iOS 15: Alle Funktionen und alles Wissenswerte zum neuen iPhone-Betriebssystem

Update: iOS 15 ab dem 20. September für iPhone-Modelle ab 6s verfügbar
iOS 15: Alle Funktionen und alles Wissenswerte zum neuen iPhone-Betriebssystem

Seit dem 20. September 2021 hat Apple für viele seiner iPhones das neue Betriebssystem iOS 15 zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. NextPit zeigt Euch, was die neue Software kann, für welche iPhones sie geeignet ist und wie Ihr das Upgrade auf Euren Telefonen installiert.

iPhone13

iOS 15: Das sind meine drei neuen Lieblingsfunktionen

Auch wenn sich rein visuell nicht viel bei iOS 15 getan hat, kommen mit dem Update einige fundamentale Änderungen. Beispielsweise ändert sich bei Safari fast alles. Selbstverständlich ist die Kernfunktion des Apple-Browsers noch immer das Surfen im Internet. Aber ansonsten dürften sich viele nach dem Update wundern: Die Adresszeile für die URL ist von oben nach unten gewandert, Tabs lassen sich ebenfalls schnell durch Wischgesten navigieren, es gibt Web Extensions, und die Startseite ist individuell anpassbar. 

Die Idee hinter den Änderungen ist, dass Apple das Navigieren mit einer Hand möglich machen wollte. Auch wenn ich den neuen Safari persönlich gut gelungen und den Aufbau im Vergleich zur Vorgängerversion besser finde – mit einer Hand im Web surfen mag mir trotz neuem Design nicht so richtig gelingen.

And the winner is…: Live Text ist meine Lieblingsfunktion bei iOS 15

Dafür gibt es eine Funktion, die ich auf gar keinen Fall mehr missen möchte: Apple hat bei iOS 15 Live Text eingeführt. In meinem Sommerurlaub hat mir die Funktion schon so gute Dienste geleistet, dass ich Live Text schon jetzt als meine neue Lieblingsfunktion des Updates bezeichnen möchte. 

Ich will nicht sagen, dass ich ohne Live Text in Dänemark während meines zweiwöchigen Aufenthalts verhungert wäre. Aber es wäre schon deutlich komplizierter geworden. Denn fast alles auf der dänischen Insel Bornholm war ausschließlich in Landessprache verfügbar. Das iPhone erkennt Text auf Bildern und bietet dann direkt aus der Kamera- oder Foto-App heraus weitere Funktionen an. Bei den dänischen Menüs habe ich beispielsweise den Text kopiert und mit DeepL übersetzt. Das war oftmals pures Gold – es hätte sonst locker passieren können, dass es am Ende nicht ganz so lecker geworden wäre. Denn nicht überall will man Fisch drin haben. Zumindest ich nicht. Elf andere Sprachen, darunter etwa Spanisch, Russisch oder Englisch übersetzt Live-Text übrigens direkt nativ in der App.

Wie die Funktion genau funktioniert, haben wir für Euch weiter unten im Text noch erklärt.

Der zweite Platz geht an: Fokus

Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob ich den zweiten Platz meiner neuen Lieblingsfunktionen an die neue Notizen-App oder eben an Fokus verteilen sollte. Am Ende habe ich mich für Letzteres entschieden. Das Tippen auf dem Smartphone ist etwas, was ich persönlich nicht so gerne mache. Mir fehlt hier die Haptik. Deshalb ist Notizen auf dem Mac und vor allem auf dem iPad ganz vorne dabei und alle, die gerne produktiv arbeiten, werden mir da wahrscheinlich nach einem Test der neuen App zustimmen.

Auch Fokus ist etwas für Menschen, die gerne produktiv sein oder einfach nicht gestört werden wollen. Es ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, das Tool sinnvoll einzurichten. Es erfordert ein bisschen Erfahrung und Denkaufwand, um die jeweiligen Optionen richtig zu konfigurieren. Denn Fokus legt quasi einen kontextabhängigen Filter über Euer iPhone und vermeidet Ablenkungen. Im Klartext heißt das: Hat man einen Fokus aktiviert, bekommt man nur noch eine Auswahl bestimmter Apps angezeigt, Mitteilungen lassen sich deaktivieren, und Anrufe laufen auf Wunsch auf die Mailbox.

Es hat also durchaus weitreichende Folgen, ist Fokus erst einmal aktiviert. Deshalb erfordert es etwas Fingerspitzengefühl, wie radikal man die Option einsetzt. Sonst wundert man sich womöglich, weshalb das Telefon heute so ruhig bleibt, während die Sprachmailbox unbemerkt vollläuft. Genau das ist mir nämlich anfangs passiert.

Jetzt, einige Wochen und viele Fokus-Erfahrungen später, habe ich für mich sinnvolle Konfigurationen gefunden, die ich Nachts oder bei der Arbeit einsetze, um störungs- und möglichst ablenkungsfrei durch die Nacht oder den Tag zu kommen – und um trotzdem nichts Wichtiges zu verpassen. Für mich ist Fokus ein echter Mehrwert auf dem iPhone mit iOS 15 und eine Funktion, die ich nicht mehr missen möchte.

Alle guten Dinge sind drei: Mit Private Relay und iCloud+ kommt noch mehr Datenschutz auf das iPhone

Die Funktion Private Relay hat das Potential, ein echter „Game Changer“ zu werden – also etwas, was Bestehendes von Grund auf verändert. Alle Kundinnen und Kunden, die heute schon iCloud-Abonnenten sind, bekommen ein kostenloses Upgrade auf iCloud+. Apple führt eine Reihe von Datenschutzfunktionen ein, die es Dritten deutlich schwieriger machen sollen, unsere privaten Daten abzugreifen. Die Funktion Private Relay ist Teil von iCloud+ und funktioniert im weitesten Sinne wie ein VPN-Service.

Dabei verschleiern die Apple-Server den genauen Standort, den viele Webdienste sonst über die IP-Adresse erhalten könnten. Stattdessen gibt Apple eine größere Region als Aufenthaltsort weiter. Auf diese Weise werden viele Geschäftsmodelle, die bisher auf wildem Datensammeln fußten, obsolet gemacht. Und das sind gute Neuigkeiten! Zumindest für uns Verbraucher und Nutzer solcher Dienste.

Beta-Version von iOS 15 verspricht wenig Fehler 

Überhaupt hat Apple mit iOS 15 einen guten Job gemacht. Schon von Anfang an war das neue Betriebssystem an den meisten Stellen fehlerfrei und lief stabil. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so. Es gibt bei mir aktuell zwar noch einige Probleme. Diese haben aber nichts mit iOS 15 selbst, sondern mit den App-Entwicklern zu tun, die ihre Programme auf das neue Betriebssystem anpassen müssen. So läuft die Sparkassen-App beispielsweise noch immer nicht mit der Beta-Version und stürzt sofort beim Starten ab. 

Um ein möglichst fehlerfreies Erlebnis bieten zu können, hat Apple zum Start eines seiner Highlights entfernt. Mit SharePlay soll man zukünftig Medieninhalte gemeinsam und synchron via FaceTime genießen können. Unsere eigenen Tests dieser Funktion haben allerdings auch schon gezeigt, dass die Umsetzung durchaus Herausforderungen hat und noch nicht alle gelöst zu sein scheinen.

Apple hat aber angekündigt, SharePlay noch in diesem Herbst via Update nachzuliefern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die besten Features von iOS 15
  2. Fokus
  3. Spotlight
  4. iCloud+
  5. FaceTime
  6. SharePlay
  7. Notification / Mitteilungszentrale
  8. Fotos
  9. Karten
  10. Wallet
  11. Safari
  12. Nachrichten
  13. Wetter
  14. Health
  15. Wo ist?
  16. Notizen
  17. Siri
  18. Widgets
  19. Sonstige Features
  20. Unterstützte Geräte
  21. Fazit

Fokus

Bei Fokus handelt es sich um eine grundsätzliche Möglichkeit, Mitteilungen, Anrufe und Apps im Kontext der jeweiligen iPhone-Einstellung filtern zu lassen. Dabei lernt das iPhone auch in welcher Situation man sich gerade befindet und schlägt entsprechende Optionen für Fokus vor. Geht man beispielsweise regelmäßig gegen 22:30 Uhr ins Bett, meldet sich das iPhone mit iOS 15 und bietet den Fokus für Schlafen an. Es lassen sich außerdem neben Arbeiten, Zeit für mich und Nicht stören auch benutzerdefinierte Möglichkeiten für Fokus einstellen. Bei einem eingestellten Fokus, erhalten Andere, die einen kontaktieren wollen, auf Wunsch einen Hinweis, dass man gerade nicht erreichbar sei und außerdem einen Hinweis, sollte es wichtig sein, dennoch kontaktiert werden kann.

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Verschiedene Modi für verschiedene Anlässe. Die effektive Einrichtung erfordert aber etwas Planung. / © Apple

Fokus ist für mich eine der Funktionen, dessen wahres Potential erst mit etwas Abstand und Rumprobieren klar wird. Ich habe iOS 15 bereits seit einigen Wochen im Einsatz und nutze Fokus immer wieder mal. Bevor ich etwas mehr in die Tiefe gehe, aber erstmal zur Grundfunktionalität:

Es handelt sich bei Fokus im weitesten Sinne um eine Erweiterung der bisher schon bekannten Funktion Bitte nicht stören. Einmal aktiviert, werden keine Mitteilungen oder Anrufe oder sonstige Ablenkungen an Deine Apple-Geräte durchgestellt. Jedwede Ablenkung ist aus- und abgeschaltet. Das gilt für alle Geräte einer Apple-ID – schaltet man beispielsweise seinen Mac auf Nicht stören, gilt dieser Status dann auch für iPhone oder iPad. Das ist besonders dann praktisch, wenn man sich in einem Meeting befindet, konzentriert arbeiten oder nachts ohne Störung schlafen möchte.

Konfigurieren von Fokus nicht ganz trivial

Die große Herausforderung von Fokus liegt aber in der richtigen Konfiguration. Setzt man die Modi nicht korrekt auf, kann es einem passieren, dass im Modus “Arbeiten” plötzlich keine Telefonanrufe mehr zu einem durchdringen – und der Anruf der Chefin ungewollt auf der Mobilbox landet.

Eine genaue Anleitung für das Konfigurieren von Fokus folgt demnächst an dieser Stelle.

Live Text

Ein weiteres erwähnenswertes Feature ist Live Text. Schießt man mit dem iPhone ein Bild, erkennt das iPhone mit On-Device-Intelligenz jede Menge hilfreicher Informationen. Mit einer OCR (Optical Character Recognition), die direkt auf dem iPhone läuft, lässt sich aus einem Bild der Text extrahieren beziehungsweise markieren, um so direkt eine E-Mail an eine Adresse zu versenden, eine Wegbeschreibung zu suchen oder einen Anruf zu tätigen.

All das funktioniert sogar direkt aus der Kamera-App heraus. Allerdings ist es nicht ganz einfach diese Funktion zu finden. Erkennt die Kamera Text, erscheint ein kleines Symbol, auf das man tippen muss. Dann extrahiert das iPhone den anvisierten Text und bietet weitere Optionen zur Weiterverwendung an.

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Auf dem Bild ganz rechts unten ist der Button für Live Text. Erkennt das iPhone Text, highlightet die Software diesen außerdem und bietet den blauen "Insert"-Button links daneben an. / © Apple

Mit Live Text lassen sich aber nicht nur Informationen schnell und komfortabel gewinnen und weiterverwenden. Die Apple-OCR kann selbst handgeschriebene Rezepte erkennen und der erkannte Text lässt sich direkt mit einem Klick in eine andere Sprache übersetzen.

Objekterkennung in Bildern und visuelles Nachschlagen

Das iPhone kann fotografierte Objekte, wie Kunst, Sehenswürdigkeiten, Pflanzen, Bücher oder Haustiere erkennen und durch einen Klick darauf lassen sich dann weitere Hintergrundinformationen abrufen.

Ansatzweise lässt sich das Potential bereits erahnen: Umständliche Internetrecherchen zu fotografierten Objekten fallen zukünftig weg und lassen sich mit nur einem Klick bewerkstelligen. Denkt man diese Funktion etwas weiter, kann man sich dies vor allem in Kombination mit Augmented Reality oder einer potentiellen Apple Glass sehr gut vorstellen. Mit einer solchen Funktion kann Apple schon heute die eigenen künstlichen Intelligenzen trainieren und verbessern.

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Visual Lookup kann in der Zukunft spannend werden. Vor allem dann, wenn wir irgendwann entsprechende Brillen haben. / © Apple

Und, ja – eine solche Funktion gibt es bei Google beziehungsweise Android schon sehr lange. Allerdings wird die Intelligenz dort vor allem serverseitig gelöst. Das heißt, die Bilder gehen zu Google und werden dort analysiert. Apple hat sich schon alleine aus Gründen des Datenschutzes dazu entschieden, dies On-Device zu erledigen. Die Bilder und vor allem Eure Daten verlassen also Euer Gerät nicht, sondern alles funktioniert auf dem iPhone.

Spotlight

Diese neuen Möglichkeiten lassen sich auch auf Spotlight übertragen. Die interne Suche funktioniert nun auch mit Informationen, die auf Bildern festgehalten sind. Außerdem gibt es in der Suche auch umfangreichere Suchergebnisse zu Künstlerinnen und Künstlern, Menschen im Entertainment-Bereich, zu Fernsehsendungen, Filmen und auch zu meinen Kontakten.

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Apples Suche "Spotlight" wird deutlich interaktiver.  / © Apple

Wenn ich zukünftig also (möglichst) alle Bilder mit Hunden in meinen Bildern finden möchte, reicht die Eingabe des Begriffs Hund und mir werden alle Bilder – und erstaunlicherweise auch alle möglichen andere Ergebnisse angezeigt, die entweder einen Hund zeigen, oder worin sich das Wort Hund befindet. So können beispielsweise auch Bilder ganz klein irgendwo das entsprechende Wort als Text darauf beinhalten und tauchen so in den Suchtreffern auf.

iCloud+

Eigentlich läuft dieses Upgrade für die zahlenden iCloud-Kunden abseits von iOS 15. Allerdings hat Apple beide Funktionen gleichzeitig verkündet – und iOS 15 ist auch Voraussetzung für die vollständige Nutzung aller Möglichkeiten, die Apple nunmehr bietet.

Apple hatte schon immer erkannt, dass Privatsphäre und Datenschutz ein wichtiges Gut sind. Gerade, da das Smartphone immer mehr zu unserem wohl wichtigsten Tool in Sachen persönlicher Daten wird, erscheint es nur folgerichtig, dass Apple noch mehr Fokus auf das Thema Datensicherheit legt. Mit iCloud+, das alle iCloud-Kunden automatisch und ohne zusätzliche Kosten erhalten, fügt Apple zu den bisher schon bekannten Funktionen, eine Reihe Möglichkeiten in Sachen Privacy hinzu.

Privat Relay

Privat Relay ist eine Art VPN – und funktioniert doch ganz anders. Der Datenverkehr einschließlich der Zieladresse wird vom Safari-Browser zunächst verschlüsselt zu einem iCloud-Server gesendet. Dort wird die IP-Adresse gegen eine aus der selben Region ausgetauscht. So verhindert man eine genaue Lokalisierung, ohne aber auf der anderen Seite einem anderen Server eine völlig falsche Location vorzugaukeln. Ist die IP-Adresse einmal ausgetauscht, sendet der Apple-Server die Anfrage an einen zweiten Server eines Apple-Partners. Dieser entschlüsselt die Zieladresse und leitet außerdem die Anfrage dorthin weiter.

So weiß Apple zwar, um welche Nutzerinnen und Nutzer es sich zwar handelt, kennt aber deren Ziel nicht. Und der Apple-Partner kennt weder Nutzer, noch genaue IP-Adresse.

E-Mail Adresse verbergen und E-Mail Datenschutz im Allgemeinen

Wahrscheinlich sind sich viele Nutzerinnen und Nutzer nicht bewusst, dass beim Öffnen von E-Mails oftmals im Hintergrund einige Informationen, wie Öffnungshinweis, IP-Adresse des Empfängers oder Ähnliches an den Versender übermittelt wird.

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Es gibt eine Reihe von Verbesserungen in Sachen Datenschutz. Mit iOS 15 in Kombination mit iCloud+ dürfte man zukünftig sehr anonym surfen können. / © Apple

iOS 15 und das Apple-eigene Mail-Programm verhindert dies zukünftig. Vor allem bei Werbemails ist dies besonders zu empfehlen, da sich auf diese Weise das Ausgestalten eines Werbeprofils unterbinden lässt.

Genau auch dafür – beziehungsweise dagegen, ist auch die Funktion E-Mail Adresse verbergen. Apple integriert in iCloud+ die Möglichkeit, sofort einzigartige und zufällige E-Mail Adressen anzulegen, die wiederum mit dem eigenen, persönlichen Postfach verknüpft sind. Auf diese Weise ist das Angeben der echten E-Mail Adresse nicht mehr nötig, wenn man ein Formular ausfüllen muss oder einen Newsletter abonniert.

FaceTime

Dinge gemeinsam erleben – darum soll es zukünftig stärker bei FaceTime gehen. Neben einigen Verbesserungen – wie 3D-Audio (einzelne Stimmen klingen so, als würden sie aus der Richtung der sprechenden Person kommen), die Möglichkeit den eigenen Bildschirm zu teilen oder aber auch den Porträtmodus (nur das Gesicht ist dabei scharf zu sehen) – die vor allem bei Videokonferenzen zutragen kommen, bringt Apple mit iOS 15 Funktionen, die dazu animieren sollen, iPhone- und Apple-Content gemeinsam erleben zu können.

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Ob iPhone oder Android: Ab iOS 15 können Videoanrufe auch außerhalb von Apple-Geräten abgehalten werden. / © Apple

Außerdem können jetzt auch Anrufe mit Android-Smartphones abgehalten werden. Mit einem Einladungslink können dann auch Besitzerinnen und Besitzer eines Nicht-Apple-Smartphones einem Anruf beitreten. 

SharePlay

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Gemeinsam einen Film oder eine Serie ansehen kann Spaß machen. Vorausgesetzt beide Anrufer verfügen über die entsprechenden Lizenzen. / © Apple

Mit SharePlay lassen sich während eines FaceTime-Anrufs Musik, Filme oder Fernsehsendungen wiedergeben und so gemeinsam erleben. Durch eine synchronisierte Wiedergabe sind alle Teilnehmer immer auf dem selben Stand – fast so, als wären alle in einem Raum. Damit SharePlay wirklich klappt, müssen bei lizenzpflichtigen Inhalten, wie beispielsweise bei Filmen, alle Teilnehmer über die selben Lizenzen verfügen. Es reicht also nicht, wenn eine Person im Call einen Film gekauft hat oder Apple-TV+-Abonnent ist und den anderen Teilnehmern den Inhalt so freigeben will.

Während man die Filme ansieht, die Musik gemeinsam hört oder den Bildschirm teilt, kann man sich wie bei einem normalen Videoanruf normal weiter unterhalten.

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SharePlay ist eine gute Sache. Beim gemeinsamen Ansehen von Medieninhalten in Kombination von DRM wird es aber in der Praxis wahrscheinlich oft scheitern.  / © Apple

SharePlay ist nicht von Anfang an dabei. Und hat auch sonst Herausforderungen.

Apple hatte im August angekündigt, die neue Funktion SharePlay nicht zum Start von iOS 15 mit auszuliefern und den Start in den Herbst diesen Jahres verschoben. 

SharePlay ist für mich an sich eine nette Funktion, die sicherlich viele, gerade jüngere Menschen nutzen möchten. Gerade für die dürfte es aber nicht immer leicht werden, passende Inhalte zu finden: Wenn alle Teilnehmer eines Anrufs auch gleichzeitig eine gekaufte Lizenz benötigen, um sich Content gemeinsam ansehen zu können, dann konterkariert dies die Idee, gemeinsam einen Filmabend zu organisieren. Gerade jüngere Menschen haben nicht das erforderliche Kleingeld, um mal eben einen Film zu gucken – und auch nicht jede oder jeder hat ein Netflix-, Sky- oder Apple+-Abo.

Notifications / Mitteilungen

Wer kennt das nicht: Einmal das Handy weggelegt – und plötzlich ist der ganze Screen mit irgendwelchen Mitteilungen voll. Wie auch schon bei der neuen Funktion Fokus geht Apple bei den Mitteilungen den Weg des digitalen Entschlackens. Denn viele Mitteilungen schaffen es nicht mehr automatisch auf den Sperrbildschirm.

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 Mitteilungen sind visuell aufgefrischt und werden besser zusammengefasst. / © Apple

Wichtiger aber noch ist, dass iOS 15 einem die Mitteilungen innerhalb eines frei einstellbaren Zeitplans zusammengefasst anbietet. Zu den ausgewählten Zeiten stellt das iPhone dann einen auf die persönlichen Prioritäten angepassten, schön gestalteten Bericht zusammen, bei dem die wichtigsten Mitteilungen ganz oben stehen.

Die neuen Mitteilungen bekommen ein neues Design, mit Fotos der Kontakte, aber auch größeren App-Symbolen. So sollen sich die Mitteilungen schneller zuordnen lassen.

Fotos

Die Foto-App erhält ein vergleichsweise großes Update und bietet in der Summe zahlreiche Änderungen.

Rückblicke

Rückblicke – das Feature, bei dem das iPhone täglich Bilder aus Deiner Fotodatenbank vorschlägt – kommen jetzt noch deutlich interaktiver daher.

Unter iOS 15 erweitert Apple die kleinen nach Personen, Orten oder bestimmten Reisen kontextbasierten und automatisch erstellten Videos mit neuen Effekten, aber auch mit einer Integration mit Apple Music. Die Rückblicke unterlegt das iPhone automatisch mit passender, kuratierter Musik, die sich aber auch manuell und individuell aus der Apple-Music-Bibliothek anpassen lässt.

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Rückblicke sind wirklich eine tolle Art, eigene Bilder zu erleben. Achtung: Suchtfaktor!  / © Apple

Rückblicke ist etwas, was ich seither regelmäßig, wenn nicht gar täglich nutze. Die Zusammenschnitte haben nicht nur neue, wirklich gute und trotzdem dezente Effekte. Es gibt auch fast jeden Tag neue Themenschwerpunkte, denen Bilder und Videos meiner Bibliothek passend zugeordnet wurden. Mal sind es Reisen, Events, Bilder des Tages über einen längeren Zeitraum zusammengefasst oder welche zu einer Person.

Ist ein Rückblick fertig, bietet mir das iPhone gleich den nächsten an – und es kommt schon mal vor, dass wir oder ich fünf, sechs, sieben der automatischen Rückblick-Mixe ansehe.

On-Device Intelligenz bei Fotos

Apple nutzt mit iOS 15 die Metadaten von unseren Fotos, um mit On-Device Intelligenz eine Menge anzustellen – nicht nur mit den bereits besprochenen Rückblicken.

Mit Live Text in bestehenden Fotos, aber auch direkt in der Kamera, lässt sich Text jeder Art direkt in der App nutzen und weiterverarbeiten. Die Option diesen Text auch direkt übersetzen zu können, dürfte für viele Menschen interessant sein – nicht nur, aber gerade wenn sie im Urlaub sind. Um ein Rezept in seine Sammlung zu bekommen, reicht es zukünftig auch aus ein Foto zu schießen und den Text dann mit Copy&Paste in die eigene Struktur zu bringen.

Wie bereits unter der Sektion Live Text geschrieben, hat die Funktion derzeit noch einige Schwächen. Diese werden aber schon in der Betaphase immer kleiner – und es ist eine Frage der Zeit, bis Livetext für sehr viele Nutzerinnen und Nutzer ein unverzichtbares Helferlein wird.

Karten

Leider gibt es die fundamentalen Änderungen in Karten nicht (oder nur eingeschränkt) hier bei uns in Europa, sondern zunächst vor allem in den USA. Die Ansichten der Städte sind deutlich verbessert – es gibt 3D-Modelle der Gebäude, eingezeichnete Gehe- und Fahrradwege, Parks oder gar Bäume. Aber leider sind hier in Europa noch keine Städte erfasst. Es ist aber wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande die Städte in neuem Apple-Karten-Glanz entstehen. Immerhin sind Juni 2021 in deutschen Großstädten bereits Menschen unterwegs, die Städte und ihre Details via 360-Grad-Kamera kartografieren.

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Die neuen Karten sind in Deutschland so noch nicht verfügbar, sollen aber folgen. / © Apple

Bei der Navigation hat sich die Ansicht ebenfalls deutlich verändert und wohl auch verbessert. Es gibt sehr viel mehr Details zu sehen – nicht nur, was Gebäude, sondern auch Abbiegespuren, Fußgängerüber- und Radwege anbelangt.

Auch für diejenigen, die nicht so oft mit dem Auto und dafür mit dem ÖPNV oder zu Fuß unterwegs sind, wurde gedacht. Wegbeschreibungen sind auch als Augmented Reality-Option verfügbar.

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Die ÖPNV-Integration funktioniert hier in Berlin bereits. / © Apple

Für den öffentlichen Nahverkehr sind Haltestellen in der Nähe und die Fahrzeiten für bestimmte Routen abrufbar. Nutzt man einige Routen regelmäßig, lassen sich diese oben im Fenster festpinnen.

Wallet

Vor allem die US-Amerikaner dürfen sich über die wachsenden Möglichkeiten der Wallet-App freuen. Dort lassen sich noch in diesem Jahr in einigen Bundesstaaten Personalausweise und Führerscheine direkt hinterlegen. Selbst bei Flugreisen reicht dann das Ausweisen via iPhone beziehungsweise Wallet. Mit Wallet können aber auch bald Eingangs- oder Hotelräume oder Autos geöffnet beziehungsweise gestartet werden.

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Wallet hat das Potential der universelle, digitale Schlüssel vieler Menschen zu werden. / © Apple

Apple verfolgt also weiter die Strategie, dass das iPhone das persönlichste Device wird, über welches man verfügt.

Mangels Wallet-fähigem Auto und entsprechenden anderen Möglichkeiten, konnten wir diese Option bisher noch nicht testen. Aber so wie bei Apple Pay auch, werden die neuen Möglichkeiten für Wallet auch sukzessive außerhalb der USA nutzbar werden. Und entsprechend wichtig kann die neue Funktion zukünftig werden.

Safari

Apple gönnt seinem Browser Safari ein Update, das nichts weiter als ein radikales neues Design darstellt. Die Umstellung ist so umfangreich, dass wir uns mit dem neuen iPhone-Browser in einem eigenen Artikel ausführlich beschäftigen wollen.

Neben der Tatsache, dass die Adresszeile vom oberen Bildschirmrand nach unten gewandert ist und über der Seite schwebt beziehungsweise nach einer gewissen Zeit verschwindet, hat Safari vor allem drei wesentliche Neuerungen, die wir nachfolgend für Euch aufgelistet haben.

Neues Design der Tableiste

Um nur mit einer Hand navigieren zu können, hat Apple die Tableiste neu konzipiert. Anstatt, wie bisher, auf einen Button klicken zu müssen, kann man nun auch schnell zwischen den Tabs hin und her wischen oder mit einer Wischgeste in die Gesamtübersicht wechseln.

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Anfangs gewöhnungsbedürftig, dann aber praktisch: Das neue Gesicht von Safari und die neuen Tabs. / © Apple

Es ist tatsächlich deutlich einfacher mit dem neuen Browser zu navigieren und auf die verschiedenen Fenster zuzugreifen. Allerdings ist die Umstellung auf das neue Safari auch durchaus gewöhnungsbedürftig. Es dürfte vielen so wie mir gehen, dass sie sich instinktiv bei einer Adresseingabe erstmal nach oben orientieren. Mittlerweile habe ich es aber gelernt und glaube, dass es eine gute Idee und sinnvolle Änderung war.

Neues Design der Tabübersicht und Tabgruppen

Wer seine Lesezeichen oder geöffnete Tabs gerne organisiert, dürfte sich freuen. Tabs lassen sich in Gruppen zusammenfassen, um dann so schnell zwischen den Gruppen wechseln zu können.

Einmal angelegte Gruppen sind dann auch auf allen Apple-Geräten abrufbar, so dass man auch auf dem Mac oder iPad genauso navigieren kann, wie auf dem iPhone.

Ich selbst bin bei Tabs eher sehr pragmatisch: Ich öffne eine Seite – und wenn ich ein neues Fenster brauche, suche ich nicht danach, sondern tue dies in einem neuen Fenster. Ab und an schließe ich dann alle Tabs auf einmal. Aber hier sind Geschmäcker gewiss verschieden.

Safari erhält Erweiterungen beziehungsweise Plugins

Endlich, kann man fast sagen! Nachdem bei anderen Browsern Plugins schon lange üblich waren, bekommt Safari auch Erweiterungen. Hierzu baut Apple nun einen eigenen Bereich im App Store auf.

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Noch gibt es noch nicht so viele Erweiterungen. Das dürfte sich sicher bald ändern.  / © Apple

Das Angebot an Erweiterungen ist derzeit noch recht überschaubar. Aber es ist eine Frage der Zeit, dass hier eine Menge nützlicher Helfer ihren Weg in den Store und dann in unsere Browser finden.

Nachrichten

Auch Nachrichten bekommt einen Schwung neuer Funktionen, die zum großen Teil eine Lücke zu bereits bekannten Funktionen bei Telegram, WhatsApp & Co. schließen.

Mit dir geteilt

Geteilte Medieninhalte – wie Fotos, Videos, Links oder Apps – erscheinen in einem neuen Bereich der jeweiligen Apps unter Mit dir geteilt. Von dort lassen sich dann auch direkt Nachrichten an die jeweilige Person schicken, die einem etwas geschickt hat, ohne dass man zuvor in Nachrichten springen muss.

apple ios 15 photo collections memoji
Es gibt bei Nachrichten neue Memojis und Fotosammlungen: Schickt man mehrere Bilder an eine Person, fasst das iPhone diese zu einem Stapel zusammen und man kann durch die Bilder swipen. Mit einem Tap faltet sich der Stapel auf und alle Bilder werden so wie rechts auf dem Bild dargestellt.  / © Apple

Die Funktion ist an sich sehr sinnvoll. Allerdings fühlt sich die Integration noch nicht ganz rund an. Ich selber muss immer wieder in Fotos, Safari oder Musik danach suchen. Während man in Nachrichten selbst geteilte Inhalte schnell beim jeweiligen Kontakt findet, ist die Mit dir geteilt-Option in den anderen Apps nicht ganz so einfach zu finden.

Fotosammlungen

Beim Versand mehrerer Bilder erstellt iOS nun eine Art Collage beziehungsweise einen Stapel, durch den man sich per Wischgeste scrollen kann. Mit einem Tap auf den Stapel, faltet sich der Stapel auf und man kann einen Tapback senden oder die Bilder in der eigenen Mediathek abspeichern.

Wetter

Die Wetter-App des iPhones hat sich ebenfalls verändert und ein Facelift erhalten. Neben weiteren Wetterdaten gibt es nun auch veränderte Grafiken, inklusive neuer Full-Screen-Wetterkarten und einem dynamischen Layout – je nachdem wie das aktuelle Wetter gerade am jeweiligen Ort ist. Außerdem gibt es eine kleine Anzeige des aktuellen Sonnenstandes, eine für den Wind, den Luftdruck, sowie einige mehr.

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Links: Neue Widgets. Mitte: Das Wetter bekommt neue Karten. Rechts: Notizen erhalten Tags und bei einer Zusammenarbeit, die Möglichkeit direkt Leute zu nennen. / © Apple

Health

Mit iOS 15 kommen noch eine ganze Reihe weiterer Änderungen und Funktionen: Es gibt ein Update bei der Gesundheitsapp Health, so auch bei Notizen oder auch eine Funktion, die sich Mit dir geteilt nennt und bereits aus anderen Messengern, wie WhatsApp oder Telegram bekannt ist: Links, Bilder und andere mit mir geteilte Inhalte, lassen sich gefiltert anzeigen. Diese Option ist in Fotos, Safari, Apple Music, bei Apple Podcasts und in der TV-App integriert.

“Find My” / Wo ist?

Mit Wo ist? lassen sich jetzt auch Geräte finden, die ausgeschaltet oder gar gelöscht sind. Dies funktioniert über das sogenannte Find-My-Netzwerk von Apple. Dabei dienen quasi alle Apple-Geräte als „Spürnasen“ und senden den Ort anderer Geräte an die iCloud-Server. Dabei wird ein hoher Schutz der eigenen Daten garantiert.

Apple fügt außerdem den Find-My-Support bei den AirPods Pro und den AirPods Max hinzu. Es gibt zudem ein Widget, das sofort und auf einen Blick die wichtigsten Orte anzeigt.

Wenn man den Ort mit Freunden oder der Familie teilt, kann man zukünftig einen Livestream der Bewegungen sehen. Bisher wurde der Standort einer Person immer nur alle paar Sekunden aktualisiert und man konnte so nicht genau Geschwindigkeit oder die Richtung nachverfolgen.

Notizen

Für diejenigen, die Notizen auch auf dem iPad nutzen, kommt mit iOS 15 und iPadOS 15 ein echter Schwall an Verbesserungen. Ich will es gleich vorweg sagen: Notizen ist für mich persönlich in Sachen Produktivität eine der besten Verbesserungen, die Apple uns in diesem Jahr zu bieten hat.

Bei iOS fallen die Verbesserungen kleiner aus, als auf dem iPad. Aber auch auf dem iPhone lassen sich nun Tabellen sehr viel einfacher integrieren und bearbeiten. Wenn man mit Anderen zusammenarbeitet, kann man nun Personen direkt erwähnen und auf diese Weise benachrichtigen.

Um Notizen einfacher wiederzufinden und zu organisieren, lassen sich den Notizen nun auch Tags zuordnen. Über eine Suchbrowser können Notizen schnell gefiltert und gefunden werden.

Notizen war für mich bislang eine App, die nicht zu meinen Lieblingsapps für das Erfassen von Gedanken gehörte. Das hat sich mit dieser Version aber geändert. Beinahe täglich kommt die App bei mir zum Einsatz. Aus diesem Grunde wollen wir ihr demnächst einen eigenen Artikel widmen.

Siri

Apple hat mit iOS 15 seine Bestrebungen, den Privatschutz der Nutzerinnen und Nutzer in allen Bereichen zu verbessern, deutlich intensiviert. Das gilt auch für Siri.

Anstatt wie bisher Siri-Anfragen an Apple-Server zu schicken, geschieht die Verarbeitung durch die Neural Engine direkt auf dem Gerät. Neben einer höheren Sicherheit, verbessert sich so auch die Reaktionsgeschwindigkeit. Zumindest in den meisten Fällen.

Was mir persönlich sehr gut gefällt, ist, dass Siri nun auch besser lernt und beispielsweise Namen, die ich häufig verwende, richtig erkennt. Habe ich in der Vergangenheit zum Beispiel den Namen „Mia“ diktiert, hat Siri immer ein „mir“ daraus gemacht. Seit iOS 15 passiert das kaum mehr.

Siri behält jetzt auch den Kontext zwischen der einen und der nächsten Anfrage aufrecht. So kann Siri Informationen aus der Frage zuvor auch bei einer anschließenden Frage beibehalten.

Verwendet man AirPods kann Siri Erinnerungen oder Anrufe ankündigen. Auf diese Weise fällt im besten Falle der Blick auf das Display weg. Einen Anruf kann man auch direkt per Sprachbefehl annehmen, wenn man AirPods verwendet.

Siri bietet in iOS 15 neuronale Text-to-Speech-Sprachausgabe in mehr Sprachen, darunter Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Finnisch. Es gibt auch Siri-Sprachunterstützung für gemischtes Englisch, Indisch und eine Mischung aus indischem Englisch und einer Muttersprache, einschließlich Hindi, Telugu, Kannada, Marathi, Tamil, Bengali, Gujarati, Malayalam und Punjabi.

Widgets

Es gibt eine Reihe neuer Widgets, die bei iOS 15 dazukommen. Zum Beispiel gibt es ein neues Widget für Wo ist?, für Mail oder für sogar für den App Store.

Wir haben hier die besten Widgets unter iOS 15 für Euch in einem eigenen Artikel zusammengestellt.

Sonstige neue Features

iOS 15 ist ein großes Update, das eine Menge neuer Funktionen mit sich bringt. Wir aktualisieren diesen Artikel von daher fortlaufend und fügen Neuerungen hinzu.

iOS 15: Unterstützte Geräte

Apple bietet den Support ab iPhone 6s an. Allerdings bekommen einige ältere Geräte nicht alle Funktionen.

Wir haben hierzu zwei Artikel für Euch zusammengestellt:

Mit iOS 15 verknüpft Apple seine Hardware noch weiter und ist konkurrenzlos gut

Zum Start des iPhone 13 bringt Apple mit iOS 15 ein Betriebssystem mit, das Lücken zu Android schließt und gleichzeitig der Konkurrenz weiter enteilt. Ja, optisch hat sich auf den ersten Blick vielleicht nicht viel getan. Apple schafft es, selbst große Neuerungen so zu verpacken, dass es einem erstmal gar nicht auffällt. Ich habe mich dabei ein paar Mal ertappt, als ich mich fragte: „Das war doch schon immer so. Oder?“. Das sind gute Neuigkeiten. Denn jeder und jede von uns sollte sich bei einem Umstieg von iOS 14 auf iOS 15 sehr leicht tun.

Einige Neuerungen bei FaceTime oder auch bei Nachrichten / iMessage sind eher als ein Schließen der Lücke zu Konkurrenten, wie Google Meet, WhatsApp oder Telegram zu verstehen. Hier hatte Apple sicherlich an einigen Stellen Nachholbedarf und bessert jetzt nach. Gerade das Zusammenspiel der Apple Hardware und auch die Kollaboration mit Anderen wird immer besser.

Andere Funktionen, wie Live Text oder Notizen, haben das Potential, echte Problemlöser im Alltag zu werden. Das Extrahieren von Text aus Bildern nutze ich wirklich regelmäßig. Dass die Intelligenz dabei auf dem Smartphone passiert und Apple die Information nicht auf zu den eigenen Servern schickt, ist nicht nur aus Gründen der Datensicherheit, sondern auch aus Gründen der Performance ein echtes Plus. Und Funktionen wie Private Relay werden der Datensammelwut im Netz einen Riegel vorschieben. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Unternehmen nachziehen und ihre Geschäftsmodelle und -praktiken vom Sammeln persönlicher Daten entkoppeln.

Apple zeigt erneut, dass sie hohen Wert auf Nachhaltigkeit legen und bieten iOS 15 allen iPhone-Modellen ab dem iPhone 6s an. Allerdings können ältere Modelle nicht auf alle Funktionen hoffen. Im Abschnitt unterstützte Geräte haben wir einige Funktionen zusammengetragen, die es leider nicht auf die älteren Versionen des iPhones schaffen. In diesem Artikel zählen wir außerdem sieben Funktionen auf, die es nicht auf ältere iPhones schaffen.

Trotzdem lege ich mich erneut fest: Mit iOS 15 – und gerade im Zusammenspiel mit macOS und iPadOS – enteilt Apple der Konkurrenz noch weiter (Lesetipp: iOS 15 macht Android zu Endroid: Vom Flaggschiff zur Grabbelkiste?).

Durch ein orchestriertes Zusammenspiel zwischen seinen Geräteklassen bietet Apple seinen Nutzerinnen und Nutzern eine Einfachheit, die es bei anderen Betriebssystemen nicht gibt. Und durch das konsequente Umsetzen von Datenschutz beschreitet Apple Wege, die sich andere Unternehmen dringend zum Vorbild nehmen sollten.

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30 Kommentare

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  • AppleDev vor 4 Tagen Link zum Kommentar

    iOS 15 ist richtig nice, allerdings find ich es schade und fast schon asozial, dass viele Features wie Fitness+ (ja, soll bis Ende Herbst auch nach Deutschland kommen), das neue Design und die Bewertungsfunktion bei Apple Maps und vieles mehr erst nach vielen Jahren, wenn überhaupt, erst nach Deutschland kommt... 🤔


  • Tim vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    Es heißt übrigens Release Candidate, nicht Golden Candidate - da habt ihr was mit der ehemaligen "Golden Master" vermischt :D


  • Cario vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Wohl nichts beeindruckendes oder neues dabei was man nicht schon kennt...


  • AppleDev vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Ich freu mich schon richtig auf iOS 15 😊


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 6 Tagen Link zum Kommentar

      Ich mich auch – vor allem auch darauf, dass alle Funktionen freigeschaltet sind.


  • Aries vor 1 Woche Link zum Kommentar

    > Morgen kommen neue iPhones! Wir gehen davon aus, dass Apple dann auch iOS 15 für alle iPhone-Modelle ab dem iPhone 6 per kostenlosem Download zur Verfügung stellt.

    Ich denke, iOS 15 wird noch etwas auf sich warten lassen. Apple hat heute gegen 19 Uhr iOS 14.8, iPadOS 14.8, watchOS 7.6.2 und macOS 11.6 veröffentlicht. Außer bei watchOS sind das nicht nur Patches, sondern Updates, wie an der Erhöhung der Versionsnummer zu erkennen ist. Wenn das einen Tag vor der Keynote passiert, werden wir die neuen OS-Vesionen nicht vor Oktober erwarten dürfen.


    • Tim vor 6 Tagen Link zum Kommentar

      Es sind aber nur Patches. Es gibt keinerlei neue Features mit 14.8. Es ist nicht ganz ersichtlich, warum Apple hier 14.8 angesetzt hat und nicht 14.7.2.
      Bei dem Update wird nämlich ausschließlich eine wichtige Sicherheitslücke für Pegasus geschlossen, sonst nichts.

      Dass aber noch 14.8 gekommen ist, ist alles andere als verwunderlich und sagt wenig über den Release von iOS15. Eines der neuen Features, die neben iOS15 angekündigt wurden ist, dass man nur patches bekommen kann, ohne zwingend auf iOS15 Updaten zu müssen. Von daher kann man auch nach dessen Release noch mit iOS14 Updates rechnen


      • Aries vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        Ja, eine größeren Anzahl von Patches geht auch manchmal mit der Erhöhung der Minor Release einher. Trotzdem ist das Vorgehen einen Tag vor einer Keynote, in der die Vorstellung eines neuen Major Releases erwartet wird, sehr ungewöhnlich.


  • Tim vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Habe letztens durch Zufall herausgefunden, dass Live Text durchaus deutlich mehr, als den reinen Text oder mal eine Handynummer oder so erkennen kann.
    Ich musste ein recht teures Paket verschicken und mache dann als "Backup" immer direkt ein Bild vom Versandzettel und der Versandnummer. Und da ist mir aufgefallen, dass das iPhone tatsächlich erkennt, dass es eine Versandnummer war, weil es beim Druck darauf die DHL-Versandseite geöffnet hat.
    Das ist in meinen Augen schon beeindruckend.

    Generell ist Live Text glaube ich mein Lieblingsfeature in iOs15, weil es so unendlich praktisch sein kann und sowohl direkt im Live View der Kamera, als auch automatisch rückwirkend bei ALLEN Bildern funktioniert.


    • Aries vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Beeindruckend oder erschreckend?


      • Martin vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        Finde ich jetzt weder beeindruckend noch erschreckend. Solche Nummern weisen eben ein entsprechendes Format auf und werden entsprechend als solche erkannt .... jedenfalls dann, wenn der Entwickler der Funktion das wuenscht. Ein Barcodescanner beeindruckt/erschreckt euch doch sicher auch nicht ?!!


      • Tim vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        @Aries
        Beeindruckend. Was soll daran erschreckend sein?


      • Tim vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        @Martin
        Versandnummern sind einfach eine Aneinanderreihung an Zahlen - zudem noch ohne festes Schema, also nichts da mit "entsprechendem Format. Teilweise bekomme ich eine Nummer mit um die 20 Ziffern, teilweise nur 10-12.
        Da würde ich wirklich nicht sagen, dass sowas einfach für ein System zu erkennen ist. Barcodescanner sind da deutlich einheitlicher und entsprechend wirklich nicht schwer zu von einem System erkennen.


      • Phonator51 vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        Also wenn Du die Sendungsnummer ganz stumpf in deinen Browser eingibst, dann gelangst Du auch auf die (in meinem Fall) DHL Seite. (gerade nochmal ausprobiert)
        Also ist diese Funktion schon sehr nützlich aber keine Zauberei.
        Wenn du ein Foto machst wird einfach nur die Zahlenkombi erkannt und online danach gesucht.


      • Tim vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        @Phonator
        Habe ich gerade auch mal probiert und nö. Bei mir kommt nur, dass Google keinerlei Übereinstimmungen finden konnte.
        Und gerade dass es die Zahlenkombi erkennt ist das beeindruckende, denn bis du auf die Zahlenkombi drückst, sucht das Handy nicht danach im Netz. Die Verbindung zum Internet wird erst mit deiner Interaktion hergestellt, nicht vorher.


      • Phonator51 vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        Eigenartig, ich mache das mit dem Samsungbrowser... kann daher zu Safari nichts sagen.

        Die Erkennung kenne ich von Samsung leider so nicht wie Apple es hat. Ich kenne nur dass man bei Screenshots von irgendeiner Seite per Klick auf die ursprüngliche URL kommt. Aber das ist ja wieder was anderes.

        Im Grunde geb ich Dir ja Recht, es ist oder kann sehr nützlich sein aber Zauberei ist es nicht wirklich. Einfach ein nettes Feature.


      • Martin vor 6 Tagen Link zum Kommentar

        @Tim .... Versandnummern sind einfach eine Aneinanderreihung an Zahlen

        Und WIE sollte IRGENDEIN System eine (fuer Dich) willkuerliche Zahl als Versand/Sendungsnummer erkennen, wenn es dabei KEIN System gaebe ?

        Diese Zahlen haben schon ein System, auch wenn es fuer uns nicht auf den ersten Blick zu durchsteigen ist.

        Die Sendungen werden, wenn sie unterwegs sind ja auch nicht von kleinen Elfen handverlesen und entsprechend verteilt.


  • Reginald Barclay vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Und das Beste am Update: Man kann es inzwischen mit mobilen Daten laden. Habe gerade 14.7 ganz ohne Hilfe meines Samsungs geladen. 😎


  • C. F.
    • Admin
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Sehr informativ geschrieben. Vielen Dank!


  • paganini vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Bin bisher mit iOS 15 zufrieden.
    Was mich aber massiv stört ist wenn ich mein Handy sperre ich nur einen Wisch nach unten machen muss und kann so alle meine Apps sehen. Nicht nur dass so auch alle anderen meine Apps sehen können wenn mein Handy geklaut wird sondern das ich auch des Öfteren auf einmal unbeabsichtigt in der Tasche tippe. Ich hoffe Apple deaktiviert das wieder.
    Aber sonst läuft alles gut beim Mini, nur heute wurde es beim Videoschauen extrem warm, und nein es lag nicht am Wetter ;-)

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