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Sony WF-1000XM4 im Test: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf

Sony WF-1000XM4 im Test: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf

Satte 279 Euro verlangt Sony für seine neuen WF-1000XM4! Die wohl unaussprechlichsten aller In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer werden im Netz dennoch über den grünen Klee gelobt. Ob ich nach einer Woche der täglichen Nutzung ähnlich positive Klänge anstimmen kann, lest Ihr in meinem Testbericht.

Bewertung

Pro

  • Hochwertiger Klang
  • Zauberhaftes ANC
  • Mit LDAC und DSEE Extreme
  • Unzählige Komfortfunktionen
  • Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden

Contra

  • Halt im Ohr ein wenig gewöhnungsbedürftig
  • Kein AptX (HD)
  • Sony braucht ne neue App
  • 360-Grad-Sound cool, aber zu selten nutzbar

Kurzfazit: Das Beste darf ruhig teuer sein

Die Sony WF-1000XM4 sind die geilsten In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer mit ANC, die Ihr im Juni 2021 kaufen könnt! So ließe sich dieses Fazit in einem Satz zusammenfassen. Was ein wenig reißerisch klingt, wird im Laufe dieses Artikels aber tatsächlich von sehr vielen positiven Eindrücken meinerseits und Liebe zum Detail auf Seiten Sonys untermauert.

Sonys neue Spitzen-Kopfhörer klingen gut, sie liefern ANC auf Niveau der Over-Ear-Alternative WH-1000XM4 und verfügen über alle Premium-Features, die man von hochwertigem Audio-Equipment im Jahr 2021 erwarten darf. Dazu ist die Akkulaufzeit sehr gut und auch beim Design machen die Kopfhörer mit kleinerem Ladecase Fortschritte.

 

In meinen Ohren, die ich dank Sonys App nun sehr gut kenne, hielten die WH-1000XM4 aber nicht immer gut. Die bereits angesprochene App ist zudem ziemlich altbacken, wodurch sie das Premium-Feeling meiner Meinung nach ein wenig trübt. Dennoch rate ich Euch zum Kauf der WF-1000XM4, wenn Ihr knapp 280 Euro für Kopfhörer ausgeben wollt, die nicht größer sind als eine Knoblauchzehe und unterwegs genauso schnell verloren gehen können.

Design & Tragekomfort: Halt nicht immer optimal

Bei den Sony WF-1000XM4 handelt es sich um kabellose Versionen klassischer In-Ear-Kopfhörer. Das bedeutet, die Earbuds halten über Ohrstöpsel ohne Haltebügel in Euren Ohren. Ein einzelner Earbud wiegt dabei knapp 7 Gramm, das mitgelieferte Ladecase bringt 41 Gramm auf die Waage. Das Case ist im Vergleich zum Vorgängermodell geschrumpft.

Hat mir gefallen:

  • Modernes Design
  • Kleineres Ladecase
  • Hochwertige Verarbeitung
  • IPX4-Zertifizierung

Hat mir nicht gefallen:

  • Halt nicht immer optimal (weiter unten mehr dazu)
  • Ohrstöpsel ragen weit ins Ohr

Schon optisch werdet Ihr einen Unterschied zwischen den WF-1000XM3 und den WF-1000XM4 merken. Sony hat es geschafft, mit einem runden Design und einem Kreis einen gewissen Wiedererkennungswert zu gewinnen. Und das bei der Art Gadget, die im Prinzip nicht viel anders aussehen kann. Ob Euch das Design gefällt, ist natürlich Geschmackssache.

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Die WF-1000XM4 haben ein recht mutiges Design. Meiner Meinung nach aber sehr schick. / © NextPit

Nicht zu leugnen ist allerdings, dass Sony das Ladecase geschrumpft hat. Obwohl die einzelnen Earbuds recht groß sind, misst das Case gerade einmal 6,5 x 3 x 3,5 Zentimeter (B x T x H). Mit einem Gewicht von 41 Gramm fällt es in Hosentaschen oder meinem Hipster-Brustbeutel kaum auf. Hier musstet Ihr beim Vorgänger ein wenig mehr Substanz mit herumschlüren.

Fängt's beim Tragen an zu regnen, könnt Ihr die WF-1000XM4 ebenfalls im Ohr lassen. Sie sind nach dem IPX4-Standard gegen Spritzwasser geschützt und eignen sich somit auch als Sportkopfhörer. Auf drei Joggingrunden überzeugten mich die In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer durchaus als Begleiter für Musik und Podcasts.

Tragekomfort

Und damit kommen wir schon zum Tragekomfort, der mich zunächst nicht ganz überzeugte. Standardmäßig installiert Sony die mittelgroßen Ohrstöpsel und diese waren für meine Lauscher wohl zu groß. Nicht unbedingt, weil sie ständig herausfielen, sondern auch, weil ich mit Ohrenschmerzen zu kämpfen hatte.

Da ich keinen ganz sicheren Halt erzielen konnte, stopfte ich mir die Earbuds weiter in die Ohren und muss dabei wohl zu tief eingedrungen sein. Was Viertklässler gerade sicher belustigt, konnte ich mit den kleinen Varianten lösen. Sonys App bietet zusätzlich eine Funktion, um die Luftdichtigkeit der Ohrstöpsel zu messen.

Trotz dieser Optimierung fühle ich mich nach wie vor nicht zu 100 Prozent sicher, mit den WF-1000XM4 herumzulaufen. Es mag Geschmackssache sein, aber das Stiel-Design samt Silikon-Tips der Oppo Enco X sorgt bei mir auf dem Rad und beim Joggen für ein sichereres Gefühl. Vielleicht liegt die Angst vorm Verlust aber auch am Preis der Sony-Kopfhörer.

tl;dr: Sony hat mit den WF-1000XM4 in meinen Augen echte Augenschmeichler produziert. Gefällt Euch das Design nicht, könnt Ihr euch zumindest über ein kleineres Ladecase freuen. Der Tragekomfort könnte bei meinen Ohren besser sein, aber das ist Geschmackssache. Kudos gibt's für Sonys umweltfreundliche Verpackung – Arigato, Sony-San!

Sound: Einmal Verwöhner mit Alles bitte

In den Sony WF-1000XM4 sitzen 6-Millimeter-Treiber mit Hochleistungs-Neodym-Magneten. Sie decken einen Frequenzbereich von 20 bis 40.000 Hertz ab, wenn Ihr vom hochwertigen LDAC-Audiocodec gebraucht macht. Zusätzlich unterstützen die Headphones DSEE Extreme und 96-kHz-Sampling bei 990 Kilobit pro Sekunde.

Hat mir gefallen:

  • Kräftiger und individualisierbarer Klang
  • Hochwertige Audio-Codecs (LDAC & AAC)
  • 360-Grad-Sound zauberte mir ein breites Grinsen aufs Gesicht

Hat mir nicht gefallen:

  • Kein AptX (HD)
  • 360-Grad-Sound viel zu selten nutzbar
  • Equalizer nur 5-Band + Bass-Optimierung

Mit hochwertigen Treibern und den passenden Bluetooth-Codecs schafft Sony auf dem Papier die Voraussetzungen für hochwertigen Klang. Während Apple seinen eigenen Musikstreamingdienst mit einem Lossless-Feature ausstattet und die eigenen AirPods dafür gar nicht unbedingt die nötigen technischen Voraussetzungen mitbringen, sind die WF-1000XM4 technisch gerüstet für Tidal, Amazon Music HD und Co. Der Grund heißt LDAC und ist Sonys eigener Bluetooth-Codec. Die zusätzliche für Unterstützung für AptX hat Sony aber zuletzt bei den WH-1000XM3 angeboten und inzwischen fallen gelassen. Apple-Fans wird aber der Codec AAC ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

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Mit einer Status-LED könnt ihr checken, was die Kopfhörer gerade denken. / © NextPit

Für meinen Test habe ich ein Abonnement beim Premium-Musikstreamingdienst Tidal abgeschlossen, der im MQA-Format mit bis zu 4.608 Kilobit pro Sekunde bei 96 kHz und in 24 Bit streamt. Unter Android 11 könnt Ihr die hohe Streamingqualität dank LDAC optimal an die Kopfhörer schicken und den Sound dann noch mit Sonys DSEE Extreme optimieren. Während LDAC für besonders "dichte" Daten beim Musikhören sorgt, optimiert DSEE Extreme die Reproduktion der Frequenzgänge, die bei der Komprimierung der Originaltonquelle verloren gehen.

Das Ergebnis ist eine beeindruckende Klangqualität, die aber auch mit Spotify-Premium und ohne LDAC stimmig ist. Die Treiber der WF-1000XM4 bringen viel Leistung in allen Tonhöhen mit und mit einigen Anpassungen der Equalizer in Sonys App passt Ihr die Headphones gut an Eure Hörgewohnheiten an.

Auf Spotify findet Ihr meine Test-Playlist für Kopfhörer, in der ich mehrere Genres abfrühstücke. Da der Klang so schön fein auflöst, habe ich mich in der Testwoche viel zu Jazz à la Chick Corea hingezogen gefühlt. Aber auch Metal à la Gojira oder Tyler, the Creator's saftige Hip-Hop-Beats hörten sich Klasse an. Der hat am Tag der Veröffentlichung dieses Tests übrigens ein neues Album rausgehauen, ein echter Hörtipp! 👌

360-Grad-Klang eindrucksvoll, aber zu selten

Ein Feature, das ich nicht unerwähnt lassen möchte, ist Sonys 360-Grad-Klang. Das Feature ist am ehesten mit Apples 3D-Klang oder natürlich Dolby Atmos zu vergleichen. Ziel ist es, ein realistisches Surround-Erlebnis in ein paar schnöde Stereo-Kopfhörer zu bringen. Um das Feature zu aktivieren, müsst Ihr mit dem Handy ein Foto Eurer Ohren machen.

Sony analysiert eure Löffel dann und berechnet anschließend, wie räumlicher Klang in Eure Ohren dringen würde. Dass realistischer Surround-Sound auch mit Stereokopfhörern möglich ist, kennt man spätestens seit dem auf binauralen Tonaufnahmen basierenden virtuellen Haircut, den es auf YouTube zu hören gibt.

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Um den 360-Grad-Sound zu nutzen, müsst Ihr Euer Ohr fotografieren. / © Sony / Screenshot: NextPit

Sony simuliert den Raumklang ebenfalls anhand Eurer Ohrform und auch hier braucht es die passende Audioquelle. Unter anderem unterstützt Tidal 360-Grad-Aufnahmen. Wenn Ihr die Headphones auspackt, könnt Ihr Euch über einen Coupon einen kostenlosen Testzeitraum bei Tidal, Deezer oder nugs.net aktivieren. Im Tidal-Katalog gibt es lediglich 20 Stück. Das ist leider nicht genug, dass Sonys Technologie den Sprung aus der Technikdemo in den Alltag schafft.

In Deezers dedizierter 360-App gibt's da schon deutlich mehr, der Streamingdienst schlägt allerdings ebenfalls mit 14,99 Euro in der HiFi-Version zu Buche. Nach den drei Monaten des Sony-Coupons also ein teurer Spaß.

Das heißt aber nicht, dass Sonys Tech-Demo keinen Spaß macht. Ich fand mich beim Hören von Foo Fighters Everlong (Tidal) grinsend in meiner Wohnung wieder. Das ist etwas, was Technik in der Form lange nicht mehr bei mir ausgelöst hat. Schließt man dabei die Augen, versinkt man förmlich in der Musik, da sie um einen herum stattfindet. Gerade nach Monaten des Lockdowns ohne Live-Musik irgendwie sehr geil.

Sound dank 5-Band-Equalizer anpassbar

Ebenfalls positiv hervorheben muss ich Sonys Klangoptimierung per Equalizer. Denn obwohl Euch lediglich ein 5-Band-Equalizer zur Verfügung steht, zeigt sich dieser als äußert effektiv. Dazu gibt's eine Bass-Optimierung und 10 Presets sowie zwei Custom-Settings.

Lediglich eine Analyse Eures Gehörs, wie es beispielsweise die sehr gute Soundcore-App bietet, fehlt mir bei Sony. Ganz grundlegend möchte ich aber ganz kurz Kritik an der Sony-App äußern. Denn als Companion für derart hochpreisige Audio-Produkte finde ich Sonys App schlichtweg zu altbacken und umständlich.

Ja, die App glänzt mit einem hohen Funktionsumfang und mit ein bisschen Eingewöhnung findet man sich gut zurecht. Aber die App sieht schlichtweg altbacken aus und bietet meiner Meinung nach keine besonders gute User-Experience. Vielleicht legt Ihr keinen Wert darauf, aber gerade nach dem Test der Soundcore Life Q35 bleibt mir Sonys Anwendung negativ in Erinnerung.

tl;dr: Die Sony WF-1000XM3 sind sowohl technisch als auch akustisch über die meisten Zweifel erhaben. Im Alltag überzeugen vor allem moderne Standards wie DSEE Extreme und LDAC, mit denen man den hochwertigen Treibern das nötige Futter geben kann. Insgesamt grenzt man dabei so weit an HiFi-Kopfhörern, wie es kabellos per Bluetooth eben geht.

Geräuschunterdrückung: Auf dem Niveau von Sonys Over-Ear-Modellen

Natürlich stattet Sony seine WF-1000XM4 auch mit einer aktiven Geräuschunterdrückung aus. Zusätzlich zur passiven Dämpfung dank Ohrstöpseln aus Schaumstoff nutzt Sony seinen neuen V1-Prozessor, um Krach noch präziseren und latenzfreieren Antischall entgegenzuschicken. Einen Transparenzmodus gibt's auch, auf Wunsch sogar automatisch.

Hat mir gefallen:

  • ANC insgesamt sehr effektiv
  • Transparenzmodus in 12 Stunden steuerbar

Hat mir nicht gefallen:

  • Keine Stufen für ANC, nur in Kombination mit Ambient Sound
  • Transparenzmodus sehr windanfällig
  • Adaptive Sound Control standardmäßig mit nerviger Benachrichtigung

Sony ist schon ein alter Hase im ANC-Geschäft und schafft es vor allem in seinen Over-Ear-Kopfhörern in ANC-Bestenlisten nach vorne. Was die Sony WH-1000XM4 leisten, kriegt Ihr mit den In-Ear-Modellen jetzt endlich in ähnlicher Form. Meiner Meinung nach müssen sich die Earbuds beim ANC nicht mehr wirklich hinter den Over-Ears verstecken.

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Die Schaumstoff-Ohrstöpsel bieten bereits eine passive Geräuschisolierung. / © NextPit

Vor allem Rauschen, beispielsweise Autos im Straßenverkehr, wird nahezu vollständig herausgefiltert. Schaltet Ihr zwischen dem Transparenzmodus und aktiviertem ANC hin- und her, entsteht ein Eindruck, als würdet Ihr den Kopf unter Wasser tauchen. Typisch für so ziemlich alle ANC-Kopfhörer ist aber, dass plötzliche Geräusche weniger gut unterdrückt werden.

Eine stufenweise Regulierung des ANC bietet Sony streng genommen nicht an. Stattdessen könnt Ihr die Effizienz der Geräuschunterdrückung durch Zuschalten des Transparenzmodus regulieren. Sony nennt das Ganze "Ambient Sound Control" und bietet hier noch ein echt geiles Komfort-Feature an.

Bevor ich Euch vom Wunder der Adaptive Sound Control erzähle, noch ein Kritikpunkt. Obwohl Sony einen Modus zur Reduzierung von Windgeräuschen anbietet, kommen diese im Transparenzmodus doch sehr stark durch. Beim Fahrradfahren musste ich den Ambient Sound ausschalten, da der Wind zu laut war.

Adaptive Sound Control 

Jetzt aber zum coolen Feature, denn mit der "Adaptive Sound Control" erkennt die Sony-App die Bewegungen Eures Smartphones. Dabei schaltet die App automatisch zwischen einigen Modi umher. Sitzt Ihr beispielsweise im Büro am Schreibtisch, blendet das ANC die nervigen Kollegen und Kolleginnen voll und ganz aus.

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Die Steuerung des ANC funktioniert automatisch oder manuell. / © Sony / Screenshot: NextPit

Steht Ihr dann auf und wollt auf dem Weg zur Toilette keinen Flirtversuch verpassen, wechseln die Kopfhörer automatisch auf den "Gehen"-Modus um und schalten Transparenzgeräusche mit optionalem Fokus auf Stimmen zu. Das Ganze nervte mich erst tierisch, da es immer eine Benachrichtigung gab und meine Musik kurz leise wurde. Den Sound könnt Ihr aber abschalten und zusätzlich lassen sich auch Standorte mit festgesetzten Einstellungen konfigurieren, wenn Ihr zu Hause beispielsweise gar kein ANC braucht.

tl;dr: Sonys In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer machen ANC nicht nur sehr gut, sie fügen dem Ganzen auch noch clevere Funktionen hinzu. Die Adaptive Sound Control ist keine Weltneuheit, weiß in der Praxis aber dennoch zu überzeugen. Lediglich eine Regulierung des ANC ohne Transparenzmodus würde ich mir wünschen, da dieser recht anfällig für Windgeräusche ist.

Akkulaufzeit: Bis 12 Stunden Ausdauer – oder ein kompletter Rush-Song

Am Stück könnt Ihr mit den WF-1000XM4 12 Stunden lang Musik hören, sofern Ihr ANC deaktiviert lasst. Mit aktivierter Geräuschunterdrückung sinkt die Laufzeit auf acht Stunden. Das Ladecase, das Wireless-Charging unterstützt, enthält Saft für weitere 16 Stunden mit ANC und für 24 weitere Stunden ohne. Auch an eine Quick-Charging-Funktion hat Sony gedacht.

Hat mir gefallen:

  • Insgesamt sehr gute Akkulaufzeit
  • Quick-Charging und Wireless-Charging mit an Bord
  • Dezente "Akku-Leer-Durchsage"

Hat mir nicht gefallen:

  • Ohrhörer zum Teil unterschiedlich schnell leer

Habt Ihr mein kurzes Intro über der Auflistung der Pro- und Contra-Punkte gelesen, wisst Ihr schon alles über die Akkulaufzeit der Sony WF-1000XM4. Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden sind im Markt der In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer herausragend und auch mit aktiviertem ANC schafft Ihr es durch einen kompletten Arbeitstag.

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Das kompakte Ladecase bringt Euch bis zu 24 Stunden weiteren Musikgenuss. / © NextPit

Wollt Ihr noch kurz joggen gehen und merkt, dass die Kopfhörer leer sind? Dann könnt Ihr dank Quick-Charging eine Stunde Musikgenuss in nur fünf Minuten dazugewinnen. Ein Top-Feature, das durch komfortables Wireless-Charging abgerundet wird. In puncto Akkulaufzeit wäre mir nur negativ aufgefallen, dass die einzelnen Earbuds manchmal unterschiedliche Akkustände haben. Im Alltag stört das aber nicht weiter.

tl;dr: Laufzeiten von bis zu 12 Stunden sind ein starkes Stück! Dass Sony dazu noch an Komfort-Features wie Quick-Charging und Wireless-Charging gedacht hat, rundet das Ganze noch ab. Gut gemacht.

Sony WF-1000XM4: Technische Daten

Specs im Überblick

Eigenschaft Sony WF-1000XM4
Größe 6,5 x 3 x 3,5 Zentimeter (Case) | 2,8 x 2 x 3 Zentimeter (Earbud)
Gewicht 41 Gramm (Case) | 7 Gramm (Earbud)
Treiber 6-mm-Hochleistungs-Neodym-Magneten
Frequenzgang Max. 20 - 40.000 Hz
Bluetooth Bluetooth 5.2
ANC Ja, mit Sonys V1-Prozessor
Bluetooth-Codecs SCB, AAC, LDAC
Akkulaufzeit Bis zu 12 Stunden (NC aus) | Bis zu 8 Stunden (NC an)
Erweiterung per Ladecase 24 Stunden (ohne ANC)
Features DSEE Extreme, 360-Grad-Sound, Google Assistant, Alexa, Trageerkennung, Freisprechen
Preis 279,00 €

Was Ihr noch über die WF-1000XM4 wissen müsst

  • Zur Telefonie setzt Sony Beamforming-Mikrofone ein. Die Gesprächsqualität klingt dennoch ein wenig, als würdet Ihr über ein Handy mit Freisprechfunktion telefonieren
  • Die Unterdrückung von Wind- und Nebengeräuschen ist in Gesprächen dafür exzellent
  • Erhältlich in den Farben Weiß und Schwarz

Abschließendes Urteil

Tja Sony, was soll ich Dir noch sagen? Mit den WF-1000XM4 hat das Unternehmen echt abgeliefert! Die Klangqualität ist hervorragend, alle modernen Standards und Komfortfunktionen sind mit an Bord und auch die Akkulaufzeit liegt über der Konkurrenz. Lediglich das ANC habe ich bei anderen Modellen schon einmal besser gehört.

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Die kreise auf den Headphones eignen sich perfekt, um die True-Wireless-Kopfhörer wieder ins Ohr zu rücken. / © NextPit

Das bedeutet aber nicht, dass Ihr Umgebungsgeräusche mit den WF-1000XM4 nicht sehr gut filtern könnt. Gerade in Kombination mit Musik überhört Ihr die Straßenbahn, die Euch im nächsten Moment fast umfährt. Dank Technologien wie der Active Sound Control hat Sony aber auch für solche Situationen vorgesorgt.

Wie viele Sterne gebt Ihr den WF-1000XM4?
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Die Sony WF-1000XM4 sind in der Summe der neue Goldstandard für In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer. Ich bin aber zuversichtlich, dass andere Hersteller das nicht lange auf sich sitzen lassen. Ich freue mich daher auf die nächsten Monate Tech-Audiophilie-Gezanke.

6 Kommentare

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  • Conjo Man vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Radiowerbung...geht in's Ohr, bleibt im Kopf...:-)


  • LuckyKvD vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Was ich im Test vermisse ist der Bericht über Google Fast Pair und wie, der Wechsel zwischen Androidgeräten funktioniert.


  • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Geräuschunterdrückung: Auf dem Niveau von Sonys Over-Ear-Modellen...
    ...Lediglich das ANC habe ich bei anderen Modellen schon einmal besser gehört."

    Ja, was denn nun?


  • A. K.
    • Mod
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Vielen Dank für deine Eindrücke!

    Ein Link zu deiner Playlist wäre nice. Hab zwar was gefunden, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich deine Test Playlist ist ("BT-Speaker Test").

    Nachtrag:

    Die App ist von der Aufmachung wirklich nicht der Bringer. Ich hoffe, die besser nach. Hab selbst die Vorgänger der getesteten, deren Namen ich mir nicht merken kann.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Moin A.K.!
      Die Playlist poste ich hier gleich gerne noch rein.

      Die Vorgänger heißen Sony WF-1000XM3 - zumindest ist Sony bei der Benennung recht konsequent. :)

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