Google Pixel Fold: Keiner hat mehr dran geglaubt – nun ist es offiziell

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© Google

Ähnlich wie die Google Pixel Watch wurde das erste Foldable aus Mountain View ebenfalls schon häufiger für tot erklärt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger und ab sofort als Google Pixel Fold auch ganz offiziell. Denn die Keynote zur heute eröffneten Google I/O 2023 Entwicklerkonferenz hatte neben dem Google Pixel 7a und dem Google Pixel Tablet (samt Lautsprecher-Dock) auch besagtes faltbares Android-Smartphone mit Preis und Verfügbarkeit präsentiert.

Google Pixel Fold ab sofort offiziell!

Google Pixel Fold
Google Pixel 7a, Google Pixel Tablet und ein Google Pixel Fold! / © Google

Hände hoch: Wer von Euch hat schon nicht mehr an ein Foldable von Google geglaubt? Und nun ist ab heute ganz offiziell das IPX8-zertifizierte Google Pixel Fold am Start. Selbstsicher kündigt Mountain View heute zum Start der Google I/O 2023 das "flachste faltbare Smartphone" an, was bei den Maßen von 139,7 x 158,7 x 5,8 mm, beziehungsweise zusammengeklappt 139,7 x 79,5 x 12,1 mm noch zu beweisen wäre. Das bis dato dünnste Foldable war das Xiaomi MIX Fold 2 (Test), welches es auf Maße von 5,4 mm offen und zusammengeklappt 11,2 mm bringt. Kennt Google etwa seine Konkurrenz nicht, oder nimmt man einfach nur gern den Mund ein wenig zu voll?

Hinter diesen Maßen und dem Gewicht von 283 g verbirgt sich "innen" ein 7,6 Zoll großes OLED-Display mit einer Auflösung von 2.208 x 1.840 px (380 ppi) mit einer maximalen Bildwiederholrate von 120 Hz. Bei der maximalen Helligkeit unter direktem Sonnenlicht spricht Google von einer maximalen Helligkeit von 1.450 Nits. In geschlossenen Räumen wären es dann immerhin noch 1.000 Nits.

Google Pixel Fold
Das erste faltbare Smartphone aus Mountain View heißt Google Pixel Fold und ist tatsächlich offiziell / © Google

Auch außen gibt man sich mit einem 5,8 Zoll großem OLED-Panel mit einer Auflösung von 2.092 x 1.080 px (408 ppi) alles andere als kleinlich. Geschützt wird hier via Corning Gorilla Glass Victus, ebenfalls bis zu 120 Bilder in der Sekunde. Außen wird es draußen mit 1.550 Nits und innen mit maximalen 1.200 Nits noch ein wenig heller.

Das Foldable wird vom Google Tensor G2 angetrieben

Unter der Haube – wie sollte es anders sein – übernimmt der Google Tensor G2 die anfallenden Prozesse in Kooperation mit 12 GB LPDDR5 RAM und wahlweise 256 oder 512 GB internen UFS-3.1-Programmspeicher. Wer auf den Google Tensor G3 gehofft hatte, der muss sich noch bis zum Herbst gedulden, wenn das Google Pixel 8 und Pixel 8 Pro eben jenen SoC (System on a Chip) einführen. Für die Sicherheit sorgt der Titan-M2-Coprozessor. Strom liefert ein 4.821 mAh (4.727 min.) starker Akku, der sich – Achtung, alle festhalten – mit 30 W rasch aufladen lässt. Nicht mal für Samsung-Verhältnisse ein Bestwert.

Kommen wir zu einer Disziplien, bei der Google aber regelmäßig mit Bestwerten überzeugt: beim Thema Kamera. Eine solche gibt es auch im Google Pixel Fold. Als rückseitige Hauptkamera kommt eine 48-MP-Quad-PD-Kamera mit optischer Bildstabilisierung (OIS) zum Einsatz. Dazu stoßen eine 10,8-MP-Ultraweitwinkel- und eine weitere 10,8-MP-Telefoto-Kamera mit einem 5-fachen verlustfreien und 20-fachen "Super Res"-Zoom. Dazu noch ein LDAF-, sowie ein Flicker-Sensor. Hört sich nicht nach viel an, aber Google hat bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass es kein MP-Geprotze nötig hat und einiges aus der Software rauskitzeln kann.

Google Pixel Fold
Im Hinblick auf Smartphone-Kameras macht Google niemand so schnell etwas vor! / © Google

Bevor ich es Euch unterschlage: zwei Frontkameras sind ebenfalls verbaut. Innen eine 8-MP- und außen eine 9,5-MP-Kamera. Beide mit einem Sichtfeld von 84 Grad. Ich erwähnte schon die Programmierfähigkeiten, welche auch bei Funktionen wie dem Magic Eraser, Photo Unlur, Real Tone, Face Unblur, Night Sight, Top Shot, Frequent Faces, Dual exposure controls und vielen weiteren Kamera-Funktionen zur Geltung kommen.

Es sind Stereo-Lautsprecher ebenso verbaut wie drei Mikrofone und ein USB-3.2-Anschluss. Farblich bietet man der potenziellen Kundschaft ab sofort in der Vorbestellung die Farben Obsidian und Porcelain ab 1.899 Euro. Ausgeliefert wird ab dem 20. Juni 2023. Was die Version mit den 512 GB Speicher kosten wird, müssen wir Euch noch nachreichen.

Google Pixel Fold
Ein echter Schnapper wird auch das Google Pixel Fold nicht. / © Google

Und? Wer bestellt sich instant ein Google Pixel Fold? Sollte tatsächlich jemand "Ja" brüllen, dann hätte ich aber auch gern den Grund in den Kommentaren gelesen!

Zu den Kommentaren (6)
Matthias "MaTT" Zellmer

Matthias "MaTT" Zellmer
Senior Editor

Mit dem Palm groß geworden und mit Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an Android OS bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (später GO2mobile), 2022 bei NextPit eine neue Heimat gefunden und freut sich nun auf Bestenlisten, News, Tests und Videos. Spezialagent für alles Kreative.

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6 Kommentare

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  • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Finde das Ding irgendwie ehrlich gesagt schwach und wieder mal nur etwas, was vor allem von der US-Techpresse ins unendliche gehyped wird, als wäre es DIE Revolution, weil Google drauf steht.
    Das Ding ist direkt von Tag 1 an nicht das dünnste Foldable, wie man bewirbt und der für die ach so tolle Dünne eingegangene Kompromiss mit der Hinge sorgt für die dicken Rahmen im inneren und die Tatsache, dass man das Teil nicht mal komplette 180° öffnen kann. Alles Dinge, wie alle anderen Hersteller besser hinbekommen und im Fall von Xiaomi sogar dünner.

    Dass man bei 5 Kameras auf 4 verschiedene Auflösungen setzt, halte ich zudem auch bestenfalls für fragwürdig...

    Alles in allem ziemlich Schwach für einen Preis, der mal eben mindestens 600€ über dem Straßenpreis eines Fold 4 liegt.


  • sunglas 77 vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Kann man das Gerät auch mit einem Stift bedienen?


  • Patrick Bateman vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Wird gekauft:)


  • Rennschnecke vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich weiß nicht, ich kann mich für die Foldables nicht wirklich begeistern. Vor allem bekomme ich für DEN Preis von der Konkurrenz schon ein iPAD Mini und zusätzlich das iPhone 14 Pro - und das soll was heißen!

    Wenigstens hat Google die Sinnhaftigkeit eines Foldables erkannt und das Gerät verhältnismäßig klein gehalten.


    • Stefan Möllenhoff
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Ja, den Preis finde ich auch echt krass. Wobei in den vergangenen Monaten gefühlt immer mehr Foldables in der freien Wildbahn unterwegs sind – ich seh aber vor allem Fold- und Flip-Geräte von Samsung. Aber gerade die Folds sind so teuer... puh.


      • Olaf vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Dann werde ich vermutlich als einer der Letzten mit "normalem" Smartphone sofort erkennbar sein, denn auch für mich haben Foldables derzeit noch das gewisse Nichts - mit Ausnahme der Preise, wie man hier wieder schön sehen kann. Dafür bekomme ich ja schon fast das neue VanMoof S4 - gut, mit dem kann ich zunächst nicht telefonieren und fotografieren, aber dafür kann ich auf dem Foldable auch nicht Rad fahren. 😉

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