Doch kein Exynos 990? Anderer Galaxy-S11-Prozessor zeigt sich in der Beta

Doch kein Exynos 990? Anderer Galaxy-S11-Prozessor zeigt sich in der Beta

Erst vergangene Woche hatten wir gemutmaßt, dass Samsung seinen neuen Prozessor Exynos 990 im Galaxy S11 zum Einsatz schickt. Highlights wären unter anderem ein 120-Hertz-Display des nächsten Flaggschiffs, das sich aus den technischen Daten des Prozessors ableiten ließ. Nun könnte es doch anders kommen.

Max Weinbach von XDA Developers zeigt via Twitter einige Angaben zum S11 – extrahiert aus der Android-10-Beta des Galaxy S10. Darin: der mutmaßliche Prozessor, der auf den Namen Exynos 9830 hört. Nicht nur aufgrund der Nomenklatur ein heißerer Kandidat für den Job des S11-Prozessors – im S10 taktet der Exynos 9820. Außerdem gibt's wie üblich auch eine S11-Version mit Qualcomm-Prozessor. Die Variante mit dem Snapdragon 865 wird in den USA erscheinen. Auch hierzu gibt es Angaben in den Tweets von Weinbach.

Der Exynos 9830 dürfte im November offiziell vorgestellt werden. Rein von den hypothetischen Daten könnte er ähnlich dem jüngst vorgeführten 990er sein, vielleicht an der einen oder anderen Stelle sogar ein Stückchen besser. Möglich ist auch, dass Samsung hier nur verschiedene Bezeichnungen verwendet und letzten Endes ein und dieselbe Prozessor-Technik hinter Exynos 9830 und Exynos 990 steckt.

Drei S11-Modelle quasi bestätigt

Betrachtet man die aus der offiziellen Beta extrahierten Daten als offizielle Quelle, ändert sich an Samsungs Modellpolitik im Jahr 2020 wenig. SM-G981U, -G986U und -G988U stehen für drei erscheinende S11-Modelle, womöglich Galaxy S11e, S11 und S11+. Laut Weinbach unterstützen alle 5G-Mobilfunk, eine vierte, eigene 5G-Variante wie beim S10 scheint also nicht notwendig.

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14 Kommentare

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  • Ich vermisse meine Jahre mit meiner Casio-Uhr mit der Gummitastatur am Arm.


  • Samsung baut immer mehr ab. Die sollten das mit den exynos sein lassen sonst holen sie noch Mediatek ein.


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    Gelöschter Account 28.10.2019 Link zum Kommentar

    Ich wart gespannt aufs S40🙃🤳


  • Servus, ich möchte mir dass Galaxy S 11 kaufen. Ca. um den Mai 2020 herum! Soll ja super Technik verbaut haben ;-). Zwar wollte ich mir dass Google Pixel 4 XL holen! Doch dies is Hartware Technisch nur so la la.


  • Wann wird der Release der S11-Serie (wenn es denn so heißen wird) eigentlich erwartet? also verschiedene Prozessoren in Benchmarks kann vieles bedeuten: wieder diese unsägliche zweiprozessoren-Geschichte von der auch Tim spricht, das s11e und die anderen haben unterschiedliche Prozessoren ähnlich wie auch das Pixel 3 und 3a, Es sind entwicklungsgeräte und Samsung probiert noch aus welchen Prozessor sie am Ende verwenden.


    • Von der Vergangenheit ausgehend wird es wieder auf bzw. unmittelbar vor dem MWC vorgestellt, sprich Ende Februar.

      Ich gehe aber stark davon aus, dass wieder zwei Prozessoren kommen... abgesehen vom S6 hat Samsung das immer gemacht... Auch wenn es nur Nachteile für jeden hat.


  • Und wieder diese dämliche Zwei-Prozessor-Geschichte... dass die für so ziemlich alle, einschließlich Samsung, eigentlich nur Nachteile hat, merken die auch nicht mehr...


    • Hat das nicht mit den Lizenzen in den jeweiligen Ländern (in dem Fall USA) zu tun?


      • Mittlerweile keine Ahnung ^^ bei diversen Galaxy A-Geräten gibt es auch keine Probleme, die Exynos in den USA zu verkaufen. Und beim S6 damals gab es auch keine.


      • Das hat möglicherweise etwas damit zu tun, dass Samsung auch SoCs für Qualcomm herstellt. Die könnte Qualcomm auch woanders, z.B. bei TSMC herstellen lassen (in der Tat fertigt Samsung nicht alle SoCs für Qualcomm, ein Teil kommt auch von TSMC).
        So aber entsteht für Qualcomm und Samsung eine Art Win-Win-Situation . Samsung baut für Qualcomm SoCs und verdient daran, Qualcomm hat mit Samsung einen der größten Smartphonehersteller als Kunde und verdient daran.


      • bei der Frage ob Exynos oder Snapdragon könnte das evtl. mit den Lizenzen zu tun haben aber wenn die Frage lautet welcher von 2 Exynos-Prozessoren verwendet wird denke ich eher nicht.


      • Ich sehe nicht, wo das eine Win-Win-Situation für Samsung sein sollte. Wenn sie nur die eigenen Chips verwenden würden, müsste das für Samsung doch generell eigentlich günstiger sein. Zudem muss Samsung seine gesamte Soft- und auch Hardware so an zwei verschiedene Smartphones (dank verschiedener Prozessoren) anpassen und verliert dort wieder Geld.
        Meiner Meinung nach ist das nur für Qualcomm ein gutes Geschäft, nicht aber für Samsung...

        Zudem betreibt Samsung auch einen Riesen Aufwand, um die eigenen Prozessoren zu entwickeln, nur um sie dann nur in einem Teil der Geräte zu verbauen...


      • Samsung Halbleiter dürfte ganz erheblich davon profitieren, einen großen Hersteller wie Qualcomm als Foundry-Kunden zu haben, denn der dürfte erheblich mehr Kunden für die Chips haben, als Samsung in Nordamerika Geräte verkauft.
        Zudem stabilisiert der Qualcomm-Deal den Bereich, denn wenn der eigene Smartphone-Bereich mal nicht so läuft, nimmt Qualcomm, das ja nicht nur Smartphone-Hersteller beliefert, immer noch Chips ab.
        Der Smartphone-Bereich von Samsung hat augenscheinlich nur Nachteile von der Doppelstrategie, denn eine Typreduzierung bringt insbesondere dann Vorteile, wenn man dadurch keine Marktsegmente verliert. Würde man nur Exynos oder nur Qualcomm-Prozessoren in dafür größerer Stückzahl verbauen, wäre das ein Kostenvorteil.
        Der muss allerdings nicht sonderlich hoch ausfallen.
        Die Stückzahlen sowohl für den europäisch-asiatischen Markt, wie auch für den nordamerikanischen Markt dürften derart riesig sein, dass man damit ganze Fertigungsstraßen auslastet. Ob eine Fertigungsstraße nur den einen und eine andere nur den anderen Prozessor bestückt spielt dann keine Rolle, denn Umrüstkosten fallen nur an, wenn man an einer Straße unterschiedlich Typen fertigt. Aber selbst dann wären die auf das einzelne Gerät heruntergebrochen minimal.
        Die Kosten für die Entwicklung der eigenen Exynos-Prozessoren geht natürlich in die Millionen, aber auch hier dürfte vor allem Samsung-Halbleiter (sofern es die Entwicklung auch inne hat, und keine reine Foundry innerhalb des Samsung-Konzerns ist), erhebliches Interesse haben. Die Wertschöpfungstiefe, und damit auch der Gewinn, ist bei einem eigenen Prozessor oder SoC viel höher als wenn man nur das Silizium für einen Dritten fertigt.
        Sind die Entwicklungskosten wieder hereingefahren, verkauft man den Chip ja nicht zum Preis des Siliziums, sondern die Marge steigt dann, mitunter dramatisch.
        Ausserdem hat Samsung-Halbleiter "strategische" Interessen, eigene Chips anbieten zu können. Man ist nicht nur von Zulieferungen (des kompletten Chips) durch Hersteller wie Qualcomm und dessen Preispolitik abhängig, hat Fehlerbereinigungen selbst in der Hand usw.
        Die Kosten für die Softwareanpassungen liegen wiederum beim Smartphonebereich und dürften ebenfalls in die Millionen gehen. Aber selbst wenn das Budget z.B. 10 Millionen Dollar beträgt, kann man dafür je nach Region dutzende Entwickler beschäftigen, das ganze Jahr über.
        Bricht man diese 10 Millionen Dollar auf die fast 300 Millionen Geräte herunter, die Samsung 2018 verkauft hat, bleiben pro Gerät nur wenige Cent.
        Die Vorteile dürften also vor allem bei Samsung-Halbleiter liegen, aber die Nachteile von Samsung-Smartphones mehr als aufwiegen, sonst würde Samsung-Gesamt es nicht machen.


    • Im Netz kursieren folgende Gründe für diese "Zwei-Prozessor-Geschichte":
      - Abhängigkeit von Hersteller gering halten
      - Lieferengpässe vermeiden
      - Lizenzkosten
      - Patentrechte
      - unterschiedliche Regularien

      Ob das für Samsung nur Nachteile hat, wage ich zu bezweifeln. Dann könnte man auch annehmen, dass VW den Dieselskandal bewusst herbei geführt hat, um sich selbst zu schaden. Sich selbst bewusst Schaden zufügen macht (nicht nur) für ein Profit-orientiertes Unternehmen NULL Sinn. Samsung wird gute - sprich Profit versprechende - Gründe haben, dies so zu handhaben.

      Entscheidend ist letztlich für den hiesigen Markt, ob der Kunde das so kauft, wie es hier angeboten wird. Längst nicht alle Kunden werden das überhaupt wissen. Der Exynos hat ja nicht nur Nachteile - auf der anderen Seite bietet er auch Vorteile gegenüber dem Snapdragon. Seltsamerweise wird sich darüber nicht beschwert (, dass der Snapdragon schlechter sei).

      Wem es unterm Strich nicht passt, macht das einfachste der Welt: nichts. Er kauft kein Exynos-Galaxy - sondern ein anderes SmartPhone. Wenn ich die Wahl hätte, ich würde ein Exynos einem Snapdragon vorziehen. Und dabei wäre es mir völlig egal, ob sich Samsung damit nur Nachteile einhandelt oder welche Gründe es für diese Zweigleisigkeit gibt; das interessiert mich nicht die Bohne. Meine Ansprüche in Verbindung mit Preis-Leistung ist wichtig - nicht mehr und nicht weniger.

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