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Huawei Mate 40 Pro im Test: Wer braucht schon Google?

Huawei Mate 40 Pro im Test: Wer braucht schon Google?

Schachmatt und Matt? Nein! Das Huawei Mate 40 Pro hat es noch schwerer als das Huawei P40, Fachpresse und Smartphone-Fans davon überzeugen, dass die Smartphones des chinesischen Giganten ohne Google trotzdem einen Blick (und hohe Preise) wert sind. Nachdem ich es fast einen Monat lang für NextPit getestet habe, kann ich jedoch sagen: Es lohnt sich.

Bewertung

Pro

  • Sehr schönes OLED-Display mit 90 Hz
  • Tolles Design
  • Bestes Fotomodul auf dem Markt
  • Solide Akkulaufzeit
  • 65 Watt Schnellladung
  • Große Verbesserungen für EMUI 11
  • IP68

Contra

  • Einige Lücken bleiben ohne Google-Dienste
  • Hoher Preis vor allem ohne Basismodell in Europa
  • Leistungsbegrenzung zur Bewältigung von Überhitzung

Für wen ist das Huawei Mate 40 Pro geeignet?

Das Huawei Mate 40 Pro ist seit Ende Oktober zum Preis von 1.199 Euro erhältlich. Dies ist der inzwischen leider der "klassische" Preis für ein Flaggschiff in der Pro-Version. Allerdings ist das absolut gesehen kein ungerechtfertigter Preis, da andere Hersteller im oberen Segment ähnliche Preise ansetzen. Aufgrund der fehlenden Basis-Version zeigt Huawei bei der Preisgestaltung dennoch ein mutiges Vorgehen.

Manche halten das Mate 40 Pro für Huaweis Schwanengesang, für ein letztes Aufbäumen des "letzten Flaggschiffs" vor dem Ende. Diese Meinung teile ich in Bezug auf das Ende von Huaweis Smartphone-Sparte nicht. Viel mehr würde ich sagen, dass das Huawei Mate 40 Pro zwar das Ende einer Ära markiert, nicht aber das Ende von Huawei.

Der jüngste Kirin-SoC zeigte nach seiner Veröffentlichung, aber auch vor der Einführung des Apple A14 Bionic, dass er der leistungsstärkste Prozessor in seinem Segment ist. Das Fotomodul im Huawei Mate 40 Pro, das dem P40 Pro sehr ähnlich ist, verspricht wieder einmal ein sehr hochwertiges Fotoerlebnis, das von seinen Android- oder Apple-Konkurrenten nur schwer – oder gar nicht – zu übertreffen ist.

Schließlich ermöglicht die harte Arbeit an EMUI 11 und den mobilen Diensten (HMS) von Huawei dem chinesischen Riesen, eine sehr praktikable Software anzubieten, auch wenn sie ohne Google nicht ganz vollständig ist. Und eins möchte ich unbedingt noch betonen, bevor in den Kommentaren wieder gegen angebliche Befangenheit geschossen wird: dieser Test des Huawei Mate 40 Pro spiegelt meine eigene Meinung wieder.

Wir haben die aktuellen Flaggschiffe ausführlich getestet. Im folgenden Widget findet Ihr die besten aktuellen Highend-Smartphones auf einen Blick:

 

Ein erhabenes Design, dem es an Ergonomie fehlt

Das Huawei Mate 40 Pro ist, wenig überraschend, ein Smartphone mit einem sehr stilvollen Design. Ich bin ein totaler Fan der Farbe Mystic Silver mit Perlmutt-Effekt. Es erinnert mich an das Interstellar Glow des OnePlus 8 oder das Aura Glow des Samsung Galaxy Note 10.

Das Smartphone sieht auch recht dünn aus (162,9 x 75,5 x 9,1 mm), aber es wiegt über 200 Gramm (212 g), was ziemlich genau im Durchschnittsbereich der heutigen High-End-Liner liegt. Der fast gänzlich randlose (94 Prozent Bildschirmgrößenverhältnis) 6,76-Zoll-Bildschirm behält das Wasserfall-Design des letztjährigen Huawei Mate 30 Pro bei.

NextPit Huawei Mate 40 Pro screen
Das Huawei Mate 40 Pro gehört zu den schönsten Smartphones auf dem Markt. / © NextPit

Wir haben also gebogene Kanten an den Seiten- und Querkanten, aber auch an jeder der vier Ecken des Smartphones. Mir persönlich gefallen Edge-Bildschirme sehr gut – aber hier streiten sich die Geister; es ist Geschmackssache. Ich finde die Darstellung viel eindrucksvoller. Aber ich gebe zu, dass die gebogenen Kanten in Bezug auf die Griffigkeit ein kleines Problem darstellen können.

Damit die Zurück-Geste von Android auszuführen, also vom rechten oder linken Rand zur Mitte des Bildschirms zu streichen, kann manchmal nervig sein. Die gelegentliche falsche Berührung des Touchscreens kann auch ärgerlich sein, besonders wenn man Würstchen statt Finger hat, wie ich.

NextPit Huawei Mate 40 Pro side
Der Lautstärkeregler am Huawei Mate 40 Pro ist meiner Meinung nach zu hoch angebracht worden. / © NextPit

Der hoch oben auf der rechten Seite angebrachte Lautstärkeregler ist der Hauptgrund, warum ich die Ergonomie des Handys ein wenig kritisiere. Das kreisrunde Fotomodul namens "Super-Ring" ragt auf der Rückseite zudem scharf im Relief hervor, aber seine Platzierung und sein Design bringen das Smartphone nicht ins Wanken, wenn es flach hingelegt wird.

Und was das Design betrifft, so finde ich den schicken Ring origineller als die rechteckigen Kamerainseln, die von fast allen chinesischen Herstellern übernommen wurden.

NextPit Huawei Mate 40 Pro camera
Das kreisrunde Fotomodul "Super-Ring" des Huawei Mate 40 Pro hat den Vorzug, originell zu sein. / © NextPit

Das Huawei Mate 40 Pro ist IP68-zertifiziert und kann zwei nanoSIM-Karten, aber keine microSC-Karte aufnehmen, so dass Ihr Euch für das herstellerspezifische NM-Format (Nano-Speicher) entscheiden müsst, wenn Ihr Euren Speicher erweitern möchtet. Huawei verzichtet auch auf einen 3,5-mm-Klinkenanschluss und vertraut stattdessen auf zwei Stereolautsprecher oben und unten im Gehäuse.

Insgesamt finde ich das Design des Huawei Mate 40 Pro prächtig, was das Mindeste ist, was ich bei einem 1.200-Euro-Smartphone erwarte. Es ist jedoch nicht das ergonomischste Flaggschiff auf dem Markt.

NextPit Huawei Mate 40 Pro usb
Speichererweiterung ist nur per NM-Karte möglich. / © NextPit

Ein gut kalibrierter 90 Hz OLED-Bildschirm

Das Huawei Mate 40 Pro verfügt über ein 6,76-Zoll-OLED-Display mit einem Seitenverhältnis von 18,5:9 und einer Bildwiederholrate von 90 Hz bei einer Auflösung von 1.344 x 2.772 oder 456 dpi (Pixel pro Zoll). Die Helligkeit reicht zudem für eine HDR10-Zertifizierung.

Wie oben erläutert, hat das Panel auf jeder Seite geschwungene Kanten, weist aber auch eine leichte Neigung an den Ecken auf, die Huawei als "Waterfall Display" bezeichnet. Abgesehen von den wenigen ergonomischen Bedenken, die mir diese Designauswahl während meines Tests bereitet haben mag, fand ich das Display Huawei Mate 40 Pro sehr leistungsfähig.

Bitte beachtet, dass Ihr bei einigen Anwendungen die Berührungsränder deaktivieren könnt, um falsche Eingaben zu vermeiden oder einfach zu verhindern, dass Elemente der Anwendungsoberfläche die Bildschirmkurve überspannen.

huawei mate 40 pro review emui 11 edges display
Die Touchscreen-Ränder des Huawei Mate 40 Pro können unter EMUI 11 deaktiviert werden. / © NextPit

Wie bei jedem meiner Tests muss ich darauf hinweisen, dass ich über kein Messwerkzeug verfüge, um die Farbmetrik (Deta E, Temperatur, DCI-P3-Farbraumabdeckung) oder die Helligkeit (in cd/m²) genau zu beurteilen. Ohne Laborbedingungen kann ich nur sagen, dass die angekündigte maximale Helligkeit von 476 Nits realistisch erscheint, da der Bildschirm bei allen Lichtverhältnissen immer gut ablesbar ist.

Die Bildwiederholrate von 90 Hz ist kein Kracher auf dem Markt, aber sie ist dennoch hoch, wenn wir wissen, dass einige Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy Note 20 nicht über 60 Hz hinausgehen. Das Display des Huawei Mate 40 Pro ist im Alltag sehr angenehm zu bedienen.

NextPit Huawei Mate 40 Pro front camera
Die Anzeige läuft Huawei Mate 40 Pro ist mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz und einer Abtastrate von 240 Hz sehr flüssig / © NextPit

Die Abtastrate, d.h. die Häufigkeit, mit der der Bildschirm jede Sekunde eine Berührung aufzeichnet, beträgt 240 Hz. Dies ist eine sehr hohe Leistung, wie sie sonst eher bei Gaming-Smartphones zu finden ist. Daher sind Eure Eingaben besonders in Mobile Games flüssig und das Handy reagiert auf jede Eingabe sehr schnell.

Der Bildschirm ist durch eine doppelte Punch-Hole-Notch für die Selfie-Kamera unterbrochen. Dabei ist die Notch klein und die Ränder rund um die Linse schmal genug, dass das Vorhandensein dieser doppelten Stanze mein Eintauchen in das Geschehen auf dem Display nicht eingeschränkt hat.

Dieses Manko verzeihe ich Huawei umso mehr, als dass diese Entscheidung durch die Integration eines 3D-Sensors zur besseren Gesichtserkennung durchaus gerechtfertigt ist. Dieses Duo von Sensoren wird auch für den Einsatz des EOD oder Eyes on Display verwendet, dem speziellen Always on Display von Huawei, über das ich weiter unten sprechen werde.

Insgesamt ist der Bildschirm des Huawei Mate 40 Pro ein Erfolg! Er ist schön, hell und läuft einfach flüssig. Es hat alle Kästchen angekreuzt, bietet aber nicht die höchste Aktualisierungsrate auf dem Markt.

EMUI 11 ohne Google, na und?

Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung läuft auf dem Huawei Mate 40 Pro EMUI 11, basierend auf Android 10 mit dem Sicherheitspatch vom September 2020. Ich habe  EMUI 11 auf diesem Huawei Mate 40 Pro bereits einen vollständigen Test gewidmet, den Ihr lesen solltet, wenn Ihr meine detaillierte Meinung zu diesem guten Android-Overlay hören wollt.

Ja, Ihr könnt ein Huawei-Handy ohne GMS genießen, ohne in Peking als Sleeper-Agent zu arbeiten und ohne von der Marke bezahlt zu werden. Dieser Vorwurf ist so lächerlich, dass sogar mein Bankier über die wenigen Leser lachte, die ihn im Rahmen meines EMUI-11-Tests geäußert haben. Trotzdem vielen Dank für diesen Moment, wir hatten viel zu lachen, und mein Bankberater vergaß für einen kurzen Moment das Ausmaß meiner Kreditschulden.

Aber ich verstehe voll und ganz die Voreingenommenheit, die viele Nutzer glauben lässt, dass ein Huawei-Smartphone ohne Google unbrauchbar ist. Die meisten Technikjournalisten hämmern es in die Köpfe der Konsumenten ein. Und es stimmt: als das Huawei P40 herauskam und ich es getestet habe, war EMUI 10 eindeutig zu ungenügend, um diesem Smartphone eine Kaufempfehlung auszusprechen. Ich sagte es damals ohne jede Zweideutigkeit.

Aber seitdem sind mehr als sechs Monate vergangen. Und Huawei hat hart daran gearbeitet, seine Software-Suite zu verbessern, sodass EMUI 11 nun voll funktionsfähig ist. Funktionsfähig bedeutet nicht perfekt. Es gibt noch Lücken, die zu schließen sind, aber sie sind meiner Meinung nach für den täglichen Gebrauch nicht unüberwindbar.

Und dieser von der Presse übernommene Status quo, der darin besteht, zu sagen, dass das P40 und das Mate 40 ausgezeichnete Smartphones in Bezug auf die Hardware sind und dass "wenn es Euch nichts ausmacht, dass kein GMS vorhanden ist", sie vielleicht nutzbar sind, ist nicht relevant.

Stellt Euch vor, ich würde Euch ein Smartphone für 1.200 Euro ohne Fotomodul empfehlen und anmerken: "Wenn Ihr nicht zu fotophil seid, ist das Smartphone genau perfekt." Das ist völliger Unsinn. Ein Huawei-Smartphone ohne GMS ist entweder empfehlenswert oder gar nicht. Der Zwischenschritt, den die meisten Tester derzeit praktizieren, ist gefährlich und vor allem irreführend für die Verbraucher.

Persönlich konnte ich meinen Huawei Mate 40 Pro täglich ohne Beschwerden einsetzen. Fast alle von mir verwendeten Anwendungen waren entweder in der AppGallery verfügbar oder konnten über eine APK- oder PWA-Verknüpfung installiert werden, indem man in der Petal Search danach suchte.

Diese Apps habe ich ohne Probleme heruntergeladen:

  • WhatsApp, Messenger (Facebook/Instagram), Telegramm, Google News
  • Facebook, Twitter
  • Spotify, Deezer
  • Google-Kalender
  • Gboard

Ich musste basteln, um die folgenden Apps über APK oder Web App zu verwenden:

  • Google Chrome: Installiert über APK, mit der Möglichkeit, mich in meinem Google-Konto anzumelden, aber ohne meine Daten zu synchronisieren.
  • Google Fotos: PWA wird über eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm installiert und funktioniert ohne Probleme.
  • Google Maps: Installiert über APK, funktioniert ohne Probleme, auch mit Multitasking. Aber es ist unmöglich, eine Verbindung zu seinem Google-Konto herzustellen, um seine Fahrten zu speichern.
  • Google Drive: Installiert über PWA, funktioniert normal, wenn Ihr die klassische Web-Version verwendet, ansonsten ist es unmöglich, Dateien vom Huawei-Smartphone aus hinzuzufügen.
  • Netflix: Installiert über APK, funktioniert gut, aber nur in SD-Qualität (Widevine DRM wird von Google kontrolliert, Huawei-Smartphones können nicht L1 für HD zertifiziert werden, wir sind auf L3-Ebene blockiert).
  • Youtube: Installiert über PWA-Shortcut (Web-Version), Möglichkeit zur Verbindung mit einem Google-Konto, HD-Qualität verfügbar.
  • Slack: Installiert über APK, funktioniert ohne Probleme, aber ohne Push-Benachrichtigungen (die über Google Play laufen).
  • Gmail: Es gibt eine Webanwendung, aber ich zog es vor, die native Mail-Anwendung von Huawei zu nutzen, die es erlaubt, ein Gmail-Konto hinzuzufügen.
  • Google Meet: Wird über eine Web App-Verknüpfung installiert, ohne die Möglichkeit, einem Meeting durch Klicken auf einen Link über Google Calendar oder Slack beizutreten (Ihr müsst den Code jedes Meetings manuell eingeben).
  • Zoom: Installiert über APK, funktionierte problemlos mit der Möglichkeit, eine Verbindung über mein Google-Konto herzustellen.
  • Call of Duty Mobile: Installiert über APK, Verbindung über Facebook funktionierte ohne Probleme.
  • Jabra Sound+: Eine Begleitanwendung für meine Kopfhörer Jabra Elite 85t, die über APK heruntergeladen wurde und problemlos funktionierte, sogar mit dem Sprachassistenten Celia von Huawei.

Ich plane auf jeden Fall, einen 100-Tage-Test mit EMUI 11 ohne Google durchzuführen. Deshalb werde ich das Huawei Mate 40 Pro bis dahin im täglichen Einsatz behalten. Aber bereits nach einem Monat (seit dem 22. Oktober 2020) kann ich ohne zu zögern sagen, dass Huawei-Smartphones mit EMUI 11 weit, sehr weit, davon entfernt sind, unbrauchbar zu sein. Ich kann Euch das Mate 40 Pro also ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

Im Übrigen handelt es sich bei EMUI 11 um eine ziemlich deutliche Aktualisierung der Huawei-Oberfläche. Zu den bemerkenswerten Ergänzungen gehören ein spezielles Always on Display, genannt EOD oder Eyes on Display, sowie ein verbesserter Multitasking-Modus.

Huawei's EOD oder "Augen-on-Display"

Beginnen wir mit "Eyes on Display". Auf den ersten Blick verbirgt sich dahinter lediglich ein Always-On-Display, das mit einer schicken Animation wesentliche Informationen wie Zeit, Batteriestand usw zeigt.

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Das EOD des Huawei Mate 40 Pro ist ein klassisches Visual Always on Display / © NextPit

Doch dank des Dual-Frontkameramoduls, das einen 3D-Sensor enthält, erkennt das Huawei Mate 40 Pro, wenn ein Gesicht dem Bildschirm zugewandt ist. Es ist im Grunde die gleiche Operation wie Googles Face Unlock. Das Smartphone aktiviert den Bildschirm nur, wenn Ihr auf den Bildschirm schaut und schont so die Batterie.

Und es funktioniert ziemlich gut. Ich versuchte, das Smartphone auszutricksen, indem ich meinen großen Kopf mit geschlossenen Augen vor den Bildschirm hielt, und das Smartphone reagierte nicht. Es ist ein ziemlich subtiles Feature, das nicht mehr sehr innovativ ist. Dennoch macht es Huaweis AOD ein wenig interessanter - ganz wie das Insight AOD von OnePlus.

Der 3D/ToF-Sensor auf dem vorderen Fotomodul ermöglicht auch die Gesichtserkennung im Dunkeln und macht das Entriegeln sicherer, ähnlich wie bei Apples Face-ID. Tatsächlich ist das Entsperren viel schneller als mit dem Fingerabdruckleser unter dem Bildschirm.

NextPit Huawei Mate 40 Pro lock
Das Always-On-Display des Huawei Mate 40 Pro wird aktiviert, wenn Ihr auf den Bildschirm des Smartphones schaut. / © NextPit

Huaweis Fenstermodus für Multitasking

Dies ist die zweite große Neuigkeit in EMUI 11, die hauptsächlich für Power-User konzipiert ist. Ihr könnt einige Anwendungen hinzufügen, die im Fenstermodus über die Seitenleiste geöffnet werden sollen, die mit einem einfachen erweiterten Streichen zugänglich ist.

Ihr könnt dann eine Anwendung in einem schwebenden Fenster anzeigen und ihre Größe und Position auf dem Bildschirm nach Belieben anpassen. Ihr habt auch die Möglichkeit, zwei Anwendungen in einem geteilten Bildschirm anzuzeigen oder eine mit einem Fenster versehene Anwendung zu minimieren, die als Bubble-Widget auf dem Bildschirm verbleibt, falls Ihr sie jemals wieder öffnen möchtet.

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Mit dem Huawei Mate 40 Pro könnt Ihr einige Anwendungen (sogar APK) als schwebende Fenster oder geteilten Bildschirm in EMUI 11 anzeigen. / © NextPit

Das Ganze ist recht intuitiv und kann, wenn eine Anwendung es erfordert, für das Multitasking praktisch sein. Ich habe keine Verzögerungen oder Animationsprobleme bemerkt. Aber es gibt viel fortschrittlichere Systeme, zum Beispiel aufseiten von Samsungs OneUI.

Petal Search und Quick Apps zur Schließung der Google-Lücke

Petal Search wurde Ende Oktober von Huawei gestartet. Es ist eine Suchmaschine sowohl für das Web als auch für Apps.

Und angesichts ihrer Nützlichkeit hat Petal Search die AppGallery für mich eindeutig verdrängt. Wenn ich nach einer App suche, gehe ich direkt zur Petal Search. Das Tool teilt mir dann mit, ob die betreffende App direkt über die AppGallery oder als APK verfügbar ist, oder ob ich eine Web-Verknüpfung im "Web-App"-Modus erstellen muss.

Wir sind mit dem Status quo vertraut. Die meisten Anwendungen, die nicht in der AppGallery verfügbar sind, können über APK von Petal Search heruntergeladen werden. Für Google-Anwendungen wie GMail könnt Ihr eine Browser-Verknüpfung zur mobilen Webversion erstellen.

Persönlich bin ich kein Fan dieser Lösung. Nehmt zum Beispiel GMail. Ich kann eine Web-Verknüpfung erstellen, die als Widget auf meinem Startbildschirm angezeigt wird, wie eine "normale" Anwendung, aber jedes Mal, wenn ich die Anwendung/Verknüpfung öffne, wird eine neue Seite in meinem Browser geöffnet. Es ist nicht sehr intuitiv.

Um hier Abhilfe zu schaffen, ermöglicht Huawei die Erstellung von "Quick Apps". Konkret könnt Ihr, wenn eine App als PWA (progressive Webanwendung) verfügbar ist, eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm erstellen. Es handelt sich also nicht nur um ein Widget, das auf eine neue Registerkarte in Eurem Browser umgeleitet wird, um auf die mobile Webversion einer Anwendung zuzugreifen. Es handelt sich eigentlich um eine PWA mit einer vom Browser getrennten, für den mobilen Einsatz geeigneten Oberfläche.

Leider werden nicht alle Apps unterstützt. Ich konnte es unter anderem für Google Drive, Google Meet und Youtube verwenden.

mate 40 pro review quick apps
Huawei's Quick Apps sind eine gute Lösung, um einige Google-Apps unter EMUI 11 zu installieren. / © NextPit

Das andere kleine Extra in EMUI 11 ist, dass Petal Search nun die Möglichkeit bietet, diese Verknüpfungen direkt zu erstellen, ohne dass Ihr dies selbst über Ihre Browsereinstellungen tun müsst.

Eine weitere sehr gute Ergänzung zu Petal Search ist die Möglichkeit, automatische Benachrichtigungen zu erhalten, sobald ein APK-Update verfügbar ist. Wie Ihr wisst, ist eine APK in der Tat eine "statische" Version einer App, und daher werden sie auf einem Huawei-Smartphone nicht automatisch über den Play Store aktualisiert, da der Play Store nicht vorhanden ist.

Dies ist also ein sehr guter Schritt nach vorne für Huawei, da Ihr benachrichtigt werden könnt, sobald ein Update verfügbar ist, um die Sicherheit der Softwareseite zu erhöhen.

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Petal Search macht die Installation und Aktualisierung von Anwendungen unter EMUI 11 wesentlich effizienter / © NextPit

Für den Rest lade ich Euch ein, meinen EMUI 11-Test zu lesen, um zu verhindern, dass dieser Teil des Tests Überhand nimmt, obwohl er wohl bei einem Huawei-Smartphone am wichtigsten ist.

Ihr könnt Euch übrigens auch dafür entscheiden, Eure Apps im App-Drawer anzuzeigen, und alle nativen Android-Funktionen wie Dunkelmodus, Augenkomfort usw. sind vorhanden.

huawei mate 40 pro review emui 11 ui
Huawei's Oberfläche hat sich zwischen EMUI 10 und EMUI 11 nicht viel verändert / © NextPit

Kurz gesagt ist EMUI 11 keine 100-prozentige Alternative zu Android oder GMS. Aber aufrichtig lade ich alle Skeptiker ein, es selbst zu testen, um zu erkennen, dass Huawei-Smartphones, abgesehen von bestimmten Sonderfällen, unter diesen Bedingungen durchaus verwendbar sind. Wir sind weit davon entfernt, eine UI zu haben, die durch das Fehlen von GMS völlig unbrauchbar ist.

Ich kann mich jedoch nicht zur Frage der Verwaltung Eures vernetzten Smart-Home-Ökosystems mit Google Home oder verbundenen Objekten äußern. Celia, Huaweis Sprachassistent. wird sicherlich nicht von den meisten Geräten unterstützt. Alexa steht auf der Liste der Apps, die auf die Verfügbarkeit in der AppGallery warten. Der Google-Assistent konnte nicht installiert werden.

Und es sollte auch nicht vergessen werden, dass Huawei nicht ewig in der Lage sein wird, seine Oberfläche weiterhin auf Android 10 aufzubauen. Die Umstellung auf HarmonyOS ist verpflichtend. Und wenn man bedenkt, was der Hersteller mit EMUI 11 auf die Beine gestellt hat, bin ich mehr als optimistisch, was die Zukunft seiner Software-Suite angeht, wenn die Post-Google-Ära endgültig beginnt.

Die Macht des Kirin 9000

Das Huawei Mate 40 Pro läuft auf dem neuesten High-End-Chip aus eigenem Hause: Dem Kirin 9000. Die 5 nm gefertigte CPU hat einen Cortex-A77-Kern, der mit 3,13 GHz getaktet ist, 3 Cortex-A77-Kerne, die mit 2,54 GHz getaktet sind, und 4 Cortex-A55-Kerne, die mit 2,05 GHz getaktet sind. Die CPU ist mit einer Mali-G78-GPU gekoppelt.

Dies ist der komplizierteste Teil dieses Tests. Und aus gutem Grund konnte ich auf dem Huawei Mate 40 Pro nur einen Grafik-Benchmark installieren, nämlich 3DMark. Die anderen Benchmarks sind noch nicht in der AppGallery verfügbar, und es war mir unmöglich, sie nach dem Herunterladen über APK zum Laufen zu bringen oder auch nur zu starten.

In dem Test von XDA Developer konnte ich lesen, dass Huawei die Installation von Benchmarks blockiert hat und dass wir auf einen möglichen Test warten müssten, um das Problem zu beheben. Mir ist jedoch auch aufgefallen, dass GSMArena in seinem Test Benchmark-Ergebnisse von Geekbench 5 veröffentlichte, die ich persönlich nicht installieren konnte.

Ich werde mich daher im Wesentlichen auf die Ergebnisse von 3DMark stützen, das dennoch einen ziemlich vollständigen Satz von Benchmarks bietet. Und das bemerkenswerteste Merkmal dieses Huawei Mate 40 Pro ist der Leistungsunterschied des Kirin 9000 im Normalmodus und im "Performance"-Modus.

Wie viele High-End-Smartphones bietet der Mate 40 Pro einen leistungssteigernden Modus, vor allem für Videospiele. Im Allgemeinen sind die Leistungsunterschiede recht gering. Auf dem Huawei Mate 40 Pro ist es jedoch ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Standardmäßig ist das Smartphone im normalen Modus nicht wirklich beeindruckend gegen Konkurrenten, die mit dem Snapdragon 865 oder 865+ ausgestattet sind, wie das Asus ROG Phone 3, das Nubia RedMagic 5S oder das OnePlus 8 Pro.

Sobald der "Performance"-Modus aktiviert ist, erreicht Ihr Werte, die weit über den Werten der leistungsstärksten Gaming-Smartphones auf dem Markt liegen. Auf dem Papier ist das ziemlich beeindruckend. Aber es gibt einen Haken.

Huawei Mate 40 Pro Benchmark-Vergleich (Leistungsmodus: Aus)

  Huawei Mate 40 Pro RedMagic 5S Asus ROG Phone 3 OnePlus 8 Pro
3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 6317 7736 7724 7122
3D Mark Sling Shot Vulkan 4953 7052 7079 6613
3D Mark Sling Shot ES 3.0 7677 9687 9833 8864
Geekbench 5 (Simple / Multi) Pas testé 902/3232 977 / 3324 887/ 3313
Mémoire PassMark Pas testé 27.442 28.568 27.118
Disque PassMark Pas testé 88.322 124.077 50.083

Huawei Mate 40 Pro Benchmark-Vergleich (Leistungsmodus: An)

  Huawei Mate 40 Pro RedMagic 5S Asus ROG Phone 3 OnePlus 8 Pro
3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 8093 7736 7724 7122
3D Mark Sling Shot Vulkan 5217 7052 7079 6613
3D Mark Sling Shot ES 3.0 9920 9687 9833 8864
Geekbench 5 (Simple / Multi) - 902/3232 977 / 3324 887/ 3313
Mémoire PassMark - 27.442 28.568 27.118
Disque PassMark - 88.322 124.077 50.083

Das Problem ist die Überhitzung bzw. die Temperaturregelung durch das Huawei Mate 40 Pro. Ich habe keine präzisen Werkzeuge, um dies in meinen Tests zu messen. Aber seit kurzem bietet der 3DMark-Benchmark einen Test namens "Wild Life" an. Dieser Test simuliert über 1 und 20 Minuten eine intensive Spielsitzung mit bis zum Äußersten getriebener Grafik. Es geht darum, zu sehen, wie sich das Smartphone verhält, wenn es einmal an seine Grenzen gestoßen ist.

Dieser Benchmark gibt uns dann Auskunft über die Temperaturschwankung, die FPS-Rate und den Batterieverbrauch. Die Temperatur wird immer steigen, das ist eine unvermeidliche physikalische Realität. Aber je stärker der SPF mit steigender Temperatur schwankt, desto mehr kann man die thermische Drosselung messen.

In meinem Leitfaden zu den besten Gaming-Smartphones spreche ich über Drosselung. Konkret geht es aber darum, die Leistung des Smartphones einzuschränken, um es vor Überhitzung zu schützen. Und das Huawei Mate 40 Pro ist sehr schnell dabei, um so kühl wie möglich zu bleiben.

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Das Huawei Mate 40 Pro begrenzt seine Temperatur besser als das ROG Phone 3, bietet dafür aber eine zu uneinheitliche Leistung / © NextPit

In diesem Beispiel oben sehen wir, dass sich das Huawei Mate 40 Pro deutlich weniger erwärmt hat als das Asus ROG Phone 3, wobei die maximale Temperatur bei 33°C gegenüber 40°C für das ROG Phone beibehalten wurde. Es kann jedoch festgestellt werden, dass die Framerate viel inkonsistenter ist als auf dem Asus-Smartphone.

Vergleicht einfach die beiden Diagramme ganz links im Bild oben, der Unterschied zwischen der ersten Schleife (1 Minute) und der Vineme-Schleife (20 Minuten) ist auf dem Mate 40 Pro offensichtlich. Das ROG Phone 3 weist ein sehr ähnliches Leistungsniveau auf.

Hier können wir eine der Auswirkungen der thermischen Drosselung sehen. Um vor Überhitzung zu schützen, begrenzt das Mate 40 Pro die Leistung, während das ROG Phone 3, das besser mit einem Kühlsystem ausgestattet ist, es sich leisten kann, mehr und länger zu heizen und dabei ein gleichmäßiges Niveau an Performance beizubehalten.

Aber das ist wirklich ein technomanisches Detail, das die meisten Benutzer nicht interessiert. Wir bleiben auf einer sehr hochwertigen Rohleistung, ganz oben an der Spitze dessen, was derzeit unter Android gemacht wird. Allerdings ist auch der Vorsprung des Huawei Mate 40 Pro und seines Leistungsmodus nicht sehr groß. Und mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Snapdragon 875 wird dieser Rekord von Huawei vielleicht nicht lange Bestand haben.

Das beste Fotomodul auf dem Markt

Das Huawei Mate 40 Pro hat auf der Rückseite ein dreifaches Fotomodul, das dem Huawei P40 Pro sehr ähnlich ist:

  • ein 50 MP Weitwinkel-Hauptsensor, Blende f/1,9, 28-mm-Äquivalent, OIS, RYYB
  • ein 12 MP Periskop-Teleobjektiv, f/3,4 Blende, 125 mm Äquivalent, OIS
  • 20 MP Ultraweitwinkel-Sensor, f/1,8 Öffnung, 18 mm Äquivalent

Das Fotomodul ist in einem kreisförmigen Muster in einem Design angeordnet, das Huawei Super-Ring nennt. Und der Ultraweitwinkel-Sensor verfügt über ein spezielles Linsensystem, das als "Freiformlinse" bezeichnet wird. Praktisch gesehen tauscht Huawei das sphärische Design herkömmlicher Optiken gegen ein asymmetrisches Linsendesign mit unregelmäßiger Oberfläche.

Die Idee hinter dieser Wahl, die das Ergebnis einer mehr als zweijährigen Entwicklungsarbeit ist, besteht darin, die Verzerrung, die Ultra-Weitwinkel-Fotos mit sich bringen, so weit wie möglich zu begrenzen, was ihnen diesen ziemlich seltsamen "Fischaugen"-Effekt verleiht. Abgesehen von dieser Neuerung entsprechen wir voll und ganz den hervorragenden Standards des Huawei P40 Pro.

Bilder des Huawei Mate 40 Pro bei Tag

Es überrascht nicht, dass das Huawei Mate 40 Pro bei Tageslicht extrem gut abschneidet. Es fiel mir schwer, einen Nachmittag für ein ausreichend umfangreiches Fotoshooting freizumachen. Und wegen des Berliner Klimas hatte ich noch mehr Schwierigkeiten, gute Lichtverhältnisse zu bekommen.

Aber das Huawei Mate 40 Pro und sein Dreifach-Sensorsystem haben mich wirklich überzeugt. Ich werde weiter unten im Detail auf den Zoom eingehen, aber die größte Errungenschaft dieses Fotomoduls, abgesehen vom Zoom, ist die Verwaltung des Dynamikbereichs.

Die folgende Fotoserie wurde Mitte November nachmittags von 14.00 bis 15.00 Uhr aufgenommen. Die Sonne ist schon fast untergegangen. Ich war überrascht, dass ich die mit dem Ultraweitwinkel-Sensor aufgenommenen Fotos denen mit dem Weitwinkel-Sensor vorzog.

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Der Dynamikbereich wird auf dem Huawei Mate 40 Pro sehr gut verwaltet / © NextPit

Die Detailgenauigkeit ist im Ultraweitwinkel überraschend gut, und ich finde das Bild heller. Aber wenn Ihr Euch die Weitwinkelaufnahmen anseht, die sicherlich dunkler sind, seht Ihre, dass die Detailgenauigkeit sehr gut ist. Die Schärfe ist gut vorhanden, das Bild ist klar und das Rauschen fast völlig abwesend. Selbst die schattigsten Bereiche bleiben gut definiert und ebenso gut sichtbar wie die hellsten Bereiche.

Ich finde die Wiedergabe besonders natürlich, auch wenn der Weißabgleich sehr subtil mehr in Richtung warmer, gelber Töne geht. Man erhält warme, weiche Ergebnisse, die die Netzhaut nicht mit künstlich hellen Farben angreifen. Nur iPhones bieten eine so natürliche Wiedergabe, ohne den Grad an Details.

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Die Ultra-Weitwinkel-Fotos waren in meinen Augen überraschend "hübscher" als die des Hauptsensors. / © NextPit

Wir haben auch die Möglichkeit, auf das Pixel-Binning zu verzichten und Weitwinkelaufnahmen in voller 50 MP-Auflösung zu machen. Aber ich fand den Unterschied im Detail zu gering, um ihn durch ein Bild in diesem Test zu veranschaulichen.

Das Duo aus Weitwinkel- und Ultraweitwinkelsensoren ist daher sehr leistungsfähig und gehört zu den besten, die ich in diesem Jahr testen konnte. Und das Huawei Mate 40 Pro ist sicherlich das einzige Foto-Smartphone, dessen Ultra-Weitwinkel-Aufnahmen "schöner" aussehen mögen als die mit dem Hauptsensor aufgenommenen. Ein Kraftakt des Herstellers!

Huawei Mate 40 Pro: Zoom

Huaweis größte Stärke ist seit einigen Jahren die Fähigkeit, den leistungsstärksten optischen Zoom auf dem Markt anzubieten, daran besteht kein Zweifel. Auf den meisten der heutigen Flaggschiffe ist die ausgefallene 10-, 30-, 50- oder 100-fache Zoom-Vergrößerung oft unbrauchbar. Nicht auf dem Mate 40 Pro.

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Das Huawei Mate 40 Pro bietet den besten optischen Zoom auf dem Markt. / © NextPit

In der Praxis ist der Detailverlust bis zur 10-fachen Zoomstufe fast nicht wahrnehmbar. Vielleicht ist es der Kontrast zu den schlechteren Leistungen der Konkurrenz, der mich dazu bringt, zu übertreiben. Aber ich hatte aufrichtig den Eindruck, dass der Zoom eine mehr als brauchbare, ja sogar sehr gute Darstellung beibehält, egal ob in x2, x5 oder x10.

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Die optische Telebildstabilisierung des Objektivs des Huawei Mate 40 Pro erfüllt ihre Aufgabe sehr gut. / © NextPit

Logischerweise kann man das digitale Rauschen und den Nose-Down-Verlust in x50 notieren. Aber das ist im Allgemeinen das Qualitätsniveau, das wir schon beim x10-Zoom bei anderen Modellen wie den Flaggschiffen von Samsung, Apple, Oppo und sogar den sakrosankten Pixeln von Google erhalten.

Die optische Stabilisierung des Teleobjektivs des Mate 40 Pro spielt bei dieser Leistung eine Schlüsselrolle. Versucht es mit einem OIS-freien Smartphone, es wird Euch schwer fallen, Bilder jenseits des 5-fachen Freihand-Zooms ohne Bewegungsunschärfe aufzunehmen.

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Der 10-fach-Zoom des Huawei Mate 40 Pro begrenzt Qualitätsverluste./ © NextPit

Ich weiß, ich sehe aus wie ein Fanboy oder ein korrupter Journalist, der einen dicken fetten Scheck bekommen hat, aber ich wurde einfach jedes Mal überrascht, wenn ich eines meiner Bilder vergrößert habe. Ohne Stativ, ohne fotografische Fähigkeiten und ohne Verwendung des Pro-Modus finde ich es ziemlich außergewöhnlich, dass ein Smartphone eine solche Standardwiedergabe bietet.

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Der Zoom des Huawei Mate 40 Pro ist beunruhigend effizient / © NextPit

Ich denke, das ist die große Stärke dieses Fotomoduls. Das Teleobjektiv bietet so viele Möglichkeiten, dass das Mate 40 Pro extrem vielseitig ist, um neue Motive zu finden. Ich glaube nicht, dass ein anderer Hersteller derzeit mit Huawei in diesem speziellen Punkt des Zooms konkurrieren kann.

Fotos des Huawei Mate 40 Pro bei Nacht

Huawei's Fotophones sind auch dafür bekannt, sehr gute Nachtaufnahmen zu machen. Persönlich habe ich immer natürlichere Renderings bevorzugt, die nicht den Eindruck erwecken, dass das Foto am helllichten Tag aufgenommen wurde. Ich fand den dedizierten Nachtmodus des P30/P30 Pro zu ausgeprägt.

Auf dem Huawei Mate 40 Pro fiel es mir schwer, zwischen Nachtaufnahmen mit und ohne Nachtmodus zu unterscheiden. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Nachtmodus viel weniger aggressiv ist, oder ob es daran liegt, dass der 50-MP-Hauptsensor mit seinem RYYB-Filter auch ohne Nachtmodus viel Nachtlicht einfängt.

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Der Nachtmodus des Huawei Mate 40 Pro ist recht subtil / © NextPit

Wenn Ihr Euch jedoch die oben abgebildeten Fotos genau anseht, könnt Ihr eine Korrektur der Belichtung und des Weißabgleichs feststellen, die etwas kühler wird, um diesen Vergilbungseffekt der Nachtbeleuchtung zu beseitigen. Wenn Ihr Euch den Bürgersteig am Boden anseht (auf Eurem Bildschirm vergrößern), könnt Ihr auch feststellen, dass das digitale Rauschen reduziert und die Schärfe ausgeprägter ist. Ihr könnt die Lücken zwischen den einzelnen Pflastersteinen deutlicher erkennen.

Die Auswirkungen des Nachtmodus sind auf den Fotos unten vielleicht am deutlichsten zu erkennen. Wir können sehen, dass der Himmel etwas klarer, blauer als schwarz ist, verglichen mit der Nachtaufnahme, die ohne Nachtmodus aufgenommen wurde. Die Belichtung wird auch korrigiert, indem das von den Straßenlampen abgegebene Licht begrenzt wird, die das ohne Nachtmodus aufgenommene Bild etwas zu stark verbrennen.

Schaut Euch sich das Gebäude auf dem Foto vom Alexanderplatz an (unten, von links nach rechts). Es ist fast rot, genau wie der Himmel wegen der städtischen Beleuchtung. Mit dem Nachtmodus werden diese Probleme gemildert und das Bild sieht sauberer und kälter aus.

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Der Nachtmodus des Huawei Mate 40 Pro korrigiert effektiv die Belichtung von Nachtaufnahmen / © NextPit

Insgesamt bietet das Huawei Mate 40 Pro ein sehr gutes Fotopaket, meiner Meinung nach das beste auf dem Markt. Ich liebe die Vielseitigkeit des Fotomoduls, die durch das ausgezeichnete Teleobjektiv und den sehr guten Nachtmodus ermöglicht wird, ich liebe die Qualität des Ultraweitwinkel und ich finde die Software-Verarbeitung subtil und natürlich (oder eher realistisch).

Eine solide Akkulaufzeit

Das Huawei Mate 40 Pro hat einen 4.400 mAh-Akku mit einer guten Laufzeit. Mit dem Bildschirm, der nach einer dynamischen Aktualisierungsrate eingerichtet wurde, die je nach Nutzung (Spiele, Navigation in der Schnittstelle) zwischen 60 Hz und 90 Hz variiert, hielt mich das Smartphone mehr als 17 Stunden beschäftigt, bevor es unter die verbleibenden 20 Prozent ging.

Leider war ich auch nicht in der Lage, den PCMark-Benchmark zu installieren, den wir bei NextPit verwenden, um die Batterie an Ihre Grenze zu bringen. Ich stütze mich also auf meine tägliche Nutzung des Smartphones, wobei ich durchschnittlich sechs Stunden Bildschirmzeit pro Tag für mobile Spiele, Videokonferenzen und Musik-Streaming aufwenden muss, und zwar den größten Teil meines Büroalltags.

In der Praxis hält das Smartphone etwas mehr als zwei Tage. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Ich finde das Batterie-Dienstprogramm ziemlich vollständig. Sie erlaubt es Euch nicht, Euren bisherigen Nutzungsverlauf der letzten 24 Stunden einzusehen, was schade ist für Tester wie mich, die nach einer Woche Nutzung Screenshots machen wollen.

Aber wir verfügen über das gesamte Spektrum der Optimierung der Akkulaufzeit mit einem Energiesparmodus, und wir haben auch eine adaptive Ladung, die Eure Nutzung berücksichtigt, um den Ladevorgang zu pausieren oder zu verlangsamen, wenn Ihr das Smartphone nicht benutzt, während wir sicherstellen, dass es beim Einschalten nach dem Aufwachen auf 100 Prozent steht.

Das Huawei Mate 40 Pro ist außerdem mit einem 66-Watt-Supercharge-Ladegerät ausgestattet, das in weniger als 50 Minuten eine 100 prozentige Aufladung ermöglicht. Von den drei Tests, die ich mir die Zeit nahm (dies ist der langweiligste Teil eines Tests), brauchte ich etwa 47, 48 und 47 Minuten, um von 0 auf 100 zu kommen. Das Huawei Mate 40 Pro bietet außerdem eine drahtlose 50-Watt-Ladung und eine drahtlose 5-Watt-Reverse-Charge.

Huawei Mate 40 Pro: Technische Daten

Abmessungen: 162,9 x 75,5 x 9,1 mm
Gewicht: 212 g
Akkukapazität: 4400 mAh
Display-Größe: 6,76 Zoll
Bildschirm: 2772 x 1344 Pixel (456 ppi)
Kamera vorne: 13 Megapixel
Kamera hinten: 50 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 10 - Q
Benutzeroberfläche: Emotion UI
RAM: 8 GB
Interner Speicher: 512 GB
256 GB
Wechselspeicher: NM Card
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 3,13 GHz
Konnektivität: LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 5.0

Abschließendes Urteil

Wie Ihr seht, werde ich nicht mit "vielleicht", "wenn" und anderen rhetorischen Pirouetten jonglieren, um zu dem Schluss zu kommen, dass das Huawei Mate 40 Pro in mehr als einer Hinsicht ein ausgezeichnetes High-End-Smartphone ist, obwohl es natürlich schade ist, dass es nicht Googles mobile Dienste beinhaltet.

Das Fehlen von Google-Diensten ist natürlich immer noch spürbar. Aber zu sagen, dass EMUI 11 ohne GMS unbrauchbar ist, ist völlig falsch. Ich finde Huawei's Bemühungen um seine Software-Suite vielversprechend, und ich bereue nicht, das Mate 40 Pro im vergangenen Monat täglich eingesetzt zu haben. Im Langzeittest werden wir weitere Erkenntnisse gewinnen.

Das Fotomodul überfliegt die Konkurrenz aus der Ferne, und mich haben vor allem die Möglichkeiten des Teleobjektivs sowie die subtile Effizienz des Nachtmodus überzeugt. Die Kirin 9000 ist ein Monster der Macht, aber ich bezweifle die Langlebigkeit seiner Leistung angesichts der Konkurrenz von Qualcomm.

Die Akkulaufzeit ist solide, ohne die Höhen zu erreichen, die von Referenzen wie Xiaomi zum Beispiel erklommen wurden. Der Bildschirm ist sehr gut kalibriert und flüssig, auch wenn er im Durchschnitt des Marktes in dieser Preisklasse liegt. Das Design ist zweifellos prächtig und des sehr hohen Preises dieses Ultra-Premium-Smartphones würdig.

Es handelt sich also eindeutig nicht um ein Schachmatt, sondern eher um eine Rochade für das Huawei Mate 40 Pro. Das Smartphone ist der Turm, der in nur einem Zug dem König Huawei Schutz bietet.

Top-Kommentare der Community

  •   19
    Gelöschter Account vor 10 Monaten

    Also Nextpit sollte doch wissen was Design ist oder etwa nicht? Das Ding sieht vielleicht gut oder wie Ihr schreibt erhaben aus. Aber alleine durch das extrem gekrümmte Display ist das Design eher schlecht als recht...Korrigiert mich wenn ich mich irre...
    Oder ist Design für Euch einfach "slang"?

  • Michael B. vor 10 Monaten

    "Huawei Mate 40 Pro im Test: Wer braucht schon Google?"

    Eine Frage, die u.a. auch durch die Absatzzahlen dieses Gerätes beantwortet wird....

  • Tim vor 10 Monaten

    "Ein erhabenes Design, dem es an Ergonomie fehlt"
    In anderen Worten: schlechtes Design.
    Das wird auch durch die Software-Tricksereien unterstützt, mit denen man die Kanten "ausschalten" kann...

    Das Marketing-Blabla zum Ultraweitwinkel ist auch witzig. Sie haben zwei Jahre an irgendwelchen asymmetrischen Linsen gearbeitet, um den "Fischaugeneffekt" zu minimieren? Unsinn. Der Fischaugeneffekt wird hier einzig und allein dadurch minimiert, dass das Ding nicht wirklich "Ultra"weitwinklig ist... Das Objektiv schafft ja nur etwa 100° und deswegen verzerrt es auch weniger, als bei Konkurrenten, wo der Ultraweitwinkel auch wirklich so einer ist und auf 120-130° kommt...

50 Kommentare

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  •   28
    Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Sehr guter Bericht, aber es hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der 50 MP hat im Vergleich zum P40 pro keinen OIS!! Das fällt im Alltag leider auf und für mich hat das P40 pro schon noch die bessere Kamera.
    Warum? Weil sich der fehlende OIS der Hauptkamera durch das ganze setup zieht. Bei weniger Licht muss man bewusster still halten, beim Zoom und vor allem beim Hybridzoom merkt man die fehlende Stabilisierung auch deutlich. Auch wenn die 12 MP Zoom Linse stabilisiert ist, so ist das einfach nicht so ein ruhiges Bild wie es beim P40 pro der Fall ist.
    Dann die Sache mit den anderen Apps wie instagram oder Snapchat wo man direkt aus der App heraus filmt. Hier wird die Hauptkamera verwendet und es gibt natürlich keine Stabilisierung.
    Schade eigentlich. Bei 1200€ sollte ein OIS eigentlich Pflicht sein. Auch wenn manche behaupten es ist kein OIS nötig, aber nicht umsonst hat das Mate 40 pro plus einen verbaut in der Hauptkamera.


  • old.man vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Also wenn Huawei auch preiswerte Geräte wieder brauchbar macht, sehr gerne! Nach nun einigen Monaten mit einem Chinakracher mit A10 drauf (seit A6 stößt Android mir zunehmend auf) träumt man von einem Android Phone mit möglichst wenig Google drauf. Assistant, Chrome Browser, Maps: NO GO! Navigieren tut man mit Here Maps, offline. Werbefrei, aktuelle Verkehrslage über die mobile Webseite eines Radiosenders, genügt völlig. Bei der Hardware-seitigen Überlegenheit zu Apple wird klar was der Grund der amerikanischen Kanonenbootpolitik ist. Menschenrechte usw wohl eher nicht. Eine Cashcow, die Cashcow! ist in Gefahr abzurutschen... Also ein neues Y Modell für 200€ ohne NSA an Bord: her damit! Übrigens der Chinakracher für rund die Hälfte der 200 hat auch den September Patch bekommen.. Der Preis war zum Höhepunkt der Coronakrise in China. Teile der dortigen Industrie standen schon vorm Kollaps. Ein Lohnfertiger aus Hongkong hielt mit dem Dumpingpreis seine Produktion am laufen um das Personal halten zu können.


  • Lucknow vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Ich bin ein Huawei Fanboy und habe neben Smartphones auch Matebooks im Einsatz. Trotzdem muss ich leider sagen, dass der gewohnte Betrieb nicht ohne Google möglich ist. Beim Banking z.B.: ING Diba oder auch Sparkasse sind nicht nutzbar. Aber mehrere andere Apps auch.
    Noch ist man ohne Google Support leider nicht voll einsatzfähig. Ich hoffe, dass es schon bald der Fall sein wird, denn - wer braucht schon Google?!


    • old.man vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Zum Banking: geht doch auch über einen Browser. Ist mir sogar lieber als eine App.


  • Uwe vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wie sieht es denn mit der Unterstützung von Banking Apps und Banken TAN Generatoren aus. Die haben ja nichts mit Google zu tun aber bei meinem ersten OP 3t lief z.B. die Sparkassen App nicht.
    Ohne Banking TAN Generatoren wird der Nutzen des Handys für mich stark eingeschränkt.


    • old.man vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Die Kombination von Banking App und PhotoTan App war mir einfach zu kompliziert und umständlich. Also statt App verwende schlicht einen Browser und dazu den TAN Generator der Bank. Problemlos von zu Hause aus. Eine Überweisung kann wohl warten bis man dort ist. So bleibt der Generator daheim.


  • Olaf Gutrun vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    So natürluch finde ich die Farbwidergabe nicht. Ultraweitwinkel und normale Bilder haben alle eine andere Himmelsfarbe mit dem Huawei typischen Gelbstich was die ultra weitwinkellinse nicht macht.

    Bei meinem s20 habe ich diese Farbunterschiede nicht.


  •   16
    Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wer braucht schon so ein fu🙊k Sau teures Smartphone , wenn die Updates eh bloß 2 Jahre kommen und dann ist diese Kiste softwaremäßig veraltet...?


  • Jack Black vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wer braucht schon Google

    Jeder, der kein Freak (Technik-Nerd) ist. Und als langjähriger Huawei - Nutzer kann ich auch sagen, dass bei Huawei auch vieles nicht gut war, als es noch Google hatte. Ich werde mir keins mehr kaufen.

    NobodyGelöschter Account


    • Maximilian HE vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Jeder, der kein Freak ist? Was für eine unnötige, falsche und dumme Aussage.

      Jeder, der sich mit seinem Gerät nicht weiter beschäftigen möchte? Vielleicht.
      Jeder, der out of the box ein funktionierendes System ohne Einschränkungen erleben möchte? Evtl., da ist aber Apple die bessere Alternative. Das System ist besser abgestimmt und die Services harmonieren nahezu perfekt.
      HMS bzw Harmony OS ist das, was Android zu Anfang war (jedoch auf einem viel höheren Niveau).
      Hier und da muss man sich Alternativen suchen, im Ganzen sind jedoch fast alle wichtigen Apps in der AppGallery zu finden.


      • Nobody vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Aber er hat doch nicht ganz unrecht. Vielleicht war ja freak nicht das beste Wort dafür. Aber wer kauft denn ein Smartphone für den Preis um dann erstmal anzufangen APKs zu suchen um seine Apps zu bekommen die man haben will oder von vorher gewohnt ist. Das macht der durchschnittliche käufer doch meistens nicht. Und dann die Unsicherheit ob man seine gekauften Apps auch nutzen kann. Ich denke diejenigen die schon länger Huawei nutzen kaufen auch weiterhin welche. Und ja bestimmt gibt es auch welche die kein Google wollen und deswegen kaufen. Aber den verkaufszahlen außerhalb Chinas nach sind das wohl nicht mehr so viel wie vorher. Und so neue kunden zu bekommen ist bestimmt auch nicht einfach. Aber ich finde sich nicht mit einem Gerät beschäftigen wollen ist nicht der Hauptgrund ,die frage ist doch warum sollte ich das machen wenn ich für das gleiche geld eine Alternative bekomme wo ich das nicht brauche? Egal ob Android oder Apple. Verstehe mich nicht falsch. Jeder der das machen will soll das gerne so tun. Aber für die große Menge an käufern müssen sie ihr eigenes System erst noch so verbessern das mehr Apps verfügbar sind. Und zu seiner Kritik an Huawei. Ich hatte auch eines. Ist zwar schon ein paar Jahre her aber ich habe in 3 Jahren benutzung nicht ein einziges Update bekommen. Weder eine neue Android version noch irgendwelche patches für Bugs. Abgesehen von LG war das einer der schlechtesten Supporte die ich je hatte. Meine Frau hat im der selben Zeit auf ihrem S4 zb zwei Android Versionen bekommen. Wenn man einmal als Kunde so behandelt wird hat man sicher keine lust mehr darauf das nochmal zu riskieren. Und was ich noch anmerken wollte,andere Aussagen als falsch zu bezeichnen wenn man sie widerlegen kann geht klar. Aber sie als dumm zu bezeichnen finde ich nicht in Ordnung. Seit doch mal etwas entspannter und vor allem toleranter. Und hört bitte auf euch gegenseitig zu beleidigen. Danke


      • Jack Black vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Du nennst meine Aussage dumm und danach bestätigst Du den Inhalt meiner Aussage. Respekt.


      • Maximilian HE vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ja, den Inhalt aber nicht die Art und Weise.
        Und Du weißt ja, wie man in den Wald hineinruft usw.
        "Freaks" war ein absolut unnötiges und falsches Wort, bei dem ich mich als Besitzer des Geräts auch persönlich angegriffen fühle.

        Auch @Nobody, wenn er beleidigend wird muss er sich über die Antwort nicht wundern. Sorry, aber ich habe nicht vor so einen Schmarrn unkommentiert stehen zu lassen.


      • Nobody vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich finde seine Aussage trotzdem richtig. Ich hätte zwar Nerd anstatt Freak geschrieben aber das ist Ansichtssache. Was ist den eigentlich ein Freak. Definition laut Wörterbuch:
        "kennzeichnet in Bildungen mit Substantiven – seltener mit Verben (Verbstämmen) – eine Person, die sich für etwas sehr oder übertrieben begeistert"
        Und damit hat er doch recht oder? Nach dieser Definition sind wir hier eigentlich alle Freaks oder nicht ? Und als beleidigung sehe ich das ehrlich gesagt nicht. Aber seine Aussage als dumm bezeichnen wiederum schon. Und kommentieren kann man auch anders oder?


      • Maximilian HE vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich bin nur froh dass ich selber entscheide was ich als Beleidigung empfinde und was nicht.
        Ich hoffe es ist okay für Dich, dass ich das nicht von Dir entscheiden lasse ;).
        Grüße und ein schönes Wochenende! :)


      • Jack Black vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Die Bedeutung des Wortes wurde ja bereits erklärt. Wer es dennoch nicht versteht, oder verstehen will, ist wohl eher auf Krawall gebürstet.


      • Nobody vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Da geht es dir wir mir. Ich entscheide das auch selber. Deshalb empfinde ich es als beleidigung wenn man dumm genannt wird. Ich werde lieber als Freak bezeichnet (siehe meine genannte Definition)als dumm genannt. Dir auch ein schönes Wochenende


    • Bernhard Feder vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Aha, dann bin ich ja ein Technikfreak. 56 Jahre alt und Verwaltungsangestellter. Wie kam ich nur zu der Ehre ein Nerd zu werden? Na ja, eigentlich muss man gar nichts können. Ich habe das P40 Pro+ und bin völlig zufrieden. Großartig installieren musste ich gar nichts. Nach Anwendung von Phone Clone war das Telefon fast komplett eingerichtet. Alle noch ausstehende Apps habe ich über Petal Search bekommen, sogar die App für meinen Drucker. Nur You Tube und Ebay habe ich nicht. Verschmerzbar. War alles keine Hexerei. Wenn jüngere Leute da schon meinen, man wäre ein Nerd, wird es um unsere Zukunft wohl eher schlecht bestellt sein.


      • Nobody vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Dann frag doch mal in deinem Bekanntenkreis oder bei den Arbeitskollegen nach ob die wissen was Phone Clone oder Petal Search ist. Ich glaube kaum das die meisten wissen was das ist oder wozu es verwendet wird. Also ich behaupte das jemand der sich da mehr auskennt als andere schon als Nerd durchgehen kann. Außerdem geht es ja bei einem Nerd oder auch Freak nicht nur darum was man können muss sondern vielmehr darum was man weiß oder?


      • Bernhard Feder vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Na ja, Wissen und Können liegen schon arg nah bei einander. Trotz allem, wer sich auch nur drei Minuten mit seinem Phone beschäftigt, hat auch ohne Google null Probleme. Ich denke, das Problem heute ist die Denkfaulheit. Alle wollen alles in kleinen, leicht verdaulichen Happen serviert bekommen. Sich mit nichts beschäftigen. Denken ist ausgelagert. Zum Beispiel zum ÖRR. Erschreckend für mich, bequem für die Regierenden.
        Meine bittere Erfahrung.

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