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Das beste Senioren-Handy finden: drei aktuelle Modelle im Vergleich

senioren smartphone 01
© fizkes / Shutterstock.com

Ihr sucht das beste Seniorenhandy, könnt Euch aber nicht zwischen Artfone, Beafon, Doro und Emporia entscheiden? NextPit erklärt Euch mit Fokus auf Senioren-Smartphones die Unterschiede zwischen den Modellen – von Notruftaste über Hörgeräte-Kompatibilität bis WhatsApp. Mit modernen Seniorenhandys inklusive optimierter Benutzeroberfläche für ältere Menschen können wir wieder stärker mit unseren geliebten Verwandten in Verbindung treten.

Drei aktuelle Seniorenhandys im Vergleich

  Der Branchenführer Das Preiswerteste Das Neueste
Produkt Emporia Smart 5 Doro 8100 Beafon M7 Premium
Abbildung Emporia Smart 5 Seniorenhandy Doro 8100 Seniorenhandy Beafon M7 Premium Seniorenhandy
Technische Daten 5,5 Zoll, LCD
1.440 x 720 Pixel
Octa-Core-Prozessor max. 1,8 GHz
32 GB ROM
microSD-Support bis 256 GB
3 GB RAM
Triple-Kamera
Hauptkamera: 13 MP
Makrokamera: 2 MP
Portraitkamera: 2 MP
Frontkamera: 8 MP
Status LED
3.550 mAh 
Akku wechselbar
3,5 mm Kopfhöreranschluss
Hörgerätekompatibel M4/T4
Notruftaste
November 2021
















6,1 Zoll, LCD
1.560 x 720 Pixel
Octa-Core-Prozessor max. 1,6 GHz
Unisoc SC9863
32 GB ROM
microSD-Support bis 128 GB
2 GB RAM
Triple-Kamera
Hauptkamera: 13 MP
Makrokamera: 2 MP
Portraitkamera: 2 MP
Frontkamera: 8 MP
Status LED
3.000 mAh
Akku fest verbaut
3,5 mm Kopfhöreranschluss
Hörgerätekompatibel M4/T3
Notruftaste
März 2022

















5,5 Zoll, LCD
1.440 x 720 Pixel
Octa-Core-Prozessor max. 1,6 GHz
32 GB ROM
microSD-Support bis 128 GB
3 GB RAM
Single-Kamera
Hauptkamera: 13 MP
Frontkamera: 5 MP
Status LED
3.500 mAh
Akku fest verbaut
Wireless charging
3,5 mm Kopfhöreranschluss
Hörgerätekompatibel M4/T4
Notruftaste
Dezember 2022















Bewertung Noch nicht getestet Noch nicht getestet Noch nicht getestet
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Inhaltsverzeichnis:

Kaufberatung: Worauf solltet Ihr achten?

Benutzeroberfläche

Das wichtigste Kaufkriterium ist die Benutzeroberfläche. Inhalte müssen groß und gut lesbar dargestellt, das Smartphone einfach zu bedienen sein. Wir fokussieren uns in diesem Artikel auf Senioren-Smartphones an, welche eine optimierte Benutzeroberfläche bieten. Nützlich ist auch eine Sprachsteuerung zur Eingabe von Textnachrichten. Bei den meisten Herstellern lässt sich auf Wunsch auch die herkömmliche Android-Oberfläche einschalten.

Hörgeräte-Kompatibilität

Viele wussten es vermutlich noch gar nicht, dass einige Smartphone-Hersteller ihre Seniorenhandys auch mit Standard-Hörgeräte benutzt werden können. In Europa gibt es leider noch kein verpflichtendes Prüfverfahren für eine Hörgerätekompatibilität, auch HAC (Hearing Aid Compatibility) genannt. Wenn also ein Hersteller mit dieser Kompatibilität wirbt, meint er in den meisten Fällen, dass sich das Smartphone über Bluetooth mit dem Hörgerät koppeln lässt. 

In den USA hingegen prüft die FCC (Federal Communications Commission) nach einer Norm, welche in zwei Klassen unterteilt wird: M- und T-Norm. Ein M-Rating gefolgt von der Ziffer "3" oder "4" (je höher, umso besser) steht für Hörgeräte ohne induktive Spule. Smartphones mit einem T3- beziehungsweise T4-Rating sind für Hörgeräte mit einer induktiven Spule geeignet.

Einige Smartphone-Hersteller geben auch eine europäische ETSI ETS 300 381 an, welche in etwa dem Prüfverfahren der FCC entspricht. Diese Prüfung ist aber hierzulande nicht verpflichtend.

Im Grunde gibt ein M3/T3-Rating an, wie gut ein Hörgerät gegen Störgeräusche isoliert ist. Moderne Hörgeräte bieten auch eine kostenlose App für Android- oder Apple-Smartphones an, von der sich zusätzliche Einstellungen vornehmen lassen. So ist mittels Geofencing auch möglich, für den Standort vordefinierte Klangprofile abzurufen. Natürlich lassen sich so auch Musik vom Smartphone hören beziehungsweise Telefonate führen.

Notruftaste

Alte Menschen können schnell durch einen Sturz – oder Gott bewahre – einem medizinischen Notfall in eine Situation geraten, in der sie auf schnelle Hilfe angewiesen sind. Da ein Smartphone im Grunde immer und überall in greifbarer Nähe ist, bietet sich eine dedizierte Notruftaste an. Ist diese SOS-Taste einmal gedrückt, kann sie vorprogrammierte Nummern von Freunden, Verwandten oder Pflegepersonal automatisch anrufen und gegebenenfalls via GPS-Ortung den Standort mitteilen. Manch ein Hersteller bietet zusätzlich zu dieser separaten Taste auch eine sogenannte Fall-Erkennung, die bei einem Sturz selbstständig einen Notruf auslösen und eine SMS mit dem Standort versenden kann.

IP-Zertifizierung

Gerade bei älteren Menschen kommt es häufiger vor, dass mal ein Glas Wasser aus Versehen umgestoßen wird. Dann liegt natürlich nach Murphys Gesetz im direkten Umfeld das Smartphone bereit für eine erfrischende Abkühlung. Damit in einem solchen Fall nicht jedes Mal der Kauf eines neuen Handys ansteht, sollte man auf eine entsprechende IP-Zertifizierung gegen das Eindringen von Wasser achten. Das Emporia Smart 5 ist beispielsweise IP54-zertifiziert. Die erste Zahl steht für den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern – hier staubgeschützt. Die zweite Zahl kennzeichnet die Schutzklasse gegen Wasser. Die 4 steht für einen Spritzwasserschutz.

Kamera

Bei dem Kauf eines Seniorenhandys solltet Ihr auf eine Front- als auch eine rückseitige Hauptkamera achten. Die Qualität ist hier durchaus zu vernachlässigen, da generell Seniorenhandys mit wenig Programmspeicher gesegnet sind. Aus dem Grund haben wir Euch auch nur Seniorenhandys vorgeschlagen, welche mithilfe einer microSD-Karte zusätzlichen Speicher bieten.

An dieser Stelle der Hinweis, dass auch der Umgang mit dieser Art von Erweiterung verstanden werden muss. Viele Speicherkarten machen den kostbaren Inhalt unbrauchbar, wenn sie mitten im Betrieb entfernt werden!

Umfragen haben ergeben, dass die Nutzung von Instant-Messenger wie WhatsApp bei älteren Menschen besonders gefragt sind. So können mit der Frontkamera des Seniorenhandys Videogespräche geführt werden und mit der Hauptkamera nette Foto-Erinnerungen erstellt und mit WhatsApp mit der Verwandtschaft geteilt werden. 

Austauchbarer Akku

Akku-Laden vergessen? Hier kann ein voller Reserve-Akku wahre Wunder wirken. Manch ein Hersteller bietet nach wie vor wechselbare Akkus an. Auch praktisch in diesem Zusammenhang das kabellose Laden, wie es das Beafon 7 Premium bietet. Oder auch eine Ladeschale, vielleicht sogar mit eingebauten Lautsprecher, kann sich als sehr effizient im Alltag herausstellen.

Der Branchenführer: Emporia Smart 5

Wir sehen das Emporia Smart 5 Seniorenhandy
Das Emporia Smart 5 bietet für wenig Geld viel Zubehör. / © NextPit

Bei Emporia handelt es sich um ein 1991 in Österreich gegründetes Mittelstandsunternehmen. Hier hat man sich auf das Klientel der Silver Surfer fokussiert, was auch recht schnell mit der kachelbasierten Benutzeroberfläche deutlich wird. Das Unternehmen betreibt umfangreiche Forschung auf dem Gebiet und gilt hierzulande als Marktführer für Seniorenhandys.

Das Emporia Smart 5 ist bei Weitem nicht das erste Senioren-Smartphone des Herstellers und kann auch mit einigen Extras überzeugen. Es hat in unserem Trio den schnellsten Prozessor und kann zusätzlich auch mit der größten Akku-Kapazität auftrumpfen. Der Akku ist nebenbei bemerkt wechselbar. Als Besonderheit wäre das Smartcover zu benennen, welches noch einmal zusätzlich die Bedienung des Smart 5 auf die wichtigsten Funktionen begrenzt und auf die Rückseite eine Notruftaste hinzufügt.

Neben einer umfangreichen Bedienungsanleitung und einer Ladeschale legt Emporia auch eine Ratgeber-Broschüre bei, welche sehr gut die wichtigsten Anwendungsszenarien, wie beispielsweise das Fotografieren oder kontaktlose Bezahlen mit NFC mit umfangreichen Fotos beschreibt.

Alternative: Emporia Smart 4

Wer ausschließlich dem DACH-Marktführer vertrauen möchte, aber nicht den höchsten Preis berappen will, kann auch zur preiswerteren Alternative greifen: dem Vorgänger Emporia Smart 4. Auch hier gibt es eine IP54-Zertifizierung, das Display ist aber mit 5 Zoll gegenüber den 5,5 Zoll des Emporia Smart 5 kleiner. Auch auf das Smartcover und die Ladeschale muss verzichtet werden. Dafür kostet es aktuell nur 139 Euro.

Das Preiswerteste: Doro 8100

Doro 8100 Senioren-Smartphone
Doro bietet mit dem 8100 das größte Display. / © Doro

Doro ist vermutlich hierzulande eher ein unbekannter Hersteller für Kommunikationsprodukte für ältere Leute. Dabei ist das 1975 im schwedischen Malmö gegründete Unternehmen mit knapp 1.000 Mitarbeitern vermutlich das größte Unternehmen auf dem Sektor. Neben Festnetztelefonen, Senioren-Handys und -Smartphones, hat Doro auf der IFA 2022 in Berlin, die zumindest mir bekannte erste Smartwatch für Senioren präsentiert.

Bei dem Doro 8100 handelt es sich aktuell noch um das neueste Modell, welches im März 2022 offiziell vorgestellt wurde. Gerüchten zufolge soll unter Umständen noch in diesem Jahr ein weiteres Modell folgen. Dabei dürfte es sich dann um das erste 5G-taugliche Senioren-Smartphone handeln. 

Das Doro-Seniorenhandy ist mit einem 6,1 Zoll großem Display und einer Auflösung von 1.560 x 720 Pixeln das größte Modell in unserer Marktübersicht. Auch das 8100 besitzt eine seniorenfreundliche Benutzeroberfläche mit dem netten Namen "EVA". Sie ist deutlich näher an dem typischen Android-Userinterface dran, besticht aber hauptsächlich durch die größeren Icons, welche eine einfachere Menüführung gewährleisten.

Das Doro 8100 verfügt über das identische Kamera-Setup wie das Emporia Smart 5. Bedeutet: auf der Front eine 8-MP-Kamera und auf der Rückseite eine 13-MP-Hauptkamera, unterstützt von zwei 2-MP-Kameras für Makro- und Portrait-Aufnahmen. Direkt darunter sitzt der für ein Senioren-Handy typische Notruf-Button.

Ein besonderer Service von Doro ist der via Team Viewer zuschaltbare technische Support mit Remote-Funktion. Die sogenannte "Helferline" ist für Kunden die ersten 30 Minuten kostenfrei. Danach bezahlen Privatpersonen 17 Euro für 15 Minuten Support. Bezahlt werden muss nur im Erfolgsfall.

Mehr Komfort: Doro 8100 Plus

Das Doro 8100 könnt Ihr übrigens auch mit einer Tischladestation kaufen. Das Paket nennt sich dann Doro 8100 Plus. Die Ladeschale ist besonders praktisch, da so das Smartphone immer mit einem vollen Akku glänzen kann – und einen festen Platz hat.

Das Neueste: Beafon M7 Premium

Wir sehen das Beafon M7 Premium Seniorenhandy
Das Beafon M7 Premium ist das neueste Seniorenhandy im NextPit-Starterfeld / © NextPit

Bei Beafon handelt es sich um ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Peuerbach. Seit 2009 im Seniorenhandy-Bereich tätig, ist es das jüngste Unternehmen in unserem Vergleich. Durch die übergeordnete Aspöck-Gruppe zählt das Unternehmen eine Mitarbeiterzahl von über 1.500. Bei dem Beafon M7 Premium handelt es sich um das neueste Modell, welches man jüngst auf der Berliner IFA 2022 gemeinsam mit einem Senioren-Tablet vorgestellt hat. Die Verfügbarkeit soll noch in diesem Monat, beziehungsweise in Deutschland im Dezember gewährleistet sein.

Auch hier gibt es wie beim Emporia Smart 5 ein 5,5 Zoll großes LCD-Panel mit einer Auflösung von 1.440 x 720 Pixel. Der unbekannte Prozessor – vermutlich ein UniSoc-Prozessor – bietet eine maximale Taktrate von 1,6 GHz und wird von 3 GB RAM und 32 GB internen Programmspeicher flankiert. Der microSD-Karten-Support ist beim Beafon bis 128 GB gewährt.

Das Beafon M7 Premium ist allerdings nur mit einer 8-MP-Front- und einer 13-MP-Hauptkamera ausgestattet. Wobei die zusätzlichen zwei 2-MP-Knipsen eher unbrauchbar sind. Unter der Hauptkamera die obligatorische Notruftaste. Auch hier gibt es wie bei dem Smart 5 von Emporia auf der Front den altbekannten Home-Button.

Bis zum Verkaufsstart: Der Vorgänger

Das Beafon M7 Premium ist nagelneu und auch noch nicht im Handel verfügbar. Solang wollen wir euch den Vorgänger – das Beafon M6s für 135 Euro anbieten. Hier ein 6,26 Zoll großes Display mit 3 GB RAM und 32 GB internen Programmspeicher, der via microSD-Karte optional auf zusätzliche 128 GB erweitert werden kann. Notruftaste wie auch die hauseigene Benutzeroberfläche mit in der Größe verstellbaren Kacheln an Bord.

Alle drei Ü60-Smartphones bieten die Kompatibilität zu den Hörgeräten nach der US-FCC-Norm. Doch das Beafon M7 Premium hat noch eine Besonderheit: Es ist das erste Seniorenhandy, welches auch kabelloses Laden des 3.500 mAh starken Akkus unterstützt. Dafür ist dieser dann aber nicht wechselbar, wie bei dem Emporia- und Doro-Smartphone.

Wir haben uns alle drei Seniorenhandys in die NextPit-Redaktion geordert um viele offengebliebenen Fragen euch in naher Zukunft beantworten zu können. Selbstredend wird dieser Artikel ständig aktualisiert. Welches Smartphone ist denn bislang Euer Favorit? Und welches Feature fehlt Euch noch?

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