OnePlus Buds Pro im Test: Darum sind die Kopfhörer ein echter Geheimtipp

OnePlus Buds Pro im Test: Darum sind die Kopfhörer ein echter Geheimtipp

Die OnePlus Buds Pro überraschen im Test als echter Geheimtipp unter den In-Ear-Bluetooth-Kopfhörern. Das liegt am guten Preis-Leistungs-Verhältnis, am tollen Klang und an einigen echten Premium-Features. Für seinen NextPit-Test hat Ben die Earbuds eine Woche lang kaum aus den Ohren genommen.

Bewertung

Pro

  • Gute Klangoptimierung per Audio ID
  • Smartes, effektives ANC
  • Steuerung mit wenig Fehleingaben
  • Quick-Charging
  • Kompaktes Ladecase

Contra

  • Akkulaufzeiten der Earbuds nicht überragend
  • LHDC-Codec zu inkompatibel, kein AptX
  • Anfällig für Rückkopplung
  • Kein Multi-Pairing
  • Keine Equalizer in der App

Kurzfazit zu den OnePlus Buds Pro

Als Geheimtipp bezeichne ich die OnePlus Buds Pro, da sie zu einer UVP von 149 Euro in sehr vielen Bereichen überzeugen können. Der Sound gefällt mir nach der Optimierung durch OnePlus' Audio ID gut, die Earbuds präferieren keine bestimmten Genres wie die Beats Studio Pro und das ANC ist nicht nur smart, sondern auch echt effektiv. Darüber hinaus ist die Steuerung per Zusammendrücken des Stils kaum anfällig für Fehleingaben.

Der Tragekomfort der Earbuds ist dank einem geringen Gewicht von 4,35 Gramm und weichen Silikonspitzen sehr hoch. Darüber hinaus können die Earbuds dank IP55-Zertifizierung auch bei Regen im Ohr bleiben. Positiv blieben mir zudem das kompakte und hübsche Lade-Case und das Quick-Charging im Kopf.

OnePlus Buds Pro in Schwarz

OnePlus Buds Pro in Weiß

Bei letzterem grenzt OnePlus den Interpretationsspielraum beim Marketing allerdings ein wenig zu sehr auf. Denn effektiv könnt Ihr nach 10 Minuten aufladen nicht 10 Stunden lang Musik hören. Hierfür müssen die Earbuds selbst noch 1:50h länger im Case bleiben. Als Negativpunkt ist die Akkulaufzeit von 5 Stunden bei aktiviertem ANC im Vergleich zu anderen Modellen nicht überragend. Der LHDC-Codec ist technisch beeindruckend, aber mit recht wenigen Smartphones kompatibel.

NextPit OnePlus Buds Pro headphones Headphones
Beim Design orientiert sich OnePlus an den AirPods Pro. / © NextPit

Daher empfiehlt sich der Kauf besonders für Nutzer:innen eines OnePlus-Smartphones – aber auch Markenfremde sollten die Kopfhörer bei der Entscheidung in Erwägung ziehen.

Design & Tragekomfort: Hübsch und bequem

Die Earbuds der OnePlus Buds Pro orientieren sich designtechnisch an Apples AirPods Pro. Heißt, der Stil kommt mit Stiel und das Einsetzen geht super leicht. Leichtgewichtig sind die Buds mit 4,35 Gramm und das Lade-Case ist mit Abmessungen von 60 x 49 x 24,9 Millimetern und einem Gewicht von 52 Gramm schön kompakt. Für Regen oder schweißtreibenden Sport spendiert OnePlus den Kopfhörern eine IP55-Zertifizierung.

Hat mir gefallen:

  • Meiner Meinung nach echt schick
  • Lade-Case schön kompakt und flach
  • Bedienung per Zusammendrücken herrlich immun gegen Fehleingaben
  • IP55-Zertifizierung

Hat mir nicht gefallen:

  • Einsetzen ins Lade-Case nicht immer easy

Beim Design hat sich OnePlus bei den Buds Pro meiner Meinung nach keine großen Patzer geleistet. Die Prämisse, dass In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer leicht und schick sein sollen, erfüllt der Hersteller voll und ganz. Das mit nur 2,5 Zentimetern schön flache Lade-Case passt locker in die Hosentasche und mit 4,35 Gramm fallen die Earbuds beim Tragen kaum auf.

In meine Ohren passten die vorinstallierten Silikonspitzen perfekt. Ohne Eingewöhnung fand ich das Tragen direkt nach dem Auspacken knapp fünf Stunden lang bequem. Schmerzen oder Druck habe ich dabei nicht verspürt. Eher habe ich mich darüber gefreut, dass die Earbuds so gut im Ohr haften, dass ich direkt selbstbewusst aufs Fahrrad gestiegen oder über Küchenspülen geblickt habe.

NextPit OnePlus Buds Pro case closed
Schön dezent ist das Lade-Case der Kopfhörer. / © NextPit

Verrutschen die OnePlus Buds Pro einmal doch, kommt ein weiterer Vorteil zum Vorschein. Statt wie viele Hersteller auf eine Bedienung über berührungsempfindliche Oberflächen zu setzen, müsst Ihr zur Steuerung Eurer Musik oder des ANC den Stiel der Earbuds zusammendrücken. Dadurch rückt Ihr die Ohrhörer beim Verrutschen ins Ohr, ohne die Wiedergabe zu beenden oder einen Song weiterzuschalten. Das ist echt gut gelöst und OnePlus kommentiert das erkannte Zusammendrücken mit einem befriedigenden "Tokk"!

Während ich die IP55-Zertifizierung begrüße und die Ohrhörer dadurch auch bei Regen im Ohr bleiben können, muss ich nach einer Woche Praxis-Erfahrung das Einsetzen ins Ladecase bemängeln. Hier halten die Earbuds wie sooft per Magnet, die Platzierung muss aber recht genau erfolgen. Ein kleiner Mangel, den ich aber an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen will.

tl;dr: Mit einem hohen Tragekomfort und einer hübschen Optik konnten mich die OnePlus Buds Pro beim ersten Tragen direkt abholen. Einziger Mangel in dieser Kategorie: Das etwas fummelige Einsetzen ins Lade-Case.

Bedienung und Companion-App: Drück einfach meinen Stiel

Die Bedienung der OnePlus Buds Pro erfolgt nicht über berührungssensitive Flächen, sondern per Zusammendrücken. Durch verschiedene Patterns und Drucklängen steuert Ihr dadurch ANC, die Wiedergabe, schaltet einen Track vor- und zurück oder schaltet den Zen-Modus ein. Für Lauter / Leiser müsst Ihr zum Handy greifen, auf das Ihr Euch Oppos App "Hey Melody" installieren müsst.

Hat mir gefallen:

  • Coole Bedienung per Zusammendrücken
  • Apple'esque Verbindung mit OnePlus-Handys
  • Klangoptimierung per Hear ID

Hat mir nicht gefallen:

  • Lautstärke nicht an den Earbuds steuerbar
  • Kein Equalizer in der App

Wie bereits angeschnitten, steuert Ihr Eure Musik und einige Funktionen der Kopfhörer per Zusammendrücken des Stiels fern. Ist das Drücken dabei feste genug, kommentiert der jeweilige Ohrhörer dies mit einem Geräusch. Nach einem Tag Einarbeitung gewöhnt Ihr Euch an diese Bedienung meiner Meinung nach, auch wenn die Kollegen vom HiFi-Journal diese kritisieren. Es ist sicher Geschmackssache, löst für mich das Problem der ständigen Fehleingaben beim Zurechtrücken oder bei Regen aber sehr gut.

NextPit OnePlus Buds Pro inside
Die Steuerung läuft wie bei den AirPods Pro über das Zusammendrücken des Stiels. / © NextPit

Die Steuerungsmöglichkeiten sehen dabei wie folgt aus:

  • Wiedergabe / Pause
  • Aktivierung des Transparenzmodus oder des ANC
  • Aktivierung des Zen-Modus
  • Aktivierung des Sprachassistenten Eures Handys
  • Ein Track vor und ein Track zurück

Wie Ihr seht, fehlt eine Möglichkeit zur Lautstärkensteuerung. Hierfür müsst Ihr Euer Handy aus der Tasche nehmen oder mit Eurem Sprachassistenten quatschen. Dafür hat OnePlus erfreulicherweise an eine Trageerkennung gedacht. Sind wir aber ohnehin gerade am Handy, können wir auch gleich die Companion-App der OnePlus Buds Pro installieren.

Oppos HeyMelody-App

Dabei vertraut OnePlus, das ja bekanntlich fest mit Oppo fusioniert ist, auf die App "HeyMelody". In der App könnt Ihr zwischen dem smarten und dem maximalen ANC umherschalten, die Klanganpassung per Hear-ID durchführen und die Bedienung der Earbuds anpassen. Auch Firmware-Updates könnt Ihr hier herunterladen und auf die Kopfhörer laden.

Während ich die Optimierung über die Hear-ID sehr gelungen finde, fehlt eindeutig ein Equalizer in der App. Das wäre ein großer Vorteil, denn die Klangoptimierung prüft lediglich Eure Hörfähigkeiten und nicht etwa Euren Geschmack. Die App spielt dabei Töne in verschiedenen Frequenzen und mit verschiedenen Lautstärken ab und fragt Euch, wann Ihr einen Ton nicht mehr hört.

So ergibt sich ein Frequenzbereich, den Euer Ohr in verschiedenen Lautstärken wahrnehmen kann. Individuell zugeschnitten verstärken die Earbuds die schwer hörbaren Bereiche anschließend. Bei meinen laut Ohrenarzt sehr guten Ohren mussten die Earbuds nicht viel anheben. Der Klang, auf den ich gleich noch mehr eingehe, ist dennoch sehr ausgeglichen.

Nutzt Ihr ein OnePlus-Handy, braucht Ihr die App übrigens nicht zu installieren. Ein Vorteil beim Komfort, der mit einer optisch ansprechenderen Verbindung durch kleine Pop-Up-Fenster einhergeht. Die Nutzung eines OnePlus-Handys hat aber auch klangliche Vorteile.

tl;dr: Ich bin kein großer Fan der HeyMelody-App, da sie im Vergleich zum Klassenprimus namens "Soundcore-App" zu wenig Funktionen bietet. Vor allem der fehlende Equalizer ist mir ein Dorn im Aug ... ähm ... Ohr! Die Bedienung über die Earbuds finde ich aber durchaus gelungen.

Klang, Telefonie & ANC: Neutral geht die Welt zugrunde

In jedem Earbud der OnePlus Buds Pro sitzt ein Membrantreiber mit 11-Millimeter-Durchmesser. Diese decken einen Frequenzbereich von 20 Hertz bis 20 Kilohertz ab und erreichen laut Datenblatt eine maximale Lautstärke von 98 Dezibel. Die Abstimmung erfolgt auf Euer Ohr zugeschnitten und ist nicht individualisierbar. Das ANC passt sich auf Wunsch dynamisch an die Umgebung an und einen Transparenzmodus gibt's auch!

Hat mir gefallen:

  • ANC überzeugt im Maximalmodus
  • Bluetooth 5.2 an Bord
  • Klangbild schön ausgeglichen und somit Genre-übergreifend gut
  • Präziser Bass
  • Hohe Maximallautstärke

Hat mir nicht gefallen:

  • Kein Equalizer
  • LHDC-Codec eher selten verfügbar
  • Kein Multi-Pairing

Als In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer müssen die OnePlus Buds Pro natürlich klanglich überzeugen. Mit einem Wort würde ich das Klangbild der Kopfhörer als "ausgeglichen" beschreiben. Denn es gibt keine besondere Tendenz in Richtung irgendeines Frequenzbereiches. Da ich musikalisch gerne zwischen diversen Genres wechsle, passt mir das persönlich sehr gut.

Denn der Klang holte mich im Testzeitraum sowohl in den grandiosen ersten Alben von Busta Rhymes ab, als auch bei der schon immer sehr gleich klingenden Diskographie von Element of Crime. Kanye Wests neueste Enttäuschung "Donda" konnten die Kopfhörer nicht retten, während ich sogar peinlich headbangend mit harten Gojira-Riffs auf den Ohren durch Friedrichshain geschlendert bin. Eine begrüßenswerte Flexibilität, die den Kopfhörern aber eventuell zum Verhängnis werden könnte.

NextPit OnePlus Buds Pro speaker
Die beiden Kontakte halten die Kopfhörer im Case. /  © NextPit

Denn wer ausschließlich Bassmusik hört, dem haben die Kopfhörer womöglich zu wenig Wumms. Versteht mich nicht falsch – die Bassleistung ist in meinen Ohren mehr als ausreichend, aber Ihr könnt dem digitalen Orchester in den Ohrhörern keine zusätzlichen Tubas und Kontrabässe hinzufügen. Denn wie bereits kritisiert fehlt ein Equalizer, mit dem Ihr den Klang an Eure Vorlieben anpassen könnt.

Ebenfalls kritisieren muss ich die unterstützten Bluetooth-Codecs. Neben den gemeinsamen Nennern SBC und AAC ist nur LHDC als High-Quality-Codec mit an Bord. Dieser ist technisch hervorragend und macht mit dem passenden Musikstreamingdienst sicher Spaß, leider ist er unter Apple gar nicht und auch unter Android recht selten zu finden. Selbst OnePlus' eigenes Lineup an Mittelklasse-Smartphones – Nord – kann nicht mit dem Codec umgehen. Kein Kaufgrund für ein OnePlus 9 Pro, aber eher ein Anti-Kaufgrund für die Earbuds. OnePlus' abgeschossene Kugel trifft das eigene Bein.

ANC

Abgeschossene Kugeln hört Ihr mit den Earbuds ein bisschen weniger, da sie mit einer aktiven Geräuschunterdrückung gestartet bin. Diese soll Eure Umgebung laut Herstellerangaben maximal um 40 Dezibel leiser machen können. Damit konnte ich gerade zumindest die Geräusche der Hände an den Stirnen unzähliger Leser:innen ausblenden, die gerade die Einleitung zu diesem Absatz gelesen haben.

Verglichen mit meinen sonstigen Erfahrungen ist das ANC gut. Es ist effektiver als das der Soundcore Liberty Air 2 Pro und schlechter als der Klassenprimus namens Sony WF-1000XM4. Allerdings habe ich den smarten Modus, bei dem die Earbuds die ANC-Stärke automatisch regulieren, ausgeschaltet. Anders als beim genannten Sony-Kopfhörer war mir dieser zu willkürlich oder zumindest war nicht klar genug, wann umgeschaltet wird. Ich wusste nie genau, wie stark das ANC meine Umgebung gerade dämpft.

Apropos dämpft ... Dampf ... wenn Ihr das Gemüse auf Eurem Herd hören wollt – okay, ich gebe es auf mit meinen Überleitungen. Ich koche ohnehin lieber Reisgerichte wie Uncle Ben's. Hey, das reimt sich ja auf Transparenz. Richtig, einen Transparenzmodus gibt es bei OnePlus auch (doch noch die Kurve gekriegt, was?) und dieser lässt Euch gut glauben, dass Ihr die Kopfhörer gar nicht im Ohr habt. Ein witziger Effekt, den man aber in der Stärke leider nicht steuern kann. (Anmerkung: Ich weiß, dass die Marke Uncle Ben's umgenannt wurde, der neue Name reimt sich nur nicht mehr auf Transparenz. Das Wortspiel soll sich keineswegs über die Gründe hinter der Umbenennung lustig machen) 

NextPit OnePlus Buds Pro headphones Headphones
OnePlus legt drei verschiedene Größen für die Silikonstöpsel bei. / © NextPit

Beim Transparenzmodus kam es im Test leider mehrmals vor, dass die Kopfhörer eine laute Rückkopplung von sich gaben. Jeweils hatte ich sie dabei nicht im Ohr, aber das laute Piepen war klar und deutlich auch ohne Earbuds im Ohr hörbar. Bei welcher Anordnung oder Haltung die Rückkopplung entsteht, konnte ich beim gewollten Versuch nicht wirklich herausfinden. Dennoch möchte ich das Problem nicht unerwähnt lassen.

Zur Beruhigung nach diesem Schock habe ich mich erstmal mit OnePlus' Zen-Mode beruhigt (kleiner Scherz). Dieser spielt auf Wunsch eines von fünf Szenarien ab, die Euch Geräusche einer schönen Umgebung aufs Ohr zaubern. Obwohl OnePlus diese Modi als "White-Noise" bezeichnet, gibt es klassisches White Noise leider nicht. Dennoch ein charmantes Feature, findet Ihr nicht auch?

Telefonie

Da die Gesprächsqualität sehr gut ist, hier noch kurz etwas zur Telefonie. Ich teste ständig Kopfhörer und bin inzwischen fast unverschämt darin, bei schlechter Qualität nicht aufs Handy zu wechseln. Dabei waren die OnePlus Buds Pro die bisher einzigen Kopfhörer, bei denen meine Gegenseiten die Klangqualität der Earbuds lobte. Auch ich habe meine Telefonpartner:innen stets gut verstanden. Echt gut!

tl;dr: Wieder ist es der fehlende Equalizer, der den Kopfhörern einen Strich durch die Rechnung macht. Auch wenn NextPit-Leser René H. in meinem Test der Beats Studio Buds zurecht auf Equalizer-Apps hinwies, sind integrierte Equalizer immer deutlich besser. Das ANC trifft für 150 Euro ein gutes Mittelmaß, Telefonieren macht mit den Earbuds hingegen richtig richtig Spaß!

Akku & Quick-Charging: Lügen tut man nicht, OnePlus!

Dass OnePlus Quick-Charging kann, wissen wir von Smartphones wie dem OnePlus Nord 2. Daher klang der Werbespruch, dass man bei den Buds Pro 10 Stunden Musikgenuss in nur 10 Minuten Aufladen bekommt, vielversprechend. Das stimmt aber leider nicht. Denn schnell lädt hier nur das Ladecase, die Earbuds brauchen zwei weitere Stunden für eine volle Ladung. Und dann halten sie maximal 7 Stunden durch.

Hat mir gefallen:

  • Quick-Charging trotz Schummelei echt gut
  • Wireless-Charging
  • 38 Stunden Ladung im superkompakten Case

Hat mir nicht gefallen:

  • Laufzeit mit ANC lediglich 5 Stunden

Bei aktiver Musikwiedergabe erreichen die OnePlus Buds Pro eine maximale Laufzeit von 7 Stunden. Mit aktiviertem ANC sinkt diese auf 5 Stunden, was im Vergleich zu anderen Modellen unterdurchschnittlich ist. Daher war OnePlus' Versprechen mit dem bereits erwähnten Quick-Charging ein Lichtblick.

Die Kopfhörer-Version von Warp Charge soll "10 Stunden hören" in 10 Minuten bringen und dabei sollt Ihr sogar die Schallmauer durchbrechen. Ernüchternd ist es da, dass zwar das Lade-Case in 10 Minuten 10 Stunden mehr Saft bekommt, Ihr die Earbuds zum Weiterhören aber für 2 Stunden in das Case legen müsst. Das 10-minüte Aufladen der Earbuds selbst bringt Euch zwei weitere Stunden über den Tag.

NextPit OnePlus Buds Pro case
Da das Case sehr flach ist, ist das Einlegen ein wenig gewöhnungsbedürftig. / © NextPit

Wireless-Charging ist auch mit an Bord und dabei vertraut OnePlus auf den Qi-Standard. Das Aufladen geht also entweder über kabellose Ladegeräte oder über Smartphones, die Reverse-Wireless-Charging unterstützen.

tl;dr: Bei der Akkulaufzeit hauen mich die Kopfhörer nicht gerade von den Socken. Selbst in den winzigen Beats Studio Buds steckt zumindest ein ganzer Arbeitstag bei deaktiviertem ANC. Dass OnePlus sich dennoch so selbstbewusst zeigt und den Kopfhörern auf der Homepage bezüglich der Akkulaufzeit selbst 10 von 10 Punkten gibt, ist schon fast charmant.

OnePlus Buds Pro: Technische Daten

Specs im Überblick

Eigenschaft OnePlus Buds Pro
Größe 60,1 x 49 x 24,9 mm (Case) | 32 x 23,2 mm (Earbud)
Gewicht 52 Gramm (Case) | 4,35 Gramm (Earbud)
Treiber 11-mm-Membrantreiber (dynamisch)
Frequenzgang Max. 20 - 20.000 Hz
Bluetooth Bluetooth 5.2
ANC Ja, dynamisch
Bluetooth-Codecs SCB, AAC, LHDC
Akkulaufzeit Bis zu 7 Stunden (NC aus) | Bis zu 5 Stunden (NC an)
Erweiterung per Ladecase 48 Stunden (ohne ANC)
Features Trageerkennung, Zen-Mode, Transparenzmodus
Farben mattes Schwarz (getestet)  | glänzendes weiß
Preis 149,00 €

Abschließendes Urteil

In der Best-Of-Compilation der OnePlus Buds Pro sollte meiner Meinung nach der ausgeglichene Klang samt Hear-ID auftauchen. Auch das Design und der Tragekomfort bleiben mir positiv im Gedächtnis. Die Steuerung per Zusammendrücken des Earbud-Stiels überzeugt ebenfalls und die Bedienmöglichkeiten sind für mich vielfältig genug. Lautstärkesteuerungen per Wischen ist imho ohnehin zu fummelig.

Kritisieren muss ich OnePlus für die verwirrende Angabe beim Quick-Charging. Denn auch wenn die Akkulaufzeiten nicht schlecht sind, gibt es True-Wireless-Kopfhörer, die zum gleichen Preis länger durchhalten. Auch die Präferenz zum eignen Ökosystem finde ich nicht ganz so gut, zumal nicht mal alle OnePlus-Handys den interessanten High-Quality-Codec wiedergeben können.

Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149 Euro macht man mit dem Kauf der Buds Pro dennoch gar nix falsch. Denn es handelt sich um Kopfhörer, die es sowohl klanglich als auch beim ANC mit deutlich teureren Modellen aufnehmen können. Daher ist das OnePlus-Wearable mein kleiner Geheimtipp im Bereich der ANC-Kopfhörer.

Sucht Ihr nach Alternativen, die noch ein bisschen mehr Features und ein bisschen mehr Klang bieten, verweise ich Euch auf meine Bestenliste der In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer mit ANC. Alternativ findet Ihr die dort genannten Modelle auch im nachfolgenden Vergleich unseres Partners Geizhals.de.

 

18 Kommentare

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  • Michael K. vor 1 Woche Link zum Kommentar

    @Tenten:
    Nicht ich habe einen Teilnehmer schon fast dafür gebashed, weil er einen günstigen Hörer gekauft hat, und ihm unterstellt, dass er damit Arbeiter auszubeuten unterstützt, und zudem Transportdumping. Das ist Scheinargumentation, solange es bei teuren Produkten keinen Anhaltspunkt dafür gibt, dass dies in irgendeiner Weise besser ist, dies aber so unterschwellig angenommen bzw. behauptet wird.
    Einen 8 Euro Hörer zu kaufen ist daher in keinster Weise unmoralischer, als einen 100 Euro Hörer zu kaufen. Genügt der 8 Euro Hörer den eigenen Ansprüchen, wäre es sogar unvernünftig, einen sehr viel teureren Hörer zu kaufen.
    Natürlich kann es auch vernünftig sein, einen 100 € Hörer zu kaufen, wenn man dessen zusätzlichen Ausstattungsmerkmale braucht, und der günstige Hörer die eigenen Ansprüche nicht erfüllt. Aber darum ging es ja in der ganzen Diskussion nicht. Wenn jemand einen 8 Euro Hörer kauft und damit zufrieden ist, gibt es keinen Grund ihn dafür zu kritisieren.


    • Tenten vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Ich kann deiner Argumentation nicht zustimmen. Teure Kopfhörer haben doch gar nichts damit zu tun, es geht hier rein um viel zu günstige Kopfhörer. Ob da Kopfhörer für mehrere hundert Euro besser oder schlechter in Bezug auf Umwelt und Arbeiter sind spielt dabei keinerlei Rolle und ist für mich einfach nur Ablenkung vom eigentlichen Problem, nämlich extrem günstig angebotenen Kopfhörern. Bei diesem Preis ist es einfach extrem unwahrscheinlich, dass dies nicht zu Lasten der Umwelt und der Arbeitnehmer geht. So wie eine Jeans für fünf Euro oder ein paar Schuhe für 7 Euro keinen auskömmlichen Preis haben werden, so ist das bei Kopfhörern für acht Euro auch der Fall. So etwas sollte man nicht unterstützen und darauf bezog sich auch die Kritik am Nutzer hier. Es geht auch nicht darum, ob etwas unmoralischer ist oder nicht. Man kann das nicht gegeneinander aufwiegen oder dadurch rechtfertigen, dass bei anderen auch nicht klar ist, wie sie es mit dem Arbeitern oder der Umwelt halten.


  • Mastermind vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Stolzer Preis für einen Wegwerfartikel, wie ich finde.


  • Karsten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Hab mir bei Amazon welche bestellt für nicht mal 8 Euro vor 2 Monaten und kann die super weiter empfehlen. Der Klang kann zwar nicht
    mit den super teuren mithalten aber klingen trotzdem in allen Tonlagen richtig gut. Auf volle Lautstärke übertönen die auch nicht und der Bass ist auch erstaunlich gut wie auch die Akkulaufzeit. Man kann so einen Knopf gut 3 Stunden laufen lassen.

    Nennen sich bei Amazon: Queen Der Bluetooth Kopfhörer


    • paganini vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Karsten
      Ich zahle da lieber mehr und habe dementsprechend auch eine bessere Qualität. Gerade bei so Gegenständen wie Kopfhörer oder Smartphones gibt es für mich so gut wie keine Obergrenze wenn es für mich passt.

      Tim


      • Karsten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Naja ich hab's mal aus Neugier bestellt. Zur Not kann man es ja
        zurück schicken


      • HEB vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Im normal Fall werden InEars nicht zurückgenommen weil es Hygiene Produkte sind, und wenn Sie zurück genommen werden gehen Sie auf den Elektroschrott. Daher finde ich diese Einstellung mehr als fraglich.


      • Karsten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Hab ja nicht geschrieben,das ich die zurück geschickt habe. Ich find die gut und behalte die auch. Für mich reichen die vollkommen


    • Moritz vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Junge, Junge. Kopfhörer für 8 Euro. Wo sind wir hier?


      • Martin vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        ja, wo sind wir denn ? in einer superelitaeren 200€+ only community(? hahaha), wo alles andere sowieso scheisse ist wie es scheint.
        es gibt anwendungen fuer 8€ kopfhoerer und es gibt welche fuer 1000€ kopfhoerer und niemand weiss, was der jeweilige damit tut.


      • Moritz vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ja, man kann natürlich 10 x für 8 Euro irgendeinen Schund kaufen oder für 1 x 80 Euro was vernünftiges. Jeder so wie er es braucht.


      • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Und man kann natürlich auch andere Menschen ausbeuten, damit wir uns hier dekadenten Elektroschrott für 8 € kaufen können. Weil wir ja alle so arm sind hier, dass wir das nötig haben


      • Martin vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ach ? Menschen die bei Foxconn schuften und da unter anderem auch Iphones zusammenbasteln werden nicht ausgebeutet ?
        Warum produzieren diese Firmen wohl in Laendern wie China, Indien etc. ? Nur um noch mehr an ihrem 'dekadenten Elektroschrott' zu verdienen.


      • Michael K. vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Auch Hörer für acht Euro können gut klingen, und Hörer für 200 € schlecht. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, aber immerhin möglich. Für Telefonate und Hörspiele reichen zudem oft auch Hörer völlig aus, die man bei Musik vielleicht nicht so gerne nutzt.
        Wenn ein acht Euro Hörer von einem unbekannten Hersteller in der Herstellung sechs Euro kostet, ein 100 € Hörer von einem namhaften aber acht, dann stopft man lediglich die Taschen des Herstellers mit dem 100 € Hörer, die Qualität ist kaum besser zu erwarten, und auch für die Arbeiter fällt nicht mehr ab.
        Der Preis alleine ist keine Garantie für Qualität, und in Gerätetests können immer wieder die günstigen Geräte mit erstaunlicher Qualität aufwarten.


      • HEB vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Na klar können auch preiswerte Produkte gut sein. Aber sorry 8€ und das für Material, Transport und Lohnkosten? Dieses dekadente denken geht mir echt auf den Nerv. Hauptsache billig einkaufen und selber hohen Lohn/Gehalt fordern.


      • Michael K. vor 1 Woche Link zum Kommentar

        "Hauptsache billig einkaufen und selber hohen Lohn/Gehalt fordern."
        Das ist ein Grundsatz wirtschaftlichen Handelns und der Maximierung des persönlichen Wohlstandes förderlich. In einer Marktwirtschaft ist das nicht verwerflich sondern normal oder sogar erwünscht, ohne aber, das gebe ich gerne zu, ethische Gesichtspunkte dabei zu berücksichtigen. Nach diesem Grundsatz fertigt aber auch ein "normaler" Gerätehersteller in einer Marktwirtschaft (nach kapitalistischen Prinzipien). Auch er versucht, nach unterschiedlichen Stategien, möglichst billig herzustellen, aber möglichst teuer zu verkaufen. In der Annahme ethisch zu handeln, befördert Du dieses Prinzip und unterstützt den Hersteller der es verfolgt, wenn Du sein teures Produkt kaufst. Und wenn der Billighersteller Bruchteile von Cent für die Fracht eines Hörers zahlst, weil in einen Schiffscontainer Millionen hineinpassen, glaubst Du, der Nobelhersteller zahlt dafür mehr, oder lässt seine Ware auf gasbetriebenen Frachtern transportieren, statt auf solchen, die mit Schweröl fahren?
        Oder glaubst Du wirklich, der Arbeiter in einem Drittweltland bekommt mehr, weil er ein Gerät für einen Markenhersteller zusammen baut, statt für einen Noname-Hersteller?
        Beispiele aus der Schuhindustrie und der Textilindustrie in der Vergangenheit haben gezeigt, dass das nicht so ist. Auch ein Sneaker für 180 € kann zu Hungerlöhnen gefertigt sein.

        Dass die Wegwerfgesellschaft und die Ausnutzung von Arbeitskräften zu Hungerlöhnen keine Zukunft hat, da bin ich bei Dir. Aber teure Geräte zu kaufen, statt billige wird solche Änderungen nicht herbeiführen.
        Auch bei einem 100 € Hörer wird sich der Akkutausch nach zwei Jahren Betrieb in vielen Fällen nicht mehr lohnen, oder überhaupt vorgesehen sein, und die Hörer wandern in den Elektroschrott.
        Und wenn 8 € Hörer den eigenen Ansprüchen genügen, wandern halt nur 8 € Hörer in den Schrott, und nicht solche für 100 €.
        Ein höherer Preis ist weder ein Garant für eine höhere Qualität, noch für einen fairen Umgang des Herstellers mit Arbeitern und Umwelt.
        In der Regel kann man aber mit einer höheren Qualität rechnen, und für letzteres könnte er einmal Voraussetzung sein.


      • Tenten vor 1 Woche Link zum Kommentar

        "Ein höherer Preis ist weder ein Garant für eine höhere Qualität, noch für einen fairen Umgang des Herstellers mit Arbeitern und Umwelt"

        Das stimmt. Allerdings sind Kopfhörer für 8 € auch ein Garant dafür, dass dem Hersteller ein fairer Umgang mit Arbeiter und Umwelt gänzlich gleichgültig ist.

        Dass teuere Produkte für Umwelt und Arbeiter keinen Gewinn bedeuten müssen, ist jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt, hinlänglich bekannt. Das macht aber in keinster Weise wahrscheinlicher, dass das bei extrem billigen Produkten dann der Fall ist. Das ist eine Scheinargumentation, die vom eigentlichen Missstand ablenken soll. Auf andere zu zeigen, und diesen zu unterstellen, dass ihr Produkt viel zu teuer angeboten würde, beweist für das eigene Produkt genau gar nichts.


      • Karsten vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Man sehe sich Kopfhörer von Bose für ca. 150 Euro in der Bewertung an. Der Name "Bose" steht für Qualität und bei Kennern für tollen Klang und satte Bässe und damit auch für etwas teurere Preise aber eben im Test haben In-Ear Kopfhörer für 150 Euro nur ein befriedigend erlangt gegenüber In-Ear Kopfhörer für Euro. Sieht man ja ,das teuer nicht immer das Beste heißt.

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