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Kommentar: Handy-Zertifikate geraten völlig außer Kontrolle

Kommentar: Handy-Zertifikate geraten völlig außer Kontrolle

Wie kann man im Jahr 2022 mit einem neuen Smartphone noch aus der Masse herausstechen? Neue Generationen erscheinen meist jährlich und bieten bessere Kameras und minimal mehr Leistung. Große Sprünge wie faltbare Display sind hingegen nicht wirklich massentauglich. Viele Hersteller setzen daher auf Zertifikate – und das läuft meiner Meinung nach in den letzten Jahren vollkommen aus dem Ruder!

Endlich kann ich über etwas schreiben, was mich schon seit einiger Zeit stört! Versteht mich nicht falsch: Prüforganisationen wie der deutsche TÜV sind wichtig, um die Qualität, die Interoperabilität und die Sicherheit von Produkten zu gewährleisten. Aber einige der neuen Zertifizierungen scheinen Dinge zu bestätigen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Oder die bei gesundem Menschenverstand irgendwie ganz normal sein sollten.

Schlimmer noch: Da die Hersteller immer mehr Zertifizierungen hervorheben, besteht die Gefahr, dass die Bedeutung der traditionellen Zertifizierungen verwässert wird. Vor allem dann, wenn einige von ihnen als vorübergehende Modeerscheinung betrachtet werden können.

Vor etwa drei Jahren war es die Bedrohung durch blaues Licht – vielleicht als Reaktion auf die Night-Shift-Funktion, die Apple ab 2016 in seinen mobilen und Desktop-Betriebssystemen eingeführt hat. 2019 gab es eine Lawine von Android-Geräten, die Euch mit TÜV Rheinland-Zertifizierungen für "geringes blaues Licht" an die Kassen locken sollten.

Auch hier bestreite ich nicht die Gültigkeit der Zertifizierung, die es übrigens schon vor Apples Night Shift gab. Oder auch nicht die schädlichen Auswirkungen von Lichtwellenlängen im blauen Bereich. Aber war das wirklich notwendig? Und wenn sie wirklich so wichtig sind – warum werden die Blaulichtfilter nicht mehr so hervorgehoben wie vor drei Gerätegenerationen?

OnePlus 10 Pro mit "Lebensdauer-Zertifikat"

Während manche Zertifikate durchaus sinnvoll sind, belegen andere nur Dinge, die ohnehin Standard sein sollten. Zum Beispiel das Zertifikat für die "Smartphone-Zuverlässigkeit", die den Realme 7 und 7 Pro im Jahr 2020 verliehen wurde. Und zwar nur, um im darauffolgenden Jahr von den ersten Smartphones mit der Zertifizierung "Smartphone High reliability", dem Realme C21 und C25, übertroffen zu werden. Was wird uns das Jahr 2022 bringen?

2022 oneplus tuv fluency
Das OnePlus 10 Pro ist nicht immun gegen die Abzeichen / © OnePlus/Weibo

Einen ersten Vorgeschmack bietet OnePlus mit dem OnePlus 10 Pro. Es wird als erstes Smartphone mit dem "36 个月流畅度认证" vermarktet. Google übersetzt dies als "36-monatige Flüssigkeitszertifizierung", und GSM Arena berichtet, dass damit sichergestellt wird, dass das Telefon mindestens drei Jahre lang flüssig und zufriedenstellend läuft.

Das ist etwas, das man von einem Flaggschiff eigentlich erwarten sollte. Mein altes Galaxy S9 funktioniert bis heute einwandfrei, und ich wette, ein entsprechendes OnePlus 6 würde dies auch tun. Es sei denn, ein Software-Update macht die Dinge schrecklich kaputt. Und das ist etwas, das in gewisses Maßen außerhalb der Kontrolle der Hersteller liegt. Nicht nur wegen neuer Android-Versionen, sondern auch wegen der Funktionen (und Fehler), die mit den Google Play Services implementiert werden.

Unabhängig davon wird in der Fußnote der offiziellen Geräteseite klargestellt, dass "reibungslos" nicht gleichbedeutend mit "ohne Verzögerung" ist. Denn die tatsächliche Nutzererfahrung ist abhängig von der Geschwindigkeit des Netzwerks, persönlichen Nutzungsgewohnheiten und anderer Faktoren. Wie könnte man sonst Googles Updates oder wachsende App-Größen berücksichtigen?

Interessieren Euch Smartphone-Zertifikate?
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Wie dem auch sei, einige unserer Leser werden den Vorstoß zu immer kreativeren Zertifizierungen wahrscheinlich gar nicht bemerken, da sie eher in Entwicklungsländern wie meinem Heimatland Brasilien vermarktet werden. Dort gab es vor Jahren einen starken ISO900x-Trend.

Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, was die einzelnen Zertifizierungen in Wahrheit bedeuten? Und wünscht Ihr Euch einen Ratgeber, um durch den Zertifikatsdschungel durchzusteigen? Teilt es mir in den Kommentaren mit und nehmt unbedingt an unserer Umfrage weiter oben teil!

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  • HalloHallo vor 2 Wochen

    Mir wäre mal ein Zertifikat wichtig das was über die Einhaltung von Menschenrechte und Herstellungsbedingungen aussagt oder bin ich da jetzt wieder mal Naiv. Naja wie dem auch sei,ich persönlich werde das jetzt wohl nicht mehr erleben.

17 Kommentare

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  • Rubens Eishima
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich habe vergessen, die 7000 Gewinner des CES Innovation Awards zu erwähnen:
    https://www.ces.tech/Innovation-Awards/Honorees.aspx
    - übersetzt von Google


  • Bruckner vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Unsinniges ISO9000 Zertifikat mit Schneeballefekt.
    Ein rafiniertes Geschäftsmodell, bei dem Firmen intern definieren müssen, wie sie was machen. Jeder Handwerker hat das immer schon gewusst. Und wer nicht ging pleite.
    Für die Zertifizierung reicht im Prinzip ein Zettel, auf dem steht "Der Ablauf wird nicht definiert" - es reichen aber auch Spezialisten der Zertifizierugsstelle. Dann nur noch die Rechnung für die Zertifizierung bezahlen und der Bestimmung, nur bei ISO9000 zertifizierten Lieferanten einzukaufen zu akzeptieren. Nach dem es die Zertifikationsfirma tatsächlich geschafft hat, die öffentliche Hand (die ultimative Spitze des Letztverbrauchers) zu zertifizieren. Ist das Schneeballsystem komplett und die sinnfreie Geldmaschine läuft von selbst.

    Olaf


    • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Gerade unserem Handwerk in Deutschland würden strenge Audits und Zertifizierung von Prozessen nicht schaden. Viele Betriebe stehen da noch auf dem Stand der 70er Jahre. Gerade die Digitalisierung ist bei vielen Handwerkern noch nicht wirklich umgesetzt. Das ist für einen kleinen Betrieb, der nur private oder kleinere Aufträge annimmt, egal. Aber ich staune oft nicht schlecht, was für Betriebe sich da manchmal für Aufträge im zweistelligen Millionenbereich bewerben. Da kann man manchmal nur den Kopf schütteln.


  • Bruckner vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Die EU müsste in dem Bereich Vorgaben machen!
    Ein Handy ist in Bezug auf Datensicherheit weit weniger als eine graue Zone. Denoch wird es für viele Bereiche, in denen strikte Vertrauenswürdigkeit gefordert ist in zunehmendem Maße eingesetzt. Möchte man das aber seriös machen, muß Hard- und Software zertifizierten Prozessen folgen. Mehr noch, gehört die Einhaltung der Prozesse überwacht. Denn diese Verantwortung möchte der TÜV zur Zeit nicht übernehmen. Und so kaufen sich Firmen TÜV Zertifikate und pfeifen auf die Einhaltung der Prozesse.


    • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Ich hab selbst schon einige Projekte mit hoher Geheimhaltungsstufe betreut. Da gibt es sehr genaue Vorgaben, was wer wann womit machen darf und was nicht. Da bedarf es gewiss keiner neuen Vorgaben durch die EU.


      • Bruckner vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Das würde bedeuten, dass die Weiterleitung von Handydaten an cambrige analytics und co ein Märchen ist, weil es ja eh Vorschriften und Normen gibt, an die sich alle Firmen weiteit halten.
        Auch ich habe sicherheitskritische Projekte gehabt und weiss, wie die Kosten- und Terminpläne funktionieren.


      • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ich wüßte nicht, was Kosten- und Terminpläne jetzt mit Datensicherheit zu tun haben sollen. Du hast von "Bereichen, in denen strikte Vertrauenswürdigkeit gefordert ist" gesprochen und nur darauf habe ich mich bezogen. Cambridge Analytica ist ein ganz anderer Fall.


      • Bruckner vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Das Einhaltung von Regeln kostent Zeit und muss auch überwacht werden. Bei dem üblichen Zeit- und Kostendruck wird eingespart was geht. Und da stehen diese scheinbar nutzlosen Dinge ganz oben. Ein Grund warum chinesische Produkte meist nur unzureichend funktionieren.


  • HalloHallo vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Mir wäre mal ein Zertifikat wichtig das was über die Einhaltung von Menschenrechte und Herstellungsbedingungen aussagt oder bin ich da jetzt wieder mal Naiv. Naja wie dem auch sei,ich persönlich werde das jetzt wohl nicht mehr erleben.


  • Olaf vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Wie hier im Forum auch schon erwähnt wurde, muss man schlicht zwischen nachvollziehbaren und genormten Zertifikaten einerseits und Chichi-Werbesprech-Zertifikaten andererseits unterscheiden.

    Die TÜV-Plakette bekommt nur, wer anhand einer festgelegten Checkliste technische (Sicherheits-) Standards erfüllt. Nachvollziehbar und sinnvoll.

    Die IP-Zertifizierungen gewähren in unterschiedlichen Ausführungen (53, 68, usw.) gewisse Merkmale der Smartphones, was das Eindringen z. B. von Staub und Wasser betrifft. Nachvollziehbar und bedingt sinnvoll, weil es dafür so viele "falls" und "wenn"-Klauseln gibt, dass die grundsätzliche Aussage, die hinter dem jeweiligen Zertifikat steht, quasi ab Werk aufgeweicht wird.

    Ein Zertifikat für die Gewährleistung einer "flüssigen Bedienbarkeit" oder was auch imner für die kommenden drei Jahre? Schlicht und ergreifend Nonsense. OnePlus kann für diesen Zeitraum gar nicht abschätzen, welche Überraschungen kommende Android-Versionen möglicherweise bereithalten. Zudem geht wohl jeder Smartphone-Käufer mit Fug und Recht davon aus, dass er seinen Neuerwerb nicht nach spätestens ein oder zwei Jahren einfach deswegen in die Tonne kloppen muss, weil das Gerät nicht mehr funktioniert, und zwar auch dann nicht, obwohl kein technischer Defekt vorliegt.

    Das ist dann eben genau dieses "Premium-Qualität"- Siegel, welches sich auch auf der Verpackung der Plockwurst im Kühlregal des Supermarkts ganz unten befindet und etwas suggerieren soll, was nicht nur bei Klebefleisch gar nicht vorhanden ist. Ob man auf derlei Marketing nun anspringt oder nicht, bleibt indes Gott sei Dank noch jedem selbst überlassen.


    • Bruckner vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Nein, der TÜV überprüft ncht die Endprodukte, sondern nur ob der Produzent dafür geeignete Prozesse definiert hat. Für die Einhatung und damit für das Produkt ist der Produzent verantwortlich.


    • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      "Ein Zertifikat für die Gewährleistung einer "flüssigen Bedienbarkeit" oder was auch imner für die kommenden drei Jahre? Schlicht und ergreifend Nonsense."

      Nicht unbedingt. Für den Privatkunden natürlich, da gebe ich dir recht. Der spielt ein Update ein und schon war es das unter Umständen mit der flüssigen Bedienung. Schaffst du aber vielleicht ein paar tausend Geräte für deine Mitarbeiter an, dann kann so eine Zusage eines Herstellers durchaus eine Rolle spielen, unter Umständen wird das ja auch vertraglich festgelegt. Da wird dann kaum ein Hersteller den Rückzieher machen, weil sein Zertifikat nur Fake war. Und Firmengeräte werden in der Regel auch von der IT gepflegt, da spielt also kein Nutzer einfach ein Update oder eine App auf.


  • BuddyHoli vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich bin auch für "sinnlos". Letztlich ist es ja so, dass besonders Geräte, die offiziell in Deutschland zu haben sind, nur zertifiziert werden, wenn sie den Anforderungen des deutschen Marktes entsprechen. Ob nun nach Meinung eines Zertifizierungs-Instituts ein zertifiziertes Feature besonders heraussticht oder nicht, juckt mich ehrlich gesagt nicht die Bohne. Wichtiger wären aus meiner Sicht eher so Angaben wie Hersteller-Garantie, Verkäufer-Garantie oder ähnliches, die man sich ansonsten nur mühsam aus den AGB der Hersteller/Verkäufer herauspopeln muss.

    Auf Qualitätssiegel wie "Spitzen-", "Premium" und "Testsieger" gebe ich ohnehin nicht viel, denn die Basisanforderungen für diese Siegel sind doch eher gering und besonders in der Lebensmittelbranche wird häufig deutlich, dass Premium nicht mehr ist als ein Siegel, dass es erlaubt, ein Produkt teurer zu machen als es die individuelle Wahrnehmung rechtfertigen würde.

    Mobilfunknetz/DSL-Tests sind hier ein tolles Beispiel. Die Betreiber der Netze erheben Netzqualitätsdaten. Vodafone aber beispielsweise testet nur das Kabelnetz-DSL. Im normalen DSL-Netz werden diese Netztester-Daten nicht erhoben, was witzig ist, denn als "Normalo-DSL-Nutzer" habe ich täglich mehrere vom Anbieter verursachte Verbindungsabbrüche, teilweise so, dass ich aus Meetings gekickt werde. Dinge also, die massive Auswirkungen auf meine Arbeit im Homeoffice haben, die aber einfach nicht erfasst und auch nicht behandelt werden.

    Und Testsieger ist für mich das No-Go-Siegel schlecht hin. Ich bin schon häufig auf Testsieger-Produkte gestoßen, die im Rahmen eines Stiftung-Warentests, Magazin-Tests oder Von-Wem-Auch-Immer-Test hoch bewertet wurden, aber mit Produkten verglichen wurde, die mit dem Testsieger eigentlich absolut nichts gemeinsam haben. Speziell bei Stiftung-Warentests spielt der Preis eine viel zu hohe Rolle, da man dort offenbar noch nicht ganz verinnerlicht hat, dass Qualität tatsächlich auch Geld kostet.

    Und zum Thema Blue Light.... es soll immer noch Menschen geben, die sich die Rübe in Cellophan einwickeln, um sich vor bösen Strahlungen zu schützen oder die glauben, dass man ein Handy unbedingt nur in einem Elektrosmog-Käfig verwenden darf. Das sind dann die gleichen, die Verschwörungstheorien in die Welt setzen und sich Nachmittags mit Alf zu einer Tasse Kaffee treffen. Wie war noch die Vorwahl von Melmac?


  • paganini vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Eines der schlimmsten Zertifikate finde ich noch immer den MIL-STD-810. Dieses Zertifikat sagt absolut NICHTS aus.
    Hier mal der Grund dafür:

    "Die Norm als solche schreibt Herstellern von Ausrüstung nicht vor, dass die in ihr definierten Tests tatsächlich durchgeführt werden und dass das Testobjekt diese auch bestehen muss. Dies wird nicht in der Norm, sondern in den jeweiligen Vertragsbestimmungen zwischen Herstellern/Lieferanten und Abnehmern geregelt."

    de.wikipedia.org/wiki/MIL-STD-810

    @nextpit
    Ich hoffe ihr geht bei den zukünftigen Tests auf solche Zertifikate nicht mehr ein oder schreibt das es nichts zu sagen hat.


  • Lapidarius vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Bei der Umfrage habe ich "sinnlos" angegeben. So richtig 100% sicher bin ich mir aber nicht. Beeindrucken lassen möchte ich mich nicht mit den ganzen Stickern, aber was tut mein Unterbewusstsein, wenn auf einem Gerät 5 Aufkleber drauf sind, und bei dem anderen nicht? Wonach greife ich, wenn beide Geräte gefallen? Marktforscher haben das bereits erforscht und so optimiert, dass ich genau das nehme, was der Hersteller mit dem besseren Institut möchte, nicht das, was besser für mich geeignet wäre. Dem zu Entkommen lässt man dem Käufer kaum eine Wahl.

    Das ist so ähnlich, wie bei der Wurst im Kühlregal. Auf jeder Packung steht sowas wie "Spitzenqualität", "Premium", "1-A", "Testsieger bei ..." und dann folgt etwas, wovon man nie gehört hat und das es separat für jedes Produkt 1x gibt. Was wirklich das Beste für mich bzw. meinen Gaumen ist, muss ich selbst herausfinden. Und da kommt schon mal was ganz anderes heraus: nicht derjenige mit dem lautesten Geschrei (Werbung) ist für mich der Beste, auch nicht das Gerät mit der höchsten Punktzahl und oft auch Preis im Test. Und wo "Premium" draufklebt, beziehe ich das unverschämterweise nur auf den Preis, die Technik muss sich im Einsatz beweisen und weiß manchmal gar nicht, was Premium bedeutet.

    Übrigens - und OT:
    soweit ich mich erinnere, hat die Forschung herausgefunden, dass das blaue Licht nicht schädlich für die Augen sei. Daher wurde es vermutlich ruhiger bei diesem Thema. Man meinte auch mal, dass der Mensch erst seit kurzem blau sehen könne. Naja, in meiner Gegend grub man vor vielen hundert Jahren Stollen und förderte Azurit, damit die berühmten Maler endlich blau malen können - also mit blauer Farbe, nicht besoffen 😉. Der Himmel ist auch blau, somit hätte die Evolution hier längst das Auge angepasst. Das betrachten der Bildschirme (früher Bücher) aus zu kurzer Distanz ist schlimmer, besonders bei Kinder - die Optiker freuen sich: 👓.


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Meiner Meinung nach fing das ganze schon mit den ganzen IP-Zertifizierungen an. Es kann mMn echt nicht sein, dass ein Hersteller mit so einer Zertifizierung werben kann, dann aber keinerlei Haftung o.Ä. übernimmt, wenn die nicht funktioniert und es doch zu einem Wasserschaden kommt.

    Dieser Quatsch hier setzt dem ganzen nur noch mal die Krone auf. 36 Monate Flüssigkeitsgarantie - einfach nur lächerlich.


  • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Zertifikate sollen einfach bestimmte Eigenschaften eines Produktes bescheinigen. Ob man das als Privatkunde braucht oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Wichtig wird sowas aber bei Beschaffungsmaßnahmen der öffentlichen Hand. Da hier produktneutral ausgeschrieben werden muss, werden solche Zertifikate dann als Nachweis bestimmter Eigenschaften gefordert. Ob das in Südamerika auch so ist, kann ich nicht sagen, europaweit ist das aber die Regel. Die Hersteller machen da halt mit, damit sie keinen Nachteil gegenüber dem Wettbewerb haben. Wenn also zum Beispiel eine Behörde oder ein Krankenhaus 10.000 neue PCs anschaffen will und der Vergleichbarkeit der Produkte wegen bestimmte Zertifikate fordert, dann solltest du als Hersteller diese auch haben, sonst bist du raus. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man bestimmte Eigenschaften ohnehin vom Produkt erwarten können sollte.

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