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Dreame D10 Plus im Test: Günstiger Saugroboter mit Absaugstation

NextPit Dreame D10 Plus Station
© Nextpit

Der Dreame D10 Plus ist ein Saug- und Wischroboter, der mit einer cleveren Reinigungsstation kommt. Dadurch wird der gesammelte Dreck nach dem Reinigen direkt abgesaugt. Das ist zu einem Kostenpunkt von 399 Euro eine echte Besonderheit. In unserem Test finden wir heraus, ob sich der Kauf des Saugroboters lohnt.

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Bewertung

Pro

  • Einfache Installation
  • Reinigungsstation im Lieferumfang
  • Gute Kartographie
  • Geringer Preis
  • Keine Kameras
  • Akkulaufzeit
  • Stimme des Roboters

Contra

  • Kleiner Wischmop mit geringer Leistung
  • Reinigungsstation eher wenig effektiv
  • Mangel an Optionen

Kurzfazit zum Dreame D10 Plus

Saugroboter werden immer erschwinglicher und bieten immer mehr Funktionen, um uns die lästigen Reinigungsarbeiten am Wochenende abzunehmen. Dreame Technology konzentriert sich auf kostengünstige Saugroboter, auch wenn die eigenen Modelle in der Vergangenheit an die des Edel-Herstellers Dyson erinnerten. Nun hat sich Dreame mit Xiaomi zusammengeschlossen, was sich beim D10 Plus durchaus zeigt.

Der Dreame D10 Plus erinnert stark an Xiaomis Modelle, die Ende 2021 herausgekommen sind. Während Aussehen und Leistung auf einem ähnlichen Niveau liegen, gibt es hier für nur 399 Euro eine Reinigungsstation dazu. Kurz gesagt: für einen Preis, der weit unter vergleichbaren Modellen mit Reinigungsstation liegt, macht der D10 Plus seine Arbeit gut, aber nicht perfekt.

Die Absaugstation des Dreame D10 Plus
Der 2,5-Liter-Beutel in der Station des D10 Plus erspart das lästige Entleeren des Behälters / © Nextpit

Wie Ihr in diesem Test sehen werdet, ist die Saugleistung des Dreame D10 Plus gut, ohne Spitzenwerte zu erreichen.
Die Akkulaufzeit, die bei einer kompletten Reinigung bis zu 180 Minuten betragen kann, ist für mich ein echter Pluspunkt. Aber nach 3 Stunden Arbeit und zwei Durchgängen in einer 55 m2 großen Wohnung, die von zwei Katzen bewohnt wird, ist das Ergebnis nicht perfekt.

In Deutschland kostet der Dreame D10 Plus 399 Euro. Zwar bietet er Saug- und Wischfunktionen, vor allem aber ist die Selbstreinigungsstation ein Pluspunkt, da sie nur alle eineinhalb Monate geleert werden muss. Daher bietet der D10 Plus ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei ist er eher für eine mittelgroße Wohnung ohne Haustiere geeignet als für eine große Wohnung mit einer Katze und zwei Hunden.

 

Auspacken und Aufstellen

Der Dreame 10 Plus ist ein Saugroboter mit selbstreinigender Dockingstation. Dadurch nimmt er mehr Platz in Eurem Wohnbereich ein als die meisten anderen Modelle auf dem Markt. Die Station erspart Euch allerdings die lästige Aufgabe, Euren Roboter nach jedem Saugvorgang zu reinigen. Die Selbstreinigungsstation ist sehr unauffällig, einfach zu installieren und hat ein schönes Design. Im Inneren des Kartons befindet sich neben dem runden Staubsauger auch die bereits zusammengebaute Reinigungs- und Ladestation.


Gefällt:

  • Ultraschnelle Installation
  • Leistungsstarkes und vielseitiges Kartensystem
  • Keine Kameras

Gefällt nicht:

  • Zu kleiner Wischmop, der eher eine Spielerei ist

Sehr selten in der Welt der Staubsaugerroboter ist, dass der Dreame D10 Plus komplett montiert geliefert wird. Es gibt nichts zu schrauben, wie es iin unserem Test des Roborock Q7 Max+ der Fall war. Um den Sockel der Station zu reinigen, benötigt Ihr jedoch einen Schraubenzieher, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Neben dem Saugen kann der D10 Plus von Dreame auch wischen. Er wird mit einem kleinen Wassertank sowie einem ebenfalls recht kleinen Wischmopp geliefert, der unter dem Roboter angebracht werden muss.

Mit der Dreamehome-App könnt Ihr den Dreame 10 Plus von Eurem Smartphone aus steuern. Die App läuft echt flüssig, aber ich war überrascht, Elemente zu sehen, die auf Mandarin geschrieben sind – wie unser Screenshot während des Wifi-Pairings zeigt. Der Hersteller teilt uns mit, dass ich möglicherweise die einzige Person bin, der das passiert ist, und fügt hinzu, dass "dies möglicherweise nicht die Erfahrung des Endnutzers widerspiegelt". Die Installation ist jedoch einfach und intuitiv: Wählt einfach Euer Modell aus, verbindet es mit dem WLAN und folgt drei kleinen Schritten, bevor Ihr Euren Roboter wirklich genießen können.

Screenshots der Einrichtung des Dreame D10 Plus
Der Installationsprozess des Dreame ist einfach / © Nextpit

Der D10 Plus von Dreame verwendet ein Lidar-Kartensystem, um effizient zu kartografieren und sich im gleichen Zug zu merken, wie er navigieren und den Boden in Eurem Haus reinigen soll. Ich habe mehrere Versuche gebraucht, um die endgültige Karte meiner Wohnung zu erstellen. Mit der App könnt Ihr Stockwerke einbeziehen, bestimmte Bereiche für die Reinigung erstellen und bestimmte Bereiche ausschließen. Wie bei vielen Staubsaugern verfügt der Dreame über eine Sturzerkennung, die ich nicht testen konnte. Der Staubsauger soll Treppen erkennen und ihnen ausweichen. Wenn seine Batterie schwach ist, positioniert er sich wieder auf dem Doc zum Aufladen.

Screenshots der Dreame-App
Kartografie mit der Dreamehome App / © Nextpit.

Mit der App könnt Ihr auch den Reinigungsmodus (Staubsauger, Mopp oder beides), die Art der Reinigung (leise, Standard, stark oder Turbo) sowie die Anzahl der Durchgänge (1,2 oder 3) für die Reinigung Eures Hauses auswählen.

Der Roboter verfügt über zwei physische Tasten auf der Oberseite des Staubsaugers, mit denen Ihr die Aktionen steuern könnt:

  • Start: Hiermit schaltet Ihr den Roboter ein, startet den Reinigungsvorgang oder schaltet ihn aus.
  • Zuhause: Lässt den Saugroboter zurück zur Reinigungsstation fahren.
Dreame D10 Plus Tasten auf der Oberseite
Die Tasten des D10 Plus für die Bedienung ohne Smartphone / © Nextpit

Saug- und Wischleistung

Der Dreame D10 Plus hat eine Saugleistung von 4.000 Pa und einen 5.200 mAh-Akku, der bei voller Ladung eine Reinigungsdauer von 3 Stunden garantiert. Das sollte eine sehr gute Reinigungsleistung im Hinblick auf die Saugleistung bedeuten. Ich muss jedoch zugeben, dass der Dreame bei einem einzigen Durchgang im Leisemodus sein Versprechen nicht einhält.


Gefällt:

  • Vielseitigkeit der Saugmodi
  • Akkulaufzeit von 180 Minuten
  • Anzeige des Status der Komponenten
  • Reihenfolge der Reinigung

Gefällt nicht:

  • Geringe Saugkraft im leisen Modus
  • Wischleistung zu oberflächlich
  • Staubbehälter des Geräts, der auch nach der Selbstreinigung noch Staub enthält
  • Entleerung des Staubbehälters, die ziemlich laut ist.

Als wir die Leistung des Saugroboters bei verschiedenen Schmutzarten beim einmaligen Durchgang getestet haben, mussten wir feststellen, dass der Dreame D10 Plus nicht alles sauber aufsaugt. Aber Ihr könnt die Leistung steigern, indem Ihr den Durchgang zweimal wiederholen und ihn auf laut oder Turbo stellt (nichts für Eure Ohren oder Eure Katzen). Sobald Ihr diese Einstellung in Eurer App gespeichert habt, wird es besser.

Wie bei den meisten Staubsaugerrobotern bleibt das Erreichen von Zimmerecken eine schwierige Herausforderung. Selbst mit der Saugstufe Stark oder Turbo schafft es der D10 Plus nicht, den in den Ecken zurückgelassenen Staub aufzusaugen – was dazu führt, dass Sie noch einmal hinter ihm hergehen oder einen dritten Durchgang machen müssen. Das ist schade.

Die Selbstreinigung ist leistungsstark, aber nicht zu 100 % effektiv. Ich habe festgestellt, dass der Staubbehälter der D10 Plus nach dem Entleeren noch einige hartnäckige Staubpartikel enthält. Er muss also regelmäßig gereinigt werden. Dreame hat das verstanden, denn mit dem Roboter wird eine kleine Bürste mitgeliefert.

Wir haben in der NextPit-Redaktion einen Praxistest mit vier verschiedenen Arten von Staub durchgeführt, die man häufig im Haushalt findet. Der Staubsauger führte einen einzigen Durchgang im Turbo-Modus durch. Erwähnenswert ist, dass unsere Testwaage bis auf 0,1 g genau ist. Wir haben diesen Test in einer kontrollierten Umgebung durchgeführt, also nicht in einer Wohnung, in der Kabel, Stühle oder Möbel die Arbeit des Roboters erschweren könnten.

Dreame D10 Plus
Der Dreame D10 Plus im Testlauf / © Nextpit

Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

 

Testvolumen
(g)

Saugvolumen
(g)

Effizienz
(%)

Reis 10 g 9,4 g 94%
Hafer 10 g 9.6 g 96%
Kaffee 10 g 9.5 g 95%
Sand

10 g

  • Boden 9,8 g

  • Teppich 8,9 g

  • Boden 98%

  • Teppich 89%

Bei den Tests in meiner Wohnung auf Parkett waren die Ergebnisse nicht so gut wie in der Redaktion, die in der obigen Tabelle beschrieben sind. Wie in der App angegeben, muss man nämlich vor der Reinigung ein wenig aufräumen, und mit zwei verspielten Katzen ist das etwas kompliziert.

Wenn Ihr die Dreamehome-App verwendet, könnt Ihr zusätzlich zu den auszuschließenden Bereichen weitere Reinigungsbereiche auswählen. Räume also, die Ihr isoliert reinigen wollt, Ebenfalls konfigurierbar ist die Reihenfolge, in der die Reinigung passieren soll. Die Selbstreinigungsstation ist wirklich das "Plus" dieser Maschine. Nach etwa 30 Durchgängen in meiner Wohnung war der Aufbewahrungsbeutel nicht einmal zu 20 % gefüllt.

Ich bedauere jedoch, dass man den Staubsaugerbehälter regelmäßig reinigen muss und dass man selbst mit der Turbo-Saugstufe immer wieder über die Ecken bügeln muss. Mein Rat wäre, zuerst leicht in den Ecken zu wischen und den Staubsauger dann zu starten, der sich dann um das Aufsaugen des Staubs kümmert.

Wischmopp eher eine Spielerei

Meiner Meinung nach ist der Wischmopp eher eine Spielerei als ein echter Wischmopp, der Eure Böden nach einem Spritzer Tomatensoße oder Orangensaft reinigen kann. Wie so oft bei Staubsaugerrobotern leistet der Wischmopp nur eine sehr oberflächliche Arbeit. Diesmal ist der Dreame D10 Plus aufgrund der geringen Größe des Tuches und seiner Ergonomie nicht besser.

Dreame D10 Plus
Der Wischmopp ist so klein, dass er in die Entleerungsöffnung der Station passt / © Nextpit

Ich konnte die Wirksamkeit des Wischmopps des Dreame D10 Plus an kleinen Fußspuren testen, die meine Katzen hinterlassen hatten, und nach nur einem Wisch waren sie immer noch da. Normalerweise verschwinden diese kleinen Spuren mit meinem Xiaomi Robot Vacuum Mop 2C.

Dreame D10 Plus: Technische Daten

  Technisches Datenblatt
Produkt Dreame 10D Plus
Abbildung Dreame D10 Plus Symbolbild.
Farbe
  • Weiß
Max. Saugleistung
  • 4000 Pa
Bürste
  • 1
Reinigungsstufen
  • 4
Kartografie
  • 3D-Kartierung bis zu vier Stufen
Akku
  • Kapazität: 5200 mAh
  • Betriebsdauer: 180 Minuten
Navigation
  • Lidar-Sensor, Kollisionssensor
  • IR-Sensor, Stoßstange
Sprachassistenten
  • Amazon Alexa und Google Home
Selbstreinigungs-Funktion
  • Ja
  • Staubbeutel: 2,5 L
  • 45 Tage ohne Entleerung
Abmessungen der Selbstreinigungsstation
  • Höhe: 40 cm
  • Breite: 30 cm
Preis
  • 399 €
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Fazit

Der Dreame D10 Plus erwies sich während unserer Tests in der Redaktion als recht zuverlässig, aber nachdem er in meiner Wohnung weitergetestet wurde, hat er mich bei meinem derzeitigen Gebrauch nicht überzeugt.

Die Effizienz in unseren Tests lag zwischen 94 und 98 % bei festen Böden und 89 % bei Teppichen. Dass es dabei vier Saugmodi gibt, sorgt für einen unterschiedlichen Geräuschpegel. Man muss jedoch zugeben, dass die leise Version nicht viel bringt. In unserem nächsten Testprotokoll werden wir dieser Funktion mehr Aufmerksamkeit schenken.

Wenn Ihr es gewohnt seid, dass in Eurem Haus Kabel herumliegen, wird der Dreame D10 Plus diese nicht erkennen, wie es beispielsweise bei teuren Modellen der Marke Ecovacs der Fall ist. Der größte Vorteil des Dreame-Roboters ist, wie Ihr Euch denken könnt, die Entleerungsstation. Die Station erspart Euch das Entleeren des Behälters bei jedem Durchgang.

Meiner Meinung nach ist der D10 Plus eher für ein Paar oder einen Single ohne Katze, Hund und Kinder geeignet. Familie mit Kind, einem Hund oder Katze werden von der Saugleistung enttäuscht sein. Denn der Staubsaugerroboter von Dreame erledigt die Arbeit, ohne 100% effizient zu sein. Wir möchten jedoch anmerken, dass dieses Modell eines der günstigsten mit Entleerungsstation auf dem Markt ist.

Wenn Ihr gut organisiert seid, keine Kabel auf dem Boden habt und haustierfrei seid, sollte dieser Roboter im mittleren Preissegment perfekt zu Euch passen. Wenn Ihr jedoch unaufgeräumt oder ein Fan von gut gemachter Hausarbeit seid, könnte dieser Roboter Euch enttäuschen.

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
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1 Kommentar

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  • Marvin K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Also wieder nix anständiges und das für happige 400€...

    Der Shellbot hätte mich ja eigentlich überzeugt, aber der Support ist einfach unterirdisch und das Gerät ist zweimal beschädigt geliefert worden...