Pros des Nextbit Robin

  • Schickes Design
  • Attraktiver Preis
  • Kostenlose 100 GByte Cloud-Speicher
  • Intelligentes Speichermanagement

Contras des Nextbit Robin

  • Durchschnittlicher Akku
  • Leichte Verarbeitungsschwächen
  • Kamera-App hat Bugs
  • Qualität der Kameras nur Durchschnitt

Nextbit Robin: Preis und Verfügbarkeit

Anfangs konnte das Smartphone von Nextbit nur über Kickstarter vorbestellt werden. Frühe Backer durften das Cloud-Smartphone für 299 US-Dollar als Early Adopter Special oder für 349 bzw. 399 US-Dollar, je nach Angebot, vorbestellen. Die Kampagne war schnell abgeschlossen und das Unternehmen übertraf das Ziel von 500.000 US-Dollar mit 1,3 Millionen US-Dollar um mehr als das Doppelte. 3.611 Unterstützern war der Erfolg des Startup-Projekts zu verdanken und diese erhielten das Gerät im Februar 2016.

Den offiziellen Verkaufspreis von 399 US-Dollar hat Nextbit für das Robin am 21. Juni 2016 von 399 US-Dollar auf 299 US-Dollar herabgesetzt. Laut Nextbit ist der Versand nach Deutschland kostenlos, so dass Ihr umgerechnet knapp 263 Euro für das Nextbit Robin zahlt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube wurde von der nextpit Redaktion ausgewählt und ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Nextbit Robin: Design und Verarbeitung

Am Aussehen eines Smartphones lässt sich eigentlich nicht viel ändern: Normalerweise ist ein Smartphone quaderförmig, hat zwei Kameras und ein großes Display, das zwischen 60 und 80 Prozent der Vorderseite belegt.

Trotzdem will Nextbit das Design seines Smartphones von denen anderer Geräten unterscheiden. Während Hersteller wie Samsung, LG und HTC ihren Smartphones immer mehr Rundungen verpassen, geht Scott Croyle, Design-Chef bei Nextbit und ehemals Chefdesigner bei HTC, den entgegengesetzten Weg und verleiht dem Robin Kanten und Ecken. Gestört hat uns das beim Anfassen nicht, da die Kanten und Ecken trotzdem etwas abgerundet sind und sich dadurch gut anfühlen.

AndroidPIT nextbit robin 1
Schön und übersichtlich ist das Nextbit Robin verpackt. Leider kommt das Gerät ohne Netzteil. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Auf der Vorderseite dominiert natürlich der Bildschirm, den oben und unten zwei breite, farbige Rahmen begrenzen. Im oberen Rahmen befinden sich die 5-MP-Frontkamera, der Annäherungssensor und einer der beiden Lautsprecher. Nextbit-Robin-Gründer Scott Croyle war verantwortlich für die HTC-Smartphones der One-Serie, und so hat er auch im Nextbit Robin wie bei den HTC-Smartphones unterhalb des Displays einen zweiten Lautsprecher integriert.

AndroidPIT nextbit robin 2
Das Design des Nextbit Robin ist eckig und kantig. Erfrischend anders in Zeiten von immer rundlicheren Smartphones. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Rückseite des Robin ist Plan gehalten und zweifarbig. Im oberen Teil der Rückseite befindet sich die 13-Megapixel-Kamera mit einem zweifarbigen LED-Blitz. Unterhalb der Kamera sitzt eine kleine Besonderheit des Robins in Form einer eingravierten Wolke und vier LEDs. Die Leuchtdioden zeigen an, wenn das Robin gerade Apps, Fotos oder andere Daten in die Cloud hochlädt.

AndroidPIT nextbit robin 5
Die vier kleinen LEDs unterhalb der Wolke blinken, wenn das Robin Daten in die Cloud verschiebt. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Natürlich braucht auch das Robin einen Ein- und Ausschalter und Lautstärke-Tasten. Letztere sind als einzelne, kreisrunde Tasten und nicht als Wippe im linken Rahmen eingelassen. Der Powerbutton befindet sich auf der rechten Seite und soll in der fertigen Version über einen Fingerabdrucksensor verfügen, ähnlich dem des Sony Xperia Z5. Direkt unterhalb ist der SIM-Karten-Slot untergebracht. Ein MicroSD-Karten-Slot ist nicht vorgesehen, da jedem Nextbit Robin Nutzer 100 GB Cloud-Speicher zur Verfügung stehen.

AndroidPIT nextbit robin 15
Der SIM-Kartenslot nimmt eine Nano-SIM-Karte auf. Oberhalb des SIM-Kartenslots befindet sich der Ein- und Ausschalter samt Fingerabdrucksensor. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Kopfhörer und Headsets lassen sich über eine im oberen Rahmen eingelassene 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse anschließen und der 2.680-mAh-Akku wird per USB-Typ-C-Anschluss aufgeladen. Anders als beim OnePlus 2 ist dieser Anschluss aber ein echter USB-3.0-Anschluss.

AndroidPIT nextbit robin 12
Der USB-Typ-C-Anschluss ist USB-3.0-konform und unterstützt Qualcomms Schnellladefunktion Quick Charge 2.0. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Nextbit Robin: Display

Das 5,2 Zoll große IPS-Display des Robin löst in Full HD auf. In Zeiten von WQHD-, Edge- und AMOLED-Displays, scheint das Display des Nextbit Robin altertümlich wirken. Trotz der Auflösung von nur 1.920 x 1.080 Bildpunkten ist das Display sehr scharf, hell und Blickwinkel-stabil.

AndroidPIT nextbit robin 8
Auf dem Papier ist das 5,2 Zoll große IPS-Display nur Mittelklasse. Aber im Alltag ist das Display mehr als ausreichend hell, scharf und stellt Farben sehr gut dar. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Leider befindet sich rund um das Display ein schwarzer Rahmen. Dieser fällt einem erst bei eingeschaltem Bildschirm auf und ist unschön anzusehen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass Nexbit die komplette Fläche für das Display genutzt hätte, um somit ein rahmenloses Bilderlebnis zu bieten. 

Erwähnenswert ist ebenfalls, dass das Display durch Gorilla Glas 4 vor Kratzern schützt. Leider spiegelt das Glas stark, so dass es bei direktem Sonnenlicht schwierig wird, etwas zu erkennen. 

Nextbit Robin: Besonderheiten

Neben dem kostenlosen 100 GByte großen Cloud-Speicher und dem dazugehörigen intelligenten Speichermanagement hat das Nextbit Robin als weitere Besonderheit einen Fingerabdrucksensor, der wie beim Sony Xperia Z5 am rechten seitlichen Rahmen eingelassen ist. 

AndroidPIT nextbit robin 13
Der Fingerabdrucksensor ist bei der Z5-Reihe von Sony seitlich angebracht. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Das Entsperren des Robins mittels Fingerabdruck lässt sich nur bewerkstelligen, in dem man vorher die Taste drückt. Erst dann aktiviert sich der Fingerabdrucksensor und liest die biometrischen Muster. Da die Taste im Rahmen eingelassen ist, kann man diesen kaum ertasten und somit dauert das Entsperren mittels Fingerabdrucksensor etwas länger. Am Anfang des Test musste ich häufig erst nachschauen, wo sich die Taste befindet. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Platzierung der Taste nebst Sensor.

Die wirkliche Besonderheit des Nextbit Robis ist aber nicht der Fingerabdrucksensor, sondern ist in der Software enthalten.

Nextbit Robin: Software

Nextbit setzt beim Cloud-Smartphone Robin auf eine angepasste Version von Android 6.0 Marshmallow. Ein App-Drawer-Icon gibt es auf den ersten Blick nicht, aber Scott Croyle hat uns erklärt, dass man eigentlich den App-Drawer einfach nur auf die Homescreen-Ebene verlagert hat. Die Widget-Ansicht kann bei Bedarf durch ein längeres Halten der rechten On-Screen-Taste aufgerufen werden. Alternativ lässt sich die Widget-Ansicht durch das Streichen von zwei Fingern von Außen nach Innen auf dem Display aufrufen.

nextbit 9
Nextbit wird mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Das Highlight des Nextbit Robin sind weder Hardware noch Design, sondern die Software, die automatisch Android-Apps und Fotos auf den Cloud-Speicher von Nextbit verschiebt. Dabei muss der Nutzer selbst nicht viel machen, denn das Gerät stellt selbstständig fest, ob eine App lange nicht verwendet wurde. Ist das der Fall, dann wird die APK der Apps ohne ihre zugehörigen Nutzerdaten in die Cloud verschoben. Als optisches Signal, dass sich die App nicht mehr im internen Speicher befindet, wird das Icon der App ausgegraut.

nextbit front homescreen
Erst beim genauen Hinsehen, kann man erkennen, dass einige Apps ausgegraut sind. Diese Apps wurden zur Schonung des internen Speichers in die Cloud verschoben. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Wird die App dann doch genutzt, dann klickt der Nutzer auf dieses Schatten-Icon und das Smartphone verbindet sich mit der Cloud und lädt die zugehörige APK wieder herunter. Wenn sich die App wieder auf dem Gerät befindet, werden auch die auf dem Smartphone zurückgelassenen App-Daten wieder eingebunden. Je Größer die App und je geringer die Verbindungsgeschwindigkeit ist, desto mehr Wartezeit sollte man einplanen. Der Fortschritt wird visuell als kleiner Ladebalken unterhalb des App-Icons angezeigt. Sobald sich die App wieder auf dem Robin befindet, wird das Icon der App wieder in Farbe dargestellt.

nextbit front screen app loading
Wird von einer App die APK wieder aus der Cloud zurückgespielt, dann erscheint als visuelle Anzeige ein kleiner Ladebalken. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Wenn Ihr jetzt Angst um Euer Datenvolumen habt, dann gibt es Entwarnung: Die Robin-Synchronisation erfolgt standardmäßig immer nur dann, wenn das Gerät mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist. Nur das Wiederherstellen einer App kann auch im mobilen Netzwerk stattfinden, aber auch hier wird die Robin-Software Euch vorher fragen, ob Ihr die Aktion wirklich durchführen wollt.

nextbit robin pin apps
Apps lassen sich auch pinnen. Diese Apps werden dann nicht in die Cloud verschoben. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Es ist auch möglich, dass Ihr bestimmte Apps ganz von der Synchronisation ausschließt, selbst wenn diese nur selten verwendet werden. Dazu kann man in den Einstellungen die App anheften.

Auch Fotos belegen reichlich internen Speicher des Smartphones. Also ist es nicht verwunderlich, dass die Nextbit-Software Fotos ebenfalls automatisiert in die Cloud verschiebt. Auf dem Smartphone verbleibt nur ein kleines Thumbnail, das der Nutzer noch ansehen kann. Will man dann das Foto wieder in voller Auflösung auf dem Smartphone haben, dann kann per Tap das Originalfoto wieder von der Cloud auf das Robin heruntergeladen werden. Wie auch bei den Apps wird die Aktion im WLAN automatisch ausgeführt, während bei Mobilfunknutzung vorher nachgefragt wird. Auf unsere Nachfrage hat uns Nextbit versichert, dass kein Unbefugter Zugriff auf die Fotos hat.

Nextbit Robin Cloud
In den Einstellungen kann man sehen, wie viel Speicherplatz in der Cloud und auf dem Smartphone übrig ist./ © NextPit Bildquelle: NextPit

Das sind sicherlich noch nicht alle Daten, die Nextbit automatisiert in die Cloud schieben kann. Da auch Videos mit dem Smartphone aufgenommen werden können, gehen wir davon aus, dass auch diese Daten später in die Cloud verschoben werden können. Vielleicht lässt sich auch ein komplettes Backup des Smartphones in die Cloud hochladen.

Nextbit Robin cloud sync
Schon bei der Konfiguration des Nextbit Robin werdet Ihr gefragt ob die Synchronisation eingeschaltet werden soll. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Nextbit Robin: Performance

Die Hardware-Ausstattung des Robin ist ähnlich wie die des LG G4, Nexus 5X oder auch des BlackBerry Priv. Im Inneren arbeitet der Snapdragon-808-Hexa-Core-Prozessor mit 3 GByte Arbeitsspeicher. Der interne Speicher fasst 32 GByte an Daten, aber der ist im Falle des Nextbit Robin zweitrangig, denn es gibt noch 100 GByte Cloud-Speicher dazu. Entsprechend wurde auch auf einen microSD-Steckplatz zur Speichererweiterung verzichtet. Wie schon im Abschnitt Software erwähnt, werden Apps und Fotos, sobald man Abends das Robin zu Hause ans Netzteil steckt, mit der Cloud synchronisiert und geben dadurch Speicherplatz frei. Alternativ kann in den Einstellungen der Start der Synchronisation so eingestellt werden, dass nur eine WLAN-Verbindung ausreicht.

nextbit 7
Die Hardware des Nextbit Robin verspricht Leistungswerte auf LG-G4-Niveau. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Um Euch zu veranschaulichen, wie die Hardware-Leistung des Nextbit Robins einzuschätzen ist, haben wir mit dem Cloud-Smartphone verschiedene Benchmarks gemacht. Als Referenz-Smartphone haben wir das Nexus 5X zum Vergleich genommen. Die Ergebnisse findet Ihr in der nachfolgenden Tabelle.

Benchmarks Nextbit Robin Nexus 5X
GeekBench 3 Single-Core-Test 1.117 918
GeekBench 3 Multi-Core-Test 3.282 3.100
Vellamo Metal 1.983 1.153
Vellamo Multi-Core 2.124 2.043
AnTuTu 6.0.4 61.556 62.668
Basemark X (medium) 27.750 27.670
Basemark X (high) 17.763 16.613

Das Nextbit Robin ist, wie man der Tabelle entnehmen kann, fast in allen Benchmarks leicht besser als ein Nexus 5X. Zusätzlich regelt das Nextbit Robin bei intensiver Nutzung und steigenden Temperaturen kaum die Leistung herunter. Das Nexus 5X macht das ständig. Wenn Ihr also ein Smartphone mit einem Snapdragon 808 haben wollt, ist das Nextbit Robin die bessere Wahl als das 5X.

Im normalen Alltag ist der Leistungsvorteil des Robin gegenüber dem Nexus 5X nicht zu bemerken. Die Apps und Homescreens werden absolut flüssig dargestellt und es macht Spaß, das Smartphone zu nutzen.   

Nextbit Robin: Audio

In Sachen Audioqualität ist das Robin sehr gut ausgestattet. Es verfügt über Stereo-Frontlautsprecher, einen 3,5 mm Klinken-Anschluss und Bluetooth 4.0 LE.

Die Gesprächsqualität ist durchweg gut und wir haben nichts zu beanstanden. Sämtliche Gesprächspartner konnten uns sehr gut verstehen – auch in lauter Umgebung.

AndroidPIT nextbit robin 15
Die Stereo-Lautsprecher des Robins sind laut, aber die Qualität lässt bei hoher Lautstärke nach. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Ein Smartphone dient aber nicht mehr nur zum Telefonieren, es muss seinen Besitzer auch unterhalten können. Von der Lautstärke erfüllt das Nextbit Robin das Kriterium für ein Entertainment-Smartphone. Bei der Klangqualität der Lautsprecher müssen aber Abstriche gemacht werden. Bässe haben wenig Volumen. Die Höhen fangen mit steigender Lautstärke an zu klirren. Aber gegenüber einem Nexus 5X oder dem LG G4 ist der Klang dank Stereo-Lautsprecher wesentlich angenehmer. Vergleicht man aber die Lautsprecher des Nextbit Robin zum Beispiel mit einem Nexus 6P, dann ist das Nexus 6P besser.

Nextbit Robin: Kamera

Im Robin verbaut Nextbit eine 13-Megapixel-Hauptkamera, die über einen Phasen-Autofokus für schnelles Scharfstellen verfügt. Ein zweifarbiger LED-Blitz soll in schlechten Lichtverhältnissen Fotos und Bilder aufhellen. Für Selfies steht auf der Vorderseite des Geräts eine 5-Megapxiel-Kamera zur Verfügung.

AndroidPIT nextbit robin 6
Die Hauptkamera macht Fotos mit maximal 13 Megapixel, während Videos maximal in 4K aufgezeichnet werden. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Auf dem Papier klingt es nach einer guten Kameraausstattung. Aber bei unserem Testgerät macht die Kamera-App noch ein paar kleine Probleme. Da wäre zum einen die Verzögerung zwischen dem physischen Auslösen und der optischen Darstellung auf dem Display. Ebenfalls nervig ist, dass, wenn aus der Kamera-App die Galerie geöffnet wird, nur die letzten aufgenommen Bilder angezeigt werden. Will man alle Fotos und Screenshots sehen, dann muss der Nutzer die Galerie-App vom Homescreen aus starten.

nextbit robin camera app 1
Die Kamera-App ist sehr minimalistisch gehalten. Erstaunlich, dass die Kamera Videos in 4K aufzeichnet. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auf Nachfrage bei Nextbit wurde uns bestätigt, dass diese Bugs vorhanden und bekannt sind. Die Entwickler arbeiten an einer Verbesserung. Es sollte nicht mehr lange dauern, bis der Patch für die kleinen Fehler bei der Kamera-App abgestellt werden.

Ansonsten ist die Kamera-App auf den ersten Blick simpel gestaltet und intutiv zu bedienen. Serienbilder werden durch langes Halten des Kamera-Buttons ausgelöst. Unterschiedliche Modi wie HDR-Aufnahmen, Automatik- und Videos-Modus sind ebenfalls enthalten. Semi-professionelle Smartphone-Fotografen können sich beim Nextbit Robin über einen manuellen Modus freuen. Hier lassen sich ISO-Wert, Belichtungskorrektur, Weißabgleich und ein manueller Fokus aktivieren. Ein RAW-Modus fehlt, so dass einige Smartphone-Fotografen mit dem Robin nicht glücklich werden.

nextbit robin camera app
Praktisch für den ambitionierten Smartphone-Fotografen: Es gibt in der Kamera-App sogar einen manuellen Modus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Bei der Bildqualität gibt es beim Nextbit Robin nur Durchschnittliches: Die Fotos mit 13 Megapixel in 4:3 Format sind in Ordnung, aber ein Wow-Erlebnis kommt nicht auf. Wird in die Bilder hineingezoomt, dann werden leichte Artefakte sichtbar. Aber für den normalen Hausgebrauch, um zum Beispiel seinen Alltag zu dokumentieren, ist die Kamera brauchbar. Das gleiche gilt auch für die Frontkamera. Sämtliche Testbilder in voller Auflösung könnt Ihr Euch hier anschauen.

Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Haupttkamera.
Quelle: NextPit
Nextbit Robin Testbilder
Testaufnahme mit der Frontkamera.
Quelle: NextPit

Nextbit Robin: Akku

Ihr könnt Euch anhand der Bilder zum Nextbit Robin vielleicht denken, dass der Akku des Cloud-Smartphones nicht austauschbar ist. Das stimmt. Aber damit ist Nextbit nicht allein, denn kaum ein neues Smartphone kommt noch mit einem austauschbaren Akku auf den Markt.

AndroidPIT nextbit robin 12
Daten und auch Strom bezieht das Nextbit Robin per USB-Tyb-C-Anschluss. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Von der Kapazität her ist das Robin mit 2.680 mAh durchaus gut ausgestattet. Zum Vergleich: Der Akku in Samsungs Galaxy S6 zum Beispiel verfügt nur über 2.550 mAh. Im Batterie-Benchmark schafft das Nextbit Robin aber leider nicht die Werte eines Galaxy-S6-Akkus. Im Testalltag schlägt sich das Robin gut und hält einen kompletten Arbeitstag mit intensiver Nutzung durch.

nextbit robin battery test
Der Akku-Benchmark deckt beim Nextbit Robin nur durchschnittliche Laufzeiten auf. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Ist der Akku des Robin durch ständige Nutzung dann doch mal vorzeitig leer, dann kann das Cloud-Smartphone immerhin per QuickCharge 2.0 innerhalb von 100 Minuten voll aufgeladen werden. Schade nur, dass das Netzteil mit QuickCharge 2.0 separat gekauft werden muss.  

Nextbit Robin: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Nextbit hat mit dem Robin ein solides Smartphone mit attraktiver Polycarbonat-Hülle gebaut, das sich vom Einheits-Sesign der meisten Smartphones unterscheidet. Aber beim Robin ist nicht die Hardware entscheidend, sondern die Software. Die Anbindung des Cloud-Dienstes ist eine gute Idee, die meines Wissens kein anderer Hersteller in der Form anbietet. Das automatische Verschieben der APK in die Cloud oder auch das Zurückspielen auf das Smartphone funktionieren problemlos und gut. Praktisch ist ebenfalls die Funktion, dass Fotos nur als Thumbnail auf dem Smartphone bleiben, während die Originaldaten in der Cloud gespeichert sind. Diese Funktion kenne ich nur von Apples iOS und iCloud, wo ebenfalls die Thumbnails auf dem Smartphone verbleiben und das Foto in voller Auflösung in der iCloud liegt. 

Nicht ganz überzeugt hat uns die mittelmässige Akkulaufzeit und die Bildqualität beider Kameras inklusive der Kamera-App. Hier kann und muss Nextbit noch etwas Entwicklungsarbeit in die Software investieren, um das Maximum aus dem Robin herauszuholen. 

Wünschenswert wäre es auch, dass Nextbit die Software für andere Smartphones freigibt. Dann könnten Besitzer anderer Smartphones die Nextbit-Software nutzen und von der Cloud-Synchronisation profitieren. Aber das wird vermutlich nicht passieren, denn Nextbit-Chef Tom Moss ist eng verbunden mit CyanogenMod und sitzt dort im Board Member der Cyanogen Inc. Würde er die Nextbit Software als alternative Firmware anbieten, dann würde er in direkte Konkurrenz zu Cyanogen Inc. treten. Deshalb wird es wohl keine freie Nextbit-Firmware für zum Beispiel ein Galaxy S5, LG G4 oder ähnliche Smartphones geben.