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Hands-on: Jackery Explorer 1000 Pro mit robusterem Solarpanel

NextPit jackery explorer 1000 pro front
© NextPit

Jackery hat auf der IFA seine neue Powerstation namens Explorer 1000 Pro vorgestellt, die etliche Schwächen der älteren Modelle ausbessert. Dazu gab es außerdem auch ein neues, robusteres Solarpanel, das Ihr dank IP68-Zertifizierung auch mal im Regen vergessen dürft. Wir haben uns die neue Powerstation mit Solarpanel auf der IFA 2022 bereits angesehen.

Pro

  • einklappbarer Handgriff
  • Schnellladefunktion
  • integriertes Netzteil
  • 1000 Watt Dauerleistung

Contra

  • keine separaten 12V-DC-Ausgänge mehr

Jackery Explorer 1000 Pro: Preis und Verfügbarkeit

Die Jackery Explorer 1000 Pro kommt Ende September in Deutschland auf den Markt. Der Preis für die Powerstation alleine beträgt 1.399 Euro und liegt damit nur unwesentlich höher als der Listenpreis der "normalen" Explorer 1000 mit 1.319 Euro.

Im Kit mit zwei Solarpanels vom Typ SolarSaga 80 kostet die Explorer 1000 Pro 1699 Euro – Ihr bekommt also für 300 Euro Aufpreis zwei 80 Watt starke Solarpanels. Wenn's mit dem Laden wirklich schnell gehen soll, bietet Jackery auch ein 800 Solar-Watt starkes Photovoltaik-Kit an, das vier 200 Watt starke SolarSaga 200 enthält. Kostenpunkt: heftige 3.899 Euro.

Design und Anschlüsse

Das Design der Jackery Explorer 1000 Pro bietet auf den ersten Blick keine großen Überraschungen: Die Powerstation kommt im herstellertypischen schwarz-orangenen Design.  Auf den zweiten Blick fällt auf, dass die neue Pro-Powerstation eckiger geworden ist. Außerdem ist der Handgriff nun einklappbar. Dadurch ist die Explorer 1000 Pro stapelbar – und besser zu verstauen als die Nicht-Pro-Version.

Ebenfalls vorteilhaft ist hier das Netzteil, das Jackery nun in das Gehäuse der Powerstation integriert. Ja, dadurch ist die Explorer 1000 Pro mit 11,5 gegenüber 10,0 Kilogramm zwar etwas schwerer als die Vorgängerin. Dafür müsst Ihr aber auch weniger packen – und könnt die Powerstation mit jedem beliebigen Kaltgerätekabel aufladen.

Jackery Explorer 1000 Pro Taschenlampe
Die Explorer 1000 Pro bietet eine Taschenlampe mit zwei Helligkeitsstufen und SOS-Funktion. / © NextPit

Die Anschlüsse hat Jackery nun ebenfalls deutlich aufgeräumt. Auf der Vorderseite der Explorer 1000 Pro gibt es nur noch zwei 230-Volt-Steckdosen sowie einen 12-Volt-Zigarettenanzünder-Port – und vier USB-Anschlüsse, zweimal Typ-A und zweimal Typ-C. Die Anschlüsse zum Aufladen – ob per Solar oder per Netz – sind allesamt auf die Rückseite der Powerstation gewandert.

Leistung

In Sachen Ausgangsleistung bewegt sich die Jackery Explorer 1000 Pro grundsätzlich auf dem Niveau der Standard-Version.  Das bedeutet, dass Ihr im Dauerbetrieb bis zu 1000 Watt aus der Powerstation ziehen könnt, als Spitzenleistung sind kurzfristig 2000 Watt möglich. Damit sind die meisten Haushaltsgeräte abgedeckt – von der Mikrowelle über die Bohrmaschine bis zur Kaffeemaschine.

Einen deutlichen Sprung nach vorne gibt's allerdings bei den USB-Ports: Über die beiden USB-C-Anschlüsse liefert die Explorer 1000 Pro nun jeweils maximal 100 Watt. Via USB-A sind immerhin 18 Watt möglich. Über den Zigarettenanzünder-Port liefert die Powerstation maximal 120 Watt – so wie das Nicht-Pro-Modell. 

Jackery Solarsaga 80
Das Solarpanel Solarsaga 80 könnt Ihr dank IP68-Zertifizierung auch mal im Regen stehen lassen. / © NextPit

Eingangsseitig hat die Explorer 1000 Pro ordentlich zugelegt. Über den Netzanschluss frisst die Powerstation bis zu 800 Watt – damit soll der 1.002 Wh starke Stromspeicher nach 1,8 Stunden voll aufgeladen sein. Ebenso schnell geht's übrigens auch per Solar: Wer das eingangs erwähnte Kit mit vier SolarSaga-200-Modulen kauft, kann die Explorer 1000 Pro rechnerisch und bei optimalen Bedingungen ebenfalls in knapp zwei Stunden voll aufladen. Unseren Erfahrungen nach dürfte es bei intensivem Sonnenschein eher drei Stunden dauern, bei bewölktem Himmel eher ein bis zwei Tage. Die "normale" Explorer 1000 lässt sich an der Steckdose übrigens mit nur maximal 163 Watt aufladen.

Den aktuellen Stand der Dinge bei der Eingangs- und Ausgangsleistung könnt Ihr stets auf dem Display nachverfolgen, das im Vergleich zur Vorgängerversion nun deutlich farbenfroher daherkommt – und außerdem deutlich mehr Informationen anzeigen kann als bei den älteren Modellen. Aber seht selbst:

Jackery Explorer 1000 Pro Display
Das Display der Jackery Explorer 1000 Pro informiert Euch über den Stand der Dinge – und eventuelle Probleme. / © Jackery

Zusammen mit der Explorer 1000 Pro hat Jackery auch das neue Solarpanel SolarSaga 80 vorgestellt. Dieses ist zwar weder sonderlich kompakt noch zusammenklappbar, dafür aber nach IP68 gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Vergesst Ihr beim Zelten das Solarpanel mal draußen und es regnet Nachts, passiert nichts. Auch der Standfuß aus Metall wirkt deutlich solider als die Stofflaschen bei den SolarSaga-100-Modellen. Bei Nichtgebrauch könnt Ihr das Solarpanel in der mitgelieferten Schutzhülle verstauen.

Vorläufiges Urteil

Die Jackery Explorer 1000 Pro ist überall ein bisschen mehr "Pro" als das Vorgängermodell. Das neue Gehäuse ist insbesondere dank des einklappbaren Griffs deutlich praktischer, und die neue Taschenlampe ist ein sinnvoller Umbau. Außerdem lädt die Powerstation nun deutlich schneller – und dank integriertem Netzteil auch praktischer. Und auch die USB-C-Ports sind mit 100 Watt Ausgangsleistung im Jahr 2022 angekommen. Umso erfreulicher ist es, dass der Preis der Explorer 1000 Pro nur unwesentlich höher ausfällt als beim älteren Modell.

 

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