Pros des Samsung Galaxy Watch 6

  • Gute Integration ins Samsung-Ökosystem
  • Tolles Display mit Always-on-Funktion
  • Zuverlässiges Auto-Tracking
  • Hoher Tragekomfort

Contras des Samsung Galaxy Watch 6

  • Sehr wenig Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger
  • Akkulaufzeit im Alltag unter 40 Stunden
  • Nicht mit iPhones kompatibel und …
  • … einige Features sind Samsung-exklusiv

Kurzfazit und Kaufen

Die Galaxy Watch 6 macht wenig neu, dafür aber viel altbewährtes gut. Wer ein der letzten beiden Vorgängerversionen besitzt, der braucht aber nicht wirklich auf die neue Smartwatch upgraden. Sucht Ihr aktuell nach einer der besten Samsung-Smartwatches und nehmt den Aufpreis in Kauf, könnt Ihr aber getrost zuschlagen. Ein größeres Display, etwas stärkere Hardware und ein Schnellwechselsystem für Armbänder sind im Alltag dann doch „nice to have“.

Die Galaxy Watch 6 gibt es in vielen Varianten, die ich Euch noch kurz in einer Tabelle präsentiere. Über die Links gelangt Ihr bei Interesse direkt zu Amazon.

Galaxy Watch 6 Modelle

Modell Preis Zum Angebot*
Galaxy Watch 6 40 mm BT 319,00 €

Jetzt kaufen

Galaxy Watch 6 40 mm BT + LTE 369,00 €

Jetzt kaufen

Galaxy Watch 6 44 mm BT 349,00 €

Jetzt kaufen

Galaxy Watch 6 44 mm BT + LTE 409,00 €

Jetzt kaufen

Design und Display

Die letzte Samsung-Smartwatch, die mein Handgelenk zierte, war die Galaxy Watch 4 (zum Test). Und obwohl seither zwei Jahre vergangen sind, hat sich bei der Galaxy Watch kaum etwas verändert. Samsungs Smartwatch verfügt jetzt über ein etwas größeres Display und über einen Schnellwechsel-Mechanismus für Armbänder. Was lange wärt, bleibt in diesem Falle aber auch ziemlich gut.

Gefällt:

  • Helles und scharfes Display
  • Hübsches, unauffälliges Design
  • Armbänder lassen sich einfacher auswechseln

Gefällt nicht:

  • Digitale Lünette reicht nicht an „echte“ Variante heran
  • Insgesamt eher langweiliges Upgrade

Samsungs Smartwatches sind schlicht, hochwertig und fallen seit der Abschaffung der Active-Modelle vor allem durch eine gewisse Innovationsarmut auf. Das Standard-Modell verfügt bei gleicher Gehäusegröße über größere Displays. Möglich wird das durch schmalere Displayränder rund um den runden Bildschirm. Das von uns getestete 44-mm-Modell bietet eine Anzeige mit stattlichen 1,5 Zoll. Dank einer höheren Auflösung von 480 x 480 Pixel kann Samsung die hohe Pixeldichte beibehalten.

Samsung Galaxy Watch 6 Display
Für unseren Test schickte Samsung uns die 44-mm-Variante. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Samsungs Super-AMOLED-Technologe ist mit ihren 16 Millionen Farben zudem knallbunt und kann fast so hell leuchten wie die Taschenlampe in der Garmin Fenix 7 Pro (zum Test). Die maximale Helligkeit von 2.000 nits reicht dabei sogar an Apples Watch Ultra der ersten Generation (zum Test) heran. Samsung kann gute Displays bauen und macht hier keine Ausnahme.

Bewegt Ihr Euren Finger rund um die Anzeige herum, aktiviert Ihr die digitale Lünette. Anders als im Classic-Modell bewegt Ihr dabei kein Bauteil, sondern bewegt Euch virtuell durch die Menüstrukturen. Das klingt fummelig, ist dank präzisem Vibrations-Feedback aber durchaus angenehm. Habt Ihr dicke Hornhaut vom E-Bass-Spielen oder müsst die Watch mal mit Handschuhen bedienen, könnt Ihr zudem einen Modus für ein empfindlicheres Display aktivieren.

Knöpfe Samsung Galaxy Watch 6
Die Knöpfe sind standardmäßig rechts – Ihr könnt die Uhr aber auch umgedreht nutzen. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Eine weitere „Innovation“, die Samsung in die neue alte Smartwatch integriert hat: Armbänder lassen sich nun über einen einfachen Knopfdruck austauschen. Dabei ziehen sich zwei Stifte in das Armband zurück und mit ein wenig Übung geht das binnen weniger Sekunden. Nutzt Ihr Eure Smartwatch also mit mehreren Armbändern, habt Ihr hier einen Vorteil im Vergleich zur Vorgängerin.

Das war’s dann aber auch. Samsung führt in der Galaxy Watch 6 viel fort, was man vor drei Generationen eingeführt hat. Das finde ich als Technikjournalist langweilig, allerdings bleibt dabei auch sehr viel Gutes unangetastet – und das ist letztendlich super für die Nutzer.

Smartwatch-Funktionen

Samsung knüpft seine Smartwatch fest an das Android-Betriebssystem. Auch hier schauen wir zurück ins Jahr 2021, als Samsung eine angepasste Version von Googles WearOS auf seine Smartwatches einführte. Das eher umständliche TizenOS wurde zu Recht beerdigt und so finden wir ein sehr schönes Zusammenspiel zwischen Smartphone und Smartwatch. iPhone-Nutzer*innen gehen allerdings auch dieses Jahr leer aus.

Gefällt:

  • Tolle Integration der Smartwatch ins Betriebssystem
  • Hoher Funktionsumfang mit Benachrichtigungen, Navigation, App-Store und mehr

Gefällt nicht:

  • Nicht mit iPhones nutzbar
  • Zugewinn an Leistung nicht wirklich spürbar

Auch im Jahr 2023 profitieren wir bei Samsungs Galaxy-Watch-Serie vom Umstieg auf WearOS. Installiert Ihr etwa auf Eurem Handy eine neue App, die es auch für die Smartwatch gibt, wird diese dort automatisch mit installiert. Gleichzeitig lassen sich etliche Einstellungen der Smartwatch auf dem Handy treffen. Außerdem gibt Euch die Galaxy Watch 6 immer mal wieder die Option, Funktionen bequem am Handy zu öffnen.

Samsung Galaxy Watch 6 App
Über Euer Smartphone könnt Ihr viele Funktionen der Watch steuern. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Eine derart nahtlose Integration, die im Test zusammen mit dem Galaxy Z Flip 5 (zum Test) auch wirklich verzögerungsfrei funktionierte, wünscht man sich bei jedem Wearable. Allerdings geht das auch noch immer auf Kosten der Kompatibilität, denn WearOS ist nach wie vor nicht mit iPhones nutzbar. Sucht Ihr eine Smartwatch für Apple-Geräte, empfiehlt sich aber ohnehin eine Apple Watch.

Samsung Galaxy Watch 6 Fernsteuerung
Praktisch: Ihr könnt die Kamera Eures Samsung-Handys fernsteuern. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Samsung hat die Hardware der Galaxy Watch 6 verbessert. Die Prozessorgeneration wurde dabei vom Exynos W920 auf den Exynos W930 aktualisiert. Hinzu kommt mehr Arbeitsspeicher – 2 GB statt ehemaligen 1,5 GB. Im Test war von einem hohen Leistungsniveau wenig zu spüren. So kam es immer mal wieder vor, dass die Uhr ein wenig ruckelte. Das trat vor allem in den ersten Stunden nach dem Einrichten der Smartwatch auf.

Wenn’s dann aber läuft, dann ist die Galaxy Watch 6 erfreulich funktional. Ihr könnt auf Benachrichtigungen antworten, Euch über Google Maps von A nach B navigieren lassen, eine Musiksteuerung nutzen und sogar Offline-Musik über etwa Spotify per Bluetooth an Kopfhörer schicken. Auch die Konfiguration einer eSIM für mobilen Datenempfang erlaubt Samsung bei ausgewählten Modellen.

Zusammen mit einem soliden App-Store, über den Ihr den Funktionsumfang der Smartwatch erweitern könnt, bleiben nur wenig Smartwatch-Wünsche übrig. Schauen wir mal, ob sich dasselbe auch über die Fitness-Funktionen sagen lässt.

Fitness-Funktionen

Samsungs neueste Smartwatch-Generation glänzt wieder mit Messwerten für Blutdruck und einem digitalen EKG. Wollt Ihr von diesen Vorteilen profitieren, müsst Ihr allerdings ein entsprechendes Samsung-Handy nutzen. Für Nutzer:innen anderer Android-Marken gibt’s Pulsmessung, Schrittzähler, einen Bewegungssensor, Pulsoximeter und in Kombination die Möglichkeit der Zyklusmessung, die Camila bei der Galaxy Watch 5 ausführlich getestet hat.

Gefällt:

  • Gutes Tracking von Vitaldaten
  • Zuverlässiger Autostart für Fitness-Tracking
  • Dank GPS funktioniert Tracking auch ohne Smartphone

Gefällt nicht:

  • Einige Funktionen nur Samsung-exklusiv
  • Blutdruckmessung eher Schätzwerte

Bei den Fitness-Funktionen lässt Samsung alles beim Alten – und auch das ist nicht wirklich schlimm. Denn Samsung integrierte bereits bei den Vorgängermodellen eine Vielzahl an Sensoren für das Tracking beim Sport und im Alltag. Die Galaxy Watch 6 verfügt somit über den Bioimpendanzsensor, der sowohl Prognosen über Blutdruck als auch die Erstellung eines digitalen EKGs ermöglicht. Darüber hinaus könnt Ihr die Zusammensetzung Eures Körpers erheben, also grob schauen, aus wie viel Körperfett und Knochen Ihr besteht.

Samsung Galaxy Watch 6 Sensoren
Die Sensoren sind im Vergleich zum Vorgänger gleich geblieben. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Nutzt Ihr ein Android-Smartphone, das nicht von Samsung ist, könnt Ihr diese Funktionen nicht nutzen. Das ist ein wenig ärgerlich, da Samsung für die Erhebung keine weiteren Sensoren im Smartphone heranzieht. Es ist also reine Schikane.

Im Alltag überzeugt die Galaxy Watch 6 vor allem mit einem zuverlässigen Autostart-Feature von Workouts. Kurze Radfahrten oder auch Spaziergänge erkennt die Smartwatch automatisch und fügt sie zu Eurer Workout-Historie hinzu. Immer mit dabei sind aufgezeichnete Routen dank integriertem GPS-Modul, Pulsmessungen sowie Informationen zu Eurem Blutsauerstoffgehalt. Denn auch ein SpO2-Sensor ist bei der Galaxy-Smartwatch mit an Bord.

Samsung Galaxy Watch 6 Fitness App
In der Health-App könnt Ihr auf die Daten der Smartwatch zugreifen. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die Aufbereitung der Vitaldaten gefällt mir persönlich gut. Samsung findet dabei eine gute Mischung aus übersichtlichen Daten per Scores oder den „Schlaf-Tieren“ und detaillierten Daten mit Statistiken und exakten Werten. So detailliert und durch Zubehör erweiterbar wie Garmin-Smartwatches ist die Galaxy Watch 6 zwar nicht. Für mehr Motivation und Kontrolle im Alltag eignet sich die schlanke Smartwatch aber durchaus.

Akku und Quick-Charging

Samsung gibt die Laufzeit der Galaxy Watch mit bis zu 30 Stunden an. Falls die Smartwatch doch einmal zu früh leer wird, lässt sie sich dank Quick-Charging in 30 Minuten zu 45 Prozent aufladen. Ein wichtiges Feature, da die Galaxy Watch 6 bei intensiver Nutzung nicht an die Herstellerangaben heranreicht.

Gefällt:

  • Quick-Charging wirklich praktisch
  • Bequemes Aufladen über magnetischen Lade-Puck

Gefällt nicht:

  • Laufzeiten bei intensiver Nutzung eher 24 Stunden

Für meinen Test habe ich die Galaxy Watch 6 für mehrere Tage am Handgelenk getragen. Dabei war sie permanent über Bluetooth mit einem Samsung-Handy verbunden. Gleichzeitig war das permanente Tracking von Puls, Blutsauerstoffgehalt und Beschleunigungsdaten aktiviert. Teil meines Alltags sind tägliche Radrouten und Spaziergänge, welche die Smartwatch ebenfalls aufzeichnen musste.

Mit dieser recht intensiven Nutzung – auch Benachrichtigungen für WhatsApp, Telegram & Co. waren aktiviert – musste ich die Galaxy Watch 6 täglich laden. Samsungs Angabe von 30 Stunden ohne Steckdose kann ich also nicht ganz bestätigen. Da die Smartwatch Quick-Charging unterstützt, ist das aber kein großes Problem.

Denn in Situationen, wo Ihr die Galaxy Watch 6 nicht ums Handgelenk tragt – etwa beim Spülen oder Duschen – könnt Ihr die Uhr über das Schnellladen wieder mit Strom versorgen. Ist sie etwa halb leer und lasst Ihr Euch beim Duschen 30 Minuten Zeit, ist die Smartwatch wieder voll. So ermöglicht Samsung trotz durchschnittlicher Akkulaufzeit ein nahtloses Tracking, das sich auch für die Aufzeichnung von Schlafdaten des Nachts eignet. 

Samsung Galaxy Watch 6: Technische Daten

  Galaxy Watch Serie Galaxy Watch Classic Serie
Produkt Galaxy Watch 6 Galaxy Watch 6 Classic
Farben 44 mm: Graphit, Silber
40 mm: Graphit, Gold
47 mm: Schwarz, Silber
43 mm: Schwarz, Silber

Abschließendes Fazit

Schauen wir zurück auf die einleitende Frage dieses Tests: Lohnt sich der Preisanstieg, den Samsung für seine neuen Smartwatches ausschreibt? Blicken wir auf die UVP, würde ich dies mit „Nein“ beantworten. Denn ein minimal größeres Display, ein Schnellwechsel-Knopf für Armbänder und eine neue Betriebssystem-Generation machen im Alltag einfach einen zu kleinen Unterschied, als dass sich der Aufpreis lohnt.

Samsung Galaxy Watch 6 Band
Das neue Schnellwechsel-Band ist eine der „größten“ Innovationen der Galaxy Watch 6. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Das ist bedauerlich, zeigt aber, dass Samsung auch schon im Vorgängermodell gute Arbeit geleistet hat. Denn allein für sich betrachtet ist die Galaxy Watch 6 eine sehr gut integrierte Smartwatch. Die Verknüpfung zu Samsung-Smartphones funktioniert hervorragend, hier ist man trotz Android schon fast auf Apple-Niveau. Gleichzeitig stimmt sowohl der Funktionsumfang bei smarten Features als auch bei Fitness-Funktionen.

Trotzdem wünsche ich mir in der nächsten Generation ein wenig mehr Innovationsvielfalt. Samsung muss sich nach zwei Mini-Updates etwas einfallen lassen, wenn der Hersteller Preisanstiege und neue Generationen rechtfertigen will. Die Konkurrenz schafft das durchaus – man schaue in unsere Liste der besten Smartwatches in 2023.

Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!