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Google Nest Cam mit Akku im Test: Cloud schaut, dass niemand klaut

Google Nest Cam NextPit 09
© NextPit

Ihr sucht nach einer smarten, flexiblen Sicherheitslösung, die selbst ein Schimpanse mit Smartphone bedienen kann? Dann könnte die Google Nest Cam mit Batterie etwas für Euch sein. Die Überwachungskamera kostet 199 Euro, einen Hub oder weitere Smart-Home-Produkte benötigt Ihr nicht. Im Test nach einigen Tagen im Einsatz zeigen sich eindeutige Stärken und ein paar dämliche Nachteile. Kamera an!

Bewertung

Pro

  • Flexible Einsatzmöglichkeiten dank Magneten
  • Einfache Einrichtung ohne Zusatz-Hardware
  • Sichere und fehlerfreie Objekterkennung
  • Lange Akkulaufzeiten von bis zu sieben Monaten

Contra

  • Voller Funktionsumfang nur mit Abo
  • Cloud-basiert – keine Offline-Nutzung möglich
  • Keine Zeitsteuerung möglich
  • Nur ein Ladekabel im Doppelpack

Kurzfazit & Kaufen

Die Google Nest Cam ist eine leistungsstarke, hübsche und praktische Sicherheitslösung für Euer Smart-Home. Allerdings vermisste ich im Testzeitraum Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten, die ich bei einer Überwachungskamera für 199 Euro erwarten würde. Gleichzeitig bereitet mir Googles cloudbasierte Analyse von Personen im Test ein mulmiges Gefühl. Stört Euch das nicht, könnt Ihr über folgende Kanäle zuschlagen!

Vor dem Kauf solltet Ihr wissen: Es gibt die Nest Cam mit Akku einzeln für 199 Euro und im Zweierpack für 359,99 Euro. Jeweils könnt Ihr sie innen und außen verwenden. Die kabelgebundene Nest Cam ist deutlich günstiger, kann aber nur in Innenräumen eingesetzt werden. Für den Außeneinsatz und für die Abschreckung von Eindringlingen bietet Google zudem eine Nest Cam für den Außenbereich mit integriertem Flutlicht an.

 

Design & Einrichtung

Die Nest Cam mit Akku sieht auf den ersten Blick nach Google aus! Dabei besteht sie aus einer runden Kameraeinheit und einer magnetischen Basis, die eine flexible Ausrichtung ermöglicht. Ebenfalls magnetisch ist die Halterung für das viel zu kurze Ladekabel. Die Einrichtung erfolgt sowohl unter Android als auch unter iOS über die Google-Home-App und setzt ein Google-Konto voraus. Ein Abonnement müsst Ihr nicht abschließen.

Gefällt:

  • Hochwertiges und dezentes Design
  • Halterung und Handling echt praktisch
  • Kein Abonnement benötigt

Gefällt nicht:

  • Ladekabel viel zu kurz
  • Nur ein Kabel im Lieferumfang
Google Nest Cam Nahaufnahme
Die Google Nest Cam ist dezent, aber nur in einer Farbe erhätlich. / © NextPit

Google hat seine Nest Cam mit Batterie sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz konzipiert. Somit ist sie auf der einen Seite wasserdicht, auf der anderen ist das Design hübsch genug, um Wohnräume ein wenig aufzuwerten. Die kabellose Nest Cam folgt dabei Googles Design-Philosophie, die Ihr beispielsweise vom Google Pixel 7 oder vom Google Pixel Stand 2 (Test) kennt. Über Geschmack lässt sich streiten – aber mir gefällt's!

Kaum bestreiten lässt sich allerdings, dass Googles Nest Cam unauffällig und dezent ist. In meiner Wohnung konnte ich die Kameras zudem ganz ohne Anschrauben an meinen Heizungsrohren anbringen. Denn der Standfuß der Nest Cam ist mit starken Magneten ausgestattet, die sowohl die Kameraeinheit festhalten als auch eine Anbringung an metallenen Oberflächen ermöglichen. Ein wirklich cleveres Konzept.

Google Nest Cam Basis
Die Halterung funktioniert magnetisch und ist dadurch leicht justierbar. / © NextPit

Die Ausrichtung der Nest Cam wird dadurch zudem besonders einfach. Google hat die Magneten, welche die Kameraeinheit an der Basis festhalten, dermaßen perfekt austariert, als dass die Kamera in jedem Winkel und in jeder Drehrichtung stehen bleibt. Ein Verrutschen konnte ich nach mehreren Tagen an der Wand nicht festhalten.

Auf der Vorderseite der Nest Cam seht Ihr neben dem Auge der 1.080p-Kamera lediglich zwei kleine Punkte. Der eine indiziert über eine grüne LED, wann genau die Kamera ihr Kamerabild aufzeichnet. Hinter der anderen befindet sich ein Mikrofon. Davon abgesehen gibt es an der Nest Cam mit Batterie lediglich einen proprietären Ladeanschluss, Lautsprecherlöcher sowie ein Gewinde zu finden. Über letzteres könnt Ihr die Nest Cam auf Googles alternativen Haltesystemen sowie auf Haltungen von Drittanbietern aufschrauben.

Google Nest Cam auf einem Tisch.
Dank des flexiblen Standfußes könnt Ihr die Kamera auch auf den Tisch stellen. / © NextPit

Als wirklichen Nachteil muss ich beim Design allerdings das kurze Ladekabel anmerken. Mit einer Länge von nur einem Meter ist es kaum lang genug, als dass Ihr die Kamera beim Aufladen in der Halterung lassen könnt. Dass Google auf eine proprietäre Lösung mit Magneten setzt und beim Zweierpack nur ein Kabel beilegt, ist ebenfalls bedauerlich.

App und smarte Funktionen

Steuerzentrale für Googles Überwachungskameras ist natürlich die Google-Home-App. Diese steht Euch sowohl unter iOS als auch unter Android zum kostenlosen Download zur Verfügung und bietet eine direkte Integration des Google Assistants. Als smarte Funktionen stehen Euch Lautsprecherdurchsagen per Smartphone, eine Bewegungs- und Objekterkennung und sogar eine Personenerkennung zur Verfügung.

Gefällt:

  • Einfache Schritt-für-Schritt-Einrichtung
  • Google-Home-App intuitiv
  • Erkennungssysteme wirklich zuverlässig

Gefällt nicht:

  • Einige Funktionen nur per Nest-Aware-Abo
  • Keine Zeitsteuerung möglich
  • Nur kompatibel mit Google Assistant und Alexa
Google Nest Cam mit einem Smartphone.
Die Google-Home-App funktioniert sowohl unter iOS als auch unter Android. / © NextPit

Habt Ihr noch nie in Eurem Leben eine Überwachungskamera installiert, ist die Nest Cam ein guter Einstieg. Unter Anleitung der Google-Home-App scannt Ihr zur Einrichtung einen Sticker, der zum Schutz auf der Kameralinse ruht. Während Ihr diesen für zukünftiges Neuaufsetzen auf die Anleitung der Kamera klebt, richtet sich die Kamera selbst ein. Ein paar Fragen zur Anbringung der Nest Cam später seht Ihr auch schon das erste Videobild.

Google Nest Cam Screenshot Home-App
Die Home-App von Google wird zur Steuerzentrale der Nest Cam. / © NextPit

Sofern benötigt solltet Ihr im nächsten Schritt die Benachrichtigungsfunktion aktivieren. Über diese teilt Euch die Google Nest Cam mit, wenn sich etwas im Kamerabild bewegt. Unter iOS war es recht umständlich, alle Berechtigungen zum Verschicken von Benachrichtigungen zu erteilen, nach knapp 10 Minuten erhielt ich allerdings den ersten Alarm.

Die Benachrichtigungen könnt Ihr auf Bewegungen, Personen, Fahrzeuge und Tiere einschränken. Im Einsatz als Video-Türklingel beispielsweise könnt Ihr so definieren, dass die Nest Cam nicht auf jede Bewegung vor der Haustür, sondern nur auf neue Personen reagiert. Da Google die Videodaten per Cloud verarbeitet, gibt es eine präzise Personenerkennung. Im Testzeitraum verriet mit Google in 100 % der Fälle, in denen mein Gesicht auf dem Videobild zu sehen war, dass "Ben" erkannt wurde. Das ist wirklich zuverlässig.

Google Nest Cam QR-Code
Zur Einrichtung müsst Ihr einen QR-Code scannen – der Prozess ist kinderleicht. / © NextPit

Ein zentrales Feature der Google Nest Cam versteckt Google allerdings hinter einem Abonnement. "Nest Aware" kostet Euch fünf Euro im Monat und schaltet die Speicherung von Ereignissen frei. Auf einer Zeitachse könnt Ihr dann zurückscrollen und prüfen, ob beispielsweise der Postbote vor dem Haus war. Während Ihr bei "Nest Aware" auf Googles Erkennung von Ereignissen vertrauen müsst, schaltet "Nest Aware Plus" dann einen Echtzeit-Verlauf frei. Das Plus-Abonnement schlägt mit 10 Euro im Monat zu buche.

Obwohl Google wirklich leistungsstarke Funktionen in seine Kameras integriert, fehlt es ein wenig an den Basics. So gibt es keine Zeitschaltuhr, mit der Ihr die Erkennung zum Beispiel tagsüber ausschalten könnt. In meinem Home-Office erkannte die Kamera somit ständig Ereignisse, obwohl ich nur am Schreibtisch saß. Hier hätte ich die Überwachung gerne nur nachts aktiviert, um zu schauen, dass niemand ins Fenster steigt.

Als Alternative bietet Google die Einrichtung von Zonen an. So könnt Ihr beispielsweise definieren, dass die Nest Cam vor Eurer Haustür die Bewegungen auf der Straße ignoriert.

Für iOS-Nutzer ebenfalls störend ist die fehlende Unterstützung für Siri. So lassen sich die Nest-Geräte über den Google Assistant und Alexa ansteuern, Apples eigene Sprachassistentin bleibt allerdings aus.

Bildqualität und Audio

Die Google Nest Cam zeichnet ihre Umgebung in einem 130-Grad-Radius in 1.080p bei 30 Bilder pro Sekunde auf. Nachts schaltet die Kamera dabei mehrere Infrarot-LEDs an und zeigt ein angenehm klares und rauschfreies Nachtbild. Die Sichtweite liegt bei 6 Metern. Technisch ist die Google Nest Cam mit Batterie zudem mit 802.11b/g/n-WiFi und Bluetooth ausgestattet. Letzteres wird jedoch nur für die Einrichtung benötigt.

Gefällt: 

  • Klares und verzögerungsarmes Kamerabild
  • Gute Nachtsichtmodus
  • Durchsagen-Feature wirklich praktisch

Gefällt nicht:

  • Kein Offline-Betrieb möglich (Kamera speichert nur 1h ohne Netz)
  • Keine Schwenk- und Neig-Funktion

Technisch gesehen bietet die Google Nest Cam eine sehr solide Bildqualität. Eine Full-HD-Auflösung ist für die Anzeige eines klaren Videobildes samt Spielraum zum Zoomen ausreichend, der Bildwinkel von 130 Grad reicht selbst in kleinen Räumen wie meinem etwa sechs Quadratmeter großen Büro aus. Nachts schaltet die Kamera automatisch auf die Nachtsicht um, welche schön klar und rauschfrei ist. Die Sichtweite von 6 Metern könnte in manchen Gärten und vor manchen Haustüren aber ein wenig gering sein.

Google Nest Cam Bildqualität
Die Qualität der Google Nest Cam ist dank HDR ziemlich gut! / © NextPit

Flexibel wird die Google Nest Cam mit Akku zudem durch ein Durchsagen-Feature. Tippt Ihr dabei das Mikrofon-Symbol in der Live-Ansicht an, könnt Ihr Sprachdurchsagen über den Lautsprecher der Kamera veräußern. Dadurch verwandelt sich die Nest Cam etwa zu einer leistungsstarken Video-Türklingel, durch die Ihr Postboten dazu auffordern könnt, Pakete einfach unter die Fußmatte zu legen. Praktisch!

LED-Lampe Google Nest Cam.
Eine LED-Lampe indiziert, wann die Überwachungskamera aktiv ist. / © NextPit

Weniger praktisch und für viele Menschen ganz sicher ein Ausschlusskriterium: Google biete keine Möglichkeit, Bildmaterial ohne Cloud-Anbindung zu speichern. Die eufycam 3 Pro, die ich für einen Test ebenfalls auf dem Schreibtisch habe, bietet in der Basisstation etwa Platz für eine Festplatte, wodurch Ihr Bildmaterial offline speichern könnt. Diese Möglichkeit entfällt bei Google, beim Verlust des WiFi-Signals zeichnet die Nest Cam lediglich eine Stunde lang automatisch Videos offline auf.

Ein Nachteil im Vergleich zu anderen Kameras ist zudem, dass Ihr die Nest Cam nicht über Motoren steuern könnt.

Akku und Netzbetrieb

Wie der Name "Google Nest Cam mit Akku" verrät, bietet die Google Nest Cam einen Akku! Scherz beiseite, mit Akkulaufzeiten von 1,5 bis 7 Monaten (je nach Umgebung) braucht Ihr Euch selten um Googles Smart-Home-Device kümmern. Falls Ihr aktiv werden müsst, sind Ladezeiten von bis zu fünf Stunden jedoch störend. Für die kabelgebundene Installation müsst Ihr ein Outdoor-Netzteil dazukaufen.

Gefällt:

  • Solide Akkulaufzeiten, auch in belebten Umgebungen
  • Betrieb / Aufladen über Powerbank und Powerstations möglich

Gefällt nicht:

  • Akku fest verbaut
  • Kabel für den Outdoor-Betrieb nur per Aufpreis
Unterseite Google Nest Cam
An der Unterseite findet Ihr einen Stativanschluss und der für das proprietäre Ladekabel. / © NextPit

Google bietet seine Nest Cam mit Akku als besonders flexible Sicherheitslösung an. Auf der Herstellerseite gibt Google die Laufzeiten in drei Kategorien an. Da die Nest Cam ihren Akku mehr beansprucht, wenn Ereignisse erkannt werden und Ereignisse an die Cloud geschickt werden, ergeben sich Laufzeiten zwischen 1,5 Monaten und 7 Monaten.

Laufzeiten laut Herstellerangaben:

  • Belebte Umgebung – Akkulaufzeit ungefähr 1,5 Monate (ca. 20 bis 25 aufgezeichnete Ereignisse pro Tag)
  • Normale Umgebung – Akkulaufzeit ca. 3 Monate (ca. 9 bis 12 aufgezeichnete Ereignisse pro Tag)
  • Ruhige Umgebung – Akkulaufzeit ca. 7 Monate (ca. 2 bis 4 aufgezeichnete Ereignisse pro Tag)

Beim Ausprobieren im Testzeitraum sank die Akkulaufzeit deutlich schneller – beim Einrichten und Ausprobieren habe ich Ereignisse jedoch absichtlich getriggert und das Kamerabild mehrmals am Tag beobachtet. Die Herstellerangaben würde ich dennoch eher als "Bis zu"-Angaben sehen.

Während Google auf der einen Seite prahlt, dass die Nest Cam zu großen Teilen aus Recycling-Materialien besteht, entschied man sich dazu, den Akku fest einzubauen. Somit wird die Batterie mit der Zeit an Kapazität abnehmen, und Ihr müsst Euch eine neue Nest Cam kaufen. Hier wäre eine Lösung mit Wechselakku deutlich praktischer gewesen. Die Ladezeiten von bis zu 5 Stunden deuten aber auf eine schonende Ladung ohne Quick-Charging hin.

Ladeanschluss Google Nest Cam.
Zum Aufladen benötigt Ihr ein spezielles Kabel – im Lieferumfang ist nur eines entehalten. / © NextPit

Wollt Ihr die Kamera dauerhaft am Netz betreiben, bietet Google ein Zusatzkabel für den Außenbetrieb an. Hier verzichtet Google auf den USB-A-Stecker des mitgelieferten Ladekabels und verlängert die Strippe von einem auf 10 Meter.

Ein Trick, auf den Google nicht ausdrücklich hinweist: Dank des USB-A-Kabels könnt Ihr alternativ auch eine Powerbank an die Nest Cam anschließen.

Abschließendes Urteil

Insgesamt ist Googles Nest Cam mit Akku eine besonders flexible und einfache Sicherheitslösung für Euer Smart-Home. Dabei überzeugt sowohl die Qualität der Kameras, die Qualität der Videos als auch der Funktionsumfang dank cleverer Erkennungs-Features. Die Akkulaufzeit von bis zu 7 Monaten in ruhigen Umgebungen ist ebenfalls sehr gut.

Allerdings ist es ein wenig paradox, die Sicherheit im eigenen Zuhause dadurch zu verbessern, dass man diese Angabe an die Google-Cloud auslagert. So gibt es keine Möglichkeit, die Daten offline auf einer Festplatte oder im Netzwerk auf einem NAS zu speichern. Im Gegenteil: Ihr benötigt eines von zwei Abonnements, um überhaupt Zugriff auf gespeicherte Videos zu erhalten. Ohne Abo gibt es nur die Live-Ansicht und die Benachrichtigung über neue Ereignisse.

Kaufberatung: Die besten Überwachungskameras im Vergleich

Letztendlich sind es jedoch der hohe Anschaffungspreis und die hohen laufenden Kosten, die Googles Sicherheitslösung wohl für die meisten Menschen unattraktiv machen. Das getestete Setup kostet in der Anschaffung knapp 360 Euro, jährlich kommen hier mit vollem Funktionsumfang noch einmal 100 Euro dazu. Hier bekommt Ihr bei anderen Herstellern Lösungen, die mehr Kontrolle über die eigenen Daten ermöglichen. Aufgeben müsst Ihr dafür jedoch die praktische Anbindung ans Smartphone und an die Smart-Home-Ökosystem von Google und Amazon.

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Benjamin Lucks

Benjamin Lucks

Ben arbeitet seit 2018 im Tech-Journalismus, war mitten in der Corona-Krise Freiberufler und ist seit November '20 in Vollzeit bei NextPit. Seitdem versucht er in Reviews und Texten stets die Mitte zwischen fachlicher Kompetenz, Humor und frischen Perspektiven zu finden.

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4 Kommentare

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  • Michael K. vor 1 Woche Link zum Kommentar

    "Allerdings ist es ein wenig paradox, die Sicherheit im eigenen Zuhause dadurch zu verbessern, dass man diese Angabe an die Google-Cloud auslagert."

    Die Möglichkeit, Videos oder Fotos in der Cloud zu speichern sehe ich durchaus als Sicherheitsgewinn. Sie verringert zwar nicht die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs, aber die, dass ein Einbrecher unidentifiziert davon kommt, eben schon. Ein Einbrecher, der die Kamera entdeckt, wird sie und alles an Speicher was er vorfindet, mitnehmen oder noch vor Ort zerstören. Liegen die Aufnahmen in Cloudspeicher, sind sie dort für den Einbrecher i.d.R. unerreichbar.
    Cloudspeicher kann man häufig verschlüsseln, noch besser wäre aber, wenn schon die Kamera Bilder und Videos verschlüsselt streamen könnte.
    Wenn Hausbewohner oder ihre (gewünschten) Gäste anwesend sind, sollte eine solche Kamera ohnehin ausgeschaltet sein, zumindest aber kein Bildmaterial speichern.
    Ein Abomodell für Cloudspeicher mit zusätzlichen Kosten macht die Kamera für mich trotzdem unattraktiv. Die Kamera sollte vielmehr in beliebigen, schon vorhandenen Cloudspeicher streamen können. Kleineren, für den Zweck aber ausreichenden Cloudspeicher kann man zudem auch immer noch kostenlos bekommen.

    Olaf


    • Olaf vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Wobei dann natürlich noch die Frage ist, ob ein deutsches Gericht die Persönlichkeitsrechte des Einbrechers - also das Recht aufs eigene Bild - nicht wieder höher hängt als die rechtliche Würdigung des Einbruchs selbst. Zumindest dann, wenn das Einbruchsopfer schon zuvor Bildmaterial zwecks Identifizierung des Täters öffentlich gemacht hat. In dem Falle wären auch Cloud-gesicherte Aufnahmen obsolet, da für ein Verfahren unzulässig. Aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.


      • DiDaDo vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Nö, du musst den Einbrecher nur per Hinweisschild darüber informieren, dass hier gefilmt wird ;-)


  • Olaf vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Man muss jetzt nicht unbedingt Big Brother, den Minority Report oder auch den Terminator fürchten, um die ausschließlich Cloud-basierte Sicherung eher suboptimal zu finden. Die Kosten dafür sind mit weiteren 50 bis 100 Euro jährlich zusätzlich zur Anschaffung einfach zu hoch, um mit dieser Lösung zufrieden sein zu können.

    Wäre es eine freiwillige kostenpflichtige Ergänzung, siehe Pixel Watch und Fitbit-Abo: Okay, damit ließe sich - wenn auch zähneknirschend - leben. Dies jedoch als essentiell einzubinden: Danke, aber nein danke! Für mich persönlich ein K.O.-Kriterium.

    Alles andere wäre durchaus interessant, wenn man denn eine Überwachungskamera benötigt. Die Akkulaufzeit klingt vielversprechend, aber Dank fest eingebautem Akku als Wegwerfprodukt konzipiert worden zu sein, das geht dann wieder gar nicht.

    Lustig hingegen ist, das explizit auf die Nichtnutzbarkeit für iOS-Nutzer als Manko hingewiesen wird. Sorry, aber dies ist bei Apple-Produkten von jeher keinen Deut besser, nicht mal eine dusselige Watch kann man mit einem Androiden verbinden. Das wird aber immer als gegeben hingenommen und stoisch akzeptiert. Warum sollte ein Androiid-Produkt - noch dazu eines von Google selbst - unbedingt Apple integrieren wollen?

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