ihr das Galaxy S22 in eine Hülle packt. Da das ohnehin schon Standard bei vielen Menschen ist, ist die Kritik an der Form für viele Nutzer da draußen also theoretischer Natur.

Display: Augenweide, der man kaum widerstehen kann

Die S-Serie war schon immer für besonders leistungsstarke Displays bekannt. Beim Samsung Galaxy S22 war das im Jahr 2022 ähnlich, denn das Gerät verfügt über ein helles Dynamic-AMOLED-2X-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 1.300 nits.


Gefällt:

  • Gut sichtbar in direktem Sonnenlicht
  • Super flüssig bei 120 Hz
  • Großartige Anpassungsmöglichkeiten

Gefällt nicht:

  • Kompakte Größe nicht ideal für manche Mobile Games
  • Verbraucht eine Menge Akku

Samsung Galaxy S22 Punch-Hole
Das Display des S22 ist sehr hell, der einzige dunkle Fleck ist die Selfie-Kamera. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Was auch immer auf dem Display landet, ist einfach schön anzusehen! Das ermöglicht Samsung durch die solide Auflösung von 1.080 x 2.340 (~425 ppi), die flüssige Bildwiederholrate und die HDR10+-Fähigkeiten. Der direkte Konkurrent, das iPhone 13, wird dabei meilenweit abgehängt. Auch die Anpassungsmöglichkeiten in den Einstellungen, mit denen man die Farben nach eigenem Geschmack feinjustieren kann, sind positiv hervorzuheben.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Möglichkeit, das Display auf die maximale Helligkeit festzusetzen. Das ermöglicht ein optimales Erlebnis beim Spielen oder beim Betrachten von SDR- und HDR-Inhalten. Die Helligkeit ist so dabei so hoch, dass Inhalte selbst in direktem Sonnenschein gut sichtbar sind.

Software: Superlange Software-Updates

Samsung überraschte zum Launch des S22 mit einer besonders langen Update-Gewährleistung. Das S22 startete zum Launch mit vier Jahren Android-Updates und fünf Jahren an Sicherheits-Updates. Kauft Ihr das Handy ein Jahr später, müsst Ihr jeweils ein Jahr abziehen. Direkt nach dem Auspacken könnt Ihr aber das Update auf OneUI 5 starten, dem neuesten Betriebssystem von Samsung.

OneUI 5 basiert auf Android 13 und wartet mit einigen Neuerungen auf. Wie sich das neueste Samsung-Betriebssystem im Alltag schlägt, erfahrt Ihr in unserem Testbericht zu OneUI 5. Die neuesten Updates für Samsung-Handys könnt Ihr hingegen in der verlinkten Übersicht im Blick behalten.

Performance: Exynos 2200 wird überraschend warm

Die wohl größte Änderung im Galaxy S23: Samsung stattet sein neuestes Flaggschiff mit einem Snapdragon-Prozessor aus. Der Snapdragon 8 Gen 2 ist dabei leistungsstärker und energieeffizienter als Samsungs eigener Exynos 2200, der im S22 zum Einsatz kommt. Da wir dabei vor allem einen Leistungsüberschuss beschreiben, könnt Ihr auch mit dem S22 noch alle Mobile Games und Anwendungen ruckelfrei nutzen. 


Gefällt:

  • Solide Leistung für 2022 – in 2023 noch ausreichend
  • Gutes Thermal Throttling, sodass man sich nicht die Hände verbrennt

Gefällt nicht:

  • Nachfolger überzeugt mit Snapdragon 8 Gen 2 besonders 

Bei den CPU-Tests erreicht das Exynos 2200 im GeekBench 5 einen beachtlichen Score von 1.158 im Single-Core und 3.414 im Multi-Core. Das ist etwas besser als beim Snapdragon 8 Gen 1, den wir im Oppo Find X5 Pro testen konnten und der 846 / 3.324 Punkte erreichte. Aber denkt dran, dass diese Leistung auch zwischen Geräten mit dem gleichen SoC unterschiedlich ist, so dass das Samsung S22 mit dem Snapdragon irgendwo dazwischen liegen könnte.

Bei der Grafikleistung performt das S22 allerdings ziemlich unter dem Durchschnitt. Trotz der großen Bedeutung des Namens RDNA2 hat die Xclipse-920-GPU bei der Grafikleistung wenig zu bieten. In unserem Test konnten wir keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen, und die Leistung war sehr uneinheitlich.

Bevor wir uns die spezifischen Benchmarks ansehen, möchte ich dennoch betonen, dass alle Spiele mit dem Exynos 2200 flüssig laufen. Zwar ist das Thermal Throttling ziemlich stark, aber unter normalen Spielbedingungen sollte der Nutzer keinen großen Unterschied in der Leistung feststellen. Ein paar Stunden lang in PUBG: New State zu spielen, war eine ziemlich spaßige Erfahrung ohne wahrnehmbare Einbrüche. Und das ist eines der grafisch intensivsten Spiele, die es aktuell gibt.

Im 3DMark Wildlife Test waren die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Unser bestes Ergebnis war 7.035, während das niedrigstes Ergebnis mit 3.535 fast 50 Prozent unter dem Top-Score liegt. Wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass dies das Ergebnis einer sehr aggressiven Leistungsdrosselung ist. Selbst wenn die Temperaturen ansteigen, überschreiten sie aber nie die kritische Schwelle von 44°C.

Im Benchmark-Vergleich haben wir unsere Ergebnisse mit dem S23 mit aufgenommen. Dabei seht Ihr, mit welchem Leistungsdefizit Ihr beim Vorgänger leben müsst.

Samsung Galaxy S22 im Benchmark-Vergleich

Benchmark Samsung Galaxy S23 Samsung Galaxy S22 Oppo Find X5 Oppo Find X5 Pro Asus Zenfone 8 OnePlus 9 Xiaomi Mi 11
3D Mark Wildlife Zu leistungsstark 7035 bei 42,10 fps 5.830 bei 34,9 fps 9.300 bei 55,7 fps 5,753 5,683 5,702
3D Mark Wildlife Stresstest (beste / schlechteste) 11.049 / 6.169 5581 / 3537 4,723 / 3217 9,192 / 6,069 5,825 5,716 5,697
Geekbench 5 (einzeln / mehrfach) 1.537 / 4.807 1,158 / 3,414 1,097 / 3,155 846 / 3,324 1,124 / 3,738 1,119 / 3,657 1,085/3,490
Passmark RAM 29,030 26,490 26,978 32,247 32,124 26,333
Passmark-Speicher 77,489 99,707 87,842 11,2318 11,5311 120,430

Kamera: Endlich echtes Tele

In Bezug auf die Kameras hat Samsung in den letzten Jahren sehr wenige Änderungen in sein Basismodell eingepflegt. Was beim neuen S23 ein Kritikpunkt ist, spricht im Re-Test für das Galaxy S22. Denn die Triple-Kamera leistet auch im Jahr 2023 noch gute Ergebnisse, die mit denen des Nachfolgemodells vergleichbar sind.


Gefällt:

  • Bilder der Hauptkamera haben eine hohe Farbgenauigkeit und Detailtreue
  • Selfies sind wirklich gut
  • Kaum Nachteile im Vergleich zum Galaxy S23

Gefällt nicht:

  • Nachtmodus fast unbrauchbar
  • Hintergrundunschärfe kann problematisch sein

Die Hauptkamera ist eine 50-MP-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 und optischer Bildstabilisierung. Bei guten Lichtverhältnissen war ich beeindruckt, wie einfach man schöne Bilder mit jenen leuchtenden Farben aufnehmen kann, die wir von Samsung kennen. Das Gleiche gilt für die 12-MP-Ultraweitwinkelkamera mit einer Blende von f/2.2.

Neu in der S-Serie ist das 10-MP-Teleobjektiv mit einer Blende von f/2,4. Denn anders als beim „Hybrid-Zoom“ mit echtem 1,1-fach-Zoom und digitaler Vergrößerung setzt Samsung nun ein Objektiv mit dreifacher Vergrößerung ein. Hinzu kommt ein optischer Bildstabilisator, der vor allem bei großen Brennweiten sinnvoll ist.

Weiteres Heranzoomen führte zu gemischten Ergebnissen. Mit dem Digitalzoom lassen sich zwar gute Bilder aufnehmen, die Qualität nimmt allerdings mit jeder Vergrößerung deutlich ab. Ich persönlich würde im einstelligen Bereich des Zooms bleiben.

Samsung Galaxy S22 Testbilder 01
Details werden gut festgehalten und die Farbverläufe auf den Steinen und den grünen Blättern ist echt gut.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 02
Noch eine Aufnahme unter perfekten Bedingungen.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 03
Die HDR-Qualitäten von Samsung sind wieder einmal erstklassig.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 04
Bei weniger Licht nimmt die Qualität schon ein wenig ab.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 05
Der Detailgrad der neuen 50-Megapixel-Hauptkamera ist echt gut.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 06
Die Farbwiedergabe von Samsung ist gewohnt knallig, aber naturgetreu.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 08
Noch ein Bild bei Sonnenschein.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 09
Bei Panoramabildern ist der Detailgrad ebenfalls sehr gut.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 10
Die Ultraweitwinkel kann auch mit geringerer Auflösung echt gute Bilder aufnehmen.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 11
Doch bei größeren Distanzen bekommt die Kamera Probleme.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 12
Sucht Ihr spannendes Licht, werden die Aufnahmen besonders gut.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 13
Diese pinken Blüten haben es mir echt angetan.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 14
Dank verbessertem HDR: Ihr seht sowohl die Sonne im Hintergrund als auch die Details auf dem Stein.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 16
Selfies sehen mit dem S22 wirklich klasse aus.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 18
Mein Ohr ist dem Porträtmodus des S22 leider zum Opfer gefallen.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 19
In einem anderen Winkel funktioniert das Ganze aber besser.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 20
Nachts nimmt die Qualität der Fotos ein wenig zu stark ab.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 21
Selbst kleine Bewegungen ruinieren Eure Aufnahmen.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 22
Farben werden gut wiedergegeben, allerdings sind Lichter zu stark übergelichtet.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 23
Die Ultraweitwinkelkamera nimmt nachts auch stark ab.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 24
Noch eine Nachtaufnahme.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 25
Das Bild rauscht für ein Handy im Jahr 2022 einfach zu stark.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 26
Hier eine Aufnahme ohne Nachtmodus …
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 27
… und mit aktiviertem Night-Mode.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 28
Der maximale Zoom ist im Grunde genommen unbrauchbar …
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 29
… bei weniger als 10-facher Vergrößerung lassen sich aber gute Aufnahmen erzeugen.
Quelle: NextPit
Samsung Galaxy S22 Testbilder 30
Auch ohne Makromodus sind Aufnahmen im Nahbereich gut.
Quelle: NextPit

Bei Porträts und Selfies war ich wirklich überrascht. Die Selfie-Kamera, ein 10-MP-Weitwinkelobjektiv mit einer f/2.2-Blende, ist fast zu gut für ihr eigenes Wohl. Die Lebendigkeit der Farben kann unter den „falschen“ Bedingungen das Gute und das Schlechte der Haut hervorbringen. Außerdem schafft die Selfie-Kamera 4K-Videos mit maximal 60fps.

Mein einziges Problem war, dass die automatische Unschärfefunktion in offenen Bereichen Schwierigkeiten hatte, mich zu erkennen. Manchmal sah das ganze wie ein schlechter Photoshop-Job aus. In einem der beigefügten Beispiele wurde die Hälfte meines Ohres abgeschnitten, wahrscheinlich verwirrt durch die In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer, die ich trug.

Und schließlich haben wir noch die Nachtaufnahmen. Dies ist ein weiteres großes Ärgernis, da Samsung diesen Punkt ziemlich stark beworben hat, nur um dann zu enttäuschen. In völlig dunklen Umgebungen braucht man grundsätzlich ein Stativ, da jede kleinste Bewegung eine Aufnahme ruiniert und so leider gute Ergebnisse nicht garantiert sind.

Batterie: Hier fällt das S22 endgültig ab

Samsung hat auf das Feedback zum S22 gehört und die Batterieleistung im Nachfolger verbessert. Zwar sind die Änderungen nicht gerade weltverändernd, allerdings müssen wir den zu kleinen Akku im S22 noch immer kritisieren. Während unseres ausführlichen Akkutests des S22 im Frühjahr 2022 reichte die Leistung gerade eben für einen nutzungsintensiven Tag aus.


Gefällt:

  • Viele Anpassungsmöglichkeiten, um die Energieeffizienz auf eigene Bedürfnisse abzustimmen

Gefällt nicht:

  • Kein Ladegerät im Lieferumfang
  • Nur 25 W im Jahr 2022 zu schlecht
  • 3.700 mAh zu wenig
  • Akkulaufzeit von nur einem Tag

Samsung Galaxy S22 Kamera-Modul
Die Kamerainsel ist optisch ansprechend, behindert aber die Funktionalität. / © NextPit

Um den Akku von 0 auf 100 % aufzuladen, braucht man mit einem herkömmlichen Ladegerät zwei Stunden, mit einem schnellladefähigen Ladegerät etwa eine Stunde und 30 Minuten. Leider hatte ich kein Original-Ladegerät von Samsung zur Hand, sodass ich die Geschwindigkeit nicht mit dem offiziellen Ladegerät testen konnte. Dieses kostet noch einmal knapp 30 Euro zusätzlich.

Unter normalen Bedingungen solltet Ihr davon ausgehen, dass Euer Handy mit einigen Abstrichen etwa einen ganzen Tag lang durchhält. Wären die Ladegeschwindigkeiten besser, wäre das respektabel. Aber jeden Tag zwei Stunden an der Steckdose zu hängen, ist im Jahr 2022 einfach nicht mehr zeitgemäß. Vor allem, wenn die Konkurrenz inzwischen Ladezeiten von unter 20 Minuten erreicht. Fixt Euch das an, lest am besten den Test des Xiaomi 12 Pro!

Samsung Galaxy S22: Technische Daten

Samsung Galaxy S22 Technische Daten
Produkt
Farben Weiß, Graphit, Phantom Black, Roségold, Himmelblau, Violett, Creme
Abmessungen & Gewicht 146 x 70,6 x 7,6 mm bei 167g
Bildschirm 6,1 Zoll Dynamic AMOLED 2X, 1080 x 2340 Pixel, 120 Hz
Speicher 128/256 GB ROM und 8 GB RAM
CPU & GPU Snapdragon 8 Gen 1 (weltweit) / Exynos 2200 (Europa, getestetes Modell)
Betriebssystem Android 12 mit One UI 4.0
Kamera-Modul Weitwinkel-Hauptobjektiv: 50 MP, f/1.8, 23mm, 1/1.56″, 1.0 µm | Dual Pixel PDAF | OIS
Ultra-Weitwinkel-Objektiv: 12 MP, f/2.2, 13mm, 120˚ FoV, 1/2.55″, 1.4 µm | Super Steady Video
Teleobjektiv: 10 MP, f/2.4, 70mm, 1.4 µm | PDAF | OIS | 3x optischer Zoom
Selfie: 10 MP, f/2.2, 1/3.24″, 1.22 µm | Auto-HDR
Video: Rückseite: 8K bei 24 fps | 4K bei 30/60 fps | 1080p bei 30/60/120 fps | HDR10+|
Selfie: 4K bei 30/60 FPS | 1080 bei 30 fps
Akku 3.700 mAh | Quick-Charging 25W | Schnelles Wireless-Charging 15W | Reversed-Wireless-Charging mit 4,5W | USB Power Delivery
IP-Zertifizierung IP68 Wasser-/Staubschutz (bis zu 1,5 m bei 30 Min.)
Audio Zwei von AKG abgestimmte Stereolautsprecher | Keine 3,5-mm-Buchse

Abschließendes Urteil

Beantworten wir die Frage, die schon im Titel dieses Testberichts steht: Ja, der Kauf des Samsung Galaxy S22 lohnt sich im Jahr 2023 noch. Dabei ist das Handy sogar empfehlenswerter als im Vorjahr, da die Kosten durch den massiven Preisverfall deutlich gesunken sind. Gleichzeitig hat Samsung das Preisniveau des Nachfolgemodells um 100 Euro angehoben.

Stand Februar 2023 bekommt Ihr bei einer Ersparnis von 270 Euro – das S22 wird im Netz für 580 Euro, das S23 in gleicher Speicherkonfiguration für 850 Euro angeboten – ein vergleichbar leistungsstarkes Handy. Die wenigen Änderungen, die vor allem die Akkulaufzeit und die Power des Prozessors betreffen, werden viele Interessenten im Alltag nicht allzu stark merken.

Samsung schießt sich dabei mit seiner ultralangen Bereitstellung von Updates ein wenig selbst ins Bein. Denn das S22 wird als Vorjahres-Preisknaller noch immer für vier Jahre mit Sicherheits-Updates und für drei Jahre mit Android-Updates versorgt. Das reicht noch immer aus, denn die meisten Menschen kaufen sich ohnehin alle zwei, drei Jahre ein neues Smartphone.

Zusammenfassend ist das S22 im Jahr 2023 vor allem eins: Ein deutlich besserer Deal als das S23. Zumindest so lange, bis der Preisverfall auch beim Nachfolgemodell anläuft.

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