Pros des Amazon Fire 7 (2019)

  • Günstiger Preis
  • Gute Akkulaufzeit
  • Unendlich viele Inhalte
  • Praktische Hülle
  • Kids Edition: Kindgerecht auf allen Ebenen

Contras des Amazon Fire 7 (2019)

  • Altbackenes Design
  • Karge Ausstattung
  • Schlechte Performance
  • Schlechtes Display
  • Kein „echtes“ Android

Amazon Fire 7 (2019): Preis und Verfügbarkeit

Das Amazon Fire 7 kostet mit 16 GByte internem Speicher und automatischer Amazon-Werbung gerade einmal 54,99 Euro – günstiger geht es wirklich nicht. Der doppelte Speicher schlägt mit 10 Euro mehr zu Buche, wer auf die Werbung verzichten will, legt noch einmal 15 Euro drauf. Die Kids Edition wird nur mit 16 GByte angeboten, dafür aber mit einer speziellen, extrem robusten Hülle und einer Zwei-Jahre-Sorglos-Garantie. Geht das Tablet in dem Zeitraum kaputt, egal wie, könnt Ihr es einfach einschicken und bekommt ein neues. Für ein Jahr ist zudem Amazons Kinder-Angebot FreeTime Unlimited im Preis von 99,99 Euro inklusive.

Ein Design aus der alten Zeit – aber nicht der GUTEN alten Zeit

Beim ersten Anblick des Amazon Fire 7 fragt man sich unweigerlich, ob die Zeit stehen geblieben ist. Mit den extrem fetten Rändern um das Display, der schmucklosen Plastik-Rückseite und dem veralteten Micro-USB-Anschluss wirkt das Amazon-Tablet wie ein Gerät aus den Anfangszeiten der Tablets – Google Nexus 7 lässt grüßen! Es ist knapp einen Zentimeter dick und gar nicht so leicht, wie man bei der Größe denken könnte. Die Verarbeitung ist in Ordnung, hochwertig wirkt das Amazon Fire 7 aber nicht . Bei dem extrem knapp kalkulierten Preis ist das aber kein Wunder.

Amazon bietet verschieden Hüllen für das Tablet an, und die machen das Ganze schon ansehnlicher. Das Case dient auch dazu, das Fire 7 aufstellen zu können, wahlweise horizontal oder vertikal. Die dicke Hülle der Kids Edition schützt das Fire 7 in jeder Lebenslage, macht es aber auch wahnsinnig klobig. Der erstmals vorhandene Klappständer in der Hülle ist enorm praktisch und wirkt sehr stabil.

Das Display des Fire 7 ist ausreichend – mehr nicht

Der Bildschirm des Amazon Fire 7 ist – der Name sagt es bereits – 7 Zoll groß. Die Auflösung beträgt 1.024 x 600 Pixel und erreicht damit noch nicht einmal 720p. Die Pixeldichte des LCD-Panels beträgt 170 ppi. Das ist wenig, und das sieht man auch. Das Display ist ein wenig pixelig, nicht besonders scharf und auch nicht übermäßig hell. Die Blickwinkelstabilität ist mittelmäßig. Das klingt alles nicht besonders berauschend, und leider stimmt das auch. Für einen Film oder eine Serie unterwegs reicht mir das zwar, aber bombastische Blockbuster wird auf diesem Display niemand genießen können. Zum Buchlesen über die Kindle-App taugt der vom Farbton her eher warme Bildschirm recht gut.

Eine Fernbedienung für das komplette Amazon-Angebot

Auf dem Amazon Fire 7 Tablet läuft Fire OS, also die auf AOSP (Android Open Source Project) basierende Variante von Android. Die aktuelle Version Fire OS 6.3.1.2 basiert noch auf Android 7, wird von Amazon aber regelmäßig mit Sicherheitsupdates gepflegt. Offizielle Google-Apps fehlen hier natürlich ebenso wie der Google Play Store. Amazon hat jedoch für alles eigene Alternativ-Apps an Bord. Und eben den großen Trumpf: alle Amazon-Inhalte. Und zwar wirklich alle, von Spielen über unzählige Filme, Videos, Serien und Bücher bis hin zu Musik. Wer Amazon-Prime-Kunde ist – und das lohnt sich tatsächlich – und das Streaming-Angebot von Amazon ausgiebig nutzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Alexa ist natürlich ebenfalls an Bord.

Das Fire 7 ist wie eine Fernbedienung für das komplette Amazon-Angebot. Das definiert die Zielgruppe sehr genau: Wer Amazon nur ab und an zum Einkaufen nutzt, der ist hier falsch. Es gibt schließlich nicht einmal eine Youtube-App, dafür muss der Silk-Browser herhalten. Wer aber das Amazon-Universum kennt wie seine Westentasche und sowieso die ganzen Inhalten nutzt, hat sie hier an einem Platz versammelt, und das für extrem kleines Geld.

In der Kids Edition könnt Ihr das Tablet für jedes Kind, das es verwenden soll, sehr fein konfigurieren. Über das Web-Interface könnt Ihr genau festlegen, wer wann was und wie lange mit dem Fire 7 Kids Edition machen kann. Das ist wirklich gut und kostet keinen Aufpreis. Praktisch: Mit dem normalen Account können es die Eltern genau wie das reguläre Fire 7 verwenden.

Amazon Fire 7 ist schwach auf der Brust

Unsere normalen Benchmarks laufen auf dem Amazon Fire 7 nicht. Das ist allerdings auch nicht weiter schlimm, denn die Werte wären ohnehin ziemlich mies. Mit dem 1,3 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor von Mediatek und 1 GByte RAM ist das Amazon-Tablet extrem schwach auf der Brust, und das führt dann eben dazu, dass die Performance ziemlich lahm ausfällt. Das Amazon Fire 7 gönnt sich im Test immer wieder kürzere und längere Bedenkzeiten, in denen es nicht reagiert, extrem lange für den Start einer App braucht oder beim Scrollen ordentlich ruckelt. Beim Filmeschauen, Buchlesen oder Musikhören stört das nicht, bei allem anderen aber schon. Wir haben es hier mit einem extrem günstigen Tablet zu tun, aber mal ehrlich: Ein bisschen mehr wäre da schon möglich gewesen.

Bluetooth oder Klinke – Ihr habt die Wahl

Mit dem Amazon Fire 7 wird man vor allem unterwegs Filme und Serien schauen oder Musik hören, dafür spricht schon das portable Format. Dabei werden die meisten Menschen einen Kopfhörer nutzen, und den können sie über Bluetooth oder Klinke anschließen. Das ist gut und bietet viel Flexibilität. Der interne Lautsprecher des Amazon Fire 7 erledigt seinen Job zufriedenstellend, Wunderdinge sollte man aber nicht erwarten. Dennoch: Es gibt Tablets mit schlechterem Sound, die deutlich mehr kosten .

Zwei Kameras, die beide nichts taugen

Das Amazon Fire 7 hat zwei Kameras, eine vorne, eine hinten. Seien wir ehrlich: Damit wollt Ihr wirklich keine Fotos oder Videos machen. 2 Megapixel Auflösung, Fixfokus, kein Blitz, keine Stabilisierung, kein gar nichts. Für eine kurze Runde Videotelefonie reicht das – sofern das Licht stimmt – für mehr aber auch nicht.

Der Akku hält lange genug

Amazon gibt keine genauen Leistungsdaten für den Akku des Fire 7 an. Die schwache Hardware und das nicht besonders hochauflösende Display sorgen jedoch dafür, dass das Tablet relativ stromsparend arbeitet. Ihr könnt mit dem Fire 7 locker drei, vier Filme schauen, bevor Euch der Strom ausgeht . Geladen wird ganz oldschool über den Micro-USB-Anschluss, von USB-C ist bei den Amazon-Tablets noch keine Spur.

Das Amazon Fire 7 hat eine sehr spitze Zielgruppe

Damit wir uns richtig verstehen: Wer ein Tablet zum Arbeiten, für grafisch aufwendige Spiele oder ein möglichst „reines“ Android-Erlebnis sucht, der ist hier falsch. Das Amazon Fire 7, egal ob in der normalen Version oder der Kids Edition, ist technisch nicht auf der Höhe, die Hardware ist veraltet und das Design von vorgestern. Hier kann das Amazon Fire 7 im Test keinen Blumentopf gewinnen, im Gegenteil.

Ein günstigeres Tablet werdet Ihr allerdings kaum finden, und wer in Sachen Inhalte im Amazon-Kosmos zuhause ist, der findet hier alles, was er braucht, um unterwegs seine Musik, Filme, Serien oder Bücher genießen zu können. Für mehr ist das Amazon Fire 7 einfach nicht gedacht. Mit der Kids Edition wird die Software noch ein bisschen mehr zum Trumpf, denn die Eltern können hier sehr genau einstellen, wie lange und wofür die lieben Kleinen ihr Tablet benutzen dürfen. Und wenn es trotz der fetten Hülle kaputt geht, tauscht es Amazon einfach um.

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