Fetter Beat bei Google Meet: Spotify, Apple Music & Co. zusammen hören

Fetter Beat bei Google Meet: Spotify, Apple Music & Co. zusammen hören

Es gibt Möglichkeiten, wie Ihr mit Euren Freunden und Eurer Familie Musik hören könnt, ohne im gleichen Raum - oder gar im gleichen Land - zu sein. Damit meine ich nicht per Radio, sondern bei modernen Musikstreamingdiensten wie Spotify, Apple Music und Co. Unsere Anleitung enthält alles, was Ihr dazu braucht.

Inhalt:

Im Zuge der Corona-Pandemie wird es immer normaler, mit Freunden im Videochat abzuhängen. Dabei haben wir Euch schon in anderen Artikeln über die besten Videokonferenz-Tools und über das Zusammenschauen von Filmen über das Netz informiert, mit denen Ihr digital zusammenkommen könnt. Wenn Ihr es jedoch liebt, mit Euren Liebsten Musik zu hören, ist das natürlich auch möglich. Es gibt verschiedene technische Lösungen, die das Teilen von Musik aus der Ferne ermöglichen.

Musik hören mit Freunden über Spotify

Spotify ist für viele nach wie vor die beliebteste Musik-Streaming-Plattform, und so gibt es mehrere Apps von Drittanbietern, die den Dienst unterstützen und es Euch ermöglichen, Musik synchron mit Freunden oder öffentlichen Gruppen zu hören. JQBX (JU-KE-BOX), ist eine der besten Lösungen in Bezug auf Funktionalität und Bedienfreundlichkeit.

Die App funktioniert, indem Ihr "Räume" erstellen könnt, die Freunde und Familie gemeinsam nutzen können. Räume können entweder privat oder öffentlich sein, das heißt Ihr könnt Euch auf Wunsch für gemeinsames Musikhören gegen Gäste absichern. Ihr müsst dann nur noch entscheiden, wie viele DJs abwechselnd Musik auflegen können. Wenn Ihr als DJ an der Reihe seid, wird der Titel, den Ihr oben in der Warteschlange auswählt, für alle im virtuellen Raum gespielt.

Es gibt auch eine Chat-Funktion, mit der Ihr Euch über die Songauswahl Eurer DJ-Kollegen austauschen könnt und benutzerdefinierte Profile gibt es für diejenigen, die etwas tiefer in die Plattform einsteigen möchten. Alle Musik, die Ihr speichert, zu Eurer Warteschlange hinzufügt und exportiert, wird automatisch auch zu Eurem Spotify-Profil hinzugefügt, sodass JQBX auch eine gute Möglichkeit ist, neue Musik über Empfehlungen Eurer Lieben zu entdecken. Ihr könnt auch den gesamten Titelverlauf in eine Wiedergabeliste exportieren, sodass Ihr eine "Musiknacht" anschließend noch einmal anhören könnt.

Um andere Personen dazu einzuladen, dass sie Euch auf Eurer musikalischen Reise begleiten, müsst Ihr nur die URL Eures Raumes freigeben. Diese wird aus dem Namen erstellt, den Ihr dem Raum gegeben habt. sie ist also leicht einzugeben und kein zufällig generierter Code. Auf Wunsch könnt Ihr dabei auch ein Passwort festlegen.

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Die JQBX-App läuft auf dem Desktop. / © JQBX

JQBX ist sowohl für Android als auch für iOS kostenlos, erfordert aber einen Spotify-Premium-Account, um das Urheberrecht einzuhalten. Es gibt auch eine Desktop-Version der App, wenn Sie Ihr virtuelles DJ-Set von Ihrem Laptop oder Computer aus betreiben möchten.

Musikhören mit Freunden über Apple Music

Mit einem sehr ähnlichen Konzept wie JQBX ist Vertigo eine ideale Lösung zum Teilen von Musik für diejenigen, die Apple Music nutzen. Die App ist zwar auch unter Android verfügbar und funktioniert theoretisch auch mit Spotify, ist aber einer der wenigen hochwertigen Dienste, die Apple Music unterstützen.

Das Konzept ist hier sehr ähnlich - Ihr erstellt Hörpartys, indem Ihr Eure Freunde, Familie oder Follower in private Räume einladet, in denen Ihr die Musik auswählen könnt, die gespielt wird. Eine Echtzeit-Chat-Funktion ist ebenfalls mit an Bord und es gibt eine Entdecken-Seite, die dabei hilft, etwas Inspiration zu finden, wenn Ihr an der Reihe seid, einen Track abzulegen. Es gibt auch Künstler-, Influencer- und andere kuratierte Wiedergabelisten, wenn Ihr einfach etwas für Eure Online-Party oder beim zusammen Zocken auflegen wollt.

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Die Vertigo Music App auf Android. / © NextPit

Ihr könnt die Vertigo-App aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store herunterladen. Eine Desktop-Version gibt es leider nicht. Ein kostenpflichtiges Abonnement für Spotify oder Apple Music ist allerdings eine Voraussetzung.

Musikhören mit Freunden über Discord

Falls Ihr gar keinen Musik-Streaming-Dienst nutzt, könnt Ihr mit Discord auch eine weitaus offenere virtuelle Hörparty veranstalten. Das ist aber bei weitem die komplizierteste Lösung und erfordert mehr technisches Geschick als bei JQBX und Vertigo. Allerdings ist dafür kein Abonnement für einen Musik-Streaming-Dienst erforderlich.

Erfahrene Gamer werden mit Discord vertraut sein: Es ist ein Programm, mit dem Ihr Euren eigenen Server erstellen und Freunde dazu einladen könnt, um so de facto einen "Raum" zum gemeinsamen Musikhören zu schaffen. Mit einem Musik-Bot - ich würde Rythmbot empfehlen - könnt Ihr Musik von einem kostenlosen Dienst wie YouTube oder SoundCloud streamen, um die virtuelle Disco zu starten.

Wie immer bei Discord könnt Ihr auch die Chat-Funktion nutzen, um miteinander zu schreiben, Euren Bildschirm teilen und gemeinsam Spiele zu spielen. Die Oberfläche ist nicht so intuitiv, als würdet Ihr eine dedizierte App zum gemeinsamen Musikhören nutzen. Denn um Euren Musik-Bot zu steuern, müsst Ihr Befehle wie z. B. "-play [Songname]" oder "-stop" verwenden, um Musik zu starten oder sie zu stoppen. Mit etwas Mühe und Übung könnt Ihr aber eine ferngesteuerte virtuelle Disco erstellen, ohne jemandem dafür einen Cent zu zahlen.

Ihr könnt die Discord-App aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store herunterladen.

Habt Ihr vor, die nächste Party oder den nächsten Geburtstag virtuell mit Musik zu untermalen? Wenn Ihr eine bessere oder kreativere Lösung habt, als die Vorschläge auf dieser Seite, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Zu allen Anleitungen auf NextPit

 

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