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OnePlus 11 in China gelauncht – mit Strategiewechsel

Update: Li Jie erteilt Absage für ein OnePlus 11 Pro
oneplus 11 01
© OnePlus

Oppo-Tochter OnePlus hat in China soeben das OnePlus 11 offiziell als sein erstes Flaggschiff-Smartphone im Jahr 2023 vorgestellt. Diesmal jedoch ohne das Pro-Modell mitzuliefern. Im OnePlus-Heimatland wird das Android-Smartphone ab kommende Woche (9. Januar) auf den Markt kommen. Ungeachtet dessen sind wir nun final über die technischen Daten informiert. Und sollte das OnePlus 11 nur annähernd zu dem Preis global erscheinen, haben wir hier ein Comeback des Flaggschiff-Killers.

OnePlus 11 bekommt den Alert-Slider zurück

Das OnePlus 11 wurde bereits massiv geleakt und heute können wir bestätigen, dass diese früheren Informationen auf ganzer Linie stimmten. Das gilt auch für die Hasselblad-Triple-Kamera und der Rückkehr des von vielen so geliebten Alert-Sliders auf der linken Seite. In jedem Fall bleibt die Ankunft des OnePlus 11 aufgrund seiner aggressiven Preisgestaltung und der hochwertigen Ausstattung spannend. Haben wir es unter Umständen mit einem Comeback des Flaggschiff-Killers zu tun?

Unklar ist auch nach dem Launch-Event, ob es ein OnePlus 11 Pro noch im Laufe des Jahres geben wird oder das OnePlus 11 als Nachfolger des OnePlus 10 Pro zu verstehen ist. Einige Merkmale, wie ein 6,7 Zoll großes E4-AMOLED-Display von Samsung deuten darauf hin, das es ein verkapptes Pro-Modell ist. Denn die Auflösung beträgt 3.216 x 1.440 Pixel (QHD+) und auch die LTPO-3.0-Technologie, für eine Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz, deuten eher auf das aller oberste Regal hin. Schutz bietet dem Display ein Corning Gorilla Glass Victus – eine IP-Zertifizierung konnten wir leider in dem technischen Datenblatt des OnePlus 11 nicht finden.

Wir sehen das 6,7 Zoll große Display des OnePlus 11.
Das OnePlus 11 kommt mit einem LTPO-3.0-AMOLED-Display von Samsung. / © OnePlus

Natürlich bietet auch die Oppo-Tochter den aktuell schnellsten Qualcomm-Prozessor mit dem Snapdragon 8 Gen 2. Dazu gibt es 12 oder sogar 16 GB schnellen LPDDR5X RAM und zeitgemäße 256 oder sogar 512 GB internen UFS-4.0-Programmspeicher. Welche Speichervarianten beim globalen Launch am 7. Februar verfügbar sein werden, ist bislang noch unklar. Der Akku fasst die typischen 5.000 mA, welcher mit dem mitgelieferten 100-Watt-SuperVOOC-Netzteil entsprechend schnell geladen werden kann. Von dem 240-Watt-SuperVOOC-Netzteil, wozu sich Realme morgen äußern möchte, gab es kein Wort.

Was ebenfalls zurückkehrt, ist die Kooperation zu dem schwedischen Kamera-Experten Hasselblad, die im letztjährigen OnePlus 10T ja fehlte. Die Hauptkamera besteht aus einem 50 MP auflösenden Sony-IMX890-Bildsensor. Die maximale Blende beträgt f/1.8 und ist optisch stabilisiert (OIS). Durchaus eine Erwähnung wert: Die neue 48-MP-Ultraweitwinkel-Kamera (IMX581), mit einem Sichtfeld von 115 Grad, kann jetzt auch Makroaufnahmen ab einer Entfernung von 3,5 Zentimetern machen. Die 32-MP-Telezoom-Kamera (IMX709) hingegen bietet nun eine verlustfreie 2-fache Vergrößerung (OIS). Neu ist auch die oben links, im Display (Punch Hole) positionierte Frontkamera mit 16 MP, was streng genommen eine Verschlechterung der Auflösung zum Vorgänger darstellt.

OnePlus 11 Triple-Kamera mit Hasselblad-Logo
Das OnePlus 11 verfügt über eine 50-MP-Dreifachkamera mit Hasselblad-Kamera. / © OnePlus

Preis und Verfügbarkeit

Das 163,1 x 74,1 x 8,53 Millimeter große OnePlus 11 wird mit ColorOS 13 ausgeliefert, das auf Android 13 basiert. Hierzulande gibt es vermutlich wieder OxygenOS als vorinstallierte Benutzeroberfläche. OnePlus plant das OnePlus 11 in den Farben Schwarz und Grün zu verkaufen. Das Basismodell kostet 3.999 Yuan, was in etwa 550 Euro sind. Basismodell heißt in dem Fall 12 GB RAM und 256 GB interner Speicher. Die maximale Ausstattung endet mit 16 GB RAM und 512 GB internen Speicher und kostet in China 4.899 Yuan (knapp 670 Euro).

OnePlus Buds Pro 2

OnePlus hatte auch noch neue In-Ear-Kopfhörer mit ANC vorgestellt. Diese hören auf den Namen OnePlus Buds Pro 2 und verfügen über den LHDC 5.0 Codec und Spatial Audio. Außerdem haben die In-Ears die Schutzklasse IP55 und erfreuen sich eine Latenzzeit von 54 ms im sogenannten Gaming-Modus. Für die Echtzeitverfolgung der Kopfbewegung überwacht ein hochpräziser sechsachsiger IMU-Sensor die Position des Kopfes, um den Ton neu zu kalibrieren, sodass sich der Benutzer immer in der Mitte des Klangbildes befindet. Auch hier können zwei Musikquellen gleichzeitig über Bluetooth 5.3 gekoppelt werden. Die ANC-In-Ears haben eine Akkulaufzeit von 39 Stunden und kosten in den Farben Obsidian Black und Arbor Green 899 Yuan (125 Euro).

OnePlus Buds Pro 2
OnePlus Buds Pro 2 mit ANC und 3D-Spatial-Audio / © OnePlus

Was sind Eure ersten Eindrücke zu dem OnePlus 11 5G? Könnte das auch Eurer Meinung nach ein echter Flaggschiff-Killer werden. Beziehungsweise, welchen Preis darf OnePlus maximal hierzulande aufrufen, damit das Smartphone seinen gefürchteten Namen tragen dürfte? Schreibt es uns gern in die Kommentare und wir diskutieren leidenschaftlich mit.

Quelle: OnePlus

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Matthias "MaTT" Zellmer

Matthias "MaTT" Zellmer

Mit dem Palm groß geworden und mit Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an Android OS bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (später GO2mobile), 2022 bei NextPit eine neue Heimat gefunden und freut sich nun auf Bestenlisten, News, Tests und Videos. Spezialagent für alles Kreative.

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16 Kommentare

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  • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Apropos "Verkaufsrekord": Bei TradingShenzhen hat das OP 11 jetzt auch Einzug gehalten und ist natürlich aktuell ausverkauft. Interessanter ist aber der Preis für die internationale Variante mit 12/256 GB (UFS 4.0): 697 Euro. Damit bleibt das Gerät in meinen Augen definitiv ein interessantes Modell, trotz einiger Schwächen wie wohl tatsächlich nicht vorhandenem kabellosen Laden. Was allerdings aus meiner Sicht wegen des kabelgebundenen Ladens mit 100 Watt getrost vernachlässigt werden kann, weil das OP damit ohnehin ratzfatz voll ist. Somit bekommt man durchaus solide Werte und teilweise auch Oberklasse wie den Snapdragon 8 Gen. 2 und ein gutes Samsung-AMOLED (E4 LTPO QHD+) zum gehobenen Mittelklasse-Preis. Wer da partout auf höherem Niveau meckern möchte, der kann dies tun, muss dann aber in aller Regel auch wenigstens rund 300 Euro drauf legen, gerne auch wesentlich mehr.


  • macmercy vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Geht mal auf YouTube und sucht nach SwagTab (der Kanal) und OnePlus 11. Hab ich heute beim Frühstück angeschaut.
    Kurzfazit: Display top, Prozessor top. Kamera Rückschritt (!), USB 2.0 (selbst das 2 Jahre alte 9 Pro hatte schon 3.1). Erwartet wird ein Preis zwischen 799 und 849 - mindestens 200 zuviel für das Paket.


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Der gute alte Franz :D


    • Arctic vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Hab das Video auch gesehen, aber es ist noch zu früh sich über Sachen zu beschweren.

      Beim Kamera-Setup bin ich mir unsicher, ob es wirklich ein Rückschritt ist. Zumindest beim Hauptsensor (der ist noch recht neu und man weiß nicht viel darüber). Weitwinkel und Telephoto wird sich vermutlich verbessert haben. Sind wieder mal Sony Sensoren. Die im OnePlus 10 Pro waren schon nicht wirklich gut. Bezweifle, dass die im OnePlus 11 schlechter sind.

      Außerdem gibt's das gleiche Setup auch im Oppo Find N2, was mir ein bisschen "Hoffnung" gibt.

      USB 2.0 wird vermutlich hier in Europa gleich bleiben, aber er hat sich auch unter anderem übers fehlende Wireless Charging beschwert. Beim OnePlus 9 gab's in der China-Version auch kein Wireless Charging, aber in Europa schon.


    • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Auf anderen YouTube-Kanälen ist allerdings von abweichenden Specs die Rede. Für mich war der gute Franz da zum aktuellen Zeitpunkt etwas harsch mit seiner Kritik, zumal ihm das Gerät selbst ja noch gar nicht vorliegt. Es gibt auch die ersten Fotovergleiche im Web, da sieht das OP 11 gar nicht so schlecht aus - wobei das mit Fotos und YouTube wieder ein ganz eigenes Thema ist. Einfach mal abwarten, was die kommenden ersten Tests ergeben. Spannend wird auch die Frage nach dem Preis hierzulande. Da könnte OP tatsächlich punkten.


  • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wie sieht's denn mit der Bildstabilisierung bei der Ultraweitwinkelkamera aus? Autofokus?


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Meinem aktuellen Kenntnisstand zufolge besitzt die Haupt- und die Telezoom-Kamera eine OIS, die Weitwinkel nicht.
      Das Device ist aber noch nicht in der Redaktion, daher kann ich erst nach dem Test eine verbindliche Auskunft liefern.


      • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich stelle die Frage ja deswegen, weil die Freihand-Nachbilder aus der Ultraweiwinkel-Kamera meines Galaxy S10 nicht zu gebrauchen waren. Auf dem Stativ hingegen waren die Aufnahmen messerscharf. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass in die Ultraweitwinkelkameras eine optische Bildstabilisierung gehört.


  • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Nicht schon wieder dieser "Flaggschiff-Killer"-Mist...
    Das Ding wird hierzulande eh deutlich teurer. Die Preise 1:1 umzurechnen, hat noch nie funktioniert.
    Import, Steuer etc. Das Teil beginnt hier garantiert auch nicht für unter 799€. Und dafür gibt's dann kein kabelloses Laden und einen 2x Zoom, der definitiv NICHT "verlustfrei" ist, wenn man hier mit 32 bzw. 8MP rechnet, gegenüber dem Hauptsensor mit 50 bzw. 12.5. "Verlustfrei" hat damit gar nichts zu tun. Wenn man nach so einer Logik geht, dann ist JEGLICHER Zoom, egal ob optisch oder digital "verlustfrei".


    • Charlie Brown vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Warum sollte es kein Kabelloses Laden geben?

      Das wird auf alle fälle mein neues. Mit 512Gb und 799€ kann man leben. Bis zum Winter ist man dann unter 600. Sauber..

      Korrektur:

      Scheinbar wird das eine echte Mogelpackung. USB 2, kein Wireless Charge, mittelmäßiges Kamerasetup. Drei Punkte die einen Preis über 600€ nicht gerechtfertigten.

      Also weiter warten und hoffen das die Einsicht kommt das man ein Pro Model nach reicht.

      Wenn OP so auf Dauer abgewertet wird und weiter halbgaren Smartphones bringt, kann man getrost zu einer anderen Marke wechseln.

      Ernüchterung macht sich breit...


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Junge. du solltest mal ein wenig an Deiner sozialen Kompetenz arbeiten.
      Ist nicht zwingend notwendig alles von Hause aus schlecht zu reden.
      Viele Deiner Kommentare glänzen mit viel Fachwissen, aber mit solchem Gepoltere zerstörst du wieder alle Sympathien.


  • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wenn sich der Preis hierzulande im Vergleich nicht zu großzügig ausdehnen sollte, erscheint mir dieses OnePlus zum ersten Mal seit langer Zeit absolut konkurrenzfähig. Gute Speicherausstattung, aktuell schnellster Prozessor, ein gutes Kamera-Setup sowie schnelles Laden sind gute Argumente, wenn halt auch der Preis stimmt. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Mach mal nen akzeptablen Preisvorschlag (ich rede dann mit Pete) :D


      • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

        😆 Dein Wort in Petes Gehörgang . Na ja, bei umgerechnet 550 Euro für die Basis in China rechnen wir mal 200 Euro in Deutschland hinzu - wie klängen 749 Euro (699 wären noch schicker, aber irgendwie erscheinen mir die illusorisch), bei 12/256 GB? Das wäre doch mal eine Ansage an die Konkurrenz und fast schon eine Rückkehr in die gute alte OnePlus-Zeit, ganz ohne Einladungsgedöns.


      • Matthias "MaTT" Zellmer
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Okay, das ist ja erstmal ein Richtwert, danke Dir!

        Olaf

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