Saygus V2: Preis und Verfügbarkeit

„Wir haben ein Smartphone designt, das wir selbst kaufen würden“. sagt Saygus. Die anderen Hersteller bauten Geräte so, dass sie verkauft werden. Wenn ich das Saygus V2 in die Hand nehme, während ich mir seine Funktionen erklären lasse, kann ich diese Aussage nachvollziehen. Dieses Gerät mit seinen Vielzahl an Funktionen hat es in sich.

Als Veröffentlichungszeitraum ist der April 2016 geplant. Saygus will das V2 weltweit in den Handel bringen. Aufgrund von Terminverschiebungen in der Vergangenheit, sollten wir diese Aussage mit Vorsicht genießen. Immerhin haben wir das V2 schon auf der CES 2015 gesehen, wo man uns ein Testmuster versprach.

Der Preis des 64-GByte-Modells soll laut ersten Dokumenten 650 US-Dollar betragen. Diese Angaben sind noch nicht final, jedoch durchaus realistisch.

Saygus V2: Design und Verarbeitung

Beim Saygus handelt es sich um ein in Kevlar gehülltes 5-Zoll-Gerät mit einem Leichtmetallrahmen. Somit kommt das Saygus V2 auf 141 Gramm Gesamtgewicht und fühlt sich sehr leicht an.

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Rechts seht Ihr Metall-Buttons und das WHDI-Fenster. / © nextpit Bildquelle: NextPit

An der Seite sehen wir einen zusätzlichen Button. Der Shutter-Button startet die Kamera-App und dient anschließend aus Auslöser. Die übrigen Buttons sitzen im Engineering Sample noch nicht sauber im Gehäuse. Hoffentlich bekommt Saygus diese Schwierigkeiten bei der finalen Produktion in den Griff.

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Das Kevlar-Schema zieht sich an Vorder- und Rückseite durch. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Vorderseite ist mit Gorilla Glass 4 resistent gegen Kratzer. Eine kostenlos mitgelieferte Schutzfolie sorgt für zusätzlichen Stoßschutz. Das Gehäuse ist nach IPX7 wasserabweisend. Ihr dürft das Sayguy V2 also mit klarem Wasser abwaschen.

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Das Saygus V2 hat einen Leichtmetallrahmen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Saygus V2: Display

Das Display löst in Full HD auf und kommt auf eine Pixeldichte von 445 ppi. Das besondere am Bildschirm soll die adaptive Helligkeitsregelung werden, die bei Tageslicht für eine hervorragende Lesbarkeit sorgen soll. Leider konnten wir diese Funktion in der Messehalle nicht testen.

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Das 5-Zoll Display löst in Full-HD auf und liefert ein scharfes Bild. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Saygus V2: Besonderheiten

Das Saygus V2 verfügt über einen drahtlosen HDMI-Anschluss. Anders als bei Chromecast könnt Ihr so in bis zu zehn Metern Entfernung über die 60-GHz-Antenne Bildmaterial an kompatible Großbildschirme übertragen. In der Demo war die Übertragung verzögerungs- und ruckelfrei.

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Dank WHDI könnt Ihr ohne spürbare Verzögerung streamen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Würde man in diesem Zustand Bluetooth-Peripherie mit dem Saygus V2 verbinden, könnte man mit ihm Tippen und Surfen wie mit einem Laptop. Doch dafür müsste die Software noch mit entsprechenden Anwendungen und einer neuen Oberfläche ausgestattet sein.

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Der Fernseher braucht für die Übertragung einen WHDI-Adapter. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Saygus V2: Software

Während Saygus für das V2 im Kern ein Stock-Android in Version 6.0 Marshmallow verwendet, fehlt es an der Oberfläche noch an Anpassungen für einige Funktionen. In der finalen Version würde ich mir einen neuen Launcher und besondere Funktionen für die drahtlose HDMI-Verbindung wünschen.

Außerdem bin ich auf den Datei-Manager gespannt, der die Verwaltung der MicroSD-Karten und des internen Speichers ermöglichen soll. Mangels funktionierender MicroSD-Slots konnte ich damit nicht experimentieren.

Saygus dürfte auch Moddern viel Spaß bereiten und erlaubt Dual-Boot-Systeme. Ihr könnt also eine alternative Firmware auf eine SD-Karte aufspielen und in einem anderen Saygus V2 starten. Damit wäre Euer komplettes System mit allen gespeicherten Einstellungen so kompakt wie eine MicroSD-Karte und das Smartphone austauschbar.

Saygus V2: Performance

Beim Blick auf das Datenblatt merkt man, dass Saygus das Gerät schon lange entwickelt. Zu Beginn der Entwicklung war der noch immer verwendete Snapdragon 801 Qualcomms schnellster Quad-Core. Nach einigen Problemen mit dem 810 entschied man sich bei Saygus bewusst dafür, weiterhin den etablierten Vierkerner zu verwenden. Und wenn wir auf das ebenfalls sehr aktuelle Gerät OnePlus X blicken, können wir Saygus‘ Entschluss nur bestätigen. Der Chip liefert noch immer eine sehr schnelle Performance bei guter Effizienz. Ihm stehen 3 GByte RAM für viele parallele Anwendungen zur Seite.

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Der neue Saygus-V2-Prototyp ist rechts und bietet einen zweiten SIM-Slot. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die große Stärke liegt jedoch beim internen Speicher. Schon der interne Speicher von 64 GByte ist überdurchschnittlich groß für ein Android-Smartphone. Wenn Ihr dann noch von den beiden MicroSD-Slots Gebrauch macht, könnt Ihr mit zwei 200-Gbyte-Speicherkarten auf insgesamt 464 GByte kommen.

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Das Fraktal-Design symbolisiert eine besondere Antennen-Technologie. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Eine besondere Performance will Saygus beim V2 mit der Antennenleistung abliefern. Dank einer Fraktalantenne könne man ein- und abgehende Signale verstärken. Dieser Antennentyp wird als Alleinstellungsmerkmal des Saygus V2 beworben.

Saygus V2: Kamera

Saygus will nicht, dass Eure Aufnahmen verwackeln und stattet sowohl die Selfie-Cam als auch die Hauptkamera mit einem optischen Bildstabilisator aus. Die Software lässt sich über einen eigenen Knopf an der Gehäuseseite aus dem Standby starten, der dann auch als Auslöser fungiert. Videos könnt Ihr in 4K-Auflösung aufzeichnen.

Wie sich die Kamera-Hardware im Alltag behauptet, wollen wir in einem ausführlichen Test klären.

Saygus V2: Akku

Der austauschbare Akku hat ein Fassungsvermögen von 3.100 mAh. Durch eine zusätzliche Elektronik soll seine Akkulaufzeit um 50 Prozent gesteigert werden. Ob man dieses Versprechen ohne Einbußen bei der Bedienbarkeit spürt, müssten wir in einem ausführlichen Test untersuchen. Der Akku wird über einen Typ-C-Anschluss oder per Qi-Ladestation (nicht enthalten) nach Quick Charge 2.0 schnell aufgeladen.

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Der Akku lässt sich schnellladen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Saygus V2: Technische Daten

Vorläufiges Urteil

Ich bin skeptisch, dass Saygus mit dem V2 seinen Release-Plan einhalten kann. Die vorliegenden Engineering Samples zeigten noch zu viele Schwächen, die insbesondere die Software-Anpassungen betreffen.

Weniger skeptisch bin ich hingegen, dass das Gerät Aufsehen erregen wird. Saygus macht vieles besser als andere Hersteller. Eine geringe Akkulaufzeit, Display-Schäden und mangelnder Speicherplatz sind die größten Smartphone-Probleme und das V2 könnte tatsächlich das Smartphone sein, das sie löst.

Das Saygus V2 hat so viele Funktionen, dass ich mir noch gar nicht vorstellen kann, welche Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten es damit gibt.