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Casa Casi 79: Macht uns künstliche Intelligenz arbeitslos?

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Heute geht es ans Eingemachte, denn Fabi, Palle und Casi beschäftigen sich wieder einmal mit der künstlichen Intelligenz. Speziell richtet sich der Blick im NextPit-Podcast heute auf den Hype um das KI-Tool ChatGPT. Nimmt uns diese textbasierte künstliche Intelligenz schon bald unsere Jobs weg? 

Wir von der schreibenden Zunft kämpfen einen langen, mühsamen, aber auch interessanten Kampf. Wir müssen uns mit dem, was wir jeden Tag tun, gegen eine riesige Konkurrenz durchsetzen. Außer uns gibt es viele tolle Kolleg:innen, die die gleichen Themen beackern wie wir. Zudem gibt es aber auch viel Schrott, der lediglich für Google optimiert wird. Es gibt aber auch immer mehr Texte, die einfach auf Knopfdruck generiert werden: Texte, die auf Basis einer KI erstellt werden. 

Waren die Einstiegshürden zum Erstellen KI-basierter Texte noch bis vor kurzem einigermaßen hoch, brechen seit dem Start von ChatGPT alle Dämme. Grund genug, dass wir uns in der Casa Casi heute mit der Frage beschäftigen, ob unsere Jobs ernsthaft gefährdet sind. 

Entwarnung! ... also vorläufig!

ChatGPT heißt also das KI-Schwein, welches wir alle gerade durch sämtliche Dörfer des Internets treiben. Und wisst Ihr was? Dieser Hype ist sowas von gerechtfertigt! Über die unfassbaren Möglichkeiten sprechen wir ja auch im Podcast. Denn Texte-Erstellen ist auf einmal so einfach wie Googeln. Ihr braucht lediglich einen OpenAI-Account und könnt dann das Tool kostenlos nutzen (Link unten in den Show Notes). 

Was macht Ihr mit ChatGPT? Es funktioniert so ähnlich wie bei den KI-gestützten Bildgeneratioren wie Stable Diffusion: Ihr gebt einfach ein Prompt ein, also eine Beschreibung dessen, was die KI erstellen soll. Ich hab echt schon eine Menge ausprobiert: Liebesgedichte, HTML-Code, Pro- und Contra-Listen, Vergleichstabellen, Essays und vieles mehr. Palle hat sogar ein Textadventure erstellen lassen! 

Aber wir hatten ja eine Fragestellung, mit der wir heute in die Folge gegangen sind. Müssen wir alle zittern, weil jetzt jeder Ochse einfach sowas wie "Schreib einen Artikel zur Vorstellung des iPhone Galaxy 33 Ultra Fold" ins Chat-Tool stümpern kann? Spoiler: Nope, müsst Ihr nicht! Aktuell ist das Tool noch recht fehleranfällig, schreibt auch schon mal komplett unlogischen Mist oder wiederholt mit erstaunlicher Redundanz bestimmte Fakten. 

Was mit KI aktuell möglich ist, seht Ihr beispielsweise im folgenden Clip des Innovation-Hacking-Teams um Martin Förtsch, mit dem wir ja kürzlich erst über KI sprachen:

Aber sicher vor dem Gang zur Jobagentur sind erst einmal lediglich diejenigen, die wirklich guten, kreativen Content erstellen. Diejenigen hingegen, die eher generische Texte schreiben – beispielsweise Sportergebnis-Dienste, Börsenberichte und vor allem diese ganzen 2-Cent-pro-Wort-Content-Klitschen dürften ernste Probleme ins Haus stehen. Nicht heute, aber schneller, als ihnen lieb sein kann. 

Gut für Euch: Content-Ersteller wie NextPit werden künftig einfach noch mehr auf Qualität und Kreativität setzen – und das wollen wir natürlich ebenso wie Ihr. Kein Wunder also, dass unser vorläufiges Fazit lautet: Puh, Glück gehabt – unsere Jobs sind erstmal sicher!

Casa Casi 79: Show Notes

Wir wollen Euer Feedback! Ihr könnt Euch auf WhatsApp, Signal und Threema mit Sprachnachrichten (und natürlich auch Textkommentaren) beteiligen. Wir freuen uns auf Eure Reaktionen, auf Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge und natürlich auch auf spannende Themenvorschläge. Hier ist unsere Telefonnummer und unsere Threema-ID für Euer Feedback:

  • Telefonnummer: +49 160 98090008
  • Threema-ID: EB6YBNSE
  • MeTacheles – Ist die ChatGPT AI der ultimative Google-Killer?
  • Casa Casi 76 – Fake mich, aber deep!
  • ChatGPT – hier findet Ihr das Chat-Tool von OpenAI
  • Innovation Hacking – Video mit einer Powerpoint-Präsentation, erstellt mit ChatGPT und Stable Diffusion
  • heise.de – Alles Wichtige zu ChatGPT inklusive coolem Video vom sehr geschätzten Jan-Keno Janssen
Carsten Drees

Carsten Drees

Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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8 Kommentare

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  • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Diese Frage beschäftigt uns doch schon seit den 80ern als die ersten Roboter kamen und wir sind 40 Jahre danach soweit, dass wir mit die wenigsten Arbeitslosen verzeichnen lt. AfA.


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Man vertut sich, wenn man argumentiert, dass irgendwas passiert oder nicht passiert, weil es früher auch schon immer so war. Eine Frage ist zum Beispiel, welche Jobs denn entstehen, wenn andere wegfallen. Wenn ich nicht mehr als Journalist benötigt werde, was mache ich dann stattdessen? Findet sich was adäquates? Ich möchte ja dann schließlich weder eine dumme Arbeit machen, nur damit ich irgendwas habe, noch möchte ich etwas aufgebrummt bekommen, was mich intellektuell überfordert.

      Generell glaube ich ja, dass wir eh ein neues System benötigen, weil künftig weniger Lohnarbeit anfällt. Es wird also normal, dass wir weniger arbeiten als heute noch – spannend wird dann die Frage, wie wir das alles bezahlen werden. Die Jobs, die Maschinen und künstliche Intelligenzen übernehmen können, werden dabei in keinem Verhältnis stehen zu dem, was wir uns in den Achtzigern ausgemalt haben.


      • C. F.
        • Admin
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        "Findet sich was adäquates? Ich möchte ja dann schließlich weder eine dumme Arbeit machen, nur damit ich irgendwas habe, noch möchte ich etwas aufgebrummt bekommen, was mich intellektuell überfordert. "

        Beim Discounter Regale einräumen. Ist keine dumme Arbeit und überfordert einen intellektuell auch nicht.


  • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Meinen Job kann keine KI übernehmen. Wäre auch unsinnig.

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