Preislich auf Apple-Niveau

Das Galaxy Tab A 10.5 ist mit und ohne LTE-Modem erhältlich. Wer auf den Einschub für eine SIM-Karte verzichten kann, zahlt dafür 329 Euro, mit Mobilfunk sind es 389 Euro. Preislich Mittelklasse also.  Zum Vergleich: Das Apple iPad beginnt bei 349 Euro. Zum Start des Galaxy Tab A 10.5 wird es wohl auch Bündel-Angebote geben, die sind jedoch Sache der Händler und anders als beim Galaxy Tab S4 nicht von Samsung global festgelegt.

Als Zubehör bietet Samsung ein Book Cover für 59,99 Euro an, allerdings ohne Tastatur. Das Lade-Dock ist für beide neuen Samsung-Tablets identisch und kostet 59,90 Euro. Der Verkauf des Galaxy Tab A 10.5 beginnt am 24. August.

Der kleine Dreckspatz

Ein Tablet muss schlank sein, aber sollte nicht zu zerbrechlich wirken. Der Spagat ist Samsung gut gelungen. 8 Millimeter misst das Galaxy Tab A 10.5 an der dicksten Stelle, es wiegt 550 Gramm. Die Ecken und Kanten sind rundlich und sorgen dafür, dass das Tablet gut in der Hand liegt. Verarbeitung und Material wirken zwar nicht besonders edel, aber zweckmäßig.

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Die Rückseite des Galaxy Tab A 10.5 ist gummiert. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die gummierte Rückseite des Galaxy Tab A 10.5 hat einen Vor- und einen Nachteil. Auf der Habenseite steht, dass das Tablet so angenehm in der Hand zu halten ist und auch auf glatten Flächen nicht rutscht. Weniger schön: Das Galaxy Tab A 10.5 wird sehr schnell schmutzig, und das fällt schon bei der schwarzen Variante auf. Das weiße Tablet dürfte sehr schnell unansehnlich werden.

Kein AMOLED für die Mittelklasse

Samsung baut tolle Displays, zumindest für teure Oberklasse-Geräte. Die Super-AMOLED-Panels des koreanischen Herstellers gelten zurecht als Maß der Dinge bei Smartphones und Tablets. Gerade in der Größe eines Tablets sind die aber ziemlich teuer, und deshalb muss das Galaxy Tab A 105 ohne AMOLED und stattdessen mit einem TFT-Display auskommen.

Doch auch ohne AMOLED-Technologie ist das Display des Galaxy Tab A 10.5 schön anzusehen. Der 10,5 Zoll große Bildschirm, der 1.920 x 1.200 Pixel darstellt, zeigt schöne Farben und hat eine gute Helligkeit, kommt jedoch bei den Kontrasten und der Blickwinkelstabilität nicht ganz an ein gutes AMOLED-Panel heran. Das ist in der Preisklasse aber zu verschmerzen. Insgesamt ein gutes Display.

Kein DeX, aber Bixby Vision

Samsung liefert das Galaxy Tab A 10.5 mit Android 8 Oreo aus. Einen Zeitplan oder eine Zusage für das Update auf Android P gibt es noch nicht. Die Samsung Experience hat jede Menge eigene Funktionen und Apps zu bieten, die sicher nicht jeder Nutzer braucht, aber eben zur Verfügung hat. Wer die Samsung-Oberfläche nicht mag, sollte einen alternativen Launcher installieren.

Die Software beinhaltet das neue Feature Daily Board, das auf dem Tablet-Display die Zeit, das Wetter und eine Foto-Slideshow anzeigt, wenn es im Ladedock steht. Auch Bixby Vision unterstützt das Galaxy Tab A 10.5, ebenso den neuen Kindermodus. Auf DeX und SmartThings müssen die Kunden aber verzichten.

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Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 läuft mit Android 8.0 Oreo. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Snapdragon statt Exynos

Wie beim Galaxy Tab S4 setzt Samsung auch beim Galaxy Tab A 10.5 auf einen Prozessor von Qualcomm statt auf einen Chip der eigenen Exynos-Reihe. Der Snapdragon 450 und seine 3 GByte RAM reichen für eine recht flotte Performance aus, doch eine Rakete ist das neue Samsung-Tablet nicht. Daten legt Ihr im internen Speicher von 32 GByte oder auf einer bis zu 400 GByte großen microSD-Karte ab. Die Mobilfunk-Version des Galaxy Tab A 10.5 bietet LTE Cat 6.

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Das Galaxy Tab A 10.5 (rechts) ist bei gleicher Displaydiagonale größer als das Galaxy Tab S4 (links) / © NextPit Bildquelle: NextPit

Vier Lautsprecher mit Dolby Atmos

Das Galaxy Tab A 10.5 hat vier Lautsprecher in den Ecken, die ordentlich Lärm machen. Dank Dolby Atmos lässt sich der Klang auf Wunsch an verschiedene Gegebenheiten anpassen. Anders als beim Galaxy Tab S4 hat hier allerdings nicht die Edelschmiede AKG das Tuning übernommen. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch, das Galaxy Tab A 10.5 ist für alles, was Sound braucht, richtig gut geeignet.

Grundausstattung muss reichen

Wie es sich gehört, hat das Galaxy Tab A 10.5 zwei Kameras an Bord, und zwar eine Selfie-Cam mit 5 Megapixel und eine Hauptkamera mit 8 Megapixel. Das reicht für den einen oder anderen Schnappschuss und natürlich für Videotelefonie, aber nicht für viel mehr. Wunderwerke sind nicht zu erwarten.

Vielversprechender Akku

14,5 Stunden – so lange soll das Galaxy Tab A 10.5 mit einer Akkuladung Videos abspielen können. Bei der Kapazität von 7.300 mAh erscheint das nicht aus der Luft gegriffen, aber natürlich müssen wir das im Test noch überprüfen. Kräftig ist der Akku jedenfalls. Geladen wird entweder über den USB-C-Port oder die Pogo-Pins an der Längsseite in der Docking Station.

Im Android-Bereich kann Samsung mithalten

Apple hat mit dem günstigen iPad einen echten Kracher im Sortiment, und es sind Zweifel angebracht, ob das Galaxy Tab A 10.5 da so ganz mithalten kann. Aber es will ja auch nicht jeder ein IOS-Gerät, und im Android-Segment ist das neue Samsung-Tablet durchaus konkurrenzfähig. Sound und Display ragen aus dem gefälligen Gesamtpaket heraus, auch der Akku könnte sich im Test des Galaxy Tab A 10.5 als Trumpf erweisen.