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Bevor wir unser abschließendes Fazit zum Galaxy Note 10+ ziehen, wollten wir schon einmal wissen, wie es sich im Vergleich zu den Vorgängern schlägt und haben es daher gegen das Galaxy S10+ und natürlich den direkten Vorgänger, das Note 9 antreten lassen. In allen Fällen haben wir die Benchmarks übrigens mit der voreingestellten Full-HD-Auflösung durchgeführt. 

In Sachen Hardware gibt es natürlich ein paar Unterschiede. Das Note 9 wird vom hauseigenen Exynos 9810 angetrieben. Beim S10+ kommt als Prozessor der Nachfolger Exynos 9820 zum Einsatz. Beim aktuellen Flaggschiff verbaut Samsung dann aber den Exynos 9825. Das ist eine leicht aufpolierte Variante des 9820er Modells, von der Samsung sich bis zu 20 Prozent Leistungszuwachs erhofft.

Auch beim Arbeitsspeicher gibt es Unterschiede. Unser Note 9 hat 6 GByte davon, unser S10+ 8 GByte. Das Note 10+ hat 12 GByte. Eigentlich stehen also alle Zeichen auf Sieg für das neue Samsung-Smartphone. Doch wie sehen die Ergebnisse tatsächlich aus?

20 Prozent Leistungszuwachs?

Mit einer Ausnahme schneidet das Galaxy Note 10+ in allen Benchmarks besser ab als das Note 9. Letzteres erreicht nur im Singlecore-Test von Geekbench 4 einen geringfügig höheren Wert als der Nachfolger. Ansonsten sind die Ergebnisse des Note 10+ erwartungsgemäß höher.

Interessant ist der direkte Vergleich zwischen Note 10+ und Galaxy S10+. Schaut man sich die Werte des 3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 sowie des 3D Mark Sling Shot Vulkan an, dann liegen die Werte des neueren Gerätes tatsächlich etwas höher. Allerdings sehen wir in beiden Fällen nur einen Leistungszuwachs von knapp 12 Prozent.

Ansonsten fallen die Werte nicht höher aus als beim S10+, bis auf den Multi-Core-Geekbench sogar ein bisschen niedriger. Woran das liegen kann, darüber können wir derzeit auch nur spekulieren. Unser Note 10+ läuft mit finaler Software, das erste Update wurde bereits installiert. Trotzdem ist es natürlich denkbar, dass Samsung hier noch nachlegt und weitere Software-Optimierungen einführt.

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Andererseits ist hier auch die Prozessorfertigung zu bedenken. Der Exynos 9820 wurde im 8-Nanometer-Verfahren im Deep-Ultra-Violet-Prozess gefertigt. Der Exynos 9825 hingegen im 7-Nanometer-Verfahren mit dem Extreme-Ultra-Violet-Prozess. Es sieht so aus als zeigten sich die Vorteile dieser neuen Technik erst in der Zukunft.

Samsung Galaxy Note 10+ im Benchmark-Vergleich

  Galaxy Note 10+ Galaxy S10+ Galaxy Note 9
3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 4.907 4.371 3.379
3D Mark Sling Shot Vulkan 4.777 4.276 2.884
3D Mark Sling Shot ES 3.0 4.338 4.503 4.061
3D Mark Ice Storm Unlimited ES 2.0 54.663 56.128 41.354
Geekbench 4 (Single / Multi) 3.652 / 10.234 4.175 / 10.031 3.753/ 8.998
PassMark Memory 19.065 19.777 10.040
PassMark Disk 72.588 75.870 71.197

Wie schlägt sich das Galaxy Note 10+?

Natürlich ist dies nur eine Seite der Medaille, denn die Benchmarks spiegeln nur sehr bedingt die Erfahrung in der täglichen Nutzung wider. Und das wichtigste zuerst: Im täglichen Gebrauch fällt das Note 10+ sicher nicht als langsam auf, im Gegenteil. Das Smartphone läuft flott und flüssig und scheint jederzeit mehr als genug Leistungsreserven zu haben. Wir haben unseren Test noch nicht abgeschlossen und werden dort natürlich die Benchmark-Ergebnisse nochmals bestätigen. Außerdem werden wir das Galaxy Note 10+ dann auch gegen Smartphones mit anderen Prozessoren antreten lassen – natürlich gegen einen Snapdragon 855, aber sicher auch gegen einen aktuellen Kirin.

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