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Samsung Galaxy S21+

4,0

Pro

  • Brillantes 120-Hz-Display
  • Exynos 2100 ohne Leistungsnachteile
  • Endlich Mut zu frischem Design
  • Irre gut verarbeitet
  • Triple-Kamera überzeugt zum Großteil
  • OneUI 3.1 wunderhübsch mit langen Updates

Contra

  • Mogelpackung als Telekamera
  • Kein Micro-SD-Steckplatz
  • Akkulaufzeit trotz 4.800 mAh nicht herausragend
  • Nicht S-Pen-kompatibel
  • Einfach zu wenig Neuerungen
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-s21plus

Pros des Samsung Galaxy S21+

  • Brillantes 120-Hz-Display
  • Exynos 2100 ohne Leistungsnachteile
  • Endlich Mut zu frischem Design
  • Irre gut verarbeitet
  • Triple-Kamera überzeugt zum Großteil
  • OneUI 3.1 wunderhübsch mit langen Updates

Contras des Samsung Galaxy S21+

  • Mogelpackung als Telekamera
  • Kein Micro-SD-Steckplatz
  • Akkulaufzeit trotz 4.800 mAh nicht herausragend
  • Nicht S-Pen-kompatibel
  • Einfach zu wenig Neuerungen

Messlatte: Wie teuer ist das Galaxy S21+?

Kennt Ihr das, wenn Ihr begeistert einen Testbericht lest und am Ende vollkommen schockiert vom Preis seid? Richtig, deshalb gehe ich zu Beginn einmal kurz auf die Kosten des S21+ ein.

Der Einführungspreis des Plus-Modells aus Samsungs neuem S21-Lineup liegt bei 1.049€ ohne Ladegerät und mit 128 Gigabyte internem Speicher und 8GB RAM. Für 50 Euro mehr gibt es die Variante mit 256 Gigabyte, ebenfalls mit 8GB RAM, und habt Ihr keinen Charger mit USB-C-Ausgang zu Hause herumliegen, müsst Ihr noch einmal 34,90€ im Samsung-Store ausgeben.

Die Preise reichen also von mindestens 1.049€ bis maximal 1.133,90€. Das ist ein deutlicher Aufschlag im Vergleich zum Basis-Modell, das es schon für 849 Euro gibt und das im Grunde genommen nur ein kleineres Display, einen kleineren Akku, einen fehlenden UWB-Sensor und eine Rückseite aus Polycarbonat besitzt. Mehr zu den Unterschieden erfahrt Ihr in unserer Übersicht zu den neuen S21-Modellen.

Design und Verarbeitung: Lilac Wine

Ein wenig habe ich schon über meine Einschätzung des Designs des Samsung Galaxy S21+ verraten! Ja, ich bin ein wenig in das Handy verliebt und sicher liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Aber da ich als Millennial andere Meinungen nicht zulasse, hier ein kurzes Plädoyer in vier Punkten:

Punkt 1: Einzigartiger Kamerabuckel

Samsung hat bei der Konzipierung aller neuen S21-Modelle einen Ansatz gefunden, den noch kein Smartphone-Hersteller gewagt hat. Denn der Kamerabuckel auf der Rückseite geht nahtlos in die (rückseitig betrachtet) obere linke Gehäuseecke über. Fürchtete ich im Voraus, dass das Handy an dieser Stelle zu dick wird, gefällt mir die neue Positionierung der Kamera gut. Nur kippeln tut’s!

NextPit Samsung Galaxy S21 Plus back
Tolle Farbwahl, Samsung! / © NextPit

Punkt 2: Farbwahl

Hätte Goethe seine Farbenlehre umgeschrieben, wenn er das S21+ mit seiner Mischung aus dem fliederfarbenen Glaselement und dem blassgoldenen Metall gesehen hätte? Vielleicht, denn irgendwie wirkt diese Farbkombination spannend und unaufgeregt zugleich. Die Farben sind nicht zu krass und folgen dem Pastell-Look, der aktuell auch in etlichen Dekoläden zu finden ist. Wären die Läden im Testzeitraum geöffnet gewesen, ich wäre glatt mit dem S21+ zu Depot gerannt und hätte mir ein wenig Pampasgras und rosig-goldene Dekokugeln gekauft. Ich bin hooked!

Punkt 3: Verarbeitung und Handschmeicheln

Diese Schönheit, die ich dem S21+ nachsage, hat sich nicht direkt in unserem Unboxing der S21-Serie manifestiert. Denn man muss das Plus-Modell anfassen und nutzen, um in seinen Bann gezogen zu werden. Die Materialwahl aus einer standardmäßig zum Schutz folierten Glasfront, der mattierten Rückseite, jeweils aus dem bruchfesten Gorilla Glas Victus, und den Metallelementen ringsherum ist ungemein wertig. 

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Dazu arbeitet der Vibrationsmotor schon fast auf iPhone-Niveau und Samsung integriert im Betriebssystem überall kleine Impulse, die man schnell nicht mehr missen will. Beispielsweise begleitet das Handy das Anschalten von Funktionen mit einer schwachen, langgezogenen Vibration, die in einem kurzen festen Vibrationspuls endet. Das ist cool und ein Detail, das viel zu häufig vergessen wird.

Punkt 4: Einfassung des Infinity-O-Displays

Mit dem nächsten Punkt meines Design-Plädoyers leite ich schon fast in den nächsten Punkt über. Denn das flache Infinity-O-Display ist einfach tadellos in das Design und in das Gehäuse eingesetzt. Die Bildschirmränder sind schwindend gering, das Gehäuse für ein 6,7-Zoll-Display schön klein und die Punch-Hole-Notch nimmt auch nicht viel vom Sichtfeld weg. Trotz des großen Displays ist das Handy nur knapp 162 x 76 x 8 Millimeter groß. Im Vergleich zum Design des iPhone 12 Pro Max, das ich vor dem Umstieg auf das S21+ nutzte, wirkt Samsungs Ansatz deutlich zeitgemäßer. Das liegt aber auch an einer bestimmten Eigenschaft des Displays.

Display: Einmal 120 Hz, immer 120 Hz

Denn Samsungs aktuellstes 6,7-Zoll-AMOLED-Display aktualisiert sich bis zu 120 Mal in der Sekunde. Diese berüchtigte “Bildwiederholrate von 120 Hertz” ist eine dieser Eigenschaften, die ich persönlich nach dem ersten Ausprobieren kaum mehr missen wollte. Es wurden gefühlt bereits ganze Doktorarbeiten über hohe Bildwiederholraten auf NextPit veröffentlicht, daher halte ich mich kurz:

Für mich und alle weiteren Personen, denen ich das S21+ in den letzten Tagen in die Hand gedrückt habe, wirkten das Durchscrollen von Listen sowie die Animationen im Betriebssystem mit 120 Hertz deutlich flüssiger. Da Samsung diese Technologie dabei in einem sehr guten AMOLED-Display einsetzt, wirkt die Darstellung der Bildschirminhalte sehr plastisch. Man verliert fast den Eindruck, dass man auf eine “unnatürliche”, sprich eine digital erzeugte, Anzeige schaut.

NextPit Samsung Galaxy S21 Plus front camera
Im S21+ steckt ein Weltklasse-Display, das toll ins Gehäuse passt. / © NextPit

Auch wenn das “Dynamic AMOLED 2X-Panel” im S21+ dem des Ultra-Modells ein wenig hinterherhinkt, installiert Samsung auch im Plus-Modell eines der besten Displays der aktuellen Smartphone-Welt. AMOLED-typisch geht der Kontrast gen Unendlich, dazu deckt Samsung den DCI-P3-Farbraum zu 100 Prozent ab. Mit einer maximalen Helligkeit von 1.300 Nits (im S21 Ultra sind es sogar 1.500) schafft es das Panel sogar, dass Euch kleine Benachrichtigungen auf dem sonst pechschwarzen Display blenden.

Lediglich die Auflösung, die beim S21 und beim S21 Plus lediglich Full-HD+, also 1.080 x 2.400 Pixel, beträgt, wirkt auf dem Papier nicht so beeindruckend. Das liegt vor allem daran, dass die Auflösung beim S20+ mit gleicher Displaygröße höher war. Da das S20+ im Test allerdings Probleme bei der Akkulaufzeit zeigte, ist die geringere Pixelanzahl vielleicht aber ein Gewinn. Schauen wir später, versprochen!

Performance: Exynos 2100 auf Hochtouren

Die Glanzleistung, 120 Bilder in der Sekunde anzuzeigen, ist jedoch nicht nur dem Display zuzuschreiben. Auch das SoC, also das “System-on-a-Chip” muss der Flut an Informationen Herr werden! Hier arbeitet im S21+ der im Januar ‘21 vorgestellte Exynos 2100, der die Lücke zum meist etwas leistungsstärkeren und vor allem effizienteren Snapdragon-SoCs schließen soll. In diesem Jahr muss sich der Exynos 2100 mit dem Snapdragon 888 messen, von dessen Qualitäten Samsung-Kunden in den USA profitieren.

Dass man in den USA bei Samsungs letzten Galaxy-Modellen einen überlegenen Prozessor bekommt, war in den letzten Jahren immer wieder ein Streitthema. Spannend also, wie sich der Exynos 2100 schlägt! 

Herz und Nieren des Exynos 2100

Schön zu sehen war Anfang des Jahres schon einmal, dass Samsung sich beim Exynos 2100 auch für eine Tri-Cluster-CPU-Architektur entschieden hat. Diese besteht aus einem Hochleistungs-Kern, dem Cortex X1 mit 2,9 Gigahertz, drei Cortex A78-Kernen mit 2,8 Gigahertz-Taktung und vier Cortex-A55-Kernen mit 2,2 Ghz. Kurz zusammengefasst: Ein Kern für brachiale Power, vier fürs Stromsparen und drei für die goldene Mitte.

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So ist der Exynos 2100 aufgebaut! / © Samsung

Dazu bietet das System eine Mali G78 MP144-GPU, eine moderne 5-Nanometer-Fertigung und ein integriertes 5G-Modem. Die Reaktionen auf die Vorstellung im Januar waren recht positiv und kurz vorher waren sogar Benchmark-Ergebnisse aufgetaucht, die dem Exynos-SoC eine höhere Leistung als dem Snapdragon 888 nachsagten. Wie schlägt sich der SoC also im Hardware-Test?

Für Nerds: Exynos 2100 im Benchmark

Starten wir mit Geekbench 5, einem Benchmark-Test, der die Prozessorleistung in Single-Core und Multi-Core aufteilt. Dank der Tri-Cluster-Architektur sollte der sehr hoch taktende Hochleistungsprozessor ein gutes Ergebnis liefern und das Zusammenspiel auch gut klappen. Zum Vergleich habe ich Euch andere Ergebnisse mit in die Tabelle geschrieben.

Geekbench 5: CPU-Benchmark

Drei Testdurchläufe (S21+), 10 Minuten Cool-Down-Zeit, Höchster Wert angeführt
Modell Galaxy S21+ Galaxy S21+ (SD 888, Quelle: Tomsguide) Lenovo Legion Phone Duel Apple iPhone 12 Pro (Max)
Single-Core 1.067 1.048 978 1.585

Multi-Core

3.225 3.302 3.350 3.669

Schön zu sehen ist, dass der Exynos 2100 dem Snapdragon 888, den die Tech-Seite Tomsguide ebenfalls einem Geekbench-Benchmark unterzogen hat, in Bezug auf die Leistung übertrifft. Das Lenovo Legion Phone Duel kann mit seinem Snapdragon 865+ nicht mithalten und das iPhone 12 Pro (Max) rennt dem S21+ davon. Da Apple seine eigenen Chips nutzt und seine Software durch das geschlossene Ökosystem sehr gut an die SoCs anpassen kann, ist das aber keine große Überraschung.

Spannender ist es da, und aus dem Grund habe ich das Legion Phone Duel von Lenovo mit in die Wertung aufgenommen, zu sehen, wie die Wärmeableitung im S21+ funktioniert. Hersteller von Gaming-Smartphones nutzen dabei aufwändige Kühlsysteme, die anfallende Wärme ableiten und über eine größere Gehäusefläche verteilen. Wie Ihr im Test des Lenovo Legion Phone Duel lesen könnt, ist leistungsintensives Mobile Gaming daher auch auf Dauer ohne Leistungseinbußen möglich. Aber wie schaut das beim S21+ aus?

galaxy s21 heat
Die Hitzeverteilung beim Lenovo Legion Duel, dem S21+ und dem S21 Ultra. / © NextPit

Das S21+ wird auffällig warm, was sich auch an der Gehäusetemperatur bemerkbar macht. Samsung wertet das Handy schon fast durch einen Taschenwärmer-Modus auf, der im inneren aber natürlich für einen Leistungsabfall sorgt. Während die Bildrate (Mittlere Bildzeile) im 3D Mark Wild Life Stress Test beim Lenovo Legion Duel auf einem konstanten Niveau bleibt, erlebt man beim S21+ als auch beim S21 Ultra einen Abfall der FPS. Der Grund: Um eine Überhitzung zu vermeiden, muss Samsung die Leistung des Exynos 2100 zügeln.

Fairerweise muss ich aber ergänzen, dass es sich beim S21+ und beim S21 Ultra eben nicht um Gaming-Smartphones handelt. Die Geräte sind zumeist schlanker, leichter und kommen nicht mit zusätzlichen Lüftern als Zubehör im Lieferumfang. Daher sind die Werte interessant, aber nicht ganz so essenziell für die meisten potenziellen Kunden.

Wer aber wie Kollege Antoine ein leidenschaftlicher Mobile-Gamer ist, der wird beim S21+ einen Leistungsabfall und vor allem warme Hände bekommen.

Um nicht auch den letzten Leser abzuschrecken, kommen wir nun zurück zur Praxis. Seid Ihr an weiteren Benchmarks zum S21+ interessiert, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Für meine und Eure Mamas: So performt das S21+ im Alltag

Denn für meinen Test habe ich das S21+ für sechs Tage als “Daily Driver” eingesetzt, also meine eigene SIM-Karte eingelegt und auch mein Google-Konto auf das Handy übertragen. Aus persönlicher Vorliebe habe ich die Animationen des Betriebssystems in den Entwicklereinstellungen auf doppelte Geschwindigkeit gestellt, da Smartphones so meiner Meinung nach noch einen kleinen Geschwindigkeits-Boost bekommen.

Meine eigene Smartphone-Nutzung würde ich als sehr “zweckmäßig” betrachten. Ich telefoniere, nutze mein Handy für Instagram, Spotify, WhatsApp, YouTube und gestehe ein reges Desinteresse an Mobile Games. Natürlich habe ich meinen Test aber hübsche Spiele wie Call of Duty: Mobile und PUGB Mobile installiert und versucht, die Hardware mit Videoschnitt und Multitasking ein wenig an die Grenze zu bringen.

NextPit Samsung Galaxy S21 Plus usb
Multitasking, Home-Screen, Zurück - das alles geht auch auf dem S21 Plus!! / © NextPit

Bei meinen Gewohnheiten bietet das S21+ deutliche Leistungsreserven, die ich und meine “fellow average-users” womöglich auch in den nächsten Jahre nicht ausreizen werden. Der typische Überschuss an Leistung eben, den man aktuellen Flaggschiffen entweder zugute halten oder sie dafür kritisieren kann. Der Überschuss reicht allerdings nur solange, bis Ihr auf die wahnsinnige Idee kommt, 8K-Videos mit einem Smartphone zu schneiden.

Denn hier stockte das Galaxy S21+ dann doch und die Framerate der Videovorschau liegt noch einmal deutlich unter den 24 Bildern pro Sekunde, die das Smartphone in 8K aufnehmen kann. Diese Ruckler sind meiner Meinung nach aber kein Indikator dafür, dass der Exynos 2100 zu wenig Leistung besitzt. Eher zeigt dieser Umstand noch einmal, dass sich Handyhersteller mit ihrem gegenseitigen Feature-Battle lächerlich machen. Neben noch recht sinnvollen Feature wie der 8K-Video-Snap sind Videoaufnahmen in 8K aktuell einfach nicht wirklich alltagstauglich. Die Dateien sind zu groß, sie können kaum nativ angezeigt werden und der Videoschnitt bringt sogar High-End-Schnittrechner an die Grenzen. 

Eher störten mich im Alltag gelegentliche Ruckler im Betriebssystem, deren Ursprung ich aber nicht genau nachvollziehen konnte. Sie traten recht zufällig auf, beispielsweise beim schnellen Wechsel von Space-Zoom zur Weitwinkelkamera. 

Software: Updates für die drei nächsten Androids

Mit One UI 3.1 legt Samsung die neueste Variante seines Android-Overlays über das Grundgerüst, das sich Galaxy S21+ nennt. In der Version 3.1 basiert One UI auf Android 11 und am 27. Januar kam auch tatsächlich schon das Sicherheits-Updates für den Januar. Bezüglich der Updates sichern sich Kunden in den USA einen weiteren Vorteil, da Qualcomm Ende letzten Jahres eine Partnerschaft mit Google eingegangen ist, die das Project Treble auf dem Snapdragon 888 weiterführt.

Samsungs Auskunft über zukünftige Android-Updates ist leider sehr vage. So heißt es, dass die Dauer der verfügbaren Updates bei einem Smartphone von zu vielen Faktoren abhänge, als dass man genaue Informationen preisgeben könne. Im August 2020 teilte das Unternehmen jedoch mit, dass Flaggschiff-Geräte künftig mit drei nachfolgenden Android-Generationen versorgt werden sollen. Für das Galaxy S21 wären dies also Android 12, Android 13 und Android 14, falls Google die Namensgebung seines Betriebssystems nicht ändert.

NextPit Samsung Galaxy S21 Plus screen front
OneUI 3.1 sieht richtig schön aus, wenn man es ein wenig anpasst. / © NextPit

Somit sichert Samsung seinen Kunden dieselben Android-Updates zu, wie Google selbst bei seinen Pixel Geräten. Wie Ihr der verlinkten Seite entnehmen könnt, wird das 2020 erschienene Pixel 3 das letzte Versionsupdate im Jahr 2023 erhalten und folglich auch drei neue Android-Versionen bekommen. Hinzu kommt bei Samsung zudem, dass das Unternehmen die Sicherheit der eigenen Smartphones nach Ablauf der Bereitstellung von Sicherheitsupdates über Knox sichert. Das Samsung Galaxy S21 ist insgesamt also sehr zukunftssicher, wenn es um Software-Updates geht.

Das ist besonders erfreulich, da Samsung bei One UI 3.1 sehr gute Arbeit geleistet hat. Wir arbeiten aktuell an einem ausführlichen Testbericht zum Betriebssystem des S21-Lineups, kurz zusammengefasst ist One UI 3.1 aber sehr hübsch, in den meisten Fällen flüssig und bietet einen sehr hohen Funktions- und Konfigurationsumfang. Zusammen mit dem Dex-Modus und der nahtlosen Einbindung eigener Wearables wie der Galaxy Watch, Fitness-Trackern wie dem Galaxy Fit 2 oder der Galaxy Buds Pro ergibt sich eine schöne und fähige Schaltzentrale für treue Samsung-Kunden.

Audio: Starke Dual-Speaker

Während gute True-Wireless-Kopfhörer wie die Soundcore Liberty Air 2 Pro immer günstiger werden, gibt es immer weniger Gründe, die internen Lautsprecher in Smartphones für Filme und zum Musikhören zu nutzen. Das Galaxy S21+ bietet dennoch kraftvolle Stereo-Lautsprecher, von denen der untere durch den Metallrahmen nach unten und der obere durch die Ohrmuschel in Richtung Eurer Ohren strahlt .

Die Lautstärke ist für Notsituationen, in denen wirklich kein besserer Lautsprecher in Reichweite ist, ausreichend und auch für den Schulhof sollte es reichen! Glänzen können die Speaker aber vor allem, wenn Ihr über sie telefoniert. Dabei behalten Gesprächspartner einen hellen und klaren Klang. Hier enttäuschen viele günstige Smartphones besonders.

Ohnehin macht Samsung viel richtig, wenn es um die Urfunktion unser aller Smartphones geht. Gesprächspartner haben mich regelmäßig für meine gute Gesprächsqualität gelobt, was natürlich nur zum Teil an meiner kräftigen und sehr männlichen Stimme liegt. Scherz beiseite, ich konnte im Gegenzug auch die kräftigen und männlichen Stimmen meiner Gesprächspartner gut hören. Wer gern telefoniert, kann zuschlagen!

Gleich haben wir das für viele Leser eher uninteressante Audio-Feature hinter uns, aber ein großes Lob muss ich Samsung noch aussprechen. Denn One UI 3.1 ist nicht nur kompatibel zu Dolby Atmos, es gibt auch einen ins Grundgerüst des Betriebssystems integrierten Band-Equalizer, eine Anpassung des Klangs an Euer Alter sowie clevere Audio-Features wie den Audio-Zoom bei Brennweitenänderung während Videoaufnahmen.

Besonderheiten: Fingersensor auf Speed

Wo wir schon bei Besonderheiten sind, geht’s nun kurz um den Fingerabdrucksensor und um ein Versäumnis, das sich Samsung für das Ultra-Modell aufgespart hat. Geht auch schnell, versprochen: 

Positiv: Ich habe selten einen derart zuverlässigen und schnellen Fingerabdrucksensor unter dem Display gesehen, wie beim S21+. Zwar konnte ich von Samsungs versprochener, größerer Auflagefläche im Alltag nicht viel merken und musste meinen Finger recht genau auf dem angezeigten Symbol positionieren, war er in der richtigen Position, dauerte die Entsperrung nichtmal einen Wimpernschlag.

Endlich habe ich das Gefühl, dass ins Display integrierte Fingerabdrucksensoren dem geliebten rückseitigen Sensor auf meinem Pixel 3 XL nicht mehr hinterherhinken. Ziehen wir noch einmal den Vergleich zum neusten Apple-Flaggschiff, hat Samsung hier in Zeiten von Corona-Masken einen echten Vorteil. Denn zusammen mit der sehr guten Gesichtserkennung, die Samsung seiner Frontkamera spendiert und der “Anheben zum Aufwachen”-Funktion holt Ihr Euch zum Fingerabdrucksensor einfach noch Face-ID zum Fingersensor hinzu und entsperrt das Handy in allen Situationen sicher und schnell.

Schön ist auch, dass Samsung mit den Smart-Tags und den neuen Galaxy Buds Pro immer mehr Verwendung für den Ultrabreitbandsensor im Plus- und Ultramodell findet. Hinzu kommt demnächst noch die Möglichkeit, die Samsung-Smartphones als (Auto)Schlüssel zu verwenden.

Negativ: Der S-Pen, der für viele Kunden endlich Einzug in die Galaxy S-Serie findet, wird vom S21 und vom S21 Plus nicht unterstützt. Der erhoffte günstige Einstieg in ein Stylus-kompatibles Samsung-Handy fällt somit aus. Blöd!

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Der neue S-Pen bleibt leider dem Ultra-Modell vorbehalten! / © Samsung

Dem ganzen S21-Lineup fehlt zudem der Micro-SD-Slot im SIM-Karten-Schlitten! Das ist ärgerlich, war dieser im Vorgängermodell noch vorhanden und sind die Speichervarianten beim S21 und beim S21+ doch auf 256 Gigabyte begrenzt. Nehmt Ihr viele Videos auf und schlagt dann mit 8K-Videodateien voll zu, quillt der Speicher schnell über. Ein fünfsekündiges Video bei Tag war im Test 50 Megabyte groß. Eine Minute somit schon 600 Megabyte. Eine Stunde bringt dann schon 36 Gigabyte auf die Waage. 

Kamera: Telekamera streng genommen mit 1,1-fach-Zoom

Puh, was hab ich mich jetzt schon über das Galaxy S21+ ausgelassen. Und jetzt kommt auch noch der Kamerateil, der mir als Hobby-Fotograf doch so am Herzen liegt. Ganz grundlegend finde ich, dass Samsung sich vor allem mit einigen Software-Features von anderen Handyherstellern abheben kann. Und in einer kongenialen Voraussicht, habe ich Euch einen ausführlichen Artikeln zu den Kamera-Funktionen des Galaxy S21-Lineups schon vor einigen Tagen präsentiert. Oder Ihr schaut einfach das Video:

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Aus diesem Grund geht es hier um nackte Tatsachen, doch keine Sorge, Euch erwarten gleich keine Aktfotos eines zu selbstbewussten Tech-Redakteurs. Stattdessen stelle ich Euch die Fotoqualität des S21 anhand von einigen Bildern vor, die meiner Meinung nach Glanzmomente und Schattenseiten der Triple-Kamera gut zeigen. Damit Ihr die Bilder gut einschätzen könnt, hier kurz die Eckdaten der Triple-Kamera samt Frontkamera:

Die Kameras im Galaxy S21

Das sind die vier Kameras im Detail!
Kamera Megapixel Blende Brennweite Sensorgröße Pixelgröße
Hauptkamera 12 f/1.8 26 1/1,76" 1,8µm
Telekamera 64 f/2.0 29 1/1,72" 0,8µm
Ultraweitwinkelkamera 12 f/2.2 120° (FOV) 1/2.55" 1.4µm
Selfie-Kamera 10 f/2.2 26 1/3.24" 1.22µm

Ausgehend von diesem Datenblatt habe ich keine großen Sprünge vom Vorgängermodell erwartet. Ohnehin hat sich Samsung Top-Features wie einen Laser-Autofokus, den 108-Megapixel-Sensor mit Nona-Binning-Technologie und den optischen 3-fach und 10-fach-Zoom für das Ultra-Modell aufgehoben. Erkennt Ihr hier auch einen Trend?

Bilder bei Tag, mit und ohne Zoom

Tagsüber arbeiten Kameras natürlich nahezu unter Optimalbedingungen, denn wo Licht ist, da gibt es meist auch gute Fotos. Schaut Ihr Euch die Tag-Aufnahmen des Galaxy S21+ auf dem AMOLED-Display oder auch nachher am Computer an und lasst dabei die Finger vom Zoom, seht Ihr knackscharfe Aufnahmen mit schönen Farben. Hier habe ich Euch ein schönes Beispiel herausgesucht.

Samsung Galaxy s21 plus Beispielbild nextpit
Fast schon zu satte Farben, aber eine gute Belichtung und ein hoher Detailgrad. / © NextPit

Schraubt Ihr nun am Brennweitenregler, verändert sich vor allem der Bildausschnitt. Das ist nicht nur ein blöder Spruch, sondern ein Lob an das Galaxy S21+! Denn oftmals lassen sich schon ohne weitere Vergrößerungen Unterschiede in der Belichtung oder im Weißabgleich zwischen der Haupt-, der Ultraweitwinkel- und der Telekamera erkennen. Solche Unschönheiten konnte ich nicht feststellen, stattdessen ergibt sich zusammen mit dem Space-Zoom ein gewohnt wahnsinniger Brennweitenbereich.

Samsung Galaxy S21 Plus Brennweiten NextPit
Zoom, Zoom, Zoom, Zoom – I want you in my room! / © NextPit

Dass der Space-Zoom nur ein Gimmick ist, darauf können wir uns sicher einigen. Davon abgesehen war ich von der Schärfe der Telekamera sowie von den Rändern der Ultraweitwinkelkamera keineswegs beeindruckt. Zwar korrigiert Samsung die Linien im Weitwinkel gut nach, die letzten paar Hundert Pixel werden dann aber doch zu breiig.

Weitwinkel Raender
Die Ränder fransen im Ultraweitwinkel zu stark aus. / © NextPit

Die Telekamera im S21+ ist zudem ein kleiner Schurke. Denn unter der ganzen Lobhudelei über die 3- und 10-fach Kamera im S21 Ultra ist irgendwie untergegangen, dass die 3-fach-Kamera in den anderen Modellen gar keine Brennweite von knapp 70 Millimetern besitzt. Stattdessen sind es 29 Millimeter, also ganze 3 Millimeter mehr als in der Standard-Kamera. Den Rest macht Samsung als Hybrid-Zoom durch den mit 64 Megapixeln hochauflösenderen Sensor wett. Das ist natürlich clever, sorgt am Ende aber nicht wirklich für tolle Telebilder. Eine einzelne 64-MP-Hauptkamera hätte zudem auch gereicht. 

Telekamera Crop
Den Bildern der Telekamera sieht man die digitale Vergrößerung bei genauem hinsehen an. (Bildausschnitt) / © NextPit

Bei der Telekamera sind es somit vor allem die Details, die ich vermisse. Zwar muss Samsung die Empfindlichkeit der einzelnen Pixel (ISO!) aufgrund der kleineren Blende ein wenig hochschrauben, die Rauschunterdrückung der Samsung-Software lässt dann aber alles zu sehr wie mit Filzstift gemalt aussehen.

Wer nicht so gerne meckert wie ich, wird sich über den Zoom dennoch freuen! Eine kurze Anmerkung habe ich dann aber doch noch.

Mondfoto Samsung Galaxy S21
Space-Zoom plötzlich knackscharf? Was ist hier denn los? / © NextPit

Denn ja, dieses Bild ist auch mit dem S21 Plus entstanden. Dabei habe ich den Space-Zoom genutzt und war erst erstaunt, wie gut dieses Mondfoto doch geworden ist. Es schien, als würde der Erdtrabant schärfere Details bieten, als der oben gezeigte Berliner Fernsehturm. Ich kann es nicht ganz beweisen, doch ich vermute, dass Samsung hier mit ein wenig künstlicher Intelligenz und Hochglanzbildern nachhilft, die das Unternehmen über das verschwommene Bild der Kamera legt. Für selbiges stand Huawei vor einigen Jahren am Pranger und das Bild des S21+ sieht genauso eiförmig aus! Naja, cool ist es auf jeden Fall, so ein Bild aus einem Smartphone zu bekommen ...

Bilder bei Nacht mit ISO-Reihe

Nachtfotografie ist bei Smartphones seit einigen Jahren ein Thema und irgendwie hinkt Samsung im Vergleich zu Huawei, Google und Apple immer noch ein wenig hinterher. Zwar erwartet Euch beim Galaxy S21+ durchaus der gewünschte Nachtsichtkamera-Effekt und alles ist auf dem Display plötzlich heller, als in echt – die Details sind aber auch hier matschiger als ich vor knapp 24 Jahren im Sandkasten nach einem Regenschauer.

Crop Night Mode Detail
Sieht aus wie gemalt: Die Details im Nachtmodus. / © NextPit

Samsung lässt Euch die ISO-Empfindlichkeit im Profi-Modus selbst bestimmen und so lässt sich doch super herausfinden, wie das Rauschverhalten des Sensors wirklich ist. Nachfolgend habe ich das gleiche Bild mit verschiedenen Einstellungen aufgenommen.

Samsung Galaxy S21 ISO Reihe NextPit
ISO 100 bis ISO 3200 - Crop jeweils circa 100%. / © NextPit

Die ISO-Performance bei einem Smartphone zu untersuchen, ist aber zugegeben nicht ganz fair. Denn dabei nimmt man dem Kamera die Möglichkeit, mehrere Aufnahmen zu "stacken" und somit das Rauschverhalten bei einem höheren Detailgrad niedrig zu halten. Trotzdem bin ich überrascht, dass die Bilder bei ISO 800 noch recht brauchbar bleiben. Die Rauschunterdrückung findet einen guten Mittelweg zwischen dem Erlauben von Bildfehlern und dem Vermatschen von Details. Bei ISO 3200 ist dann aber alles verloren.

Selfies & Porträts

Kommen wir erst einmal zu etwas viel Wichtigerem! Und zwar mir … Natürlich habe ich auch Selfies mit dem Galaxy S21+ aufgenommen und hier überraschte mich die Qualität des Porträtmodus dann doch. Schaut Euch diese Details und die schöne Unscharf-Zeichnung des Hintergrundes an.

Portraet Vergroessert
Die Details im Bart und die Unscharfzeichnung gefallen mir richtig gut! / © NextPit

Der Porträtmodus gefällt mir auch ohne meinem eigenen Gesicht auf den Bildern sehr gut. Denn Samsung errechnet einen angenehmen Schärfeverlauf, der gleichmäßig unschärfer wird. Allerdings darf man auf dem folgenden Foto die weggelöschten Gitterstäbe auch nicht außer Acht lassen.

Hauswand Portraet Galaxy S21 Plus
Zwar werden die Gitterstäbe unscharf gezeichnet, der Verlauf von scharf zu unscharf sieht dennoch klasse aus! / © NextPit

Die Selfie-Kamera weist eine sehr starke Mosaikbildung auf, sobald man sich ein Foto mal ein wenig genauer anschaut. Das ist wieder ein Ergebnis zu kleiner Pixel auf zu kleinen Sensoren und natürlich schade, wenn man so selbstverliebt ist, wie ich.

Selfie Kamera nah
Die Details gehen bei der Selfie-Kamera leider zu stark verloren. / © NextPit

10-Bit-RAW für die, die’s brauchen

Ein aktueller Trend, den wir im Jahr 2021 sicher noch in vielen Smartphones sehen: Nach Apple hat Samsung nun auch 10-Bit-RAW in seine Smartphones gepackt und bedient somit ein Angebot, zu dem es wohl eher kaum eine Nachfrage gibt. Ich habe mir die RAW-Dateien einmal angesehen und hatte nicht wirklich den Eindruck, dass sich hier viel mehr Details verstecken, als in den JPEG- oder HEIF-Dateien, die der ISP des Exynos 2100 ausspuckt.

RAW vs Entwickelt Galaxy S21 Plus
Links das unbearbeitete RAW, rechts seht Ihr, was ich aus der Rohdatei rausholen konnte. / © NextPit

Wer mit RAW-Dateien herumprobieren will, der wird sich über das Feature sicher freuen. Für mich ist Handyfotografie aber viel zu pragmatisch und “für den Moment”, als dass ich RAW-Aufnahmen anschließend noch in Lightroom bearbeiten möchte. Das mache ich bei meiner DSLM durchaus, da ich das Gefühl habe, hier mehr über die Ästhetik meiner Bilder entscheiden zu können.

Zwischenfazit: Kamera

Insgesamt liefert Samsung im Galaxy S21+ eine gute Smartphone-Kamera, die aber wohl absichtlich hinter dem S21 Ultra und wohl eher unabsichtlich hinter Smartphones wie dem Mate 40 Pro(+), dem Huawei P40(+) und auch hinter dem iPhone 12 Pro Max zurückliegt. Gerade das Wechseln der Brennweiten und die spaßigen Kamera-Features sind klasse und könnten die Frequenz von Aufnahmen im Freundeskreis noch einmal anheben. Was wäre ein besseres Lob an eine Smartphone-Kamera, die genau dafür gedacht ist?

Akku: 100 auf 0 in 24 Stunden

Samsung setzt im Galaxy S21+ einen Akku mit 4.800 Milliamperestunden ein und das ist bei einem Display mit 120 Hertz auch bitter nötig. Denn trotz des recht großen Akkus ist das Galaxy S21+ noch lange kein Dauerläufer. In meiner Testwoche habe ich es durchaus geschafft, den Akku innerhalb eines Tages in die Knie zu zwingen. Für einen Restakku von 4 Prozent sorgten dabei:

  • 7 Uhr von der Steckdosen genommen
  • 1 Stunde Lauf-Tracking mit aktivem GPS
  • knapp 3 Stunden Telefonate
  • knapp 3 Stunden Musik- / Podcasthören per Bluetooth
  • 30 Minuten Herumspielen von Kamera-Features
  • knapp 1 Stunde YouTube
  • 437 Notifications bekommen

Da viele Leser die lapidaren Infos zur Akkulaufzeit in unseren Testberichten kritisieren, habe ich zusätzlich zu meinen offenbar wertlosen Erfahrungen im Alltag eine Benchmark-App installiert. Dabei möchte ich wiederholen, dass diese Tests nicht wirklich etwas über die Akkulaufzeit eines Handys aussagen.

Denn der Akku-Benchmark "Battery Benchmark Test" attestiert dem S21+ eine Laufzeit von 2,8 Stunden bei dauerhaftem Browsen. Hierzu simuliert der Test eine Browsing-Session mit ladenden Webseiten, wartet bis 5 Prozent weniger Saft im Akku sind und rechnet diesen Wert hoch. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Ihr mit dem Handy nur knapp 3 Stunden am Tag surfen könnt. Ein realistischer Nutzer würde auf einer Seite verharren, zwischendurch zu WhatsApp wechseln, die Helligkeit ändern, das Handy zwischendrin weg legen ...

Ihr versteht, was ich meine. Ich habe das Handy selbst genutzt und finde die Akkulaufzeit befriedigend. Es ist ein bisschen ärgerlich, bei einem brandneuen Smartphone zu erleben, dass man Abends mit unter 10 Prozent Akkuleistung zum Ladegerät hastet. Doch das sind die Kompromisse, die man mit einem 120-Hertz-Display eben eingehen muss. Wer einmal mehr Akkuleistung braucht, kommt mit fixen 60 Hertz und Samsungs Energiesparmodus auch durch die Nacht und bis zum nächsten Mittag.

Eure Fragen zum Galaxy S21+ beantwortet

Im Rahmen meines Unboxing zu den Galaxy S21-Modellen habe ich Euch dazu aufgerufen, Fragen zum Gerät zu äußern. Natürlich habe ich diese nicht vergessen und gehe nun endlich darauf ein.

Pit123: "Hat Android 11 noch immer WLAN-Probleme?"

Probleme mit der Verbindung zu meinem Heimnetzwerk konnte ich keine feststellen. Dabei nutze ich eine Fritz!Box 7590, die sowohl im 2,4Ghz-, als auch im 5Ghz-Netz funkt. Hier brauchst Du Dir meiner Erfahrung nach keine Sorgen zu machen!

Torsten: "Mich würde interessieren, wie gut der Fingerabdrucksensor arbeitet und ob man Gesten einschalten kann!"

Der neue Fingerabdrucksensor macht einen sehr guten Job, darauf bin ich weiter oben schon eingegangen. Zu Fehleingaben kam es bei ungefähr einer von zehn Entsperrungen, besonders begeisterte mich im Test aber die Geschwindigkeit. Die nervigen System-Buttons habe ich ebenfalls direkt deaktiviert und die schicken Gesten in Android 11 genutzt. Das funktioniert!

Thorsten G. "Warum seid Ihr eigentlich bei Allem immer so hinten dran?"

Wir sind halt sehr faul! ... Nur ein Scherz, die Geräte kamen erst am 22. Januar bei uns in der Redaktion an. Das lag womöglich an Lieferproblemen bei Samsung oder durch Corona. Ein befreundeter Tech-Redakteur wartete eine Woche später noch auf die Modelle. Sorry!

Dirk Weise: "Wie lauten die unterstützten Audio-Codecs?"

In den Entwicklereinstellungen ist standardmäßig SBC aktiviert. Man kann aber auch AAC, aptX, LDAC und Samsungs eigenen Scalable Codec (mehr Infos per Klick) auswählen, sofern das verwendete Bluetooth-Gerät es unterstützt. Im XDA-Developer-Forum gab es diesbezüglich einen Aufschrei, da Samsung nach wie vor keinen Support für aptX HD und aptX Adaptive bereitstellt. Dort kannst Du Dich weiter über die Bluetooth-Codecs im S21 informieren.

nibenny: "... Nur das Laden ist bescheiden"

Stimmt – zumindest im Vergleich zu anderen Herstellern. Auch wenn Du ein 45-Watt-Ladegerät von Huawei anschließt, schafft es das S21+ nur auf 25 Watt. Das haut inzwischen keinen mehr von den Socken.

Fazit: So hätte das S20(+) sein müssen

Habt Ihr den kompletten Testbericht gelesen, werdet Ihr meine positive Einstellung gegenüber dem S21+ sicher herausgelesen haben. Trägt man blickdichte Scheuklappen, ist das Handy modern, schön, schnell, schön schnell, verfügt über viel Leistung und ein sinnvolles Areal an Kameras, wenn man den 3-fach-Zoom, der sich optisch als 1,1-fach-Zoom entpuppt, außer Acht lässt. Kritikpunkte gibt es bei dieser singulären Betrachtung kaum, manche Magazine kreiden dem Galaxy S21-Lineup sogar zu viele Features an.

Das ist aus meiner Sicht vollkommener Unsinn! Im Gegenteil, gerade mit Blick auf das Galaxy S20 aus dem Vorjahr gibt es schlichtweg zu wenig Neuerungen. Als ich Euch die 5 Neuerungen der S21-Geräte vorgestellt habe, war der erste deutliche Punkt das Design und das kann doch nicht alles sein. Die S20-Modelle, denen als Appendix noch 5G-Modelle und das S20 FE angefügt wurden, wirken mit dem S21 nun endgültig wie ein sehr unnötiger Zwischenschritt.

Trotz der 4 Sterne, die ich dem S21 Plus in der Bewertung gebe, bekommt man in Wahrheit mit dem S21 ein Jahr zu spät das Handy, was das S20 hätte sein sollen. Die coolsten Innovationen stecken nämlich noch immer im S21 Ultra. Auch wenn ich das S21+ im Vergleich zum S20+ viel besser finde, würde ich keinem Besitzer des Vorgängers zum Kauf raten. Dafür gibt es zu wenig Neues und den Micro-SD-Schacht sowie einige Pixel im Display gibt man auch noch auf. Tristesse, die aber doch sehr schön ist.

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