Pros der Yale Smart Video Doorbell

  • Intuitive Yale-Home-App
  • Nachtsichtmodus
  • Kompatibel mit Smart-Home-Diensten wie Google und Amazon Alexa
  • Hervorragende Bildqualität
  • Kamera mit Full-HD-Auflösung
  • Echtzeit-Ruf-Funktion

Contras der Yale Smart Video Doorbell

  • Abo-Modell für viele Funktionen
  • Akku nicht wechselbar
  • bedingt diebstahlsicher
  • Chime nicht inbegriffen

Kurzfazit und Preis

Die Yale Smart Video Doorbell ist ein leistungsstarkes Smart-Home-Gadget, das durch eine schnelle Reaktionszeit und eine intuitive App-Anbindung überzeugt. Das hochwertige Design und die simple Einrichtung machen sie zu einer attraktiven Lösung für moderne Eingangsbereiche.

Kritisch zu betrachten ist jedoch der fest verbaute Akku, da für den Ladevorgang die gesamte Hardware demontiert werden muss. Zudem sind intelligente Zusatzfunktionen wie die Paket- oder Fahrzeugerkennung an ein kostenpflichtiges Abonnement gebunden. Da auch die Unterstützung für mechanische Bestands-Gongs fehlt, ist der Kauf des digitalen Yale Chime meist unumgänglich. Dennoch bietet das Modell eine sehr solide Performance bei Bild und Benachrichtigung. Mit einer UVP von 159,99 Euro positioniert sich Yale preislich im Mittelfeld der Anbieter.


Vom Karton zum Einsatz

Lieferumfang

Die Yale Smart Video Doorbell präsentiert sich in einem funktionalen, zweifarbigen Gehäuse mit weißem Korpus und einer schwarzen Frontpartie, in welche die Kamera, der Bewegungssensor sowie der Klingelknopf bündig integriert sind. Mit den Maßen von 146 × 54,5 × 34 mm ist das Gerät zwar voluminöser als klassische Klingelsysteme, ordnet sich jedoch im Marktdurchschnitt moderner Video-Türklingeln ein. Trotz des Gewichts von lediglich 220 Gramm hinterlässt die Konstruktion aus hochwertigem Kunststoff einen wertigen und soliden Eindruck.

Die demontierte Yale Video-Türklingel liegt mit Halterungen, Montagematerial und kleinen braunen Verpackungstüten auf einer dunklen Oberfläche.
Yale liefert Euch alles zum Aufbau mit

Der Lieferumfang ist umfassend gestaltet, sodass für die Inbetriebnahme kein zusätzliches Montagematerial erworben werden muss. Neben dem USB-Ladekabel und den Anschlusskabeln für eine optionale Festverdrahtung legt der Hersteller sowohl eine flache als auch eine gewinkelte Montageplatte bei. Letztere ist besonders nützlich, um das Sichtfeld der Kamera bei einer seitlichen Platzierung optimal auf den Besucher auszurichten.

Flexible Montage und Inbetriebnahme

Bei der Installation lässt Yale Euch die Wahl zwischen verschiedenen Befestigungsmethoden, die je nach Beschaffenheit des Untergrunds variieren. Während die Klingel an Hauswänden klassisch über Bohrungen stabil verankert werden kann, bietet sich für glatte Türrahmen die Verwendung einer Klebeplatte an. Diese Flexibilität erlaubt es zudem, die Video-Doorbell entweder als vollständigen Ersatz für eine bestehende Anlage zu nutzen oder sie als Ergänzung parallel zur vorhandenen Klingel zu platzieren, da die Einbindung ins Netzwerk kabellos via 2,4-GHz-WLAN erfolgt.

Obwohl eine gedruckte Schnellstartanleitung beiliegt, empfiehlt sich die Einrichtung über die Yale-Home-App. Die dort hinterlegte Schritt-für-Schritt-Anleitung nutzt Fotos und Videosequenzen, um Euch sicher durch den Prozess zu führen. Dabei wird auch entschieden, ob das Gerät über den integrierten Akku betrieben oder dauerhaft mit dem Klingeldraht verbunden werden soll. Es ist jedoch zu beachten, dass ein akustischer Türgong für den Innenraum (Yale Chime) nicht Teil des Standard-Lieferumfangs ist und bei Bedarf separat für etwa 30 Euro erworben werden muss.

Ein weißer, quadratischer Yale Doorbell Chime mit seitlichen Tasten für Melodie und Lautstärke liegt auf einer Holzoberfläche.
Der Yale Doorbell Chime sorgt für akustische Signale im Haus.

App und Bedienung

Die Yale-Home-App bietet Euch eine ausreichende Tiefe an Konfigurationsmöglichkeiten. Neben der intuitiven Benutzerführung besticht die Anwendung vor allem durch ihre Schnelligkeit bei der Übertragung von Ereignissen auf Euer Smartphone. Die Bildqualität ist mit 1080p Full-HD absolut zeitgemäß und sorgt dafür, dass Ihr Euren Eingangsbereich stets klar im Blick behaltet. Sobald Ihr die App öffnet, stellt Ihr fest, wie geradlinig das System arbeitet. Wenn es an Eurer Tür klingelt, habt Ihr die Wahl zwischen einem direkten Anruf oder einer Text-Benachrichtigung.

Eingehende Klingelsignale erreichen Euch unmittelbar als Anruf, wobei das System die Verbindung zur Kamera in kürzester Zeit bereitstellt.
Eingehende Klingelsignale erreichen Euch unmittelbar als Anruf, wobei das System die Verbindung zur Kamera in kürzester Zeit bereitstellt. Bildquelle: nextpit

Das Hauptmenü und die Live-Interaktion.

Sobald Ihr die App öffnet, landet Ihr direkt in der Schaltzentrale für den Live-Moment. Da die Klingel im Standby-Betrieb Energie spart, weckt die App das Gerät beim Start kurz aus dem Stromsparmodus auf, was Euch transparent im Display angezeigt wird.

Nach dem Aufwecken der Kamera aus dem Energiesparmodus ermöglicht die App die direkte Kommunikation sowie das manuelle Sichern von Videos und Fotos.
Nach dem Aufwecken der Kamera aus dem Energiesparmodus ermöglicht die App die direkte Kommunikation sowie das manuelle Sichern von Videos und Fotos. Bildquelle: nextpit

Im Live-Feed stehen Euch dann vier zentrale Funktionen zur Verfügung, um sofort auf Besucher zu reagieren. Über das Mikrofon-Symbol hebt Ihr die Stummschaltung auf, um die Gegensprechanlage zu nutzen und mit Eurem Besuch zu sprechen. Parallel dazu könnt Ihr jederzeit manuell Videos drehen oder Schnappschüsse als Foto sichern. Falls Ihr die Situation lieber diskret beobachten wollt, lässt sich zudem der Ton der Kamera für Euch stummschalten.

Gehen wir einen Schritt weiter in die Einstellungen für die Bewegungserkennung. Es zeigt sich, wie präzise Ihr die Yale-Klingel an Eure Umgebung anpassen könnt. Ihr habt hier die Wahl bei den Filter-Optionen: Die Kamera kann entweder auf jede Bewegung reagieren oder gezielt nur bei Personen einen Alarm auslösen. Um Fehlalarme durch wehende Blätter oder vorbeifahrende Autos zu minimieren, lässt sich die Bewegungsempfindlichkeit in fünf Stufen von „Sehr niedrig“ bis „Sehr hoch“ justieren. Beachtet dabei jedoch, dass eine höhere Empfindlichkeit die Batterielebensdauer beeinflussen kann. Spezielle Filter-Features für Haustiere, Pakete oder Fahrzeuge sind als Premium-Optionen klar gekennzeichnet und erfordern ein monatliches Abonnement.

Mithilfe von Geofencing-Funktionen und individuellen Zeitplänen lässt sich der Privatsphäre-Modus der Yale-Türklingel vollautomatisch steuern.
Mithilfe von Geofencing-Funktionen und individuellen Zeitplänen lässt sich der Privatsphäre-Modus der Yale-Türklingel vollautomatisch steuern. Bildquelle: nextpit

Ein echtes Highlight für Eure Privatsphäre ist die Konfiguration der sogenannten „Privacy Zones“. Da die Kamera einen weiten Winkel von 154 Grad abdeckt, ist dies besonders wichtig, um gesetzliche Anforderungen zur Überwachung zu erfüllen. Über die Funktion „Erkennungsbereich bearbeiten“ könnt Ihr im Kamerabild rote Zonen über Bereiche legen, die von der Erkennung ausgeschlossen werden sollen. Wie etwa den öffentlichen Gehweg oder das Nachbargrundstück. Auch beim Nachtsicht-Feintuning habt Ihr volle Kontrolle: Die Infrarot-Nachtsicht lässt sich automatisieren oder manuell steuern. Falls Eure Kamera durch eine Scheibe nach draußen blickt, könnt Ihr die Infrarot-LEDs separat deaktivieren, um störende Reflexionen im Bild zu vermeiden.

Die App erlaubt eine präzise Abstimmung der Bewegungssensoren und das rechtssichere Aussparen privater Zonen im Sichtfeld der Kamera.
Die App erlaubt eine präzise Abstimmung der Bewegungssensoren und das rechtssichere Aussparen privater Zonen im Sichtfeld der Kamera. Bildquelle: nextpit

Yale nimmt Euch mit smarten Automatismen lästige Handgriffe ab, damit die Technik für Euch arbeitet. Durch Geofencing erkennt Euer Handy mit der Funktion „Ankommen & Verlassen“ Euren Standort. So kann sich der Privatsphäre-Modus, in dem die Kamerafunktionen deaktiviert sind, automatisch einschalten, wenn Ihr nach Hause kommt, und beim Verlassen des Hauses wieder ausschalten. Alternativ könnt Ihr individuelle Kamera-Zeitpläne erstellen. Damit legt Ihr feste Zeiträume fest, in denen die Türklingel aktiv sein soll oder Benachrichtigungen für alle Nutzer im Haushalt lautlos bleiben.

In den Videoeinstellungen lassen sich die Bildauflösung, die automatische Nachtsicht sowie die Einblendung von Zeitstempeln individuell konfigurieren.
In den Videoeinstellungen lassen sich die Bildauflösung, die automatische Nachtsicht sowie die Einblendung von Zeitstempeln individuell konfigurieren. Bildquelle: nextpit

Abschließend entscheidet Ihr selbst, wie die Klingel mit Euch kommuniziert. Ihr könnt wählen, ob die Benachrichtigung beim Klingeln als eingehender Videoanruf auf Eurem Smartphone erscheint oder ob Ihr lediglich eine Text-Nachricht erhalten möchtet. Besonders komfortabel ist die Einstellung „Zuhause & Unterwegs“, die basierend auf Eurem Standort automatisch zwischen diesen Profilen wechselt. Ergänzt wird dies durch proaktive Sicherheitsalarme, die Euch sofort informieren, sollte die Kamera offline gehen oder ein Manipulationsversuch am Gerät erkannt werden.

Ihr könnt flexibel festlegen, ob die Benachrichtigung als Videoanruf oder Textnachricht erfolgt, und zusätzliche Warnungen für Manipulationsversuche aktivieren.
Ihr könnt flexibel festlegen, ob die Benachrichtigung als Videoanruf oder Textnachricht erfolgt, und zusätzliche Warnungen für Manipulationsversuche aktivieren. Bildquelle: nextpit

Fazit

Nach dem Praxistest lässt sich festhalten, dass Yale mit dieser Video-Türklingel ein technisch ausgereiftes Produkt liefert, das vor allem durch seine Performance überzeugt. Das Gerät fügt sich durch sein dezentes Design unaufdringlich in jeden Eingangsbereich ein und punktet mit einer Verarbeitungsqualität, die den täglichen Witterungsbedingungen problemlos standhält. Beeindruckt hat vor allem die nahtlose Verzahnung mit der Yale-Home-App. Die Einrichtung ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, und die Geschwindigkeit, mit der Benachrichtigungen auf dem Smartphone landen, setzt Maßstäbe in dieser Preisklasse.

Eine Detailansicht des oberen Teils der Yale Video-Türklingel, die das kreisförmige Kamera-Objektiv und den darunter liegenden Sensor auf der schwarzen Frontseite zeigt.
Scharfer Blick: Die Kamera der Yale Doorbell

Auf der Kehrseite der Medaille stehen die konstruktionsbedingten Kompromisse. Der fest verbaute Akku zwingt Euch dazu, das gesamte Gerät zum Laden zu demontieren, was im Alltag weniger komfortabel ist als ein System mit Wechselakkus. Zudem solltet Ihr Euch bewusst sein, dass für die volle „Intelligenz“ der Klingel, wie die Unterscheidung zwischen Paketen und Tieren, zusätzliche monatliche Kosten anfallen. Auch beim physischen Diebstahlschutz gibt es noch Luft nach oben.

Wenn Ihr bereits im Yale-Ökosystem unterwegs seid oder eine verlässliche smarte Türklingel sucht, macht Ihr mit der Yale nichts falsch. Sie ist ein zuverlässiger digitaler Türsteher, der seine Kernaufgaben mit Bravour meistert.

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Habt Ihr schon mal mit dem Gedanken gespielt, Eure Haustür mit einer smarten Video-Klingel aufzurüsten? Welche Funktionen sind für Euch im Alltag unverzichtbar? Schreibt uns Eure Meinung und Fragen gerne unten in die Kommentare!

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