Pros des Sony SmartWatch 3

  • Prozessor
  • Laden ohne Adapter
  • Wasserdicht
  • Eingebautes GPS

Contras des Sony SmartWatch 3

  • Design
  • Gummiband
  • Kein Pulsmesser

Sony SmartWatch 3: Design und Verarbeitung

Den ersten Eindruck von einem Gerät vergisst man nie und er entscheidet darüber, ob wir es kaufen, haben wollen, oder ignorieren. Und hier versagt sie SmartWatch 3 auf ganzer Linie. Das Gummi-Armband wirkt billig und minderwertig. Trägt man es einmal länger als 24 Stunden, sammelt sich abgeschürfte Haut in seinen Furchen oder verklebt darin.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 ist stilistisch nicht jedermanns Sache. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Der Verschluss der SmartWatch 3 ist ebenfalls nicht sehr praktisch. Für mein schmales Handgelenk hatte ich große Schwierigkeiten, die passende Einstellung zwischen zu eng und zu weit zu finden. Die Uhr wurde komplett in das Armband eingefasst, wodurch der Rahmen im Verhältnis zum eigentlichen Display erheblich größer wirkt.

Sony Smartwatch 3
Der Klammer-Mechanismus der SmartWatch 3 ist unpraktisch. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Beim Sport zeigen sich manche Stärken der Smartwatch 3. Mit ihren 66 Gramm (inklusive Armband) ist sie erheblich leichter als andere Smartwatches. Die Sensoren Accelerometer, Gyroskop und GPS sind ideal für Läufer und Sportler. Das Band gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in weiß, pink und grün. Das Gummiband ist komplett unempfindlich gegen Wasser und trocknet entsprechend schnell.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 hat hinten keine Kontakte. Stattdessen erkennt man den USB-Steckplatz. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Im Gegensatz zur LG G Watch R oder der Asus ZenWatch fehlen der Sony SmartWatch 3 Kontakte auf der Unterseite, über die sie aufgeladen wird. Stattdessen wird über die nach IP68 wasserabweisende USB-Schnittstelle direkt ein USB-Ladekabel eingeführt. Auf der rechten Seite finden wir einen Knopf vor, mit dem sich das Display ein- und ausschalten und das Menü aufrufen lässt.

Die Sony SmartWatch 3 hinterlässt also einen widersprüchlichen Eindruck bei mir. Sportler dürften von ihrer Leichtigkeit, den Sensoren und der Wasserresistenz begeistert sein, sich aber gleichzeitig ärgern, dass man diese Vorteile mit dem kompletten Verzicht auf Eleganz erkauft.

Preis und Verfügbarkeit

Die Sony SmartWatch 3 gibt es bei Amazon für 209 Euro.

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/ Bildquelle: NextPit

Sony SmartWatch 3: Display

Das eckige mit 320 x 320 Pixeln auflösende LC-Display lässt sich auch bei Tageslicht gut ablesen. Die Pixeldichte des 1,68 Zoll großen Displays beträgt mittelmäßige 269 ppi und die Farbwiedergabe ist recht zufriedenstellend, wenngleich ein leichter Gelbstich sichtbar ist.

Sony Smartwatch 3
Die Bildqualität der SmartWatch 3 ist zufriedenstellend, auch wenn sie kein wirkliches Weiß darstellt. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Sehr angenehm fällt die adaptive Helligkeit auf, die die Display-Helligkeit der Umgebung anpasst. Es kann bisweilen irritieren, dass das Display jedes mal eingeschaltet wird, wenn wir das Handgelenk dem Gesicht zudrehen. Das Always-On-Feature lässt sich jedoch im Menü deaktivieren.

Sony SmartWatch 3: Software

Seit seiner Vorstellung im Sommer 2014 wurde an dem Smartwatch-Betriebssystem Android Wear stark gearbeitet. Erste Kinderkrankheiten wie die prekäre Akkulaufzeit oder die fehlende Unterstützung für GPS wurden bereits behoben, andere sind noch immer vorhanden. So sucht man den Support für eventuell verbaute WLAN- oder NFC-Module noch immer vergebens und auch an der App-Front könnte sich noch viel mehr tun. Im Jahr 2015 werden wir uns aber auf reichlich Entwicklung im Smartwatch-Sektor einstellen können, da mit dem Launch der Apple Watch der letzte große Stein in diesem Marktsegment ins Rollen geraten dürfte.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 wird über die Android Wear App und per Bluetooth mit Eurem Android-Smartphone verbunden. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Einmal über die Android-Wear-App verbunden, kommunizieren die Apps auf Eurem Smartphone automatisch mit der Android-Wear-Uhr. Entsprechende Apps findet Ihr in der Liste im Play Store. Sony hat außerdem eine eigene Companion-App bereitgestellt, mit der Sony-eigene Apps verwaltet werden.

Sony Smartwatch 3
Google Fit für Sport, Google Notizen für Sprachnotizen und Play Music für schnellen Wechsel von Musikstücken.. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Per Hauptbildschirm mit Zeit und Datum kann man durch Wischen zu weiteren Infos wie Schrittzähler, Akku, Benachrichtigungen gelangen. Benachrichtigungen werden durch Wischen nach rechts ausgeblendet. Schnelleinstellungen erlauben das Umschalten des Displays vom dunklen Kino-Modus in den hellen Tagmodus.

Das Gros der Steuerung erfolgt jedoch über die Sprache. Sämtliche Android-Wear-fähige Apps erlauben es, dass man Nachrichten oder Notizen diktiert, statt sie einzutippen. Einige Apps hingegen zeigen kleine Buttons auf dem Display an, wie etwa die Fernbedienung für Google Play Music.

Sony Smartwatch 3
Play Music dient nicht nur als Fernbedienung. Dank eines Android-Wear-Updates könnt Ihr Lieder direkt von der Uhr abspielen, ohne dass Euer Smartphone in der Nähe sein muss. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Eine Besonderheit der SmartWatch 3 von Sony ist der verbaute GPS-Sensor. Während andere Android-Wear-Uhren stets auf ein Smartphone angewiesen sind, um Geodaten beim Sport aufzuzeichnen, kann die Sony-Uhr diese Aufgabe in Eigenregie übernehmen. Dummerweise fehlt ihr wiederum der Pulsmesser, sodass manche Sportler deswegen auf eine Alternative wie die ZenWatch setzen würden.

Sony SmartWatch 3: Performance

Sony hat laut eigenen Angaben mehr Hardware in die SmartWatch 3 eingebaut als das verwendete Betriebssystem unterstützt. Der GPS-Sensor wurde erst durch ein Update von Android Wear verwendbar; die verbauten Module für NFC beziehungsweise WLAN schlummern noch immer nutzlos in dem kleinen Chassis.

Der auf 1,2 GHz getaktete Quad-Core aus dem Hause ARM sorgt in Verbindung mit dem Smartwatch-üblichen Arbeitsspeicher von 512 MB und dem Flash-Speicher von 4 GB nicht für Überraschungen auf der Performance-Seite. Die gelegentlichen Aussetzer und Verbindungsprobleme hatte ich schon bei etlichen anderen Wearables beobachtet, sodass ich nicht der SmartWatch 3 alleine die Schuld geben will. Hier kann und muss man softwareseitig noch viel Verbesserung abwarten.

Sony SmartWatch 3: Akku

In meinem mehrwöchigen Test konnte ich die Akkulaufzeit ausgiebig testen. Bei meiner täglichen Routine, morgens mehrere E-Mails auf der Uhr zu lesen und von ihr aus zu beantworten, sowie tagsüber etliche Aufgaben über die Uhr zu erledigen, hielt der Akku erwartungsgemäß nicht sehr lange. Wenn ich die SmartWatch 3 morgens vom Ladekabel getrennt hatte, musste sie spätestens nach Feierabend wieder an den Strom. Teilweise erstarb sie mir schon vorher.

Am Wochenende hingegen, wenn ich sie weniger intensiv genutzt hatte, nahm die Laufzeit schon spürbar zu. Hier reichte Ihr Atem noch weit in den zweiten Tag hinein. Mein Tipp, wenn Ihr sie einmal ein paar Stunden lang nicht braucht ist: Versetzt sie in den Flugzeug-Modus, damit sie in Nutzungspausen zusätzlich Strom spart.

Sony SmartWatch 3: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Auf Hardwareseite sticht die Sony SmartWatch 3 deutlich aus der Menge hervor, doch landen diese Argumente nicht in der Waagschale, so lange das Betriebssystem Android Wear sie nicht nutzt. Das Design der Uhr hingegen trübt diesen Eindruck so stark, dass dies für viele gegen einen Kauf sprechen wird. Leider lag mir zum Testzeitraum nicht das Metallband vor, das der Uhr eventuell einen edleren Touch verleihen könnte.

Wer sich auf den technischen Aspekt konzentrieren kann, wird mit der Sony SmartWatch 3 die zukunftsicherste Smartwatch für Android Wear bekommen. Sobald einmal die WLAN- und NFC-Features der Uhr nutzbar werden, werden wir die Bewertung dieser Uhr nach oben korrigieren. Doch bis dahin muss Sony sich mit drei Sternen begnügen, da die Uhr preislich zu nah an den erheblich schöneren Konkurrenten wie der LG G Watch R oder der Asus ZenWatch angesiedelt ist, die fürs Geld auch dieselbe Leistung bieten.

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