Kaufen & Kurzfazit

Der Smart Ring von Rogbid fiel der nextpit-Redaktion aufgrund seines außergewöhnlich günstigen Early-Bird-Preises von nur 99 US-Dollar auf – regulär kostet der Ring 200 US-Dollar. Wer die Early-Bird-Aktion verpasst hat, bekommt den Ring aktuell immer noch vergünstigt, nämlich für 129 US-Dollar.  Für das Geld bietet der wahlweise schwarze, weiße oder silberne Ring aus Keramik und Edelstahl eine ganze Menge an Fitness-Features und weiteren Funktionen.

Rogbid präsentiert unterschiedliche Farben ihres Smart Ringes
Mit Rogbid erscheint ein weiterer Anbieter von smarten Ringen, der mit einer aggressiven Preisstrategie überzeugt. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Wer schnell ist, bekommt mit dem Gutschein aus der nachfolgenden Box noch einmaly 30 US-Dollar Rabatt. Damit kommt Ihr wieder auf den Early-Bird-Preis von 99 US-Dollar – je nach Tageskurs in etwa 90 Euro.

Bei diesem Preis sind die Erwartungen an den smarten Ring von Rogbid zugegebenermaßen nicht besonders hoch. Doch der intelligente Ring macht in unserem ersten Test wirklich rein gar nichts verkehrt. Im Gegenteil: Er begeistert mit langen Laufzeiten, die weit über jene einer typischen Smartwatch hinaus gehen. Zusätzlich trackt der Ring zuverlässig unsere Schritte, die Herzfrequenz, unseren Schlaf, die Körpertemperatur und vieles mehr.

Es gibt sogar eine Gestensteuerung am Ring, welche einen Notruf absetzen kann. Auch ist durch längeres Drücken oder nach oben und unten Wischen die Steuerung Eurer Musik, das Scrollen im Browser oder das Auslösen eines Fotos möglich. Zumindest nach den ersten Tagen im Praxistest ist uns kein Szenario untergekommen, wo der Rogbid Smart Ring versagt hätte. Es ist schon fast unheimlich – und wir sind schon gespannt, ob der ausführliche Test noch den großen Haken aufdeckt.

Rogbid Smart Ring: Design und Verarbeitung

Über das Design eines herkömmlichen Ringes als Schmuckstück ließen sich vermutlich Romane schreiben. Doch die optische Vielfalt eines Smart Ringes ist „noch“ ziemlich begrenzt. So glänzt auch „unser Schatz“ mit seinem eher schlichten Aussehen in einem matten Schwarz innen wie auch außen.

Rogbid präsentiert unterschiedliche Farben ihres Smart Ringes
Bei der Größe 13 handelt es sich um die größte verfügbare Ausführung (22,3 mm) des Rogbid Smart Ring. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Es gibt den Rogbid Smart Ring nicht nur in acht unterschiedlichen Größen (von 16,5 bis 22,3 mm), sondern auch in einigen Farbkombinationen. Dazu zählen außen Schwarz, Weiß und Silber – und innen Silber, Gold und Schwarz.

Der 8,5 x 3 mm große und knapp 8 g leichte Ring ist außen aus Keramik und innen aus Edelstahl gefertigt. Der Ring ist bis 5 ATM wasserdicht und hält damit dem Druck einer Wassersäule von 50 m stand. Im realen Leben bedeutet das: Ihr könnt Euch mit dem Ring am Finger bedenkenlos die Hände waschen und duschen. Rogbid gewährt Euch zwar auch das Tauchen und Schwimmen – logisch, ist ja auch eine sportliche Aktivität – doch ich wäre da vorsichtig. 

Rogbid präsentiert unterschiedliche Farben ihres Smart Ringes
Der Rogbid Smart Ring soll laut Hersteller am Zeigefinger und mit den Sensoren nach unten getragen werden. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Wer etwas genauer hinschaut, wird innen eine Reihe an Sensoren erkennen, welche unzählige Tracking- und Messdienste realisieren. Rogbid empfiehlt, die Sensoren auf der Unterseite des Fingers zu positionieren. Weiterhin erkennen wir an der Seite eine rote schmale Kennzeichnung, welche dem Träger den Hinweis darauf gibt, dass sich an dieser Stelle die Sensorfläche zur Gestensteuerung befindet.

Rogbid Smart Ring
Die rote Markierung kennzeichnet die Sensorfläche für die Gestensteuerung. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die allgemeine Verarbeitung ist solide und uns ist in unserem kurzzeitigen Einsatz bei sportlichen Aktivitäten und dem Alltag kein Ausfall oder ein Fertigungsfehler aufgefallen. Wie es langfristig mit Kratzern aussieht, werden wir im ausführlichen Test berichten.

Rogbid Smart Ring: Software

Obwohl der Rogbid Smart Ring eine wahre Wundertüte an Fitness-Tracker-typischen Funktionen mitbringt, besitzt er aus nachvollziehbaren Gründen kein Display. Das Auswerten der getrackten Daten, welche maximal eine Woche auf dem Ring autark gespeichert werden, muss also anders geschehen. In unserem Fall klappt das mit der kostenlos im Apple App Store (iOS 9+) und Google Play Store (Android 5+) erhältlichen Aizo-Ring-App der Shenzhen eIoT Technology.

Vermutlich werdet Ihr wie ich jetzt kurz innehalten: Warum Aizo? Heißt der Ring-Hersteller nicht Rogbid? Bei dieser Recherche bin ich auf noch weitere Namen gestoßen, etwa den „Odo Smart Ring“ aus Finnland oder den chinesischen „HiFuture Smart Ring“. Ich hatte es bei meinem Kurzfazit schon erwähnt: Das sind eigentlich Punkte, wo bei mir die Alarmglocken angehen und ich Abstand vom Kauf nehme. Aber in unserem Fall ist der Ring bei einem Testkauf (nicht auf die nextpit-Redaktion zurückzuführen) schnell und sicher angekommen.

Screenshoots der Aizo-Ring-App
Die Aizo-Ring-App ist klar strukturiert und bietet eine optimale Übersicht der getrackten Daten. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die App unterstützt 30 unterschiedliche Sprachen und bringt Firmenware-Updates via OTA auf den Rogbid Ring. Ein solches Update haben auch wir unmittelbar innerhalb unserer einwöchigen Kurztest-Phase erhalten.

Die Anwendung ist in vier Kategorien unterteilt, leicht verständlich und sehr übersichtlich. Ganz oben stehen der Verbindungsstatus und die aktuelle Akku-Kapazität, welche dem intelligenten Ring von Rogbid gerade noch bleibt.

Screenshoots der Aizo-Ring-App
Von Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung über Schlaf-Monitoring und Körpertemperatur bis zu den Schnellstarttasten für das Starten von einem Training: Die App ist wirklich umfangreich. / © nextpit Bildquelle: nextpit

In unserem ersten Hands-on sind die Test-Szenarien bisher nicht sonderlich umfangreich. Was ich aber bereits nach einer Woche permanenter Nutzung sagen kann: Die App hat alle oben gezeigten Monitoring-Kategorien zuverlässig mit Daten vom Ring befüllt.

Es ist übrigens möglich, ein Konto in der Aizo-Ring-App anzulegen. Dieses ist aber nicht zwingend für die Nutzung erforderlich.

Sensoren und Fitness-Funktionen

Auf den ersten Blick scheint der Rogbid Smart Ring recht unscheinbar. Doch ich kann auch nach der kurzen Testphase bereits voller Überzeugung behaupten: Der Smart Ring hat es faustdick hinter seinen Sensoren.

Rogbid Smart Ring
Da der Smart Ring kein Display hat, kommt Ihr um die Aizo-Ring-App zum Auswerten der Daten nicht herum. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Ich zähle einfach mal auf, was der Schatz, welcher Euch knechten will, 24/7 zu leisten vermag. Den Anfang machen das Messen der Herzfrequenz, die Analyse des Sauerstoffgehalts im Blut (SpO2), die Messung der Körpertemperatur, ein umfangreicher Schlaftracker, ein Schritt- und Distanz-Zähler, eine Kalorienanalyse und eine Vorhersage zur weiblichen Menstruation, sowie eine sogenannte „Recovery Status“-Übersicht Eures Körpers.

All das wird ermittelt durch einen verbauten PPG-Sensor, einen Temperatur-Sensor und einen Beschleunigungssensor. Zusätzlich gibt es eine verbaute Gestensteuerung, die über eine unsichtbare Sensorfläche auf einer Seite des Rings gesteuert wird (die rote Markierung, Ihr erinnert Euch). Mithilfe dieser lässt sich unter anderem ein SOS-Notsignal initiieren. Durch einen dauerhaften Druck kann so das Senden einer SOS-SMS mit dem aktuellen Standort an Eure ausgewählten Kontakte ausgelöst werden. Das GPS-Signal und das Versenden der SMS erfolgt natürlich über das gekoppelte Smartphone mit der Aizo-Ring-App.

Rogbid Smart Ring
Die grüne LED misst die Herzfrequenz, die rote LED den SpO2-Wert. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die Gestensteuerung kann auch für weniger dramatische Zwecke genutzt werden. So unterstützt diese unter anderem die Bedienung beliebter Video-Anwendungen wie TikTok, Instagram oder YouTube um ein „Thumbs up“ zu setzen oder zum nächsten Video zu switchen. Weiterhin könnt Ihr Eure Musik-App steuern, indem Ihr Play/Pause durch langes Drücken auslöst oder durch ein Streichen nach oben oder unten den Track wechselt.

Ihr könnt weiterhin in der Foto-App des Smartphones den Auslöser drücken, oder im Browser und PDF-Readern nach oben und unten scrollen. Ich wiederhole mich, wenn ich erwähne, dass dies hier nicht der ausführliche Test ist, dennoch habe ich gelegentlich mit meiner TicWatch Pro 5 (Test) und meinem Smartphone geprüft, wie genau die getrackten Daten sind. Ich war sichtlich überrascht, dass selbst bei Hinzuziehung eines professionellem Blutdruck- und Herzfrequenz-Messgerät die Puls-Daten 1:1 übereinstimmten. 

Rogbid Smart Ring
Selbst ein professionelles Messgerät bestätigte die Pulsmessung des Rogbid Smart Ring. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Rogbid Smart Ring: Akku

Der Smart Ring von Rogbid hat einen 20 mAh starken Akku verbaut. Dieser befähigt den Ring im Standby zu einer Laufzeit von 25 Tagen. Ihr ahnt es vermutlich schon, so lang habe ich den Schatz noch gar nicht an meinem Finger.

Doch Rogbid räumt auch ein, dass ein 24/7-Tracking und regelmäßige sportliche Aktivitäten – die Trainings startet Ihr über die App – die Akkulaufzeit des Rings auf nur noch vier bis sechs Tage eindampfen. Das deckt sich auch mit meinen ersten Erfahrungen, wobei ich einräumen muss, dass ich in der Woche auch viel außer der Reihe probiert habe.

Rogbid Smart Ring
Eine vollständige Ladung ist in 1,5 Stunden erledigt! / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die Aufladung erfolgt kabellos über den mitgelieferten Charger, der den Ring magnetisch an sich bindet, um ihn mit Strom zu versorgen. Eine typische Ladung dauert eineinhalb Stunden. Das sind für mein Empfinden Werte, mit denen ich gut leben kann. Eine Woche Laufzeit wäre mir persönlich aber natürlich lieber – aber mal sehen, wie sich der Rogbid Ring so im typischen Alltag verhält.

Vorläufiges Urteil

Rogbid präsentiert unterschiedliche Farben ihres Smart Ringes
Der Rogbid Smart Ring hat in unserem ersten Hands-on – trotz des sehr günstigen Preises – keinerlei Mängel aufgezeigt und glänzt mit umfangreichen Funktionen. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Angesichts von Smart-Ring-Preisen wie 499 Euro für den Oura Horizon Smart Ring in der Farbe Brushed Titanium, ist der Preis des Rogbid Smart Ring geradezu ein Schnäppchen. Mit unserem Rabatt-Code bezahlt Ihr keine 100 Euro und habt noch deutlich mehr Funktionen als bei der Konkurrenz. Hatten wir anfangs noch gedacht, es handle sich um einen Betrug oder einen echten Billig-Smart-Ring, so wurden wir zumindest in unserem ersten Test eines Besseren belehrt.

Ja, der intelligente Fitness-Tracker für den Finger kommt aus China, aber welches Technik-Produkt tut das heutzutage nicht mehr? Funktionen wie Messung der Körpertemperatur, ein umfangreicher Schlafmonitor, Schrittzähler, Analyse zum Zyklus der weiblichen Menstruation (auf Basis der Temperatur), 24/7-Tracking der Herzfrequenz und Blutsauerstoff funktionieren in unserem Test einwandfrei. Okay, die Gestensteuerung benötigt ein wenig Übung, arbeitet dann aber auch zuverlässig und auch von der Laufzeit mit nur einer Akku-Ladung gibt es kein Grund zu klagen. Wäre das hier der finale Test, dann würde der Ring schon fast an den nahezu nie vergebenen fünf Sternen kratzen. 

Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob der ausführliche Test doch noch einen Kritikpunkt zutage fördert. Ansonsten braucht Samsung seinen vermutlich deutlich teureren Galaxy Smart Ring gar nicht mehr präsentieren – was sie ja aktuell augenscheinlich zum „Galaxy S24“-Unpacked-Event ohnehin nicht mehr tun.

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