Pros des Whoop 4.0

  • Kann vielfältig getragen werden
  • Umfassende Analyse-Funktionen
  • ChatGPT-Integration mehr als nur Spielzeug
  • Akkurate Stressanalyse
  • Kein Display

Contras des Whoop 4.0

  • Unterstützt keine Brustgurte
  • Langfristig teures Abomodell
  • Kein Display

Kurzfazit & Verfügbarkeit

Im Wesentlichen beantwortet der Whoop 4.0 zwei Fragen: „Trainierst Du richtig?“ Und: „Erholst Du Dich richtig?“ Hier wie dort bekommt Ihr eine quantifizierte Antwort, die Euch dabei helfen soll, Euch im richtigen Maß zu verausgaben und zu erholen. Die Ansprüche formuliert der Whoop klar und deutlich mithilfe einfacher Parameter und übersichtlicher Diagramme in der App.

Allerdings sind diese Ansprüche gewaltig. Wer sich im Berufsalltag wenig bewegt, muss in der Freizeit schon ordentlich ranklotzen, um die Belastungsziele zu erreichen. Drei Stunden intensive Bewegung mit über 1.200 verbrannten Kalorien? 13,9 von 21 Punkte! Und auch die werksseitig festgelegten 100-Prozent-Schlafziele von teilweise mehr als zehn Stunden sind für mich – zumindest unter der Woche – nicht zu erfüllen. Ich gehe jedenfalls nicht freiwillig um 20:30 Uhr ins Bett.

Abseits davon hat Whoop seinen Fitness-Tracker in den vergangenen Wochen mit einem gewaltigen Update aufgebohrt, das drei wesentliche Neuerungen mitbringt. Erstens gibt es nun eine Stress-Messung, zweitens könnt Ihr Euch Workouts zusammenbasteln und drittens bekommt Ihr einen KI-Coach powered by ChatGPT. Warum die Features uns überzeugt haben, die Bewertung des Whoop 4.0 gegenüber unserem ersten Test auf 4,0 Sterne anzuheben und das Gerät damit auf Platz 1 unserer Fitness-Tracker-Bestenliste zu hieven, lest Ihr weiter unten!

Whoop 4.0
Der Whoop 4.0 ist mit den Stoff-Armbändern außergewöhnlich bequem zu tragen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auch beim Preis macht Whoop alles anders: Statt ihn zu kaufen, abonniert Ihr den Tracker – kaufen könnt Ihr lediglich allerlei „Befestigungen“ am Körper, von Sport-BHs bis Kompressionshemden. Das Abo kostet bei monatlicher Zahlweise 30 Euro pro Monat – oder 360 Euro im Jahr.

Zum fitten Start ins Jahr 2024 hat Whoop aktuell die Preise für die Jahresmitgliedschaften gesenkt. Für das Ein-Jahres-Abo zahlt Ihr bei Vorab-Zahlung monatlich 20,17 Euro, im Zwei-Jahres-Abo sind es noch 17,73 Euro pro Monat – also 242 beziehungsweise 425,50 Euro. Dafür bekommt Ihr dann aber auch immer das neueste Modell, sofern Euer Vertrag noch mindestens sechs Monate läuft.

Gratis-Test-Aktion von Whoop und nextpit

Wenn Ihr den Whoop über den nextpit-Link in der nachfolgenden Box bestellt, dann bekommt Ihr einen Gratis-Monat. So könnt Ihr den Whoop 4.0 einen Monat lang kostenlos testen – und bei Nichtgefallen einfach wieder zurückschicken. 


Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation zwischen nextpit und Whoop. Auf die redaktionelle Meinung von nextpit hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss. 

Design & Bedienung

Der Whoop 4.0 ist ein Fitness-Tracker – und wirklich nur das. Es gibt (praktisch) keine Notifications, keine Musiksteuerung, ja, nichtmal ein Display für die Uhrzeit. Dafür hat der Tracker andere Stärken – und dank des flexiblen Zubehörsystems ist der Tracker so flexibel wie kaum ein anderer am Körper anzubringen. 


Vorteile des Whoop 4.0

  • Schickes Design mit vielen Optionen
  • Hochwertige, robuste Verarbeitung
  • 24/7 bequem zu tragen

Nachteile des Whoop 4.0

  • Helle Stoffarmbänder schwer zu reinigen

Der eigentlich Whoop-Tracker ist etwa briefmarkengroß und rund einen halben Zentimeter dick. Auf beiden Seiten des Trackers gibt es Befestigungspunkte für das Zubehörset des Herstellers. Die Armbänder sind in wenigen Sekunden getauscht. Positiv fällt auf, dass der Tracker beim Tragen am Handgelenk komplett durch das Armband und die Schließe geschützt ist. 

Whoop 4.0
An Handgelenk ist der Whoop 4.0 komplett in Armband und Schließe eingepackt und damit gut geschützt. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Im Lieferumfang enthalten ist ein schwarzes Armband, mit dessen Hilfe Ihr den Tracker am Handgelenk befestigt. Für Aufpreise zwischen 49 bis 99 Euro bekommt Ihr zahlreiche stylische Armband-Alternativen. Wir hatten im Test zusätzlich die Versionen Ice (hellblau) und Arctic (weiß), die wirklich schick aussehen. Bedenkt allerdings, dass gerade die hellen Bänder mit der Zeit leiden, wenn Ihr gerne mal im Staub und Matsch wühlt.

Hier bieten sich dann die alternativen Tragelösungen an. Die Armbänder beispielsweise gibt es auch in einer längeren Version, sodass Ihr den Tracker am Oberarm tragen könnt. Das ist nicht nur praktisch, wenn Ihr Euch die Hände öfters schmutzig macht, sondern beispielsweise auch bei Sportarten, die die Handgelenke stark beanspruchen. Bei Liegestütze & Co. leidet am Handgelenk häufig die Genauigkeit der optischen Pulsmessung, da der Blutfluss am Handgelenk nicht mehr ungehindert gegeben ist.

Whoop 4.0
So blütenweiß bleibt das Armband des Whoop 4.0 nicht lange. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Zur Bedienung selbst gibt es nicht viel zu sagen. Der Fitness-Tracker tut wirklich nur, was der Name verspricht – nämlich tracken. Ein Display gibt es nicht, entsprechend müsst Ihr auch auf Funktionen wie Notifications, Musiksteuerung & Co. verzichten – beziehungsweise dürft! Denn so habt Ihr eben auch völlige Ruhe. Die einzige Interaktion besteht darin, dass der Tracker auf einen Doppeltipp hin Euer Handgelenk anleuchtet. Grün bedeutet mehr als 50 Prozent Akku, Orange beziehungsweise Rot wollen sagen: Langsam wird der Saft knapp und knapper.

Im Gehäuse ist schließlich noch ein Vibrationsmotor integriert. Dessen einzige Aufgabe besteht darin, Euch aufzuwecken, wahlweise zu einer festgelegten Uhrzeit oder mit Hilfe des sogenannten Sleep Coaches innerhalb eines Zeitraumes möglichst passend zu Euren Schlafphasen. Nachdem ich freiwillig keine Minute meines Schlafes herschenke, habe ich den Schlafphasenwecker nur einmal getestet – funktionieren tut er jedenfalls.

Whoop 4.0
Links oberhalb des Pulssensors erkennt Ihr die LED, die den Akkustand auf Euer Handgelenk leuchtet. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Tracking & Sensoren

Der Whoop 4.0 bietet ein überzeugendes Array an Sensoren und kondensiert die Daten in zwei primäre Messgrößen: Belastung und Erholung – das bleibt auch nach dem großen 2023er-Update so. Anhand dieser Werte bekommt Ihr dann konkrete Empfehlungen für Euer Training.


Vorteile des Whoop 4.0

  • Gelungene und akkurate Tracking-Funktionen
  • Langfristiges Tracking und umfassende Auswertungen
  • Spannende Möglichkeiten mit KI-Coach

Nachteile des Whoop 4.0

  • Sehr hohe Ansprüche an Training und Lifestyle
  • Weitgehend geschlossenes Ökosystem

Der Whoop 4.0 hat auf der Unterseite einen optischen Sensor mit insgesamt fünf LEDs: dreimal Grün, einmal Rot und einmal Infrarot. Vier Fotodioden analysieren das reflektierte Licht und bestimmen so Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung. Zudem verbaut der Hersteller noch ein Thermometer für die Hauttemperatur im Whoop 4.0. Aus all diesen Daten generiert der Tracker zwei Werte, die fortan Euer Leben bestimmen – oder zumindest die App dominieren: Belastung (Strain) und Erholung (Recovery). Zusammen mit Sleep und Overview ergeben diese beide Parameter Euren Home-Bereich.

Whoop 4.0 Screenshots
Auf dem Home-Screen unter Overview findet Ihr die wichtigsten Daten auf einen Blick – und den KI-Coach. Die App gibt’s übrigens auch auf Deutsch. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Strain: Belastung nach Puls – und Workout-Typ

Mit dem Strain- beziehungsweise Belastungswert ermittelt der Whoop 4.0, wie sehr Ihr Euch verausgabt. Maßgeblich dafür sind die Daten des Pulssensors über den Tag hinweg. Ob Ihr Euch also in HIIT-Workouts verausgabt oder Terrassenfliesen durch die Gegend schleppt: Jede Aktivität erhöht Euren Punktestand. Los geht’s morgens bei Null, der Maximalwert des Algorithmus liegt bei 21.

Diese Messmethode hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass tatsächlich Eure individuelle Belastung erfasst wird. Ein 10-Kilometer-Lauf bei 5:00 Minuten pro Kilometer ist schließlich für einen Marathonläufer ein Erholungslauf, für Ungeübte dagegen ein Ding der Unmöglichkeit. Gewertet wird hier also, wie anstrengend etwas gerade für Euer persönliches Herz-Kreislauf-System ist.

Whoop 4.0 Screenshots
Der Belastungswert gibt an, wie sehr Ihr Euch am jeweiligen Tag verausgabt habt. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Mit dem Update im Herbst 2023 hat Whoop dafür gesorgt, dass diese Belastung nun einen Korrekturfaktor fürs Krafttraining bekommt. Kurze Perioden extrem hoher Intensität werden hier entsprechend honoriert, sodass auch ein leichtes Krafttraining einen Strain von 9,6 bekommt. Ein entspannter 20-Minuten-Lauf in der Mittagspause bringt mir dagegen einen Wert von 11,9. Zum Vergleich: Vor dem Update musste ich mir beim Krafttraining schon wirklich einen abbrechen, um überhaupt in die Nähe zweistelliger Werte zu kommen.

Whoop 4.0 Screenshots
Workouts über den Strength Trainer berechnen die Belastung anders (links, mitte) – aber „normale“ Kraftsport-Workouts funktionieren nach dem alten Prinzip (rechts). / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Pulsmessung selbst ist erfreulich akkurat. Bei dem gerade erwähnten Lauf misst die Whoop 4.0 einen Maximalpuls von 172 und einen Durchschnittspuls von 159 Schlägen pro Minute. Mit einem Garmin-Brustgurt komme ich bei paralleler Messung auf exakt die gleichen Werte. Etwas anders sieht’s dann allerdings beim Krafttraining aus. Bei einer Schulter- und Arme-Session komme ich mit dem Whoop 4.0 auf einen Durchschnitt von 122 und maximal 158 Schläge pro Minute. Der Brustgurt spuckt maximal 165 und durchschnittlich 126 Schläge pro Minute aus.

Neben der Messung für die Whoop-App selbst könnt Ihr den Whoop 4.0 auch als Pulssensor für andere Apps nutzen. Dazu aktiviert Ihr einfach in den Einstellungen den Herzfrequenz-Broadcast. Andersherum ist es leider auch 2023 immer noch nicht möglich, Third-Party-Brustgurte mit Whoop zu verbinden. Schade, denn von den großen Fitness-Gadget-Herstellern schottet sich sonst nur Fitbit derart ab.

Whoop 4.0 Screenshots
Die Pulssensoren machen gute Arbeit – achtet aber am besten darauf, den Tracker so zu tragen, dass er an keinem gerade extrem beanspruchten Körperteil den Puls erfasst. Das gilt übrigens für alle optischen Pulssensoren. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Recovery: Erholung als komplexer Faktor

Der zweite große Bereich bei Whoop betrifft die Erholung. Der sogenannte Recovery- beziehungsweise Erholungsfaktor gibt auf einer Skala von null bis 100 Prozent an, wie frisch Ihr gerade seid. Die maßgeblichen Faktoren sind hier Herzfrequenzvariabilität, Tagesruhepuls, Atemfrequenz sowie geschlafene Stunden. Je höher dieser Wert, desto stärker könnt Ihr Euch verausgaben.

Whoop 4.0 Recovery Screenshots
Endlich mal erholt: Hier seht Ihr, wie sich die vergangene, vergleichsweise entspannte Nacht auf meine Recovery ausgewirkt hat. / © NextPit Bildquelle: nextpit

Ob der Wert nun „Body Battery“ (Garmin), „Daily Readiness“ (Fitbit) oder eben „Recovery“ heißt – jedenfalls für mich persönlich hege ich gewisse Zweifel an der Sinnhaftigkeit. Wer Sport treibt, kennt seinen Körper ja und kann einschätzen, wie viel Belastung nun sinnvoll ist. Hilfreicher finde ich dagegen den Health Monitor und die Insights, zu denen ich in wenigen Absätzen noch einmal genauer komme.

Whoop 4.0 Stress Screenshots
Stress-Messung funktioniert: Gegen 13:00 Uhr wurde meine Tochter geboren, den Whoop hatte ich kurz vorher abgenommen. Gefühlt hätte es hier die Skala gesprengt 😉 / © nextpit Bildquelle: nextpit

Schlafen: Whoop, das Murmeltier

Schließlich erfasst der Whoop 4.0 noch Euren Schlaf. Die Einschlaf- und Aufwachzeiten stimmen im Test sowohl mit meinen Erinnerungen als auch mit den Werten der Garmin Epix 2 und Garmin Fenix 7 überein, die ich abwechselnd parallel zur Whoop getragen habe. Neben der reinen „Zeit im Bett“ misst Whoop auch den „erholsamen Schlaf“, zusammengesetzt aus Tiefschlaf und REM-Schlaf sowie die Effizienz – also den Anteil des erholsamen Schlafs am Gesamtschlaf.

Whoop 4.0 Screenshots
Schlaf ist wichtig, klar. Aber zumindest von mir als Hobbysportler verlangt der Whoop 4.0 definitiv zu viele Stunden ab. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Aus all diesen Daten generiert der Whoop 4.0 einen Prozentwert für die Schlaf-Performance. Diese errechnet sich ganz einfach als Verhältnis zwischen erholsamem Schlaf und vom Whoop ermitteltem Schlafbedarf. Allerdings ist der Schlafbedarf für mich kaum erreichbar – der Wert liegt häufig über zehn Stunden. Whoop erklärt dazu, dass so viel Bettzeit erforderlich sei, um auf die idealen acht Stunden reinen Schlafes zu kommen. Und nach körperlich anstrengenden Tagen sei der Schlafbedarf zusätzlich erhöht, was die Bettzeit noch weiter nach oben schraubt. 

Nachdem mein Wecker üblicherweise zwischen 6 und 7 klingelt, müsste ich für das Erreichen dieses Idealwerts zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett gehen – not gonna happen. Mit kleinem Baby schwankt meine Schlaf-Performance derzeit eher zwischen 15 und 60 Prozent. Immerhin: Im Tab Coaching unter „Sleep Coach“ gibt es die Möglichkeit, die Schlafbedarf statt auf 100 Prozent (Peak) auch auf 85 Prozent (Perform) oder 70 Prozent (Get By) einzustellen. Ich versuche es mal mit der dritten Option, dem Überlebensmodus 😉

Health Monitor mit Hauttemperatur und SpO2

Ein interessantes Feature ist der Health Monitor in der App. Dieser überwacht Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität und Hauttemperatur. Bricht einer dieser fünf Werte aus, erhaltet Ihr eine Warnung. Das kann in der Praxis durchaus sinnvoll sein. Stürzt Ihr Euch bei beispielsweise erhöhter Haut- beziehungsweise Körpertemperatur in ein extrem belastendes Workout, erwischt Euch ein gerade anrollender Infekt womöglich heftiger. Ihr könnt die Daten aus dem Health Monitor übrigens als PDF exportieren – ebenso wie wöchentliche oder monatliche Leistungszusammenfassungen.

Whoop 4.0 Screenshots
Der Health Monitor auf dem Startbildschirm zeigt auf einen Blick an: Alles im grünen Bereich. Sollte das einmal nicht so sein, erhaltet Ihr eine Warnung per Push-Notification. Bei mir war das einmal passiert, weil ich den Tracker im Halbschlaf vom Handgelenk gezogen und auf den Nachttisch gelegt hatte. Entsprechend waren die Messwerte Murks. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Coaching mit KI

Spannender als den zuvor erwähnten Recovery-Wert selbst finde ich die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen zu protokollieren, um herauszufinden, was den eigenen Akkustand beziehungsweise die Recovery beeinflusst. Ihr könnt dazu in der App einen Fragenkatalog einrichten, den Whoop dann jeden Tag beim ersten Öffnen der App abfragt. Das kann beispielsweise sein, wie viel Gramm Protein Ihr zu Euch genommen habt, ob Ihr Alkohol getrunken habt, Sex hattet, Creatin supplementiert habt und so weiter.

Sobald Ihr die Fragen oft genug abgearbeitet und mindestens fünfmal mit „Ja“ und fünfmal mit „Nein“ beantwortet habt, ermittelt Whoop einen Impact des jeweiligen Parameters auf Eure Recovery. Die Ergebnisse findet Ihr im Coaching-Bereich unter Insights (Einblicke). Neben den ganz offensichtlichen Punkten wie „mit 51%+ Schlafperformance ist Eure Recovery um +12% besser“ könnt Ihr hier eben auch Euer Sexleben oder Euren Alkoholkonsum mit Eurer Erholung korrelieren.

Whoop 4.0 Coach Screenshots
Der Whoop-Coach empfiehlt Euch, wie hart Ihr trainieren sollt (links). In den wöchentlichen und monatlichen Leistungsbeurteilungen sowie im Insights-Tab bekommt Ihr detaillierte Auswertungen, wie sich unterschiedliche Lebensgewohnheiten auf Eure Performance auswirken. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Daneben bietet der Coaching-Bereich auch noch das Overview-Tab, Eure Anlaufstelle für Empfehlungen seitens der App, wie Ihr trainieren solltet. Hier bekommt Ihr direkt einen Wert für die heute empfohlene Belastung vorgesetzt. Mit „Start Activity“ startet Ihr dann direkt ein Workout mit einer Sportart Eurer Wahl. Direkt darunter findet Ihr auch den neuen „Strength Trainer“, mit dem Ihr wahlweise vorgefertigte oder eigene Kraft-Workouts absolvieren könnt. Wie zuvor geschrieben ist hier der Vorteil, dass Whoop nicht nur die Kreislauf-Belastung analysiert, sondern kurzzeitige, extreme Anstrengungen ebenfalls honoriert.

Whoop 4.0 Leistungsbeurteilung Screenshots
In den wöchentlichen und monatlichen Leistungsbeurteilungen bekommt Ihr detaillierte Statistiken präsentiert. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Weiter unten unter Overview findet Ihr noch wöchentliche und monatliche Performance-Analysen mit weniger (wöchentlich) oder mehr (monatlich) Details zu Eurer Trainings- und Schlafperformance oder der Recovery. Das ist zwar ganz nett – aber mehr Spaß macht es, die Daten mit dem KI-Coach zu durchforsten. Hier könnt Ihr direkt mit Euren Daten chatten und etwa fragen: „Wie beeinflusst guter Schlaf meine Erholung?“ – und bekommt dann direkt eine mit Euren Daten unterfütterte Antwort.

Whoop 4.0 ChatGPT Coach Screenshots
Wenn Ihr nicht durch lange Auswertungen blättern wollt, könnt Ihr auch mit einem KI-Coach über Eure Gesundheitsdaten chatten. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Nachdem der KI-Coach noch in der Beta läuft, gibt es hier auch deutliche Grenzen. Zwar ist es möglich, Feedback zu einzelnen Trainings zu erhalten, à la „Beim Brust-Workout wäre mehr Cardio besser“, zur konkreten Auswahl der Übungen hat der ChatGPT-Coach dann allerdings kein Feedback.

Akkulaufzeit: Laden mal anders

Mit knapp einer Woche ist die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 überzeugend. Ebenfalls sehr praktisch finde ich das innovative Ladekonzept von Whoop, das Euch erlaubt, den Tracker niemals abzunehmen.


Vorteile des Whoop 4.0

  • Ordentliche Akkulaufzeit
  • Pfiffiges Ladekonzept

Nachteile des Whoop 4.0

  • Akkustand des Chargers nicht einsehbar

Ob im Bett, beim Sport, unter der Dusche oder in der Sauna: Den Whoop 4.0 sollt Ihr für ein lückenloses Tracking idealerweise 24 Stunden am Tag tragen. Entsprechend hat sich der Hersteller auch ein Ladekonzept ausgedacht, dank dessen Ihr den Tracker selbst während des Aufladens tragen könnt. Zum Energie-Tanken schiebt Ihr nämlich eine kleine Powerbank auf den Tracker.

Whoop 4.0
Das Battery Pack hält gut auf dem Whoop 4.0 und stört im Alltag nicht. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Der Ladevorgang dauert etwa zwei Stunden – ebenso lange dauert es auch, um das Battery-Pack über den integrierten USB-C-Port aufzuladen. Übrigens ist nicht nur der Whoop 4.0, sondern auch das Battery Pack wassergeschützt. Ich habe mich allerdings während des Testzeitraums nicht mit aufgestecktem Lademodul unter die Dusche getraut. Beim Händewaschen hatte ich aber jedenfalls keine Angst vor Spritzwasser.

Die Akkulaufzeit im Test beträgt etwa fünf Tage. Bei 20 Prozent Restlaufzeit – also etwa einen Tag vor Ende – erhaltet Ihr eine Notification über die App. Auch bei voll geladenem Whoop-Akku bekommt Ihr inzwischen eine Benachrichtigung aufs Handy. Wie eingangs erwähnt, könnt Ihr den Akkustand auch über einen Doppeltipp auf das Gehäuse abrufen. Den genauen Prozentwert bekommt Ihr über die App – die LED am Whoop 4.0 leuchtet nämlich bereits ab 50 Prozent grün.

Whoop 4.0
Das Battery Pack selbst ladet Ihr über einen USB-C-Anschluss auf. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Auch die LED auf der Oberseite des Charging Packs stellt mich etwas vor Rätsel. Sie leuchtet beim Aufschieben der Powerbank auf den Whoop 4.0 grün, solange sie noch Energie zum Laden übrig hat. Wie viel das ist, verrät das Battery Pack allerdings nicht. Auch gibt es keine Möglichkeit, den Ladestand abzurufen, beispielsweise durch ein doppeltes Antippen des Gehäuses. Aber irgendwas muss ja auch für den Whoop 5.0 übrig bleiben.

Abschließendes Urteil

Whoop hat es 2023 geschafft, seinem zwei Jahre alten Fitness-Tracker noch einmal neues Leben einzuhauchen – und das beeindruckt. Der Whoop 4.0 generiert weiterhin unzählige spannende Daten über Eure Workouts und Euer Schlafverhalten und trackt Eure unterschiedlichsten Gewohnheiten. Die Ergebnisse vergräbt der Tracker jetzt allerdings nicht mehr nur in irgendwelchen PDF-Statistiken, sondern erlaubt es Euch, direkt mit ihnen zu interagieren. Dieser AI-Coach in der Betaversion ist ein extrem spannender Schritt und zeigt, wohin die Reise in der Zukunft gehen wird – wirklich einen Nutzen aus den enormen Daten zu ziehen, ist ein unerfülltes Versprechen der ganzen Fitness-Tracker-Branche.

Auch der neue Strength Coach und die Stressmessung machen den Whoop 4.0 zu einem universelleren Fitness-Begleiter. Die Trainingspläne sind gut gemacht, erfordern aber das Smartphone in ständiger Reichweite. Und die Stressmessung liefert hilfreiche Einblicke, gerade auch in Verbindung mit dem KI-Trainer – wenngleich wir hier sicher noch nicht am Ende der Reise angelangt sind.

Unterm Strich ist der Whoop 4.0 ein Exot unter den Fitness-Trackern und eine spannende Option für anspruchsvolle Athleten, die ihren Alltag exakt auseinandernehmen möchten. Er ist aber eben auch wirklich nur ein exzellenter Fitness-Tracker und keine Sport-Smartwatch à la Garmin oder Apple Watch.

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