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Oh Du Fröhliche … 2021 war das Jahr des „Ichs“: Kommt jetzt das „Wir“?

Oh Du Fröhliche … 2021 war das Jahr des „Ichs“: Kommt jetzt das „Wir“?

Sind wir denn alle verrückt geworden? Manchmal scheint es, als würde die Welt aus den Fugen geraten. Der Hass, der Unmut und die Gewaltbereitschaft nehmen überall auf der Welt zu. Zu einem Teil dürften daran auch Dinge wie die sozialen Medien oder Chatgruppen Schuld sein, in denen viele Menschen sich unter Gleichgesinnten oder ähnlich Denkenden immer weiter radikalisieren. Sind wir Menschen mit der Zukunft und ihren Technologien überfordert?

Heute ist Weihnachten. Das Fest der Liebe. Das der Familie, der Freunde, aber auch des Miteinanders. In den vergangenen Jahren waren meine Artikel zu Weihnachten an dieser Stelle vor allem durch Optimismus und virtuelles Händereichen geprägt. Gerade beim letzten dieser beiden Punkte will ich auch in diesem Jahr keine Ausnahme machen.

Die Probleme der Zukunft kann man nicht alleine, sondern nur gemeinsam lösen

Bevor, liebe Leserinnen und Leser, jetzt gleich bei vielen ein gemeinsames Augenrollen beim Lesen dieser Zeilen startet, und ein “schon wieder will mir jemand irgendwas erklären”-Artikel in den Sinn kommt, lasst mich bitte – trotz alledem – kurz erklären:

Wir bei NextPit sind eine Seite, die sich hauptsächlich um Themen und vor allem Produkte rund um den digitalen Lifestyle bemühen und versuchen Euch diese näher zu bringen. Aus meiner Sicht ist es eben auch das Digitale und die damit einhergehende Überforderung unserer Gesellschaft, die uns alle an den Rand dessen gebracht haben, worüber ich gerne in diesem Artikel schreiben möchte:

Es ist die Spaltung!

Nicht selten habe ich in den vergangenen Monaten gelesen, die Politik hätte die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. Interessanterweise liest man solche Zeilen aber mittlerweile überall rund um den Globus. Viele Länder mit einer freien Presse berichten über Ähnliches: Ängste auf der einen Seite, die sich durch die sogenannten Filterblasen wie ein Tsunami, der auf flaches Land trifft, immer weiter aufschaukeln.

Der technische Fortschritt ist gut. Aber wir müssen noch lernen mit ihm zu leben.

Ich habe in meinen 46 Jahren auf diesem Planeten noch nie erlebt, wie uneins wir Menschen uns geworden sind. Dabei gibt es drängende Fragen unserer Zeit – allen voran die Corona-Pandemie und der Klimawandel –, die eigentlich keinen Aufschub dulden dürften.

Was mich umtreibt, ist, dass viele Menschen aufgehört haben auf Expertinnen und Experten zu hören. Stattdessen regiert die Skepsis und man begibt sich selbst auf Wahrheitssuche im Internet, in den sozialen Medien und irgendwelchen Foren, in denen sich scheinbare Gleichgesinnte tummeln und in denen dann Legenden und Märchen zur Wahrheit umfunktioniert werden.

Wir Menschen haben mit dem Internet und mit sozialen Medien viele neue, wirklich wunderbare Möglichkeiten. Aber wir haben ganz offensichtlich als Gesellschaft noch nicht gelernt, damit zu leben und sie richtig einzusetzen.

Wir sind nicht nur in zwei Teile gespalten. Sondern vielmehr in viele Millionen.

Was mich aber wirklich bekümmert, ist eine Erkenntnis, die in den letzten Jahren in mir gereift ist, und die sich im Jahr 2021 mit voller Wucht entfaltet hat. Ein echtes “Wir” scheint es nicht zu geben. Stattdessen regiert immer mehr das “Ich”. Die Egozentrik, und die damit verbundene Augenblicksverhaftung, hat aus meiner Sicht in diesem Jahr ganz besonders zu mangelndem vorausschauende Denken geführt. Vor allem bei den wohl drängendsten Problemen unserer Zeit – dem Kampf gegen die Coronapandemie und auch dem gegen den Klimawandel – hat die Politik, aber vor allem die Gesellschaft, versagt.

Uns Menschen sind der aktuelle Augenblick und die nächsten zwei Wochen wichtiger, als die nächsten zwei Jahre, zwei Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Es ist der bewusste Verzicht auf den notwendigen Verzicht, der mich wirklich oftmals bekümmert – auch wenn ich an mich selbst denke. Viel zu gerne reise ich in der Welt herum, esse Fleisch und will eigentlich von Lockdowns nichts wissen.

Wir, die Gesellschaften in aller Welt, sind in den letzten Jahren häufig in viele Milliarden „Ichs“ zerfallen. Die Notwendigkeit von Einschränkungen, um uns Menschen und überhaupt Andere vor aktuellen und vor allem zukünftigen Problemen zu bewahren, ist zur Verhandlungssache geworden:

Warum sollte ich mich denn ändern oder einschränken, wo doch Andere sich nicht einschränken wollen? Ein Teufelskreis!

Yippie Yah Yei, Schweinebacke

Heute also ist Weihnachten. Im TV läuft ganz bestimmt irgendwo ein Film der „Stirb langsam“-Reihe. Bruce Willis wird wie gewohnt am Ende die Welt retten, sich eine Kippe anzünden und seinen Spruch bringen.

Ich wünsche mir und für uns alle zum heutigen Fest, dass wir als Gesellschaft wieder näher zusammenrücken, Gräben schließen, anfangen vorausschauend zu denken und zu handeln. Dass wir das ICH als ein Teil des WIRs begreifen lernen und unseren kleinen Verzicht auf etwas Freiheit (beim Tragen von Mundschutzen oder dem Aushalten von Kontaktbeschränkungen) oder dem Ändern von Gewohnheiten (beispielsweise dem Stehenlassen des Autos, um zum Bäcker zu kommen) nicht als individuelle Bestrafung, sondern als kollektive Anstrengung begreifen.

Lasst uns alle ein Bruce Willis sein und kommendes Jahr viele Tage mit einem „Yippie Yah Yei, Schweinebacke“ beenden – weil wir etwas geändert haben. Denn vergesst nicht: Viele kleine Änderungen und Anstrengungen bewirken etwas Großes.

Frohe Weihnachten, liebe NextPit-Community. Feiert schön, bleibt gesund und denkt immer daran, was auch schon Johann Wolfgang von Goethe gesagt hat:

Unsere Eigenschaften müssen wir kultivieren, nicht unsere Eigenheiten.

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26 Kommentare

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  • Sabrina vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "Die Notwendigkeit von Einschränkungen, um uns Menschen und überhaupt Andere vor aktuellen und vor allem zukünftigen Problemen zu bewahren, ist zur Verhandlungssache geworden:

    Mit Verlaub:
    Entrechtung dient nicht der Lösung von Problemen.
    Es geht um Entrechtung auf der einen Seite um mehr Macht auf der anderen Seite zu konzentrieren.

    Die Corona-Maßnahmen dienen nicht der Bekämpfung einer Pandemie. Wäre es eine Pandemie, dann wäre sie längst vorbei - sogar ohne Maßnahmen.

    Die massiven Grundgesetzverletzungen beweisen das genaue Gegenteil.

    Man will die auf dem Grundgesetz basierende politische Ordnung stürzen. Für diesen Zweck hat man die Corona-Pandemie erfunden.
    Ausweislich der Sterbefallstatistik der letzten 5 Jahre ist niemand an einem neuartigen Corona-Virus Covid-19 gestorben.
    Gestorben wird an der "Impfung"

    Es darf doch mal auffallen, dass in zwei Jahren ein Maßnahme nie die Lösung des angeblichen Problems zur Folge hatte, sondern nur die scheibchenweise immer weitere Entrechtung bzw. Grundrechtsverletzung der Menschen nach sich zog.

    Die Maßnahmen sollen genau das tun: Die Menschen Schritt für Schritt in die völlige Entrechtung bringen. Spätestens mit dem Zwang, sich Dreck in den Körper injizieren zu lassen, ist erkennbar, dass uns diese Leute nicht als selbstbestimmte Menschen mit Rechten betrachten, sondern als Eigentum, über dass sie nach belieben bestimmen wollen und dass sie nach belieben bestrafen.

    Impfzwang heißt auf Deutsch:
    Entweder Du lässt Dich töten, oder wir bestrafen Dich dafür, dass Du Dich nicht töten lässt.

    Nachdem Forderungen wie Nichtzahlung der Rente für Ungeimpfte (Die diese mit ihren Versicherungsprämien selbst finanzieren) oder Demonstrationsverbot für Kritiker der illegalen Corona-Maßnahmen öffentlich wurden, sollten eigentlich bei jedem die Alarmglocken klingeln.

    Das WIR wird missbraucht, um Menschen der Individualität sowie ihrer Rechte zu berauben.

    Es ist ein Merkmal eines durch und durch kriminellen Regimes, wenn ein politisch definiertes Gemeinwohl mehr zählt, als das Lebensrecht des Einzelnen. Das ist die zentrale Lehre aus dem Nationalsozialismus.


    • dieCrisa vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      "Ausweislich der Sterbefallstatistik der letzten 5 Jahre ist niemand an einem neuartigen Corona-Virus Covid-19 gestorben."
      Quelle für solchen Unsinn?

      Es gibt jedoch genügend Quellen, die Deine These widerlegen - z.B.:
      efgs2021.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

      "Gestorben wird an der "Impfung""
      Nein. Fakt ist:
      "Dem jüngsten Sicherheitsbericht zufolge wurde 1919 Mal der Verdacht auf einen Todesfall nach einer Impfung gemeldet. Aber nur in 78 Einzelfällen hat das PEI "den ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung als möglich oder wahrscheinlich bewertet". Ein Vergleich der Anzahl der gemeldeten Todesfälle mit der statistisch zu erwartenden Zahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum "ergab für keinen der vier bisher in Deutschland eingesetzten Covid-19-Impfstoffe ein Risikosignal", schreibt das PEI."

      "Man will die auf dem Grundgesetz basierende politische Ordnung stürzen. Für diesen Zweck hat man die Corona-Pandemie erfunden."
      Ok. Und welche Begründung gibt es für totalitäre Staaten - wie z.B. China (schau Dir mal deren Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung an!), Russland, Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi Arabien und ähnliche. Die hatten schon vor der Pandemie keine Rechte wie hier.

      "Es darf doch mal auffallen, dass in zwei Jahren ein Maßnahme nie die Lösung des angeblichen Problems zur Folge hatte, sondern nur die scheibchenweise immer weitere Entrechtung bzw. Grundrechtsverletzung der Menschen nach sich zog."
      Schlicht falsch: "Die Impfungen haben nicht nur Krankenhauseinweisungen und Todesfälle verhindert, sondern auch wieder einen großen Teil des sozialen Lebens ermöglicht"
      Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Essen gehen, Einkaufen, Urlaub, Kino, Sportstudio, .... - alles wieder möglich. Die jüngsten Einschränkungen sind dem Verlauf (um es positiv auszudrücken - dem asozialen Verhalten trifft es besser) geschuldet.

      Keine Deiner Behauptungen kannst Du seriös belegen. Komm doch mal mit Fakten statt mit absurden Thesen!

      focus.de/gesundheit/coronavirus/nebenwirkungen-impftote-und-spaetfolgen-corona-impfstoffe-im-fakten-check-so-gefaehrlich-sind-die-impfstoffe-wirklich_id_31352756.html


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Mit Logik und Fakten darf man Sabrina leider nicht kommen. Stattdessen verbreitet sie mit sehr viel Energie krude Verschwörungstheorien und wilde Thesen.

        Ich empfinde das oftmals als echt Zumutung.


      • dieCrisa vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Es wäre ja prima, wenn Sabrina mit Logik und Fakten daher käme. Das ist nicht der Fall. Insofern widerlegt sie sich damit selbst.

        Vielleicht hat sie nur vergessen, dass Fakten stärker überzeugen können als wilde Thesen. Trotz mehrerer Hinweise, hat sie diese Chance noch nicht genutzt. Dies belegt, dass sie nur Geschwurbel von sich gibt. So dumm ist sie nicht, um das nicht zu erkennen.


      • dieCrisa vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Ergänzung:

        "Gestorben wird an der "Impfung""

        Die Sterbefallzahlen in Deutschland sieht man hier:
        biosphaere-alb.com/wordpress/wp-content/uploads/2020/06/sterbefallzahlen-26_2_2021.jpg

        Die Kurve für 2021 ist doch recht auffällig ähnlich der Kurve für Covid-19-Tote.

        Davon abgesehen müsste die Kurve der Sterblichkeit für 2021 eher einer solchen Kurve gleichen, wenn die Sterblichkeit durch Impfung ansteigen würde:
        impfdashboard.de/ -> Grafik zu "Geimpfte Personen"

        Wer nur ein wenig Hirn hat, erkennt, dass Deine Behauptung eine glatte Lüge ist.


        Übrigens: Deine Thesen kannst Du gerne selbst einem Faktencheck unterziehen - z.B.:
        muenchen-klinik.de/covid-19/fake-news/
        helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/13-corona-impf-mythen-im-faktencheck/
        correctiv.org/faktencheck/

        ... und überhaupt: bfy.tw/SGQs


  • Sabrina vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "Dabei gibt es drängende Fragen unserer Zeit – allen voran die Corona-Pandemie und der Klimawandel –, die eigentlich keinen Aufschub dulden dürften."

    Beides sind Projekte der Organisierten Kriminalität.
    Es ist traurig, dass es manche auch in vielen Jahren nicht schaffen, die ganzen Widersprüche zu erkennen.

    Es ist doch so einfach, zu sehen, dass die Propagandisten der Klimawandel-Gletscher-Sintflut überall nah am Wasser bauen.

    Das umweltschädlichste sind Rüstungsproduktion und Kriege.
    Da setzt die Umweltministerin ein Plastiktütenverbot durch.
    Ein paar Zimmer weiter fordert die Verteidigungsministerin einen Flugzeugträger (reine Verteidigungsrüstung).
    Jetzt muss man nur noch den Flugzeugträger, dessen Betrieb samt Wartung, Energiekosten, Personal-Energiekosten samt späterer Berentung, Entsorgung des schrottreifen Flugzeugträgers usw. in Platiktüten-Äquivalent umrechnen.

    Die drängende Frage ist, wie lange man noch diesen Betrügern folgt.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Das ist Deine Meinung, die ich nicht teilen kann. Diese Art und Meinungsmache ist das, was ich in meinem Artikel anspreche : Du haust an den Haaren herbeigezogene Thesen raus und forderst Andere auf, sich mit von unserer Gesellschaft abzuwenden.

      Was soll das?


    • dieCrisa vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      "Es ist traurig, dass es manche auch in vielen Jahren nicht schaffen, die ganzen Widersprüche zu erkennen."
      Du könntest uns aufklären - warum tust Du es nicht?

      "Entsorgung des schrottreifen Flugzeugträgers usw. in Platiktüten-Äquivalent umrechnen."
      Plastiktüten statt Flugzeugträger?
      Nö - weder noch.

      Bitte bring doch endlich mal Belege für Deine absurden Thesen. Irgendeinen Quark behaupten kann jeder Depp.


  • trixi vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Toller Artikel, auf den Punkt getroffen.

    Ich wünsche allen die das lesen ein fröhliches und gesundes Weihnachtsfest.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Vielen Dank, trixi. Das wünsche ich Dir auch!


  • Tenten vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Wenn ich so an die Achtziger oder Neunziger zurückdenke, dann glaube ich nicht, dass die Gesellschaft egoistischer wird. Wir waren schon immer so, nur zeigt es sich jetzt stärker, weil es bislang keine Krisen gab, bei denen wir zusammenhalten mussten.
    Frohes Fest an alle und ein paar erholsame Tage!

    Gelöschter Account


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Frohes Fest, Tenten.

      Wenn wir wirklich so sind, dann hoffe ich, dass die Krisen nicht noch schlimmer werden. Ich fürchte, sonst wird es einige wirklich böse erwischen.


    • dieCrisa vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Krisen - gab es schon immer. Weltkriege, Zusammenbrüche der Börsen/Weltwirtschaftskrisen, Wiederaufbau, Kuba-Krise, Kalter Krieg, Waldsterben, Ölkrise, Eurokrise, Automobilkrise, Finanzkrise ... Die Auswirkungen waren sichtbar: Menschen, die betteln und verhungern, Armeen bis an die Zähne bewaffnet standen sich Auge in Auge gegenüber, Tankstellen ohne Sprit, Bäume, denen man ansah, dass sie sterben, ...

      Corona - sieht man nicht. Das lässt sich viel einfacher anzweifeln, als tote Bäume in jedem Wald.

      Viel schlimmer aber sind Krisen, die kaum beachtet werden: Verfall der Bildung und Verfall von Werten. Beides begünstig die Spaltung (die es schon immer gab - einig waren "wir" noch nie). Hinzu kommt das Internet mit den sogenannten "sozialen Medien": Selbstdarstellung bis zum Erbrechen. Schau doch mal, wie schick ich Essen gehe, wie toll meine Urlaube sind, mein Top-SmartPhone, mein super Auto, die hippen Schuhe, ... - ach, was bin ich doch ein toller Typ. Da muss man dann mithalten. (An der Stelle lohnt ein Blick in die USA: völlig wurscht, wie man gekleidet ist, was man für ein Auto fährt, ... - da entscheidet nicht das Äußere über einen Kredit bei der Bank). Das führt sich fort auch in Meinungen: du glaubst der Regierung auch jeden Scheiß - wie oldschool ist das denn? Wie, du zahlst brav deine Steuern? Wie doof bist du denn?

      Jeder glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben - und stellt dies zur Schau. Blöderweise sind die anderen zu doof, hinter die Maske zu schauen. Auch hier wird gerne mal irgendwas behauptet, was schlicht unwahr ist. Man macht sich nicht die Mühe, zu hinterfragen, zu checken, zu zweifeln... Man könnte - tut es aber nicht.

      So wird aus Behauptungen eine "Wahrheit". Und die wird geglaubt. Ohne Widerspruch muss es ja wahr sein.

      Ein "wir", ein Miteinander bedeutet auch: aufeinander zugehen, einander zuhören, diskutieren, Meinung bilden und prüfen, ...
      Da sind Forderungen - wie löscht den Beitrag, zensiert die Worte, sperrt den User - völlig fehl am Platz. Das spaltet noch mehr, bricht Meinungsbarrieren nicht auf sondern zementiert sie. Wer ein "wir" will, muss auch wie ein "wir" handeln: dazu gehören eben auch die "Andersdenkenden" - wer sie ausschließt, spaltet.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Vielen Dank für Deinen Kommentar, Crisa.

        Ich bin mit allem einverstanden, möchte aber hinzufügen: Es stimmt, dass man aufeinander zugehen muss und beide Seiten versuchen müssen, Gräben zu schließen. Wenn man allerdings ab und an hier auf Leute trifft, die beispielsweise zu Unwahrheiten zurückgreifen, weiter spalten und / oder andere Menschen diskriminieren – dann ist Zensur leider angebracht.

        Wir lassen hier in der Regel fast jeden Kommentar stehen und diskutieren intern jede Löschung und meist auch jede Maßnahme gegen Community-Mitglieder.

        Es bleibt ein Kraftakt, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. Alle Seiten sind aufgefordert dabei mitzuhelfen. Basis und Grundlage für jede Diskussion müssen allerdings immer Fakten und die Wissenschaft bleiben.


      • dieCrisa vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Ich war selbst viele Jahre Moderator (mit Admin-Rechten) in einem Forum. "Zensur" (Sperrung, Löschung) war leider oft ein (internes) Thema. Mir ist also bewusst, dass dies ein heißes Eisen ist, an dem man sich schnell verbrennen kann. Dennoch war ich nie ein Fürsprecher solcher "Lösungen". Im Gegenteil: sachlich widersprechen - ist, wie ich finde, der bessere Weg. Natürlich gibt es auch ganz harte Zeitgenossen, da hilft leider nichts mehr. Aber gerade jüngste Forderungen (Sabrina) fand ich kontraproduktiv. Da war ja wenigstens ein gewisser Teil an Bereitschaft zur Diskussion zu erkennen, die - wenn wir mal ehrlich sind - nicht wirklich genutzt wurde. Sicher, allein die Masse an "Fakten" ist kaum oder nur schwer zu bewältigen. Wer aber ein "wir" will, muss auch unbequeme Wege gehen. Einfach - kann jeder. Bringt nur wenig.

        Selbstverständlich müssen Fakten und Wissenschaft die Grundlage sein. Wird dieser richtige Weg verlassen, so ist es aber unsere Aufgabe, darauf hinzuweisen, zu untermauern, zu überzeugen - die Gegenseite tat/tut es ja offensichtlich nicht.

        Wie schon oben gesagt, wird ja gerne etwas behauptet (oder nachgeplappert), ohne je den Wahrheitsgehalt (im Vorfeld) überprüft zu haben. Auch mir fällt es nicht immer leicht, meine eigene Meinung zu überprüfen. Insofern ist Kritik gut - auch wenn sie von Anderen/Andersdenkenden (konstruktiv) erfolgt.

        "Wir lassen hier in der Regel fast jeden Kommentar stehen"
        ...das ist auch meine Wahrnehmung. Und das ist gut so.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Hallo Crisa, ich würde Dir bei Sabrina zustimmen, wäre es wirklich das erste Mal gewesen. Allerdings macht sie das in einer Regelmäßigkeit, dass es schmerzt. Nicht nur zu Corona, sondern auch zu anderen Themen. Dabei wählt sie selbst stets die aggressive, besserwisserische Wortwahl.

        Ich finde, dass irgendwann die eigene Energie zu kostbar, um sie an einer einzelnen Person, die vor allem provozieren will, zu vergeuden. Hätte Sabrina ein echtes, wahres Interesse an dieser Community, würde ich es wirklich versuchen. Aber ganz offensichtlich geht es bei Sabrina (fast immer) nur darum, andere Menschen mit Falschinformationen zu vergiften und eigene Kraft an den Gegenreden zu erlangen. Dieses Verhalten spaltet – und es beschleunigt die Spaltung sogar noch weiter, würde man sich hier in end- und sinnlosen Diskussionen ergeben.

        Von daher bin ich auch hier voll auf Deiner Linie. Nur eben beim Beispiel Sabrina kann ich Dir nicht beipflichten. Das finde ich sogar sehr schade!! Denn Sabrina hat durchaus Ahnung von Technik und bringt echten Mehrwert hier rein, sofern sie sich auf das eigentliche Thema konzentrieren würde.


      • dieCrisa vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Ich kann Dich nur zu gut verstehen. Aber meine Worte sind weniger an Dich (allein) gerichtet. Es sind die gemeint, die ein "wir" (das sind selbstredend nicht wenige) wollen - und nicht nur mit schönen Worten.

        Unser Häuptling macht es sich einfach: es gibt keine Spaltung.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Was meinst Du damit genau? Das verstehe ich nicht ganz.


      • Tenten vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        @Fabien
        Er meint mich damit. Die Crisa hat schon lange ein Problem mit mir und muss das selbstredend auch immer wieder zur Schau stellen. Aber ich muss ehrlich sagen, ich hab keinen Bock mehr, auf ihre ständigen Provokationen einzugehen und so geht's auch einigen anderen Usern. Deswegen macht das unter euch aus, ich feiere erstmal Weihnachten. Frohes Fest dir noch und schöne Feiertage :)


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Ich finde Dich, Tenten, in jedem Falle sehr gut und schätze Deine Meinung. Deshalb bitte nicht unterkriegen lassen!!

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