Neue Funktion: Twitter maßregelt Eure Posts

Neue Funktion: Twitter maßregelt Eure Posts

Soziale Plattformen wie Facebook oder Twitter sind ein Nährboden für Hasskommentare und feindliche Äußerungen. Die Nutzung von KI soll helfen, diese Kommentare zu erkennen und einzudämmen. Twitter testet nun ein neues Feature, das Euren Ausdruck, wenn nötig, maßregeln soll.

"Pass auf, was du sagst, mein Freund" – was nach Äußerungen eines Lehrers oder den eigenen Eltern klingt, könnte sich bald bei Twitter durchsetzen. Wie die soziale Plattform gestern bekannt gab, testet man derzeit eine Funktion, die Euch ermahnen soll, wenn Ihr beispielsweise Schimpfwörter in einem Tweet posten wollt.

Twitters Kampf gegen Hass im Netz…

Wie nicht anders zu erwarten, kündigte Twitter den Test seiner neuen Funktion via Tweet an. Laufen soll das kleine Experiment mit einigen Probanden auf iOS. Ob die darüber so glücklich sein werden, ist allerdings fraglich. Denn die Funktion mahnt den Nutzer jedes Mal, wenn er beispielsweise Schimpfwörter posten will. Laut dem Tweet hat man anschließend die Möglichkeit, seinen Post zu überarbeiten.

Bereits innerhalb eines Interviews mit dem Wired-Chefredakteur Nicholas Thompson, das während der Consumer Electronics Show (CES) stattfand, gab Kayvon Beykpour (Produktchef von Twitter) einen Einblick in die Maßnahmen, die Twitter gegen Hassreden durchsetzen will. So gab er beispielsweise an, dass man versuchen wolle mittels KI Verhaltensweisen zu erzeugen, die am sinnvollsten erscheinen. Dabei müsste die KI allerdings individuell angepasst werden, da beispielsweise Tweets, die oft kommentiert werden, ebenfalls Hass oder Beleidigungen enthalten.

Bereits in seinen Richtlinien hat sich das Unternehmen im Allgemeinen gegen jegliche Form der Gewalt und des Hasses auf seiner Plattform ausgesprochen:

hateful conduct policy twitter
Twitter stellt sich in seinen Richtlinien allgemein gegen Hass. / © Twitter

…ist ein Kampf gegen Windmühlen

Ob Twitter mit seiner Funktion gegen Hassreden und dergleichen auf seiner Plattform erfolgreich sein wird, ist fraglich. So ist bisher noch nicht bekannt, welche Aussagen Twitter prinzipiell als "schädlich" einstuft und ob die KI mit gewollter Falschschreibung hinters Licht geführt werden kann. Daneben müsste die KI soweit fortgeschritten sein, um zwischen kulturellen Slangs und tatsächlichen Beleidigungen und Angriffen unterscheiden zu können. Alleine steht Twitter mit solchen Maßnahmen aber nicht.

Der Kampf gegen beleidigende Kommentare erstreckt sich über alle sozialen Netzwerke, sodass der Gedanke, diese Posts auf irgendeine Art und Weise zu unterbinden, nicht fremd ist. Demgemäß hatte beispielsweise Instagram eine ähnliche Funktion eingeführt, die den Nutzer fragt, ob er einen beleidigenden Kommentar wirklich posten wolle.

Letztendlich ist es ein schmaler Grat zwischen Hasseindämmung und freier Meinungsäußerung, die Twitter hier gehen muss. Und es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen diese Herausforderung zufriedenstellend meistern wird.

 

Via: thenextweb

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Top-Kommentare der Community

  • paganini vor 5 Monaten

    @Jens
    "Zumindest in Sachsen/Thüringen gehen die Leute dagegen auf die Straße. Und werden in vorn der Polizei wie Schwerverbrecher behandelt."

    Es gibt in unserem Land Gesetze und diese Leute brechen die Gesetze, also ist es völlig in Ordnung wie sie behandelt werden (bei vielen sogar noch viel zu milde, besonders bei den Rechten und Linken). Es ist immer noch erschreckend wie Leute denken dass dies ein Kinderspiel ist. Es geht hier um das Leben vieler Menschen und nicht ob ich mit meinem Kumpel saufen kann oder nicht. Sachsen geht doch immer auf die Straße inkl. AFD ;-)

11 Kommentare

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  • Traurig, traurig, traurig würde Theo Lingen jetzt sagen. Ki versus Menschliche Intelligenz?

    Gelöschter Account


  • Vielleicht werden wir so Mr Trumps sinnfreie Tweets los XD


  •   20
    Gelöschter Account vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Man sollte die Kontrolle auch auf Anrufbeantworter ausweiten, dann wäre die Wulffs Rede an die Bildzeitung gelöscht worden. Ich hoffe, dass allen der Unterschied zwischen Hassrede und Rechte Gesinnung bewusst ist. Denn Hass ist gesinnungsfrei und unabhängig von Bildung.


  •   54
    Gelöschter Account vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Grundsätzlich würde ich die Eindämmung von Hassreden und beleidigenden Kommentaren begrüßen, doch der Zeitpunkt jetzt wo weltweit Menschenrechte eingeschränkt werden, lässt mich nicht gerade vor Freude aufspringen ... Youtube und facebook zensieren ja auch viel fleißiger als früher ohne dass man immer erkennen kann, warum.


    • Es ist ja auch ok das die Rechte eingeschränkt werden, leider kann man bei vielen nicht an die Vernunft appellieren, ich will nicht wissen wie es aussehen würde wenn man nichts gemacht hätte.


      • @Paganini
        Das kapieren diese Leute nicht, die sich jedesmal ganz rechtschaffen darüber echauffieren, dass die Coronamaßnahmen Menschenrechte einschränken würden. Diese Leute gehen immer nur von IHREN Rechten aus und fühlen sich in IHRER Freiheit beschränkt. Sie kapieren aber nicht, dass diese Rechte in einer pluralistischen Gesellschaft für ALLE gelten und dass die Freiheit des einen eben gerade die Einschränkung des anderen ist. Aber der Horizont dieser Leute endet bei ihnen selbst und jenseits des mannshohen Tellerrandes gibt's für diese Leute auch keine anderen Menschen, auf die man Rücksicht nehmen müsste.


      • Jens vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        🤦🏻‍♂️ Was für eine Naivität hier geboten wird🤦🏻‍♂️

        Vermutlich waren deine Eltern genau für diese Rechte früher auf der Straße.

        Heute wird es von der Jungend einfach so hingenommen🤦🏻‍♂️. Das einfach und zum Teil willkürlich Grundrechte entzogen werden.
        Was zum Teil von Gerichten wieder gekippt wird. Und sich darüber die Politik noch entsetzt zeigt.

        Falsche/Fehlerhafte Zahlen ins Volk geworfen werden. Um überhaupt die Maßnahmen noch rechtfertig zu können.

        Ist schon erstaunlich wie naiv oder leichtgläubig einige sind.

        Zumindest in Sachsen/Thüringen gehen die Leute dagegen auf die Straße. Und werden in vorn der Polizei wie Schwerverbrecher behandelt. Was medial natürlich nicht im ÖRF gezeigt wird.

        Schauen mal auf YT am 3. Mai in Pirna gegen über vorgegangen wird. 4 Beamte drücken mal eben eine Person gegen ein Fahrzeug.

        Aber nun gut der Pöbel muss ja dumm gehalten werden. Wer auf muckt wird nieder geknüppelt.

        Marcus J.DieselGelöschter AccountGelöschter Account


      • @Jens
        "Zumindest in Sachsen/Thüringen gehen die Leute dagegen auf die Straße. Und werden in vorn der Polizei wie Schwerverbrecher behandelt."

        Es gibt in unserem Land Gesetze und diese Leute brechen die Gesetze, also ist es völlig in Ordnung wie sie behandelt werden (bei vielen sogar noch viel zu milde, besonders bei den Rechten und Linken). Es ist immer noch erschreckend wie Leute denken dass dies ein Kinderspiel ist. Es geht hier um das Leben vieler Menschen und nicht ob ich mit meinem Kumpel saufen kann oder nicht. Sachsen geht doch immer auf die Straße inkl. AFD ;-)


      • Linker und rechter Extremismus haben halt so ihre Gemeinsamkeiten

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