Liebesbrief ans Oppo Find X3 Pro: Die vielseitigste Handykamera ever

Liebesbrief ans Oppo Find X3 Pro: Die vielseitigste Handykamera ever

Ich habe aktuell das Find X3 Pro im Einsatz und was Oppo dort für Kamera-Features bietet, löst in mir ein Gefühl aus, das ich lange nicht mehr gespürt habe. Mit kindlicher Freude bin ich erst mit dem Handy durch die Gegend gelaufen und habe anschließend diesen Liebesbrief formuliert. 

Liebes Oppo Find X3 Pro,

lange habe ich mit Argwohn auf diejenigen Menschen geblickt, die Liebesbekundungen zu Technik oder anderen Objekten verfassten. Ahnungslos habe ich sie als Objektophile oder verblendete Marken-Spinner abgetan und jetzt sieh mich an! Los, scanne mich mit deinen Megapixeln und cleveren Algorithmen! Von oben nach unten, von unten nach oben. Scann' mich HDRt! Denn das, mein liebes Find X3 Pro, kannst Du schließlich so richtig gut.

Nur knapp eine Woche kennen wir uns, doch haben wir schon viele Tage und Nächte zusammen verbracht. Mir geht es gut, seitdem wir uns kennen und aus diesem Grund möchte ich Dich in diesem sehr persönlichen (und ganz sicher nicht für alle Öffentlichkeit geschriebenen) Brief fragen, ob wir uns nicht exklusiv aneinander binden wollen. Lass mich dich überreden überzeugen!

Rot, Grün, Umbra – Du kennst sie alle

Der Autor dieses Textes flüstert leise, zärtlich hauchend, folgende Zeilen:

You can show me the world
Shining, shimmering splendid
Tell me, princess, now when did
You last let your heart decide?

Hach Find X3 Pro, diese Worte habe ich einem der wohl schönsten Lieder überhaupt entraubt. Es sind nicht meine eigenen, aber es passt so gut. Denn Du hast mir gezeigt, wie bunt die Welt doch eigentlich ist. 10-Bit ist nicht etwa die Beschreibung meines neuen Akkuschraubers, sondern die Farbtiefe, in die Du mich entführt hast. Genauer gesagt sind das 1.073.741.824 Farben, von denen ich höchstens eine Handvoll nennen könnte.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 40
Die Farben des Oppo Find X3 Pro sehen stark aus. Nicht nur auf dem Handybildschirm. / © NextPit

All diese Farben zeichnest Du präzise über deine beiden Sony IMX766-Sensoren auf und schickst sie auf den Weg entlang der 10 Bit Full-Path Colour Engine. Vom Sensor, durch den ISP des Snapdragon 888 bis hin zum 6,7 großen AMOLED-Display – behutsam achtest Du darauf, dass keines deiner Farbenkinder verloren geht. Nur bei der KI-Szenenoptimierung gehen manchmal die Pferde mit Dir durch. Haha, aber so bist du einfach, mein Schnuckel!

Oppo Find X3 Pro NextPit AI Mode
Auch wenn mir die Farben gut gefallen, die AI-Szenenoptimierung übersättigt mir die Farben zu sehr. / © NextPit

Mit ein bisschen Ausprobieren fasziniert es mich aber immer wieder, welche Farbtöne sich auf Deinem Bildschirm entdecken lassen. Es ist fast schade, dass mein Laptop und mein Monitor mir mit ihren 8 Bit nicht das zeigen können, was ich in Dir sehe. Du bist Deiner Zeit voraus! Vor allem, wenn man mit Windows versucht, Bilder im HEIC-Format zu verarbeiten.

Du zeigst mir Motive auf ganz neue Weise

Lange bin ich schon Hobby-Fotograf und eigentlich dachte ich, ich hätte alle Bereiche der Fotografie schon einmal ausprobiert. Makro, Astro, Architektur, Selfies ... kenne ich alles und irgendwann setzt man sich einfach in die bekannte Komfortzone und richtet sein Objektiv immer auf die selben Motive.

Aus dieser Komfortzone hast Du mich herausgerissen, indem Du mir ganz neue Möglichkeiten im Hosentaschenformat mitgegeben hast. Perfekt also, um das ganze einfach mit in die Stadt oder mit aufs Fahrrad zu nehmen. Laufe oder fahre ich auf ein Motiv zu, spüre ich schon von Weitem ein Kitzeln in der Tasche. Je mehr ich mich nähere, desto interessanter wirst Du dabei. 

Oppo Find X3 Pro NextPit diversity
All diese Aufnahmen sind mit demselben Handy entstanden – das ist schon ein starkes Stück. Die volle Auflösung gibt's übrigens in unserer Bildergalerie. / © NextPit

Wir sind ein gutes Team, denn wir schauen zusammen aufs grobe Ganze und auf die kleinsten Details. Wärst du ein Werkzeug, so wärst Du ein Universalschlüssel, der auf jede Mutter passt und der irgendwie auch noch mit Schrauben und Spiegeleiern fertig wird. In meinen vorigen Kamerahandy-Beziehungen war es nie so einfach. Dort gab es Grenzen, an die ich mich halten musste und die habe ich bei Dir noch nicht gesehen.

Sicher, auch Du wirst manchmal unscharf. Gerade beim Zoomen kannst Du nicht mit Samsungs Galaxy S21 Ultra mithalten, denn deine Telekamera schafft's nur Zweifach mit optischer Vergrößerung und legt dann einen Digitalzoom an. Dein Mikroskop löst auch nur mit drei Megapixeln auf aber das ist mir egal. Du rüttelst meine Kreativität aus dem Winterschlaf und das ist, was zählt! Und wenn ich gute Bilder will, kann ich auch auf Dich zählen.

Sony IMX766 sorgt für ein starkes Paar Hauptkameras

Du weist schon, was ich meine. Deine Hauptkameras – und ja, ich behaupte mit Fug und Recht, dass Du zwei Hauptkameras hast. Denn der maßgeschneidete Sony IMX766, den Papa Oppo (oder ist es Mama? Mappa?) eigens mit Sony entwickelt hat, kommt sowohl in Deiner Weitwinkelkamera als auch in Deiner Ultraweitwinkelkamera zum Einsatz. Das Ergebnis ist endlich ein gerades Qualitätsniveau, das ich mir schon bei so vielen Handys gewünscht habe.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 15
Aufnahmen im Ultraweitwinkel von Gebäuden sind nicht nur gerade genug, sie stehen den Aufnahmen der Hauptkamera in nichts nach. / © NextPit

Beim Google Pixel 4a 5G beispielsweise, das ich seinerzeit als Kamerahandy lobte, war es mir stets ein Dorn im Auge, auf die Ultraweitwinkelkamera umzuschalten. Die Qualität wurde schlechter und daher bin ich lieber ein paar Schritte zurückgegangen und dabei fast in die Flensburger Förde geplumpst. Darum muss ich mich bei Dir nicht mehr fürchten. Nicht nur, weil ich inzwischen in Berlin wohne.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 30
Auch mit recht schwierigen Lichtsituationen geht das Find X3 Pro im Ultraweitwinkel gut um. / © NextPit

Endlich gibt es Ultraweitwinkelkameras auch mit hoher Auflösung und einem Sichtfeld von 110 Grad. Damit ist der Blickwinkel nicht zu groß, wodurch Gebäude auch ohne millimetergenaue Ausrichtung gerade und gut aussehen können. Vor allem aber scheue ich mich nicht mehr davor, neue Perspektiven im Ultraweitwinkel zu entdecken, da ich befürchte, am Ende schlechterer Fotos zu bekommen. Find X3 Pro, Du erweiterst meinen Horizont.

Videos sind für dich nur LOGisch

Bevor ich mich bei Dir in diesem Brief mit Kusshand verabschiede: Möchtest Du mit mir gehen? Am 1. April veröffentlicht Oppo nämlich endlich die .cube-Dateien für deinen LOG-Modus und mit diesen möchte ich Dich gerne ausführen. Nur wir zwei, Candela-Light-Dinner und nachher vielleicht ins Kino, LOGensessel natürlich!

Vorher konnte mir Oppo deine Dateien leider nicht schicken und vielleicht fragst Du dich, wovon ich hier vielleicht schwafele. Find X3 Pro, ich kenne jeden Millimeter Deiner Software in und auswendig und dort habe ich einen kleinen Schalter mit "LOG-Label" gefunden. Darüber können wir zusammen Videos aufnehmen, auf die eine logarithmische Gammakurve angewendet wird. Theoretisch zeichnen wir also Videodateien auf, in denen wir die Grenzen deiner Sensoren voll und ganz ausnutzen können. Keine Angst, das tut auch gar nicht weh.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 32
Der Nachtmodus zaubert viele Details in superdunkle Bereiche. Die Grasbüschel konnte ich mit bloßem Auge nicht erkennen. / © NextPit

Die .cube-Dateien, von denen ich dir gerade schon erzählt habe, sind sogenannte LUTs. Diese Look-Up-Tabellen wandeln Deine logarithmische Gammakurve wieder in eine Standard-Gammakurve um. Da aber im ursprünglichen Videomaterial der gesamte Kontrastumfang Deines Sensors enthalten ist, haben wir bei der Nachbearbeitung vielleicht viel mehr Möglichkeiten.

Dafür müssen wir aber noch gucken, ob der Dynamikumfang Deines Sensors auch groß genug ist. Aber vertrau mir, wenn das nicht so ist, ist das für mich auch okay. Vielleicht können wir uns ja noch ein paar Hilfsmittel holen.

Doch zwei wie wir – Die können sich nie verlier'n!

Liebes Oppo Find X3 Pro, ich möchte meinen Brief mit diesen Worten des vielleicht größten Lyrikers der deutschen Geschichte beenden: Udo Lindenberg. Du schaffst es aktuell wie kein zweites Handy, mich auf der einen Seite mit kreativen Möglichkeiten herauszufordern und mich nach der zigsten Fototour daheim am PC nicht mit schlechten Ergebnissen zu enttäuschen. Im Nachgang habe ich die Bilder in Lightroom nur ein wenig begradigt. Mehr nicht, versprochen!

Hier findet Ihr alles, was Ihr über Smartphone-Kameras wissen müsst

Oft wird Smartphone-Fotografie belächelt und von "echten" Fotografen als Spielerei abgetan. Aber Fotografie ist kein Scanvogang, bei dem jedes Bild bis ins Detail scharf sein muss. Es geht darum, kreativ zu sein, die Möglichkeiten auszuschöpfen und kleine Kunstwerke zu schaffen. Fuck the Haters, Find X3 Pro! Mich hast Du mit kindlicher Freude durch die Wohnung gescheucht und mich auf Radtouren immer wieder anhalten lassen, da ich bestimmte Szenen unbedingt festhalten wollte.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 04
Obwohl die Telekamera nur eine 2-fache optische Vergrößerung bietet, können die Telefotos überzeugen. / © NextPit

Jede Kamera – ob superteures Profigerät oder Einsteiger-Smartphone – die es schafft, mich und andere Fotobegeisterte zu neuen Motiven zu Motiv-ieren, hat einen Platz in meinem Herzen verdient. Und mit Dir fühlte ich mich für ein paar Momente wieder wie damals, als ich als Jugendlicher neue Motive mit der VGA-Kamera meines ersten Sony-Ericsson-Kamerahandys entdeckte.

Hier gibt's alle Testfotos in hoher Auflösung (Externer Link zu Google Drive)

Damals wurde ich dafür ausgelacht, vom blöden Maxi im Chemieunterricht – heute begeistern Handyfotos Millionen von Menschen und ich darf darüber schreiben. Du begeistert mich und auch die nächste Generation an jungen Tech-Fans.

Danke dafür, Find X3 Pro!

Dieser Artikel ist ein Meinungsartikel und lässt kritische Elemente bewusst außen vor. Diese gibt's in wenigen Tagen in meinem ausführlichen Testbericht zum Find X3 Pro.

Neueste Artikel

Top-Kommentare der Community

  • Stefan Möllenhoff
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Da muss ich dir widersprechen. Ich finde, man darf grundsätzlich mal bei allem von Fotografie sprechen, was irgendwie ein Abbild der Realität macht – obs nun eine Lochkamera, ein Smartphone oder eine Mittelformatkamera ist. Klar hat jede Kamera Einschränkungen, anhand derer es den Einsatzzweck abzuwägen gilt; sei es nun, ob sie nun nur tagsüber brauchbare Ergebnisse liefert, unter Wasser funktioniert oder sich an eine führerscheinfreie Drohne montieren lässt – oder schlichtweg immer bequem mitzunehmen und sofort einsatzbereit ist.

    Eine andere Frage ist allerdings, ob man die aus zig Einzelnbildern zusammengehämmerten Ergebnisse moderner Computational-Photography-Algorithmen, die ggfls irgendwo nicht-existente Texturen und Details reinerfinden, noch als „Foto“ bezeichnen darf – nun weil das Ergebnis ja nicht mehr der Realität entspricht.

    Aber diese Frage ist ja noch älter als Smartphone-Kameras oder gar Photoshop: Wann ist ein Bild noch ein Foto? Und wann nicht mehr?

  • Meister Yoda vor 2 Wochen

    @Laazaruslong, ich fotografiere nur mit dem Smartphone. Aber nicht als Notbehelf sondern weil ich mittlerweile seit Jahren von der Qualität so überzeugt bin das eine sogenannte "richtige" Kamera mehr nach als Vorteile hat. Allein schon das man das Smartphone immer dabei hat und immer ein gutes Foto machen kann ist ein großer Vorteil.

  • Olaf vor 2 Wochen

    Laazaruslong: Kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich z. B. fotografiere seit Jahrzehnten und habe seinerzeit wie viele andere auch noch den Rollenfilm in die Kamera gefädelt. Als die ersten Digicams kamen, hieß es auch, dies sei keine Fotografie. Die Gegenwart zeichnet da ein gänzlich anderes Bild. Apropos: auch Pixelpeeping hat wenig bis gar nichts mit Fotografie zu tun. Es wird halt gerade bei Smartphones gerne am Monitor bis in die 1000%-Ansicht gezoomt, und dann auf den "Pixelbrei" verwiesen. Allerdings ist ein Foto ein Gesamtwerk, das von Motiv und eingefangener Atmosphäre lebt. Folgerichtig muss das jeweilige Bild auch als Ganzes betrachtet werden, und nicht nur gecropped. Ein Ferrari ist auch nicht nur deswegen eine "bella macchina", weil der rechte Außenspiegel so hübsch designed wurde. Höherpreisige Smartphones erzielen in den richtigen Händen Ergebnisse, die man sich durchaus an die Wand hängen kann. Und das nicht nur tagsüber, sondern mittlerweile auch bei schlechten Lichtbedingungen. Was man da mitunter binnen weniger Sekunden aus der Hand angeboten bekommt, verlangt bei MFT, APS-C, Vollformat und Co. ein Stativ, das richtige Objektiv und vor allem sehr viel mehr Zeit. Und dann ist da auch noch das stets bemühte, nichtsdestoweniger korrekte Motto: "Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat." Spätestens hier hat das Smartphone grundsätzlich die Nase vorn. Und so bin ich über den analogen Weg und die große digitale Knipse über die Systemkamera letztlich bei eben diesen höherpreisigen Smartphones gelandet - und nutze diese mittlerweile fast ausschließlich. Und ich gehe davon aus, dass sich reine Kameras weg vom Mainstream hin zur Nische für ambitionierte Hobby-Knipser und Profis mit der Bereitschaft, mehr Geld über den Tresen wandern zu lassen, entwickeln werden. Es bleibt also spannend, insofern man offen für Neues ist.

  • Alexvi vor 2 Wochen

    @Laazaruslong. Stimmst du mir bei folgenden Aussagen zu?
    Wer richtig schnell auf der Autobahn fahren will, muss sich einen Formel 1 Wagen kaufen. Porsche eignet sich gerade so fürn Weg zum Supermarkt.

    Wer die Uhrzeit wissen möchte, kauft sich auch eine echte Rolex oder Patek Philippe, denn die Swatch ist aus Plastik und nicht so präzise.

    Wer richtig joggen möchte, muss sich die Nike Vaporfly kaufen. Mit Deichmann Schuhen kann man gar nicht laufen.

    Ich finde, dass eine solche Argumentation immer Problematisch ist. Eine "richtige" Hasselblad für 100.000 Euro in den falschen Händen macht schlechtere Bilder, als ein Smartphone für 200 Euro in den richtigen. Und am Ende werden die Bilder, wie es Stefan sagt, mit Photoshop bearbeitet.

13 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Laazaruslong: Kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich z. B. fotografiere seit Jahrzehnten und habe seinerzeit wie viele andere auch noch den Rollenfilm in die Kamera gefädelt. Als die ersten Digicams kamen, hieß es auch, dies sei keine Fotografie. Die Gegenwart zeichnet da ein gänzlich anderes Bild. Apropos: auch Pixelpeeping hat wenig bis gar nichts mit Fotografie zu tun. Es wird halt gerade bei Smartphones gerne am Monitor bis in die 1000%-Ansicht gezoomt, und dann auf den "Pixelbrei" verwiesen. Allerdings ist ein Foto ein Gesamtwerk, das von Motiv und eingefangener Atmosphäre lebt. Folgerichtig muss das jeweilige Bild auch als Ganzes betrachtet werden, und nicht nur gecropped. Ein Ferrari ist auch nicht nur deswegen eine "bella macchina", weil der rechte Außenspiegel so hübsch designed wurde. Höherpreisige Smartphones erzielen in den richtigen Händen Ergebnisse, die man sich durchaus an die Wand hängen kann. Und das nicht nur tagsüber, sondern mittlerweile auch bei schlechten Lichtbedingungen. Was man da mitunter binnen weniger Sekunden aus der Hand angeboten bekommt, verlangt bei MFT, APS-C, Vollformat und Co. ein Stativ, das richtige Objektiv und vor allem sehr viel mehr Zeit. Und dann ist da auch noch das stets bemühte, nichtsdestoweniger korrekte Motto: "Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat." Spätestens hier hat das Smartphone grundsätzlich die Nase vorn. Und so bin ich über den analogen Weg und die große digitale Knipse über die Systemkamera letztlich bei eben diesen höherpreisigen Smartphones gelandet - und nutze diese mittlerweile fast ausschließlich. Und ich gehe davon aus, dass sich reine Kameras weg vom Mainstream hin zur Nische für ambitionierte Hobby-Knipser und Profis mit der Bereitschaft, mehr Geld über den Tresen wandern zu lassen, entwickeln werden. Es bleibt also spannend, insofern man offen für Neues ist.


  • @Laazaruslong. Stimmst du mir bei folgenden Aussagen zu?
    Wer richtig schnell auf der Autobahn fahren will, muss sich einen Formel 1 Wagen kaufen. Porsche eignet sich gerade so fürn Weg zum Supermarkt.

    Wer die Uhrzeit wissen möchte, kauft sich auch eine echte Rolex oder Patek Philippe, denn die Swatch ist aus Plastik und nicht so präzise.

    Wer richtig joggen möchte, muss sich die Nike Vaporfly kaufen. Mit Deichmann Schuhen kann man gar nicht laufen.

    Ich finde, dass eine solche Argumentation immer Problematisch ist. Eine "richtige" Hasselblad für 100.000 Euro in den falschen Händen macht schlechtere Bilder, als ein Smartphone für 200 Euro in den richtigen. Und am Ende werden die Bilder, wie es Stefan sagt, mit Photoshop bearbeitet.


    • Ich finde auch, jeder soll doch die Bilder machen, die ihm reichen. Wer großen Anspruch an die Ausführung hat, der muss halt eine hochwertige Kamera verwenden, wem es nur um den Inhalt oder die Stimmung geht, dem reicht ein Smartphone locker. Ist doch bei Musik nicht anders. Die kann auf einem billigen Lautsprecher genauso viel Spaß machen wie auf einer teuren Anlage. In Zeiten, in denen viele Kinofilme auf einem Smartphonedisplay gucken, sollte man da etwas toleranter sein ;)


      • 'In Zeiten, in denen viele Kinofilme auf einem Smartphonedisplay gucken' , ja, oder aufwaendige Spiele darauf zocken XD

        Smartphones sind gut in vielen Bereichen, aber perfekt in nichts.

        Das kann man aber auch nicht von einem Geraet verlangen, dass etwas groesser als nen Schokoriegel ist und dermassen viele Funktionen bietet.


  • Königlicher Preis über 1.000 €. wenn ich mich entscheiden sollte hätte für einen guten Kleinbild kamera + Samsung Galaxy A52 geholt


    • Und genau das möchten die meisten hier auf der Plattform eben nicht. Ein Gerät das alles kann, ein Ladegerät, eine Steckdose, eine volle Hosentasche.... Aber... selbst die Kamera des A52 reicht wahrscheinlich aus.


      • Wer das nicht möchte, darf dann aber auch nicht von Fotografie sprechen. Bei gutem Licht machen alle Handys ordentliche Bilder. Aber selbst da darf man nicht in die 100%-Ansicht gehen. Erst da zeigt sich die realistische Qualität. Und genau da sind die Minisensoren, wegen fehlender Telebrennweiten, noch weit hinterher. Auch deswegen habe ich das S20FE abgegeben.


      • Im übrigen ist eher zu vermuten, dass die meisten die Handykam als Notbehelf nehmen weil sich das einfacher finanzieren lässt.


      • Da muss ich dir widersprechen. Ich finde, man darf grundsätzlich mal bei allem von Fotografie sprechen, was irgendwie ein Abbild der Realität macht – obs nun eine Lochkamera, ein Smartphone oder eine Mittelformatkamera ist. Klar hat jede Kamera Einschränkungen, anhand derer es den Einsatzzweck abzuwägen gilt; sei es nun, ob sie nun nur tagsüber brauchbare Ergebnisse liefert, unter Wasser funktioniert oder sich an eine führerscheinfreie Drohne montieren lässt – oder schlichtweg immer bequem mitzunehmen und sofort einsatzbereit ist.

        Eine andere Frage ist allerdings, ob man die aus zig Einzelnbildern zusammengehämmerten Ergebnisse moderner Computational-Photography-Algorithmen, die ggfls irgendwo nicht-existente Texturen und Details reinerfinden, noch als „Foto“ bezeichnen darf – nun weil das Ergebnis ja nicht mehr der Realität entspricht.

        Aber diese Frage ist ja noch älter als Smartphone-Kameras oder gar Photoshop: Wann ist ein Bild noch ein Foto? Und wann nicht mehr?


      • @Laazaruslong, ich fotografiere nur mit dem Smartphone. Aber nicht als Notbehelf sondern weil ich mittlerweile seit Jahren von der Qualität so überzeugt bin das eine sogenannte "richtige" Kamera mehr nach als Vorteile hat. Allein schon das man das Smartphone immer dabei hat und immer ein gutes Foto machen kann ist ein großer Vorteil.


      • Das stimmt schon einige Zeit nicht mehr, wenn man von fehlenden Telebrennweiten bei vielen Smarties absieht. So überwältigend sehen die mit "richtigen Kameras" gefertigten Fotos sehr oft auch nicht aus. Im Gegenteil. Geht man in die 200% oder gar 400% Ansicht, so erschrickt man, wie gering der Unterschied ist. Teilweise ist beispielsweise die Hauptkamera des Pixel 5 einer "richtigen Kamera" überlegen, sogar tagsüber, wo die "Richtigen" ihre Vorteile haben.


      • Samsung ist nicht der Maßstab bei Smartphonekameras.


      • "die ggfls irgendwo nicht-existente Texturen und Details reinerfinden"

        So?
        Ist mir noch nicht aufgefallen.
        Wohl eher ein Märchen aus 10.000 und eine Mark vom Systemkamera-Forum, wo man Kameras nach Gewicht bewertet.

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!