Preis und Verfügbarkeit

Das Asus ZenFone 5Z kostet zum Start 599 Euro. Das optisch identische und technisch weitgehend gleiche ZenFone 5 ist sogar 200 Euro günstiger. Schade nur, dass es Asus nicht schafft, die beiden Smartphones zeitnah in den Handel zu bringen. Das ZenFone 5 wird im Mai auf den Markt kommen, das 5Z voraussichtlich sogar erst im Juli. Das ist viel zu lange nach der Präsentation und gibt der Konkurrenz jede Menge Zeit, vorher mit ihren Flaggschiffen auf Kundenfang zu gehen.

Design und Verarbeitung

Dass Asus tolle Hardware bauen kann, ist schon lange klar. Die aktuellen ZenFones der 4er-Serie sehen super aus, ebenso die Ultrabooks des Herstellers. Die neuen Smartphones ZenFone 5 und ZenFone 5Z, die Asus auf dem Mobile World Congress 2018 vorstellt, machen da keine Ausnahme, im Gegenteil. Vorder- und Rückseite sind mit gebogenem Glas bedeckt, das eine sehr samtige Beschichtung aufweist und viel weniger anfällig für Fingerabdrücke ist als die meisten Glas-Smartphones. Der Rahmen aus Aluminium fügt sich nahtlos in das Design ein. Beide Modelle sind äußerlich komplett identisch.

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Glasrückseite mit Dual-Kamera / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Viel mehr Display geht nicht

Für ein Smartphone mit 6,2-Zoll-Display ist das ZenFone 5/5Z vergleichsweise kompakt geraten. Das liegt an den dünnen Rahmen um das Display – der Bildschirm bedeckt satte 90 Prozent der Front. Unter dem Display ist der Rand am dicksten; dort müssen aber auch Lautsprecher, Klinkenbuchse, USB-C-Port und Lautsprecher ihren Platz haben. Oben hat sich Asus für eine Apple-Notch entschieden. Das liegt im Trend und spart Platz, wirkt aber natürlich ein wenig abgekupfert. Der Bildschirm besitzt Full-HD+-Auflösung und ist im 19:9-Format gehalten.

Mit dem Snapdragon 845 von Qualcomm hat das Asus ZenFone 5Z den derzeit stärksten Mobile-Chip an Bord, der zudem über die AI Engine von Qualcomm verfügt. Das günstigere ZenFone 5 führt den Snapdragon 636 ins Feld, der ebenfalls die AI-Funktionen nutzt. Asus nutzt die Künstliche Intelligenz momentan zur Unterstützung der Kamera, zur automatischen Erkennung von Bildinhalten in der Galerie und zur Performance-Optimierung bei Spielen. Gamer sollten wohl zum ZenFone 5Z greifen, denn das hat nicht nur den Snapdragon 845, sondern auch satte 8 GByte RAM zu bieten – doppelt so viel wie das Modell ohne Z. Der interne Speicher beträgt 128 bzw. 64 GByte. Vier 0,06 mm dünne Carbon-Kühlpads leiten Wärme vom Snapdragon 845 ab, damit das Smartphone nicht heiß läuft.

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Die Display-Notch liegt im Trend. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Mehr Licht für bessere Fotos

Nagelneu ist auch der Kamerasensor in der Dual-Kamera mit 12 und 8 Megapixeln an der Rückseite. Der Sony IMX363 soll besonders bei wenig Licht gut arbeiten und fünfmal mehr Licht einfangen als der Vorgänger. So wird Low-Light-HDR möglich. Bei der zweiten Linse setzt Asus auf eine Weitwinkel-Optik mit 120 Grad Blickwinkel. Die Frontkamera macht Bilder mit 8 Megapixeln.

Asus liefert die beiden ZenFones mit Android 8 Oreo und der eigenen Zen UI aus. Die ist zwar immer noch recht bunt, aber schlank geworden, läuft flott und lässt sich optisch stark anpassen. Android One spielt bei Asus keine Rolle, die Taiwaner halten an ihrem eigens angepassten Android fest. Ein Update für Android 9 wird mit großer Sicherheit erscheinen. Der Hybrid-Slot des Asus ZenFone 5/5Z unterstützt entweder eine zweite LTE-SIM oder eine microSD-Speicherkarte bis zu 2 TByte.

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Das ZenFone 5 von Asus im Fokus. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Vorläufiges Urteil

Die beiden neuen Asus-Handys begeistern auf den ersten Blick: Die Smartphones sehen toll aus, sind spitze verarbeitet und bringen ein sehr verlockendes Preis/Leistungsverhältnis mit. Vor allem das ZenFone 5Z hat jede Menge Potenzial, ein echter Verkaufsschlager zu werden – eigentlich. Denn wenn Asus das neue Smartphone tatsächlich erst im Juli auf den Markt bringt, wird es längst nicht mehr so einzigartig erscheinen. Das macht das ZenFone 5Z zwar nicht schlechter, schmälert aber die Chancen auf dem Markt, und das ist schade.