OxygenOS 11 im Test: OnePlus spaltet seine Fangemeinde

OxygenOS 11 im Test: OnePlus spaltet seine Fangemeinde

Mit der fortschreitenden Verfügbarkeit von Android 11 kommen die Hersteller allmählich auf Touren, indem sie ihre Software-Overlays auf die neueste Version des Google-Betriebssystems aktualisieren. NextPit wird Reviews dieser Oberflächen durchführen: dazu gehören OneUi 3.0, Realme UI 2.0, ColorOS11, MIUI 12 und OxygenOS 11.

Das neue Overlay OxygenOS11 basiert auf Android 11 und wurde als erstes in einer stabilen Version mit dem OnePlus 8T ausgeliefert, kürzlich für das OnePlus 8 und 8 Pro und bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2021 auch für das OnePlus 7, 7 Pro und 7T/7T Pro veröffentlicht.

Zusammenfassung:

Ein Design, das den ursprünglichen Android-Geist verliert?

OxygenOS 11 hat seit seiner Betaveröffentlichung viel Aufmerksamkeit und Aufsehen erregt. OnePlus hat die Nähe seiner Oberfläche zu Stock Android zu seinem Markenzeichen und zu einer unverwechselbaren Visitenkarte gemacht. Und so bettet OxygenOS 11 logischerweise die neuen Android-11-Features ein, wie z.B. Popup-Benachrichtigungen, das Power-Menü, den Media-Player im Dropdown-Menü und vieles mehr.

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OxygenOS 11 weicht vom serienmäßigen Android-Look ab, bringt aber dennoch die neuen Funktionen von Android 11 mit. / © NextPit

Samsungs OneUI bleibt das beliebteste Software-Overlay auf Android. Aber die relative "Leichtigkeit" einer Oberfläche, die nicht zu viele Elemente zu Googles Betriebssystem hinzufügt und dabei so nah wie möglich an dem bleibt, was man auf einem Pixel-Gerät erleben kann, bleibt in den Augen eines beträchtlichen Teils der Nutzer eine ziemlich beliebte Option.

Und in gewisser Weise hat sich OxygenOS sehr leicht von seiner Loyalität zu Android abgewandt, um eine ähnliche Richtung wie OneUI einzuschlagen.

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Die Oberfläche von OxygenOS 11, wie sie auf dem OnePlus 8T zu sehen ist. / © NextPit

Konkret sind alle vorgenommenen Änderungen im Wesentlichen visueller Natur. OxygenOS 11 hat zweifelsohne die größte grafische Neugestaltung in seiner jüngeren Geschichte. Vor allem wurde die Benutzeroberfläche ergonomisch neu gestaltet, indem die meisten Informationen und Touch-Steuerelemente an den unteren Rand des Bildschirms verlegt wurden, was einer besseren Einhandbedienung zuträglich sein soll.

Wie ich in einem Artikel über kompakte Smartphones erwähnt habe, entspricht diese Änderung der visuellen Identität dem Bedürfnis der Benutzer, ihre immer größeren Smartphones mit nur einer Hand und auf ergonomischere Weise bedienen zu können.

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Die OxygenOS 10-Oberfläche auf meinem OnePlus 7T. / © NextPit

OxygenOS 11 möchte seine Features zum Daumen bringen

In einem Blogbeitrag erklärte OnePlus, dass das Standard-Android einfach nicht für die großen Bildschirme moderner Smartphones optimiert wurde. Der Hersteller ging weiter ins Detail, wie er anthropometrische Daten verwendeten, um eine thermische Karte der Bildschirminteraktionen zu erstellen. So lässt sich das optimale Verhältnis für die Optimierung von Inhalt und Benutzeroberflächenelementen ermitteln.

Logischerweise ist dieses Verhältnis auf die Basis des Bildschirms fokussiert, also auf den Teil des Geräts, der dem Daumen am nächsten liegt, wenn man das Smartphone in einer Hand hält.

OxygenOS 11 One Handed Use
Das optimale Verhältnis für den einhändigen Gebrauch auf OxygenOS 11 gemäß OnePlus. / © OnePlus

Dies ist ein Trend, den viele Hersteller verfolgen. Mit OxygenOS 11 wird der Zugang zu den verschiedenen Untermenüs in einem traditionelleren Layout dargestellt, und der Benutzer muss dann beide Hände verwenden, aber die meisten Oberflächenanwendung eignen sich gut für eine einhändige Bedienung.

Native OnePlus-Anwendungen und Schlüsselbereiche des Smartphone UX, wie z.B. das Einstellungsmenü, weisen alle das neue Design auf, während die Anwendungen des Systems ziemlich konsistent bleiben. Die Änderungen sind also alles andere als drastisch.

Sie sind vor allem auf der Wetter-Anwendung, in der Fotogalerie oder auf dem Wecker zu sehen. Der obere Teil des Bildschirms ist in der Regel recht leer. OnePlus stopft diese Löcher mit einer größeren Schriftart.

Der Bildschirm unten ist dabei nicht mit Informationen überfüllt und das Raumvakuum oben ist nicht allzu unverhältnismäßig. Die Benutzeroberfläche ist einfach luftiger, und die Navigation bleibt immer noch intuitiv, wobei die Gesten natürlich bleiben. Ich habe mich nicht wirklich fehl am Platz gefühlt, wie ich es anfangs erwartet hatte, nachdem ich die ersten Rezensionen gelesen hatte.

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Oben, OnePlus native Anwendungen unter OxygenOS 10, unten unter OxygenOS 11. / © NextPit

Always-on-Display als digitales Wellness-Werkzeug

Mit OxygenOS 11 hat OnePlus seiner Benutzeroberfläche eine noch persönlichere Note verliehen und exklusive Funktionen hinzugefügt, die von der Community seit langem gewünscht wurden, wie z.B. das Always-on-Display. 

  • So aktiviert man das AOD unter OxygenOS 11: Einstellungen > Bildschirm > Umgebungsanzeige > Aktiviert
  • So aktiviert man das AOD Insight auf OxygenOS 11: Oben genannte Anleitung muss durchgeführt worden sein, bevor Ihr zu Einstellungen > Anpassung > Uhrenstil > "Insight" navigiert
NextPit OnePlus 8T screen clock
Das Always-on-Display des OnePlus 8T ist nicht das am besten anpassbare seiner Art auf dem Markt. / © NextPit

Die voreingestellte Daueranzeige unter OxygenOS 11 ist recht klassischer Natur. Ihr könnt zwischen mehreren Uhren oder "Zifferblättern" wählen, kontextbezogene Informationen mit Euren Erinnerungen, Musik-Playern und natürlich Benachrichtigungen anzeigen.

Ihr könnt auch einen Umgebungsmodus des AOD einstellen, der die Helligkeit entsprechend am Umgebungslicht anpasst, was aber auch eine wesentlich schnellere Entleerung des Akkus bedeuten würde.

Aber das Interessanteste ist die spezielle Version dieser Funktion namens "AOD Insight". Dabei handelt es sich im Grunde genommen um eine visuelle Anzeige in Form eines farbigen vertikalen Balkens, der darüber informiert, wie viel Zeit Ihr mit dem Smartphone verbringt. Der Balken ändert seine Farbe je nach der Länge der Bildschirmzeit.

NextPit OnePlus 8T clock screen
Der AOD Insight-Modus auf dem OnePlus 8T und seine visuelle Bildschirmzeitanzeige. / © NextPit

Wenn diese Option aktiviert ist, gibt Euch das Always-on-Display einen Einblick in Eure Nutzung. Jedes Mal, wenn Ihr den Bildschirm entsperrt, wird dem farbigen Balken Leerraum hinzugefügt. Je länger die Bildschirmzeit zwischen den Entsperrungen ist, desto größer ist der Leerraum.

Die Farbcodierung des vertikalen Balkens stellt lediglich den 24-Stunden-Nacht/Tag-Zyklus dar. Ich habe meinen OnePlus 8T-Akkutest noch nicht abgeschlossen, daher kann ich nicht sagen, wie sehr sich dieser AOD Insight auf die Akkulaufzeit auswirkt. Natürlich wird der Indikator nicht permanent angezeigt und erscheint nur, wenn Ihr den Bildschirm aufweckt, entweder durch Antippen oder durch Anheben des Smartphones.

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Mit der "Insight"-Funktion des Always-on-Displays von OxygenOS 11 erhaltet Ihr eine visuelle Karte der Nutzung des OnePlus 8T. / © NextPit

Zen-Modus für mehrere Personen

Ich hasse dieses Feature! Aber ich weiß sehr wohl, dass viele Benutzer die digitale Wohlfühlfunktion sehr mögen, und deshalb ist es gut, dass die Hersteller daran arbeiten, einige Softwarelösungen anzubieten, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.

Der Zen-Modus ist nicht neu bei OxygenOS – er verhindert, dass Ihr Euer Smartphone für eine Zeitspanne benutzen könnt, die Ihr früher festgelegt habt. Das Telefon bleibt eingeschaltet, und Ihr könnt immer noch einige Funktionen nutzen, aber insgesamt geht es darum, es so unbenutzbar wie möglich zu machen. Digital Detox.

Ich hasse diesen Modus, auch wenn er ziemlich gut konzipiert ist, weil er mir die Kontrolle über mein Gerät entzieht. Sobald das Smartphone in den Zen-Modus wechselt, kann es keine SMS mehr versenden, keine Apps starten, nicht mehr im Internet surfen und nicht einmal mehr auf grundlegende Einstellungen zugreifen.

Ihr könnt zwar Anrufe empfangen oder mit der Kamera Fotos machen, aber Ihr könnt sie nicht in der Galerie-App anzeigen oder in Google Photos bearbeiten. Die einzige Nummer, die Ihr im Zen-Modus anrufen könnt, ist der Notruf, und einmal aktiviert, könnt Ihr keine Änderungen an Eurer Entscheidung mehr vornehmen. Selbst wenn Ihr das Gerät neu startet, bleibt es bis zum Ende des Countdowns im Zen-Modus. Das ist hart, aber effektiv.

OnePlus hat auch den Zen-Modus ein wenig optimiert, so dass Ihr Gruppensitzungen erstellen könnt, um die Phasen der digitalen Entgiftung mit mehreren Personen zu synchronisieren. Schließlich macht der Zen-Mode mit einer anderen Person den gesamten Prozess tendenziell erträglicher.

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Unter OxygenOS 11 kann der Zen-Modus mit mehreren Personen durchgeführt werden. / © NextPit

Da ich das einzige Mitglied dieser Redaktion oder in meinem sozialen Umfeld bin, das Geschmack hat, habe ich niemanden gefunden, der die Sitzungen der Zen-Modus-Gruppe mit mir testet. Ja, Ihr braucht ein OnePlus-Smartphone mit Oxygen OS 11.

Wir haben auch einen neuen Lesemodus, der mit einem chromatischen und einem monochromen Modus einen besseren Komfort für die Augen bietet. Ein "Leinwand"-Modus in den Anpassungseinstellungen ermöglicht es, eine abstrakte Zeichnung zu zeichnen, die den Konturen eines Eurer Fotos ähnelt, genau wie eine Skizze.

Leider hatte ich diese Funktion in meiner aktualisierten Version von OxygenOS 11 nicht. OnePlus erklärte mir, dass diese Funktion erst in einem späteren Update zur Verfügung stehen wird.

Neue Funktionen in der Zukunft

Eine erste Aktualisierung ist für November 20202 geplant, wo sie von zwei weiteren wichtigen Elementen begleitet werden soll: Straighten Doc und Voice Note. Straighten Doc ist ein einfaches Feature zum Scannen von Dokumenten mit der Kamera, das angeblich in der Lage ist, die Lesbarkeit des Textes auf Fotos automatisch zu verbessern, indem es die Winkel begradigt und die Kanten des Dokuments erkennt.

Voice Note ermöglicht es Euch in der Notes-Anwendung Sprachnotizen in Text umzuwandeln und zu transkribieren, dank der Soforttranskriptionsfunktion von Google, die mit Android 10 eingeführt wurde. Ich konnte das Feature bereits für die Notes-Anwendung auf dem Pixel 4a verwenden, und es ist mehr als praktisch, wenn es um Interviews geht.

Bloatware

Traditionell wird OxygenOS als ein leichtgewichtiges Overlay betrachtet. Im Jahr 2020 hat sich die Situation etwas geändert, und wenn wir weiterhin von Leichtigkeit für OxygenOS sprechen können, dann ist dies einfach auf seine Geschwindigkeit zurückzuführen.

Weil OnePlus' UI zunehmend kritisiert wird, weil es Bloatware und einige vorinstallierte Apps hinzufügt, die sich nicht immer so einfach vom Smartphone entfernen lassen. Die Facebook-Bloatware zum Beispiel hat in letzter Zeit viel negative Aufmerksamkeit erzeugt, was den Hersteller offenbar dazu veranlasst hat, sie auf dem OnePlus 8T zu verbannen.

 

Viele zusätzliche Apps wurden dem Telefon hinzugefügt, und das obwohl die Preise für Geräte im Vergleich zu früheren Generationen weiter steigen. Das leichtgewichtige Argument fügt seinem Ruf einige schwere Schläge zu. Zu den vorinstallierten Apps, die mir aufgefallen sind, gehören Netflix, Instagram und die Google Suite, die Probleme mit Duplikaten verursachen können, insbesondere mit dem Dateimanager.

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Was bringt es, zwei Dateimanager auf OxygenOS 11 zu haben? / © NextPit

Solange Bloatware den reibungslosen Ablauf des Benutzererlebnisses nicht erheblich behindert, werde ich mich nicht auf die Hexenjagd begeben. Aber das Versprechen einer "bloatware-freien" Benutzeroberfläche, das einst von OnePlus angepriesen wurde, hat seinen Glanz und seine Glaubwürdigkeit verloren.

Fazit

OxygenOS 11 steckt noch in den Kinderschuhen, und das OnePlus-Overlay wird natürlich in Zukunft viele Aktualisierungen erfahren. Aber nach mehr als einer Woche mit der Anwendung verstehe ich wirklich nicht, warum sich so viele Menschen darüber beschweren.

Die Oberfläche hat sich geändert, aber die Änderungen sind im Wesentlichen inkrementell, man muss wirklich ein großer Nerd sein, der 4.000-Wort-UI-Tests schreibt, um die Unterschiede zu zeigen.

Die neuen Funktionen von Android 11 wie die Tooltips, das Power-Menü und der neue Media-Player sind gut integriert. OnePlus hat exklusive Funktionen wie das AOD Insight und Gruppensitzungen für den Zen-Modus hinzugefügt.

Ihr braucht nicht einmal mehr das Benachrichtigungsfenster nach unten zu scrollen, um die Helligkeit einzustellen. Es ist eine kleine Veränderung, aber macht solch einen Unterschied für den Langzeitgebrauch. Ich empfinde die meisten Änderungen in OxygenOS 11 als positiv.

Benutzt Ihr OxygenOS 11 oder habt Ihr vielleicht einige Funktionen in der Beta-Phase getestet? Lasst uns gerne einen Kommentar hier.

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 1 Monat

    Wenn man die Software so aufbauen "muss", dass sie eine Einhandbedienung aufzwingen will, zeigt das mMn deutlich, dass sich die Hardware einfach in eine teils falsche Richtung entwickelt hat. Kommt halt davon, wenn man ausschließlich große Geräte anbietet...

    Werbe-Apps gehen mMn auch absolut gar nicht und ich verstehe auch nicht, wieso das nicht im allgemeinen mehr kritisiert wird. Vorinstallierten Netflix, Facebook, Instagram und Co. hat auf so teuren Geräten NICHTS zu suchen! Vor allem wenn der Spaß nicht einmal richtig deinstallierbar ist.

    Bin ja mal gespannt, wie sich die Argumentation bei OxygenOS bzw. mit OnePlus in Zukunft so ändert, schließlich war das "Stock-nahe" ja immer eins der größten, wenn nicht sogar das größte Argument der Software gegenüber Samsungs UI und anderen Aufsätzen.

16 Kommentare

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  • Ich bin vom Galaxy S8 zum Oneplus 8pro gewechselt und mag beide UIs.
    Oxygen OS 11 ist mMn der perfekte Kompromiss, nicht zu überfrachtet mit Funktionen, aber auch nicht so spartanisch wie Stock Android.
    Die Einhandbedienung spielt bei mir keine Rolle, sonst hätte ich mir ein kompaktes Gerät gekauft.
    AOD nutze ich nicht, aber dass es das jetzt hier auch gibt ist natürlich gut.
    Ich hab echt Spass mit dem logisch aufgebauten, zackigen OS und kann die übermäßige Kritik daran nicht nachvollziehen.
    Hatte Oxygen OS10 allerdings auch nur eine gute Woche drauf, dann kam ja schon Android 11.
    Von daher sind mir die Unterschiede nicht ganz so bewusst aufgefallen wie den alten Hasen.


  • Oh man. Dann holt man sich eben irgendeinen Launcher und gut ist. So eine Möglichkeit bietet IOS leider nicht. Übrigens bis heute eine der Hauptgründe warum jemand jailbreakt. Da könnte doch mal Apple ran und würde mehre Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Wer bei der UI also kein Android mehr erkennt kann ja gerne ein paar Wochen mit IPhone OS verbringen. Dann dürfte das Problem auskuriert sein.


  • Es sieht meiner Ansicht nach einfach nur albern aus. Finde ich schon bei Samsung furchtbar.
    Diese riesigen Abstände sind einfach nur zum lachen.
    Man kauft sich so ein großes Phone nicht damit erst alles in der unteren Hälfte ist und der Rest ist leer.
    Natürlich ist es sinnvoll, Bedienelemente nicht in die Ecke oben rechts zu legen die man schlecht erreicht, aber in so vielen Apps den Content nach unten zu schieben ist absurd.

    Apple hat es hier besser gelöst. Eine andere sehr gute Lösung ist eine Art Cursor. Ich hatte da mal eine App installiert, da hatte man per Geste einen Cursor und das hat wunderbar geklappt und man konnte auch Sachen oben einfach antippen.


  • Der Abflug von Stock ist ja schon länger bekannt. Im OnePlus Forum ist die Begeisterung fast gleich null, viele wandern ab Richtung Pixel....

    Tim


  • Wenn man die Software so aufbauen "muss", dass sie eine Einhandbedienung aufzwingen will, zeigt das mMn deutlich, dass sich die Hardware einfach in eine teils falsche Richtung entwickelt hat. Kommt halt davon, wenn man ausschließlich große Geräte anbietet...

    Werbe-Apps gehen mMn auch absolut gar nicht und ich verstehe auch nicht, wieso das nicht im allgemeinen mehr kritisiert wird. Vorinstallierten Netflix, Facebook, Instagram und Co. hat auf so teuren Geräten NICHTS zu suchen! Vor allem wenn der Spaß nicht einmal richtig deinstallierbar ist.

    Bin ja mal gespannt, wie sich die Argumentation bei OxygenOS bzw. mit OnePlus in Zukunft so ändert, schließlich war das "Stock-nahe" ja immer eins der größten, wenn nicht sogar das größte Argument der Software gegenüber Samsungs UI und anderen Aufsätzen.


    • Nun, bei Android ist ja die Einhandbedienung um Längen besser gelöst, als bei Apple. Das pro max ist ja kein kleines Smartphone und es gibt da wesentliche Bedienungsschwächen, sei es das Runterziehen der beidseitigen "Navileisten", wie auch "zurück" ausschließlich auf der linken Seite, oder oben links drücken.
      Bei Android kann man bei 1. auch von der Mitte des Screens machen, und bei 2. geht es beiseitig, was Sinn macht, denn die meisten Personen sind Rechtshänder, nicht Linkshänder.


      • Bei iOS hast du so ziemlich in jeder App eine Zurück-Geste, bei der du einfach vom linken Rand nach rechts wischst. Und das geht über die gesamte Länge der linken Seite.
        Und wenn einem die Größe stört, kann man bei Apple ein kleineres Smartphone kaufen - bei Android nicht. Und wer ein großes Smartphone will, der muss sich halt ein kleines Stück weit damit abfinden, dass es nicht super einhändig zu bedienen ist. Und diese komischen Software-Tricks hier sind auch kein bisschen besser, als bei iOS. Bei iOS hast du den Einhandmodus, um in jede Ecke zu kommen - in allen Apps. Diesen "wir schieben einfach jeglichen Content 1/3 nach unten" hast du hingegen nur in OnePlus' eigenen Apps.
        Und zusammen mit den eingebauten Animationen macht die Geste auch bei Apple mehr Sinn. Du wischst das Fenster nach rechts weg - mit der Geste. Denkt man nicht groß drüber nach, hat aber einen großen Einfluss darauf, ob es sich "richtig" anfühlt oder nicht. Auch das gibt's bei Android nicht.


      • "Und wenn einem die Größe stört, kann man bei Apple ein kleineres Smartphone kaufen"
        Ja jetzt. Aber vorher gab es das auch nicht. Und große Smartphones haben sie schon länger. Und wenn man es mit einer Hand bedienen will dann vom linken Rand nach rechts zu wischen fühlt sich meiner Meinung nach alles andere als Richtig an. Und beim Einhand Modus von Samsung komme ich auch in ALLEN Apps in jede Ecke.


      • 90% der Menschen sind Rechtshänder, dh. sie halten vorwiegend das Smartphone in der rechten Hand.
        Wo macht denn dann der Griff zum linken Rand Sinn?
        Android löst das mit seinen Gesten wesentlich besser, da flexibler. Apple ist bezüglich Bedienung ein Alptraum, wie auch die Anordnung der Apps von oben nach unten. Und wenn man bedenkt, dass das einzige Fullspec iPhone schon ein schon ein fetter Klopper ist...


      • Es gab bei den iPhones schon immer auch eine kleine/re Variante? Non plus 6, 7, 8 und seit dem X eben 5.8“ was nicht gerade riesig ist. Und vor dem sechser waren die ohnehin winzig.


      • @Nobody
        Nö, schon immer. Es gab bei Apple immer die Option für kleinere Geräte. Ich rede nicht nur von "klein" in Größe des 12 Mini. Auch das 8er und SE2 sind klein und das XS, 11 Pro etc. waren ebenfalls deutlich kleiner, als die Durchschnittliche Smartphone-Größe im Android-Bereich.
        Du wischst vom linken Rand nach rechts - quasi in jedem System geht es zurück, wenn du nach links zurück gehst und genauso funktioniert die Geste. Inklusive Animation, mit der du das aktuell Fenster nach rechts wegwischst.
        Wenn du das bei Android machst, hast du quasi immer eine unsinnige Animation nach unten oder sonstiges, womit sich nichts natürlich oder richtig anfühlt.
        Und mit dem Einhandmodus von iOS kommst du ebenfalls überall hin, ohne komisch dauerhaft den Screen kleiner zu machen, nur weil du eine einzige Sache im oberen Drittel auswählen wolltest.

        @Stefan
        Ich bin Linkshänder und halte das Gerät trotzdem oft in der rechten Hand und ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, was da die Kritik soll, wenn man trotzdem zum linken Rand greifen soll? iOS ist schlicht und ergreifend logischer aufgebaut, das ist alles. Du öffnest ein Fenster, es wird von rechts in den Screen eingeblendet und dort schiebst du es (dann von links) wieder hin, wenn du zurück willst.
        Android löst da nichts flexibler, sondern nur unlogischer, weil keine der Animationen dort zu den Gesten passt.


      • Wenn man die Zurückgeste per wischen bei Android erstmal gewohnt ist...
        Bekommt man bei iOS dagegen ein richtigen abturn.


      • @ Tim, ich denke, ich habe es recht klar formuliert, was es da jetzt nicht daran zu verstehen gibt, weiß ich auch nicht.

        Aber vll. formuliere ich es nochmals:

        Wenn man das beste Iphone haben will, muss man ja mittlerweile zum pro max greifen, ergo 6,7 Zoll Klopper.

        90% der Menschen sind Rechtshänder, sie halten das Gerät also zumeist in der rechten Hand, Bedienung läuft über den rechten Daumen.

        Beim Iphone gibts nur am linken Rand die zurück Geste, somit muss man mit dem rechten Daumen zum linken Rand, bei 6.7 Zoll wird das zu einer unangenehmen Verrenkung für die meisten Personen. Und ob da die Animation stimmig dazu ist, tut zu dieser Tatsache rein gar nichts.

        Android löst das besser, indem die zurück Geste auf beiden Rändern liegt (zb. bei Samsung), ergo kein umgreifen oder verrenken.

        Gleiches gilt für den Homescreen, alle Apps werden unlogischer Weise bei IOS von oben nach unten sortiert, nur, man hält das Smartphone nun mal von unten.
        Bei Android kann man alle Apps so anordnen, wie man möchte.

        Auch bei den Möglichkeiten die es beim Iphone gibt (habe die Namen nicht bereit), die es rechts und links der Notch, muss man von ganz oben runter swipen.
        Bei Android hingegen, geht das (zb. bei Samsung) mittig des Screens.

        Ergo muss man sich beim Iphone mehr verrenken oder Umgreifen, da sich alles unlogisch außerhalb der Reichweite des rechten Daumens befindet... was bleibt ist aber eine unangenehmere Bedienung und somit hat das nichts mit Logik zu tun.


      • Was die Geste zurück angeht finde ich es bei Android auch besser gelöst mit links und rechts. Das stimmt nämlich wirklich, nervt mich beim Iphone auch und deswegen halte ich es öfter links obwohl mir rechts vom Gefühl als Rechtshänder lieber wäre.


  • Und was ist an dem Design jetzt so grßartig anders? Meine Devise lautet "Funktion vor Design, nicht umgekehrt".

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