Pros des Apple AirTag

  • Intuitive Bedienung
  • Zuverlässiges Tracking, gerade in Verbindung mit dem U1-Chip
  • Guter Datenschutz
  • Lange Batterielaufzeit (circa 1 Jahr)
  • Personalisierbar über Gravuren

Contras des Apple AirTag

  • Genaues Tracking nur auf iPhone-Modellen ab iPhone 11 möglich
  • Schlüsselanhänger nur als Zukauf

Das kosten die Apple AirTag

Apple bietet die AirTags entweder einzeln oder im Bundle an. Während ein Tracker 35 Euro kostet, gibt es vier Stück zum Preis von 119 Euro.

Es gibt natürlich mehrere Händler, wie Amazon, die die AirTags verkaufen. Bei Apple selber gibt es bei der Bestellung die Möglichkeit die Tracker zu personalisieren. Ihr könnt dabei entweder aus vier Buchstaben oder aber aus einer Reihe von Emojis auswählen und Euren Wunsch dann in die weiße Fläche gravieren lassen. Übrigens: Die weiße Fläche ist auch der Lautsprecher beziehungsweise die Membran, die die Töne erzeugt.

Die AirTag kommen bei Auslieferung direkt mit einer eingebauten Batterie.

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AirTag Zubehör: Schlüsselanhänger & mehr

Apple bietet eine Reihe von Zubehör für die AirTags an. Bisher gibt es einen Schlüsselanhänger in drei Farben aus Leder, sowie einen Anhänger, der für Taschen und Gepäck gedacht ist. Diesen gibt es wahlweise aus Leder oder einem hochwertigen Kunststoff. Der Schlüsselanhänger kostet 39 Euro, der Anhänger aus Leder 45 Euro und der aus Kunststoff 35 Euro.

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Statt dess Apple-Logos könnt Ihr die Metallseite der AirTag auch individuell personalisieren. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wer es (sehr viel) exklusiver mag, kann auch bei den AirTags einen von Hermès designten Schlüssel- oder Gepäckanhänger erwerben. Wie bei Hermès üblich, sind die Preise hier allerdings nichts für schwache Nerven. Für den Schlüsselanhänger sind 349 Euro fällig und für den Gepäckanhänger sogar 449 Euro. Wow.

Mittlerweile gibt es auch schon Lösungen von Drittanbietern. Belkin bietet beispielsweise einen Schlüsselanhänger für 13,95 Euro und auch einen Anhänger für Gepäck oder Kinderwagen für den selben Preis an.

Wer sich übrigens fragt: Kann ich mit den AirTags eigentlich auch mein Fahrrad schützen? Man kann es selbstverständlich versuchen. Aber ich denke, dass sich der Einsatz hierfür nicht eignet. Wenn die AirTags von einer fremden Person bewegt werden, melden sich sich zu Wort. Darauf gehe ich weiter unten noch genauer ein.

Das Einrichten der Apple AirTag

Die AirTag kommt standardmäßig mit einer Batterie, die laut Apple nach etwa einem Jahr erneuert werden muss. Wenn die Batterie einen niedrigen Ladestand hat, weist das iPhone Dich darauf hin.

Wer sich übrigens – zugegeben habe ich mich das gefragt, – fragt, wie sich die Batterie der AirTag wechseln lässt: Einfach mit beiden Daumen auf die silberne Scheiben drücken und dabei nach links drehen. Darunter befindet sich eine CR2032 Batterie – also eine Standardzelle, die sich überall kaufen lässt. Übrigens: Der Akkuverbrauch meines iPhones wird durch die AirTag nicht beeinträchtigt. Ich habe in meinem Test keinerlei Veränderung bemerkt.

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Schlüsselanhänger aus Leder oder Polyurethan müsst Ihr zusätzlich dazukaufen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die AirTag selber sind IP67 zertifiziert und damit Wasser- und Staubresistent. Also kein Problem, wenn sie mal am Strand in den Sand fallen oder man im Regen läuft.

Setup der AirTag mit einem iPhone

Das Verbinden der AirTag ist bei Apple wie immer ganz einfach und passiert eigentlich wie von selbst. Bringt man den AirTag in die Nähe eines iPhones, startet das Pairing automatisch.

Beim Setup könnt Ihr dann aus einer Reihe von Vorschlägen auswählen, um Euren getaggten Gegenstand zu benennen. Es gibt bereits einige vordefinierte Bezeichnungen. Aber man kann auch einen eigenen Begriff wählen.

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Nehmt Ihr den metallenen Part und die Scheibe aus Kunststoff auseinander, könnt Ihr die Batterie der AirTag tauschen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Nach dem Setup ist er mit Eurem iCloud-Account verbunden und der getaggte Gegenstand beziehungsweise der AirTag ist im “Wo ist”-Menü zu finden.

Suchen und Finden der Apple AirTags

Das Suchen und Finden von AirTags funktioniert über die App “Wo ist?”. Dort sind alle Gegenstände aufgelistet, die man seinem iCloud-Account hinzugefügt hat.

Suchen eines Gegenstands in unmittelbarer Nähe

Befindet sich der Gegenstand in der unmittelbaren Nähe, lässt sich über die “Wo ist”-App ein Ton abspielen, der einen zum Gegenstand führen kann. Hier kann übrigens auch Siri helfen, wenn man “Hey Siri, wo sind meine Schlüssel” sagt. Sollte der Ton nicht ausreichen, gibt es auch Precision Finding. Für diese Funktion benötigt das iPhone einen U1-Chip, den Apple seit dem iPhone 11 verbaut.

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Befindet sich ein AirTag in Bluetooth-Reichweite, könnt Ihr ihn über die „Wo ist?“-App genau tracken. / © NextPit Bildquelle: nextpit

Für die Funktion Precision Finding muss der Gegenstand in Bluetooth-Reichweite sein. Das sind in der Regel so etwa 7 bis 8 Meter. Mit Hilfe von Ultra Breitband ermittelt iPhone dann die Reichweite und zeigt einem dann mit Hilfe der Kamera, ARKit, dem Beschleunigungssensor und dem Gyroskop den genauen Weg zum Gegenstand.

Was, wenn der Gegenstand nicht in der Reichweite meines iPhones ist?

Wenn Du etwas verloren hast, was wirklich weiter weg ist, dann kann man diesen mit Hilfe des “Find My”-Netzwerks als verloren kennzeichnen oder direkt lokalisieren.

Gibt man den Gegenstand als verloren an, kann man eine Telefonnummer angeben, die einem Finder dann über eine Webseite angezeigt wird. Ein Finder kann sich diese entweder mit einem iOS-Gerät oder auch einigen Android-Smartphones anzeigen lassen.

Mit dem Find My-Netzwerk kann man schon länger iPhones, iPads und auch Macs lokalisieren und so wiederfinden, selbst wenn diese offline sind. Das Netzwerk bildet im Grunde alle Apple-Produkte mit “Wo ist”-Funktion. Apple bietet aber auch hier den Nutzern die Möglichkeit, Geräte davon auszunehmen.

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Der Lederanhänger samt Schlüsselring kostet Euch zusätzliche 45 Euro. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Immer wenn ein Gerät aus dem Find-My-Netzwerk mit einem anderen Gerät daraus zufällig in Verbindung kommt, wird der Ort an iCloud gesendet. Dies geschieht voll verschlüsselt. Im übrigen hat Apple auch hier wieder sehr viel Wert auf Datenschutz gelegt. Nur man selbst kann den Ort des AirTag sehen und die Historie wird nicht auf dem Tag gespeichert. Alle Daten sind zu jeder Zeit verschlüsselt. Und selbstverständlich sind alle Teilnehmer des “Find My”-Netzwerks anonym. Das Bluetooth-Signal, das hier zum Einsatz kommt, wird regelmäßig geändert, so dass niemals Rückschlüsse auf Personen oder Bewegungsprofile hergestellt werden können.

Das Tracken von Personen soll verhindert werden

Apple legt also wie immer sehr viel Wert auf den Datenschutz. Da ist es nur folgerichtig, dass AirTag nicht auch missbräuchlich zum Verfolgen von Personen genutzt werden kann – egal ob beabsichtigt oder nicht. Dein iOS-Gerät kann einen fremden AirTag identifizieren und Dich dann hinweisen, dass Du diesen Gegenstand bei Dir hast. Du kannst dann einen Ton abspielen, um den AirTag zu lokalisieren. Solltest Du kein iOS-Device besitzen und unwissentlich einen fremden AirTag bei Dir tragen, wird der AirTag nach einiger Zeit automatisch einen Ton abspielen.

Das ist mein persönliches Fazit

Zunächst: Wer sich in meinem Artikel wundert, dass ich manchmal sowohl im Singular, als auch im Plural von AirTag spreche, dem sei gesagt: Ich bin noch etwas verwirrt. Denn Apple selbst verwendet konsistent das Wort AirTag – selbst wenn es um Mehrere geht. Nun will ich mich nicht ganz zur Wehr setzen und den Namen immer mit einem s versehen, wenn es um die Vielzahl geht. Aber manchmal, da hat es mich geschüttelt und ich habe ein s drangehängt. Man möge es mir bitte verzeihen, dass ich noch keinen klaren und guten Weg für mich gefunden habe. Ich arbeite daran – versprochen!

Es gibt ja immer wieder Produkte, auf die man sich schon lange im Vorfeld freut. Die AirTag(s) gehören dazu! Bei jeder Apple-Produktankündigung der letzten Monate habe ich gehofft, dass Tim Cook oder eine/r seiner KollegInnen die Tracker aus dem Hut oder Jacket zaubert. Es passiert mir zwar nicht oft. Aber wenn ich mal meine Schlüssel oder meinen Geldbeutel suche, dann richtig. Mein Puls schlägt dann auch gerne mal Purzelbäume und ich fange an an mir selbst, aber vor allem an der Welt zu zweifeln.

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Der Gepäckanhänger aus Polyurethan. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Dass die AirTag gut funktionieren würden, war mir immer klar. Ebenso, dass die Qualität dem entspricht, die man sich für ein solches Gerät zu diesem Preis erwartet. Aber es ist eben diese Detailverliebtheit, die Apple ausmacht. Anfangen vom Pairing, das so einfach funktioniert bis hin zum Datenschutz. Ich habe Anfangs gar nicht darüber nachgedacht. Aber es macht einfach sehr viel Sinn, dass sich die AirTags auch dann melden, wenn unbekannte Dritte diese mit sich tragen. Ja, stimmt, ein Dieb wird so recht schnell auf das Tracking aufmerksam und kann es verhindern. Aber die Tatsache, dass man mit einem AirTag sonst Menschen ohne ihr Wissen aufspüren und nachverfolgen kann, ist gruselig.

Die AirTags sind also nicht – oder nur bedingt – für ein Wiederfinden bei Diebstahl sinnvoll. Das Produkt richtet sich eher an die ehrlichen Finder, die gerne Verlorenes an ihre Besitzer wiedergeben wollen.

Das ist für mich sowieso der häufigste Anwendungsfall. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele freundliche und ehrliche Menschen es gibt. Kürzlich ist mir beim Fahrradfahren meine Geldbörse unbemerkt aus der Jackentasche gefallen. Ich hatte das den ganzen Tag über im Büro nicht bemerkt. Am Nachmittag bekam ich einen Anruf von meiner Frau – ob ich etwas vermissen würde. Nein, sagte ich. Dann erzählte sie mir, dass gerade jemand bei uns geklingelt und meine Brieftasche abgegeben habe. Eine Frau hatte meine Brieftasche auf der Straße gefunden und hatte sie mit allem drum und dran zu mir nach Hause gefahren. Die Adresse stand auf meinem Presseausweis. Selbstverständlich habe ich ihr dann noch einen Finderlohn gegeben.

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Es war natürlich gut, dass meine Adresse auf dem Ausweis stand. Was aber, wenn ich mal meine Laptoptasche aus Versehen stehen lasse? Darin befindet sich kein Hinweis auf mich. Ich bin mir sicher, dass die meisten FinderInnen sich dann freuen würden, bekämen sie einen Hinweis auf ihr Telefon, an wen sie sich jetzt wenden können.

Denn auch dann winkt den ehrlichen Menschen ein Finderlohn. Und vor allem jede Menge Karmapunkte, sowie das gute Gefühl einem Anderen geholfen zu haben.

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