Telegram: Mein WhatsApp-Ersatz

Update: Erlebnisbericht
Telegram: Mein WhatsApp-Ersatz

Anfang 2019 habe ich mein WhatsApp-Konto gelöscht und bin weitgehend auf Telegram (zum Test) umgezogen. Der Messenger erscheint mir in allen Belangen gegenüber WhatsApp überlegen. Leider setzen noch nicht all meine Kontakte auf die WhatsApp-Alternative. Ich zeige Euch alle Vorteile und beantworte typische Fragen.

Zum Abschnitt

Natürlich muss niemand so radikal agieren wie ich und gleich sein WhatsApp-Konto löschen. Ihr könnt Telegram kostenlos installieren und parallel zu WhatsApp nutzen. So seht Ihr, wer in Eurem Freundeskreis den Messenger bereits nutzt. Und Ihr könnt Telegram auch spurlos wieder deinstallieren; Euer Konto löscht sich nach sechsmonatiger Inaktivität von selbst.

Da ich bereits einige Erfahrung gesammelt habe, stelle ich Euch nun meine wichtigsten Erkenntnisse vor:

Was macht Telegram besser als WhatsApp?

Telegram auf mehreren Geräten parallel und ohne gültige Nummer

WhatsApps größter Nachteil ist, dass Ihr es nur auf einem einzigen Smartphone nutzen könnt. Via WhatsApp Web lässt es sich zwar auf Tablets oder PCs starten, ist aber weiterhin abhängig von WhatsApp auf Eurem Smartphone. Geht letzterem der Akku, Empfang oder das Datenvolumen aus, seid Ihr nicht mehr per WhatsApp erreichbar.

Bei Telegram ist mir keine Beschränkung bekannt, auf wie vielen Geräten Ihr Euch parallel anmelden könnt.

  1. Öffnet web.telegram.org auf einem beliebigen PC
    • oder ladet die App aus Play- oder App Store herunter,
  2. tippt Eure Handynummer ein,
  3. tippt den Bestätigungscode aus der SMS oder aus einer anderen Telegram-Instanz ein und
  4. chattet los.

Da der Code zuerst an Eure bestehenden Telegram-Anmeldungen und nur im Notfall per SMS gesendet wird, könnt Ihr theoretisch eine Wegwerf-Nummer verwenden. So lange Ihr Zugriff auf wenigstens ein eingeloggtes Gerät habt, könnt Ihr Telegram auch ohne gültige Nummer weiternutzen.

Telegram mit zwei Nummern nutzen

Telegram hat ein integriertes Kontenmanagement; besonders praktisch für Dual-SIM-Smartphones. Nutzt Ihr den Dienst privat für Freunde, und unter anderer Nummer geschäftlich oder für Telegram-Gruppen, könnt Ihr beide Nummern in derselben App verwalten. Der Kontowechsel erfolgt ähnlich einfach wie in Gmail: Ihr öffnet das Menü, tippt auf Euer Profilbild, dort auf Konto hinzufügen, und tippt die zweite Handynummer ein.

telegram multi user backup codes
Telegram bietet Account-Management, unendlichen Backup-Speicher und Anmelde-Codes ohne SMS. / © NextPit

Telegram macht permanent Backups

Einer der lästigsten Nachteile von WhatsApp sind seine schlechten Backups, die man dort per Hand machen oder zumindest anstoßen muss. Durch meine Tätigkeit als Tech-Redakteur muss ich oft nach nur wenigen Wochen das Smartphone wechseln. Damit WhatsApp-Chats nicht bei Null anfangen, musste ich also manuell ein Update machen, es aufs neue Gerät kopieren und dort laden. Irgendwann wurden diese Backups mehrere hundert MByte groß und somit langwierig. Dieser Prozess entfällt bei Telegram komplett.

Anders als WhatsApp ist Telegram Cloud-basiert. Das heißt, Nachrichten werden – schon während Ihr sie tippt – über all Eure angemeldeten Geräte hinweg und mit dem Cloud-Speicher von Telegram synchronisiert. Es werden Fotos, Videos und auch andere Dateien (doc, zip, mp3, etc.) mit je bis zu 1,5 GByte Dateigröße gesichert.

Da es in Telegram den Bereich "Gespeicherte Nachrichten" gibt, nutze ich den Dienst auch ausgiebig als Gratis-Cloud-Speicher. Zum Teilen Eurer Fotos empfehle ich jedoch weiterhin Google Photos, da auch Telegram Fotos beim Bilder-Upload vor dem Versand verlustreich auf 1280 Pixel Breite verkleinert. (Versendet Ihr Fotos in Telegram als "Datei", werden sie im Original hochgeladen.)

Passend zum unendlichen Speicherplatz bietet Telegram auch eine globale Suche. Selbst Jahre alte Konversationen könnt Ihr so wieder durchsuchen und auch älteste Bilder und Dateien wiederfinden. Mein persönlicher Tipp: Verseht jeden Datei-Upload mit einer einschlägigen Beschreibung, um ihn später besser finden zu können.

WhatsApp vs. Telegram: Gruppenchats

  WhatsApp Telegram
Max. Gruppengröße 256 100.000
Gruppe löschen nur leere Gruppe sofort möglich
Admin-Ebenen 1 1, mehr bei Supergroups
Admin-Default Ersteller ist Admin Jeder ist Admin
Antworten mit Zitat ja ja
Erwähnen mit @name ja ja
Telefonnummer wird in Gruppen öffentlich ja nein
Jeder kann jedem schreiben ja Nur gegenseitige Kontakte oder gemeinsame Gruppenmitglieder
Neue Mitglieder sehen alte Nachrichten nein ja
Nachrichten lassen sich editieren nein ja
Nachrichten lassen sich für alle löschen nur 7 Minuten nach Versand ja, immer
Nachrichten anheften (z.B. Betreff, oder Regeln) nein ja
Unterstützung durch Bots nein ja
Gruppenbeitritt von außen Via Link Via Telegram-Suche oder Link

Telegrams Gruppenchat-Funktion ist technisch deutlich ausgereifter als die von WhatsApp. Und je größer die Gruppe, desto mehr Administrations-Funktionen habt Ihr in Telegram. Wollt Ihr eine öffentliche Gruppe erstellen, könnt Ihr diese per Hyperlink verbreiten. Legt selbst fest, ob die Nutzer chatten dürfen, oder nur – wie in unserem AndroidPIT-Kanal – lediglich folgen und lesen.

Wird Eure Gruppe immer größer, braucht Ihr Aufgabenteilung: Administratoren, Moderatoren und so weiter. Eine Liste beliebter Telegram-Gruppen in deutscher Sprache findet Ihr hier.

telegram whatsapp group link
Telegram-Supergroups könnt Ihr einfach per Suchfunktion finden. Alternativ lassen sich – wie in WhatsApp – Links zum Teilen erstellen. / © NextPit

Weitere Alleinstellungsmerkmale von Telegram

In Telegram findet Ihr viele Funktionen, die es bei WhatsApp gar nicht gibt, darunter …

Ein weiterer Bonus bei Telegram sind Inline-Bots. Startet eine neue Nachricht mit dem @-Zeichen, um eine Liste verfügbarer Inline-Bots zu sehen. Sucht etwa mit @gif nach animierten GIFs zu Schlagwörtern oder passende @sticker zu Emojis.

telegram spam protection
Bei Telegram dürft Ihr nur Leute anschreiben, die auch Eure Handynummer haben oder in derselben Gruppe sind. Alles andere landet im Spamfilter. / © NextPit

Andere Bots treten als Chat-Partner auf. Der leider nur in italienischer Sprache erhältliche @TrackBot nimmt u.a. DHL-Paketnummern entgegen und schickt Euch Nachrichten bei Sendungs-Updates. Ihr könnt auch Euren eigenen Telegram-Bot programmieren.

Noch mehr Tipps zu Telegram findet Ihr im separaten Artikel!

Weitere Fragen zu Telegram

Wie viele Leute nutzen Telegram?

Telegram hat laut Statista (März 2018) monatlich 200 Millionen aktive Nutzer. Die Zahl der Nutzer wächst jedoch rapide. WhatsApp hat laut Satista (Februar 2020) rund 2 Milliarden Nutzer und befindet sich ebenfalls weiter im Wachstum. Es ist dennoch wahrscheinlich, dass Ihr viele Eurer Telefonkontakte auch bei Telegram antrefft, sobald Ihr Eure Handynummer und Euer Adressbuch mit dem Messenger synchronisiert.

Wie überzeuge ich meine Freunde von Telegram?

Telegram lässt sich ähnlich einfach und niedrigschwellig wie WhatsApp einrichten. Wollt Ihr also vom einen zum anderen Messenger umziehen, könnt Ihr Eure WhatsApp-Kontakte einfach per Broadcast informieren, Eure Info anpassen ("Ihr findet mich auf Telegram") und WhatsApp deinstallieren.

Nach einer Weile werden Eure Kontakte Euch auf Telegram oder einem anderen Weg anschreiben. Da jeder Telegram kostenlos installieren und gefahrlos ausprobieren kann, ist die Hemmschwelle für den Einstieg gering. Dass neue Nutzer länger bleiben, ist wahrscheinlich. Genügend Vorteile von Telegram gegenüber WhatsApp sowie verlockende Alleinstellungsmerkmale habe ich oben aufgezählt.

Wer steckt hinter Telegram? Wo sind die Server?

Die Brüder und Telegram-Gründer Pavel und Nikolai Durov stammen aus Russland. Sie arbeiten derzeit von Dubai aus, um möglichen Repressalien in Russland zu entgehen. Die Infrastruktur des Chat-Clients ist dezentral organisiert, also über den kompletten Planeten verstreut. Man kann also nicht mehr von einem russischen oder deutschen oder sonstwie-nationalen Produkt sprechen. Dies nutzt das Unternehmen aus, um gespeicherte Daten vor staatlicher Durchsuchung zu schützen.

AndroidPIT whatsapp vs telegram 8443
Telegram ist Datenschutz-mäßig nicht viel besser als WhatsApp. / © NextPit

WhatsApp hingegen wurde einst als unabhängiges Start-up gegründet und ist ausgezogen, um die kostenpflichtige SMS obsolet zu machen. Lange Zeit war der Dienst kostenlos. 2012 wurden Abonnements eingeführt, die man jedoch nie wirklich bezahlen musste. 2014 übernahm Facebook den Dienst und beendete den Abo-Humbug. Seither tauschen die Dienste Meta-Daten untereinander aus und unterminieren unsere Privatsphäre.

telegram whatsapp reveal number
Telegram (links und Mitte) verbirgt die Telefonnummer des Nutzers "Drimsim 87" vor Sophia während WhatsApp (rechts, +44...) sie schamlos enthüllt. / © NextPit

Leider ist Telegram da nicht vorbildlicher. Durch die intransparente Struktur ist nicht klar, wer Eure Daten inwieweit gebraucht. Immerhin konstatiert die Privacy Policy, dass "0 Byte Nutzerdaten an Dritte oder Regierungen übergeben werden". WhatsApp macht da schon realistischere Versprechen und klärt Euch auf, wer alles Zugriff auf Eure und die Telefonnummern Eurer Kontakte erhält; die Situation gerät also so ziemlich direkt nach der Anmeldung außer Kontrolle.

Die Frage ist also, wem Ihr Eure Daten eher gönnt. Einem Daten-Giganten, dessen Geschäftsmodell darauf basiert, alles über Euch zu erfahren und an Werbetreibende zu verkaufen? Oder einem Projekt von ein paar reichen, ambitionierten Russen, das sich über Spenden und kostenpflichtige Dienstleistungen finanziert, sobald das Startkapital aufgebraucht ist.

Fazit

Telegram klingt zu gut, um wahr zu sein. Da Ihr es gleichzeitig auf all Euren Tablets und PCs sowie mit all Euren Handynummern nutzen könnt, ist es flexibler als WhatsApp. Geheime Chats, unendlicher Backup-Speicher und praktische Zusatzfunktionen runden das Paket ab. Da jeder Telegram kostenlos nutzen kann, solltet Ihr es wenigstens mit Euren Freunden einmal ausprobieren.

Telegram Channel Call to Action
Abonniere unseren Telegram-Kanal "AndroidPIT News" / © NextPit

Der Artikel wurde komplett überarbeitet und in einen persönlichen Erlebnisbericht umformuliert. Die bestehende Diskussion wurde beibehalten, auch wenn sie sich teilweise auf inzwischen gelöschte Inhalte bezieht.

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Top-Kommentare der Community

  • Maximilian HE 19.09.2019

    Immer wieder interessant wie einige tatsächlich glauben mit Telegram besser dran zu sein.
    Allein die End TO End Verschlüsselung ist überhaupt nicht
    gegeben, außer man nutzt den Private Mode.

    Ich habe Telegram, jedoch halte ich es nicht für ein besseres WhatsApp sondern ein weniger ehrliches.

    Threema ist da schon eine eindeutig bessere Alternative. Aber da ja die meisten User immer nur kostenlose Apps wollen, da Entwickler ja von Luft und Liebe leben, wird sich das wohl in der Masse nie durchsetzen.

  • Aries 20.09.2019

    Oh, oh, Eric! Mal wieder ein großes Fail eines aufgewärmten Artikels.

    Telegram verschlüsselt nicht per Voreinstellung Ende-zu-Ende, sondern nur geheime Chats. Gruppenchats lassen sich gar nicht verschlüsseln. Die grundsätzlich vorhandene Transportverschlüsselung zählt nicht! Ebensowenig, die Verschlüsselung auf den Servern, denn ein Hack kann die Nachrichten lesbar machen.

    Das ist bei WhatsApp anders. Dort erfolgt die Verschlüsseleung und Entschlüsselung immer (für Einzel- und Gruppenchats) auf den Endgeräten. Damit müssten 1,5 Milliarden Endgeräte gehackt werden und nicht nur ein paar Server. Natürlich könnte WhatsApp die Schlüssel klauen. Das ist ihnen aber noch nicht nachgewiesen worden.

    WhatsApp macht es sogar sehr transparent, was sie machen und das erschreckt mich. Denn eigentlich müssten die Nutzer aufschreien. Machen aber zu wenige, weil sie glauben, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei alles sicher. Genau schaut sich das niemand an. Dann würde nämlich erkennbar, dass nur die Chats, aber kein Status Ende-zu-Ende verschlüsselt ist und dass ein Zugriff auf das Telefonbuch zwar zur Erbringung der Dienstleistung nötig ist, aber eine Weitergabe dieser Daten für den Endnutzer rechtliche Risiken bedeuten kann, weil die wenigsten das in den AGB geforderte Einverständnis aller Kontakte haben dürften.

    Meine Kritik an WhatsApp ist nicht (mehr) vorrangig technischer Natur, sondern rechtlicher. Sie untergraben das Selbstbestimmungsrecht völlig unbeteiligter Personen, die nie WhatsApp, Facebook oder Instagram hatten und schieben die Verantwortung dafür auf die Nutzer ab, die sich dessen gar nicht bewußt sind. Würden sie Datenschutz ernst nehmen, wie in ihren Datenschutzbestimmungen steht, würden sie eine technische Möglichkeit schaffen, dass die Nutzer in der App pflegen könnten, welche Kontakte ihr Einverständnis gegeben haben.

    Dass der Gründer von WhatsApp, Brian Acton, mittlerweile eine Stiftung für Signal gegründet und mit 50 Millionen USD ausgestattet hat, weil er mit der Handlungsweise von Facebook nicht einverstanden war und Signal vor solchen Aufkäufern schützen möchte, sollte jedem WhatsApp-Nutzer zu denken geben! Wem Sicherheit und Privatsphäre wirklich am Herzen liegt, der kann Telegram nicht empfehlen, sondern landet zwangsläufig bei Signal, Threema und mit Einschränkungen Wire.

  • HEB 19.09.2019

    Ganz einfach, habe WA in dem Jahr von meinem Smartphone verbannt als FB es gekauft hat. Seid dem Tage habe ich Telegramm oder SMS für meine Kontakte, und wer nicht will hat Pech gehabt, gibt ja noch E-Mail (Spike eine sehr schöne App) oder man kann anrufen.

  • Aries vor 7 Monaten

    Kopf -> Tisch!

    Mit dem Wechsel von WhatsApp zu Telegram kommt man vom Regen in die Traufe! Telegram ist unsicherer als WhatsApp und das Konzept untermauert in keinster Weise die Aussage, Telegram würde die Daten der Nutzer nicht zu Geld machen.

    Ein Konzept, das keine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Nachrichten und Dateien vorsieht, ist in sich unsicher.

    Die Verschlüsselung auf den Telegram-Servern ist eine Farce, auch wenn Schlüssel und Dateien tatsächlich auf unterschiedlichen Servern, in unterschiedlichen Ländern liegen sollten. Letztlich ist beides unter Kontrolle von Telegram. Das ist bei WhatsApp, Threema und Signal nachweislich anders.

    Solange die Server alle unter Kontrolle eines einzigen Unternehmens stehen, ist Dezentralität (also Verteilung auf die ganze Welt) Augenwischerei. Ohne Föderalität, kann man das vergessen.

    Entweder haben die Durov-Brüder keine Ahnung von Kryptographie oder es steckt etwas ganz anderes hinter Telegram. Letzteres würde mich nicht wundern, weil ich ihnen soviel Inkompetenz eigentlich nicht zutraue. Mich würde nicht wundern, wenn eines Tages für Telegram etwas ähnliches bekannt wird, wie für die Crypto AG.

  • Simone 19.09.2019

    Was der Artikel nicht sagt: Telegram hat eine End-zu-End-Verschlüsselung der Nachrichten ohne Nachrichtspeicherung auf Servern, aber nur im "Geheimer Chat". Wenn man also den "Geheimer Chat" braucht, ist man vor Aushorchen und Datenabzapfen geschützt.

75 Kommentare

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  • Wer unabhängig von Anbietern und und wirklich sicher, 'nicht aufweichbar*' verschlüsselt kommunizieren will, kann das alte Protokoll Jabber/XMPP benutzen.
    * kein Gerichtsbeschluss kann das ändern

    Unter Android ist man z.B. mit Conversation in Jabber unterwegs, die Verschlüsslung liegt in der Hand der Benutzer und kein Anbieter kann darum mitlesen...


  • Ich habe seit dem Zusammenschluss mit Facebook Whats App gelöscht und verwende nur noch Threema und Viber. Anfangs war es nicht ganz leicht und ab und an war auch der Gedanke rückfällig zu werden. Aber jeder im Bekanntenkreis der einmal Viber genutzt hat fängt an über kurz oder lang Whats App zu vernachlässigen.


  • Telegram gehört russischen Oligarchen und Dubai ist Deckung. Guckt in die Wikipedia, was Snowden dazu meint. SIGNAL ist Mittel der Wahl - leider noch mit zu wenigen Teilnehmern.


  • Na da bleib ich doch bei WhatsApp.
    Schon witzig, dass Telegram sich den Datenschutz auf die Fahne schreibt, gleichzeitig aber ermöglicht, dass neue Gruppenmitglieder Chatlogs bis ins Nirvana auslesen. Und "fair" ist es auch nicht, wenn auch der Gruppenhonk einfach die Gruppe löschen kann. Telegramm ist keine WA-Alternative und wird nie eine sein. Die Nutzer sind genau die, die Dinge nicht tun, weil alle anderen sie tun. Also ähnlich wie ein Veganer ohne jeden moralischen Hintergrund. Einfach nur, um anders zu sein.


  • Fakt ist mal due demonstrationen in Hong Kong wurden über Telegramm organisiert.

    China versuchte Telegramm lahm zu legen und heraus zu finden wer sich darüber organisiert, was china nicht gelang. spricht für Telegramm


  • @Eric Ferrari-Herrmann,

    mal ne Frage... Gehst Du blind durch die Welt? Diese Frage ist rhetorisch gemeint.
    "Telegram" ist keine Alternative zu WhatsApp! ! ! Bei dieser Aussage von Dir da sträuben sich einem ja die Nackenhaare.

    Es ist doch bekannt das "Telegram" nicht Sicher ist genauso wie WhatsApp! ! !
    Liest Du nicht die vielen Kommentare die genau das Gegenteil beweisen? ? ?
    Als Beispiel möchte ich da mal @Aries anführen. Noch genauer kann man das nicht auf den Punkt bringen. Außerdem ist dies ja kein Neues Thema. Auch in anderen Foren ist dies ausführlich beschrieben.

    Wer solche Artikel verfasst dürfte eigentlich nicht mehr für AndroidPit schreiben, weil es einfach eine Lüge ist so etwas im Netz zu veröffentlichen.

    Eine Sehr Gute Alternative wäre, Threema und Signal! ! !


    • Dennoch möchte ich meinen Arsch verwetten das Facebook via Whatsapp mehr Daten ergreift und vorallem auswertet als Telegramm.

      Immerhin ist Telegramm doch eine Stiftung die für weltweit freien Nachrichten verkehr abseitz von regierungen steht und das ist bei Whats app wohl kaum der Fall.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Seit wann ist Telegram eine Stiftung? Und woher möchtest Du wissen, dass Telegramm nicht Deine Metadaten mit Telefonnummer z.B. an Banken und Versicherungen verkauft? Bissl wirr Deine Aussagen...


      • Aries vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Pass besser auf Deinen Arsch auf! :D Die Fakten sprechen für etwas anderes.

        WhatsApp sammelt Telefonbuchdaten und gibt sie Facebook. Aber wo lassen sich wohl mehr Daten sammeln? Auf einem System, deren private Schlüssel nur auf den Endgeräten liegen oder auf einem System, bei dem der Betreiber die Schlüssel auf irgendwelchen, von ihm selbst betriebenen Servern speichert?


      • Hatte das mal so in Erfahrung gebracht das Telegramm dafür steht, steht zumindest bei Wilepedia und anderen Seiten.

        Nein das kann ich nicht wissen aber bei Whats app alias Facebool weiß ich das man aufs extremste durchleuchtet wird. Auch arbeitet whats app mit regierungen zusammen, telegramm offiziell zumindest nicht.


      • Was hat das Daten sammeln mit der Verschlüssellung zu tun?

        Das meiste wird doch über berechtigungen vom Handy ausgewertet, weniger die Nachrichten selbst. Und es ist ja nicht nur die telefonbuch berechtigung.

        Telegramm kann ich auf meinem Handy auch im Browser benutzen und das ohne eine App mit Berechtigungen woe standort u.s.w also wenn das mal kein Vorteil ist.


  • Man könnte wirklich meinen, dass die Artikelschreiber bock drauf haben, ständig alte Diskussionen aufzuwärmen.. Fehlt euch echt so dringend der Content? Bei den alten Kommentaren habt ihr anscheinend gemerkt, dass es mehr als negativ ankam, also schnell noch eine Umfrage zum Thema Datenschutz ergänzt und schon ist man raus.

    Uwe


  • Was für ein Zufall. Gerade gestern erhielt ich die automatische Nachricht, dass mein Telegram Konto in einer Woche wegen 6monatiger Nicht-Benutzung gelöscht werden wird. Und das, obwohl ich ca. 20 Kontakte darin habe. Keiner meiner Bekannten schreibt darüber, die Kommunikation via WA dagegen kann ich gar nicht mehr zählen, Anzahl der Kontakte ist locker das 3-4fache ggü. Telegram. Achja, Threema und Signal habe ich damals zusammen mit Telegram ebenfalls installiert - Kommunikation über diese Messenger (abzüglich der ersten "Guck mal an, Du bist ja auch hier" Nachrichten): 0,0

    Es setzt sich nun mal nicht immer das Bessere durch sondern das mit der größten Marktdurchdringung (VHS-Kassetten, MS Word, MS Windows usw.) und ab einem bestimmten Punkt lässt sich das auch kaum noch ändern - "too big to fail". Und ich werde meine kostbare Zeit sicher nicht damit verschwenden, andere zu einem bestimmten Produkt zu missionieren.


  • Ich liebe Telegram, im Gegensatz zu WhatsDreck. Ich habe z.b noch nie was von Kettenbriefen bei Telegram gehört/gelesen. Telegram mag unsicher sein, das war und ist WhatsDreck schon immer gewesen. Man kann ja noch nicht mal eine Nachricht bearbeiten, noch altbackener geht's schon nicht mehr. Ich hoffe WhatsDreck verschwindet bald aus dem Play Store, vielleicht kann Trump da ja was machen.


  • Aries vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Kopf -> Tisch!

    Mit dem Wechsel von WhatsApp zu Telegram kommt man vom Regen in die Traufe! Telegram ist unsicherer als WhatsApp und das Konzept untermauert in keinster Weise die Aussage, Telegram würde die Daten der Nutzer nicht zu Geld machen.

    Ein Konzept, das keine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Nachrichten und Dateien vorsieht, ist in sich unsicher.

    Die Verschlüsselung auf den Telegram-Servern ist eine Farce, auch wenn Schlüssel und Dateien tatsächlich auf unterschiedlichen Servern, in unterschiedlichen Ländern liegen sollten. Letztlich ist beides unter Kontrolle von Telegram. Das ist bei WhatsApp, Threema und Signal nachweislich anders.

    Solange die Server alle unter Kontrolle eines einzigen Unternehmens stehen, ist Dezentralität (also Verteilung auf die ganze Welt) Augenwischerei. Ohne Föderalität, kann man das vergessen.

    Entweder haben die Durov-Brüder keine Ahnung von Kryptographie oder es steckt etwas ganz anderes hinter Telegram. Letzteres würde mich nicht wundern, weil ich ihnen soviel Inkompetenz eigentlich nicht zutraue. Mich würde nicht wundern, wenn eines Tages für Telegram etwas ähnliches bekannt wird, wie für die Crypto AG.


  • Ich nutze oft noch eine App, die sich Short Messenger Service nennt. Da braucht man kein Datenvolumen, kann selbst im Edge noch Nachrichten versenden, der Gegenüber hat überhaupt nicht den Drang mir komische Videos oder lustige Facebookbildchen zu senden. Das Gespräch und der Infogehalt beschränkt sich auf das Wesentliche, einfach geilo! Und: die meisten haben es als Flat im Vertrag...


    • "... der Gegenüber hat überhaupt nicht den Drang mir komische Videos oder lustige Facebookbildchen zu senden."

      Meist hat der aber auch nicht den Drang überhaupt so zu kommunizieren.


  • Ich bleibe bei meinem Facebook Messenger, ist aktuell für mich der beste Spamfilter - keine nervigen Nachrichten oder Videos


    • C. F.
      • Blogger
      vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      "Datenschutz beim Facebook-Messenger

      Im App-Test von Stiftung Warentest belegte der Facebook-Messenger den letzten Platz. Grund dafür ist der schlechte Datenschutz, so die Experten.
      Da bei Facebook Klarnamen-Pflicht besteht, ist anonymes Chatten nicht möglich. Auch die Lesebestätigung lässt sich nicht ausschalten.
      Jeder Nachricht kann der Aufenthaltsort beigefügt werden. Vielen Nutzern ist aber nicht bekannt, dass dies automatisch passiert, wenn es nicht zuvor deaktiviert wurde. Um die Ortung auszuschalten, finden Sie bei uns eine Anleitung.
      Der Facebook-Messenger benötigt genau wie WhatsApp sehr viele Berechtigungen, die nicht alle notwendig sind. Darunter befinden sich auch Rechte, die aus Datenschutz-Sicht bedenklich sind.
      Es gibt beim Facebook-Messenger keine Ende-zu-Ende-Ver­schlüsselung, sodass die Chats abgefangen und mitgelesen werden können. Seit einigen Jahren werden alle Nachrichten automatisch von einer Software auf Schlüsselwörter gescannt, so Facebooks Sicherheits-Chef Joe Sullivan. Dies diene aber nur dazu, um Straftaten zu verhindern. Wie aus den Snowden-Enthüllungen hervorgeht, verwenden auch Geheimdienste Software wie XKeyscore, um Facebook-Chats auszulesen."

      Wow.

      Quelle: https://www.connect.de/ratgeber/whatsapp-facebook-messenger-sicherheit-verschluesselung-3197444-7430.html

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