Frühere Generationen von Saugwischern wirkten auf mich unausgereift: schwache Akkus, enttäuschende Sauberkeit und viel zu viel Restwasser auf empfindlichen Böden. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch einiges getan. Nach meinem ausgiebigen Praxistest mit dem Tineco Floor One S9 Master steht fest: Dieses Gerät spielt in einer anderen Liga.

Preis und Verfügbarkeit des Tineco Floor One S9 Master

Der Test des Tineco Floor One S9 Master hat meine Einstellung zu Saugwischern grundlegend verändert und ich kann ihn Euch definitiv empfehlen. Zu kaufen gibt es ihn bei Amazon oder direkt beim Hersteller. Der UVP beläuft sich auf 699 Euro – er ist aber auch immer wieder mal günstiger zu haben.

Tineco Floor One S9 Master
Der Tineco Floor One S9 Master überzeugt im Test mit starker Reinigungsleistung, cleveren Technologien wie iLoop, DustReveal und ThermoBlast sowie guter Akkulaufzeit und spart spürbar Zeit und Kraft beim Putzen. Kleine Schwächen wie das Reinigen des Schmutzwassertanks und Probleme bei festgetretenen Essensresten ändern nichts daran, dass er zu den bislang besten getesteten Saugwischern zählt und klar empfehlenswert ist.

Erster Eindruck und Praxistest

Das Gerät kommt sicher verpackt in einem stabilen Karton, allerdings mit recht viel Kunststofffolie. Hier hätte ich mir eine nachhaltigere Lösung gewünscht. Positiv fällt hingegen die verständlich gestaltete Anleitung auf: Der Aufbau gelingt innerhalb kürzester Zeit. Der Akku ist bei Lieferung allerdings nicht vollständig geladen. Also stellt Ihr den Saugwischer zunächst in die mitgelieferte Ladestation, die Ihr einfach an die Steckdose anschließt. Während des Ladevorgangs meldet sich eine Sprachansage – diese lässt sich bei Bedarf deaktivieren.

Tineco Floor One S9 Master in seiner Station
Tineco Floor One S9 Master in seiner Station Bildquelle: Nextpit

Nach etwa zwei bis drei Stunden erreicht der Akku wieder 100 Prozent. Anschließend füllt Ihr Wasser und die beiliegende Reinigungslösung in den Frischwassertank – und schon kann es losgehen. Euch stehen vier Reinigungsprogramme zur Auswahl: Auto, Quiet, Heat und Max. Im Alltag kam bei mir überwiegend der Auto-Modus zum Einsatz, da er für die meisten Verschmutzungen völlig ausreicht. Der Quiet-Modus arbeitet besonders leise, reduziert dafür aber etwas die Leistung. Für starke Verschmutzungen eignet sich der Max-Modus, während Ihr im Heat-Modus mit erhitztem Wasser arbeiten könnt.

Neu für mich war die ThermoBlast-Technologie. Über eine kleine Düse an der Front sprüht der Tineco heißes Wasser mit Druck auf den Boden und weicht so eingetrocknete Flecken gezielt auf. Ihr aktiviert die Funktion per Knopfdruck am Griff. In der Praxis half das häufig bei hartnäckigen Verschmutzungen. Lediglich stark festgetretene Essensreste in der Küche stellten auch dieses System vor Grenzen – hier musste ein Tuch und starker Druck nachhelfen.

Mit der ThermoBlast-Technologie lassen sich eingetrocknete Flecken gut einweichen
Mit der ThermoBlast-Technologie lassen sich eingetrocknete Flecken gut einweichen Bildquelle: Nextpit

Drei durchdachte Features für sichtbar sauberere Böden

Abgesehen davon liefert der Nass- und Trockensauger ein starkes Reinigungsergebnis. In den meisten Fällen genügt es, ein- bis zweimal über eine Fläche zu fahren, um den Boden deutlich zu säubern. Selbst größere Staubansammlungen und Wollmäuse nimmt das Gerät problemlos auf. Dadurch spart Ihr Euch tatsächlich das separate Staubsaugen.

Für das Aufspüren von Schmutz setzt Tineco gleich auf zwei Technologien. Zum einen projiziert DustReveal einen grünen Lichtstrahl auf den Boden und macht selbst feinste Partikel sichtbar. Zum anderen erkennt der bekannte iLoop-Sensor, wie stark der Untergrund verschmutzt ist, und regelt Wasserzufuhr sowie Saugleistung automatisch. Eine Lichtanzeige am Gerät zeigt Euch zusätzlich an, ob der Boden noch schmutzig oder bereits sauber ist – so entgeht Euch auch unsichtbarer Dreck nicht.

Der grüne Lichtstrahl des Tineco Floor One S9 Master macht feinsten Staub sichtbar
Der grüne Lichtstrahl des Tineco Floor One S9 Master macht feinsten Staub sichtbar Bildquelle: Nextpit

Ein weiteres Highlight ist der StreakFree-Abzieher. Dabei handelt es sich um eine Gummilippe an der Vorderseite, die sich beim Zurückziehen des Geräts automatisch absenkt. Dadurch nimmt der Saugwischer Wasser und Schmutz besonders gründlich auf und reinigt sehr nah an der Fußleiste. Zwar bleibt direkt an der Wand ein schmaler Streifen zurück, dennoch verbessert dieses Feature das Gesamtergebnis spürbar.

Müheloses Reinigen mit starker Ausdauer

Beim Putzen selbst müsst Ihr kaum Kraft einsetzen. Ein integrierter Motor zieht den Saugwischer aktiv nach vorne, sodass Ihr ihn im Grunde nur noch lenkt. Das schont den Rücken und macht die Reinigung überraschend angenehm. Das Gewicht des Geräts mit rund fünf Kilogramm, ist allerdings nicht zu unterschätzen – wer viele Treppen überwinden muss, sollte das im Hinterkopf behalten.

Die Akkuleistung überzeugt ebenfalls. Wohnungen mit bis zu 70 Quadratmetern lassen sich problemlos mit einer einzigen Ladung reinigen. Nutzt Ihr überwiegend den Auto- oder Quiet-Modus, sind sogar noch größere Flächen realistisch. Tineco gibt eine maximale Laufzeit von bis zu 65 Minuten im Quiet-Modus an. In meinem Test kam ich auf rund 40 Minuten, da ich zwischendurch auch die leistungsstärkeren Modi genutzt habe. Praktisch ist außerdem das flache Design: Der Saugwischer lässt sich um 180 Grad absenken und gleitet so mühelos unter Betten, Regale oder Kommoden.

Auch unter niedrige Möbel kommt der Tineco Floor One S9 Master ohne Probleme
Auch unter niedrige Möbel kommt der Tineco Floor One S9 Master ohne Probleme Bildquelle: Nextpit

Reinigung und Wartung nach dem Putzen

Während der Bodenreinigung verwendet das Gerät kontinuierlich frisches Wasser, das Schmutzwasser sammelt sich separat in einem zweiten Tank. Diesen musste ich während eines Durchgangs einmal entleeren. Nach dem Putzen stellt Ihr den Tineco einfach zurück in die Station und startet die automatische Selbstreinigung. Dabei spült das System Bürste und Leitungen mit heißem Wasser und trocknet sie anschließend per Heißluft. Nach wenigen Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und die Bürste sieht wieder aus wie neu.

Mit der Bürste reinigt ihr den Saugwischer, außerdem ist noch ein Wechselfilter, eine zweite Bodenbürste und Reinigungslösung dabei
Mit der Bürste reinigt ihr den Saugwischer, außerdem ist noch ein Wechselfilter, eine zweite Bodenbürste und Reinigungslösung dabei Bildquelle: Nextpit

Lediglich der Schmutzwassertank erfordert etwas Handarbeit. Die Flüssigkeit kippt Ihr unkompliziert ins WC, während feste Rückstände in einem Sieb zurückbleiben. Dieses lässt sich mit der mitgelieferten Bürste reinigen, kostet aber dennoch ein paar Minuten Zeit.

Fazit: Lohnt sich der Tineco Floor One S9 Master?

Unterm Strich hinterlässt der Tineco Floor One S9 Master einen sehr positiven Eindruck. Während mich viele Saugwischer bislang enttäuscht haben, überzeugt dieses Modell durch echte Zeitersparnis und hohen Komfort. Ihr reinigt Eure Wohnung schnell, gründlich und mit deutlich weniger Kraftaufwand als mit Mopp und Eimer. Zurück bleibt lediglich ein dünner Feuchtigkeitsfilm, der rasch trocknet und einen frischen Duft hinterlässt.

Die Bedienung gelingt intuitiv, der Wartungsaufwand bleibt dank Selbstreinigung überschaubar und das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen. Nur stark festgetretene Speisereste stellen weiterhin eine Herausforderung dar. Trotzdem eignet sich der Nass- und Trockensauger hervorragend für alle, die sich Hausarbeit erleichtern und Wert auf hygienische Sauberkeit legen.

Tineco Floor One S9 Master
Der Tineco Floor One S9 Master überzeugt im Test mit starker Reinigungsleistung, cleveren Technologien wie iLoop, DustReveal und ThermoBlast sowie guter Akkulaufzeit und spart spürbar Zeit und Kraft beim Putzen. Kleine Schwächen wie das Reinigen des Schmutzwassertanks und Probleme bei festgetretenen Essensresten ändern nichts daran, dass er zu den bislang besten getesteten Saugwischern zählt und klar empfehlenswert ist.

Vorteile

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr einfache und angenehme Handhabung
  • Überzeugendes Reinigungsergebnis
  • Sinnvolle Features wie iLoop-Sensor und StreakFree-Abzieher
  • Solide Akkulaufzeit
  • Effektive Selbstreinigung

Nachteile

  • Stark festgeklebte Speisereste bleiben problematisch
  • Hoher Kunststoffanteil bei der Verpackung
  • Reinigung des Schmutzwassertanks weiterhin etwas zeitintensiv

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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Tineco.
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