Pros des Aquaris X

  • Schnellladefunktion
  • Pures Android
  • Kamera
  • Design
  • Flash für die Frontkamera

Contras des Aquaris X

  • Display könnte etwas heller sein
  • HDR-Modus zu langsam

Aquaris X: Preis und Verfügbarkeit

Das Aquaris X ist seit Anfang Mai für einen Preis von 270,90 Euro für die Version mit 32 GByte internen Speicher und 3 GByte RAM erhältlich. Das neue Smartphone gibt es in den Farben Mineral Black (schwarz) und Pearl Rose (weiß mit pinkem Rahmen).

Aquaris X: Design und Verarbeitung

Das Design des Aquaris X überrascht nicht, da es größtenteils die gleichen Merkmale aufweist, wie der Vorgänger. Die Verarbeitung ist aber spürbar besser geworden. Der Rahmen ist aus Metall und der Rücken aus Polycarbonat gefertigt. Das Display ist durch Dinorex Glas geschützt.

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Das BQ Aquaris X im mitgelieferten, dünnen Case. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die größten Unterschiede liegen in der feineren Zeichnung der Linien. Auf der Rückseite sind die Ränder abgerundet, was für eine angenehmere Handhabung sorgt. Auch auf der Front ist das Displayglas leicht abgerundet und erhält einen 2,5D-Effekt. So wirkt das Smartphone sehr elegant.

Wie immer haben wir auch bei diesem BQ-Smartphone die Android-typischen Bedienelemente unter dem Bildschirm, den Power-Button (wie der Rahmen aus Metall) auf der rechten Seite und den Lautsprecher am unteren Rand des Smartphones. Leider sind die kapazitiven Buttons nicht in einer Linie angeordnet. Zusätzlich sind sie nicht beleuchtet und weisen nur einen Spiegeleffekt auf, was in der Nacht zu Fehleingaben führen kann.

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Rechte Seite mit Power-Button. / © NextPit Bildquelle: NextPit
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Linke Seite mit dem SIM- und MicroSD-Schacht. / © NextPit Bildquelle: NextPit
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Auch USB-Typ-C ist an Bord. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Der Fingerabdrucksensor befindet sich mittig auf der Rückseite direkt über dem BQ-Logo und arbeitet sehr schnell. Ähnlich wie beim LG G6 ist der Rahmen so geformt, dass das Smartphone gut und sicher in der Hand liegt. Dadurch hat man beim Betätigen des Sensors auch nicht das Gefühl, dass das Smartphone gleich runterfällt. Die Kamera sitzt an ein und demselben Platz wie beim Aquaris X5, oben links.

Am oberen Rand befindet sich ein Mikrofon für die Geräuschunterdrückung und der 3,5-mm-Klinkenanschluss. Auf der linken Seite ist der Schlitten für die SIM- und MicroSD-Karte untergebracht. Wie im Bild ersichtlich, handelt es sich hierbei um einen Hybrid-Schlitten, der entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine MicroSD-Karte aufnehmen kann. Dual-SIM und Speichererweiterung gleichzeitig ist daher, wie häufig heutzutage, nicht möglich.

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Hybrid-Slot: Entweder Dual-SIM oder mehr Speicher. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Aquaris X: Display

Der Bildschirm des Aquaris X misst 5,2 Zoll in der Diagonalen. Es handelt sich dabei um ein IPS-LCD-Panel mit der sogenannten Quantum Color + Technologie. Er löst in Full HD auf und kommt auf eine hervorragende Pixeldichte von über 400 ppi. Der Bildschirm hinterlässt einen sehr guten Eindruck, wie viele Geräte mit dieser Display-Technologie. Die Blickwinkel wurden deutlich verbessert und sind nun sehr angenehm.

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Es fehlt ein bisschen Helligkeit in direkter Sonneneinstrahlung. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Hält man sich in Innenräumen auf, ist die Helligkeit des Bildschirms ausreichend und die minimale Helligkeitsstufe ist recht niedrig. Für abendliche Leseratten hält das Aquaris X auch den mit Android 7.0 Nougat eingeführten Blaulichtfilter parat, welcher blaue Töne herausfiltert. Auch draußen ist das Display meist gut abzulesen. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung fehlt dem Display etwas Leuchtkraft, es kann aber weiterhin bedient werden. 

Aquaris X: Software

Das Aquaris X ist direkt mit Android 7.1.1 Nougat ausgestattet, eine Version, die nicht mal das Galaxy S8 erreicht hat. Neben einer aktuellen Android-Version, findet man hier auch eine der saubersten Versionen vor. Der Launcher ist leider nicht der Pixel-Launcher, aber er sieht trotzdem gut aus. Er nennt sich passenderweise BQ-Launcher und hat auch die Wischgeste implementiert, mit der man den App-Drawer öffnen kann.

BQ geht den Kampf gegen die Fragmentierung bei Android an, zumindest bei seinen eigenen Smartphones. Alle Geräte sind mit einem Qualcomm-Prozessor ausgestattet, was dank der guten Versorgung von Treibern seitens Qualcomms für schnelle Updates sorgt. Die Tage der gecancelten Updates für BQ-Geräte mit MediaTek-Prozessoren gehören der Vergangenheit an. BQ verspricht mindestens ein Sicherheitsupdate alle drei Monate und natürlich ein schnelles Update auf Android O.

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Quick Actions für Icons, eine Funktion von Android Nougat. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wie von BQ gewohnt, werden beim Aquaris X nur sinnvolle Apps vorinstalliert, wie das FM-Radio und die bekannten Google-Apps. Die einzige wirkliches Bloatware, die ich finden konnte, ist die BQ Plus App, in der man einen erweiterten Versicherungsschutz erwerben kann. 

Aquaris X: Performance

Sowohl das Aquaris X als auch das Aquaris X Pro haben den selben Prozessor, ein Qualcomm Snapdragon 626 mit acht Kernen mit einer maximalen Taktfrequenz von 2,2 GHz und einer Adreno 506 GPU. Dazu gibt es 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Hauptspeicher, der dank MicroSD-Karte erweitert werden kann. Das System gönnt sich nicht mehr als 6 GByte Speicher, wodurch satte 24 GByte für Apps und andere Daten übrig bleiben.

Diese neue Prozessor-Generation wird im 14-nm-Verfahren gefertigt. Das bedeutet, dass der neue SoC Akkusparender arbeitet und sich nicht so sehr aufwärmt. Zusätzlich kann der neue 626 im Gegensatz zum 652 (verbaut im BQ Aquaris X5 Plus) seine maximale Leistungsfähigkeit länger bereitstellen. Der 652 hat zwar etwas mehr Power, wie man auch in den Benchmarks sehen kann, muss aber schneller wegen der entstehenden Hitze runterdrosseln.

BQ Aquaris X – Benchmarks

Device 3D Mark SS ES 3.1 3D Mark SS ES 3.0 3D Mark Ice SU ES 2.0 Geekbench 3 – single core Geekbench 3 – multicore PC Mark Work Performance PC Mark Storage Google Octane 2.0
BQ Aquaris X 465 845 17387 923 4531 5354 4404 5082
Moto G5 Plus 464 841 13833 838 4210 4878 6030 4824
BQ Aquaris X5 Plus 854 1330 17387 1409 4481 5965 2887 8521
Honor 8 900 1200 16190 1703 6174 5603 5552 2516
Samsung Galaxy A5 (2017) 812 1142 13355 772 4093 3968 3756 4539

In Sachen Grafik kann das Aquaris X nicht mit dem X5 Plus mithalten. Hier stehen sich eine Adreno 510 GPU und eine Adreno 506 gegenüber. Das ist zwar schade, liegt aber nicht an BQ, da Qualcomm immer auf diese Kombination aus CPU und GPU setzt.

Letztendlich kann die tägliche Performance überzeugen. Ich habe keine Probleme feststellen können und Multitasking ist auch kein Problem. Auch in Spielen läuft alles flüssig, die Grafikqualität wird allerdings stark heruntergefahren. In Need for Speed: No Limits zum Beispiel müssen wir uns leider von den Reflexionen am Auto verabschieden.

Aquaris X: Audio

Der Sound des verbauten Lautsprechers hat mich positiv überrascht. Ich habe mit einem zurückhaltenden und eher metallischen Sound gerechnet, aber das Gegenteil ist der Fall. Für ein Mittelklasse-Smartphone klingt er wirklich ausgewogen und klar. Auch über Kopfhörer klingt das Aquaris X richtig gut. Die Lautstärke ist angenehm und nicht zu laut. In der Verpackung liegen leider keine Kopfhörer bei.

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Links das kleine Mikrofon und daneben der Kopfhörer-Anschluss. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Bei Telefonaten kommt der Ton laut und klar beim Gegenüber an. Dank des zweiten Mikrofons für die Geräuschunterdrückung fallen die Umgebungsgeräusche sehr gering aus. Bei Video-Telefonaten sollte man stets in die Kamera gucken, dreht man sich weg, wird die Aufnahme der Stimme merkbar reduziert. 

Aquaris X: Kamera

Bei der Kamera geht BQ gewohnte Wege und setzt die gleiche Kamera wie im Aquaris X5 Plus ein. Die Ergebnisse gehen in Ordnung. Wir sprechen hier von einem Sony MX298 Sensor mit 16 Megapixeln, einer f/2.0 Blende und 1,12 µm/Pixel. Die Kamera des X5 Plus wurde hier weiter verfeinert und verbessert.

Für ein Smartphone mit diesem Preisschild ist die Bildqualität sehr gut. In schlechten Lichtverhältnissen nimmt sie mehr Details auf als die Kamera des Moto G5 Plus und auch RAW-Unterstützung ist mit an Bord, nicht so im Lenovo-Smartphone. Nachteilig ist das Rauschen bei dunklen Verhältnissen und eine etwas langsamere Kamera-App. Besonders langsam ist der HDR-Modus (im Vergleich zum G5 Plus oder Galaxy A5 2017), aber die Ergebnisse trösten darüber hinweg.

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Die gleiche Kamera wie im Aquaris X5 Plus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Sowohl im automatischen Modus als auch im manuellen Modus kann im RAW-Format gespeichert werden. 4K-Vidos stellen das Aquaris X nicht vor Probleme und das Abspeichern der Aufnahmen geht fix von der Hand, natürlich abhängig von der Größe der entstehenden Datei.

Als Frontkamera kommt ein Samsung S5K4H8YX Sensor mit 8 Megapixeln mit einer Öffnung von f/2,0 und 1,2 µm/Pixel zum Einsatz. Auch hier steht ein Blitz zur Verfügung und hilft sehr bei dem ein oder anderen Selfie. Hier können Videos in Full-HD-Auflösung aufgenommen werden.

Aquaris X: Akku

Der Akku ist etwas geschrumpft und verfügt nun über eine Kapazität von 3.100 mAh, unterstützt dafür aber Qualcomms Quick Charge 3.0. Dieses Extra bietet BQ zum ersten Mal an. Innerhalb von 30 Minuten kann so das Aquaris X auf 50% geladen werden, für 100% benötigt es 98 Minuten.

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Der Ladevorgang geht sehr schnell. / © NextPit Bildquelle: NextPit

In Sachen Akkulaufzeit gibt es keine großen Veränderungen im Vergleich zum X5 Plus. Zwar ist der Akku kleiner, dafür ist der Prozessor akkuschonender. 24 Stunden Laufzeit bei 6,5 Stunden Display-On-Zeit sind absolut möglich. Im PCMark Battery Test überlebt das Aquaris X satte 8 Stunden und 32 Minuten. 

Aquaris X: Technische Daten

Abschließendes Urteil

BQ setzt beim Aquaris X auf die gleiche Formel wie beim Aquaris X5 Plus mit einer modernen Software und ein paar kleineren Veränderungen bei der Hardware. Die Performance ist nicht mehr ganz so gut, was im Alltag aber nicht wirklich spürbar ist. Endlich haben wir auch Fast Charging in der Mittelklasse. Die Kamera ist die beste, die ich für diesen Preis bisher gesehen habe mit ein wenig mehr Details als die des Moto G5 Plus.

Das Preis/Leistungsverhältnis und die versprochenen schnellen Updates machen es zu einem besten Mittelklasse-Smartphones. Letztendlich ist wohl entscheidend, ob Euch das Design gefällt und ob Ihr über die etwas schwächere Grafik-Performance hinwegsehen könnt.