Um es vorwegzunehmen: Die Samsung Portable SSD T5 ist ein Gadget, von dem ich gar nicht wusste, wie sehr ich es brauche. Gerade im Zeitalter hochauflösender Videoinhalte ist die Platte durch die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten und den großen Speicherplatz geradezu ein Geschenk – leider nur im sprichwörtlichen Sinne. Mit bis zu 800 Euro auf 51 Gramm Gewicht marschiert Samsung schon fast in Goldpreis-Regionen.

Kompatibilität

Wer die SSD in Betracht zieht, sollte vor dem Kauf tunlichst seinen Geräte-Pool mit Samsungs Liste kompatibler Geräte abgleichen. Mit einem Huawei Mate 10 Pro, das es vermutlich schlicht aus Aktualitätsgründen noch nicht in die Liste geschafft hat, klappt die Verbindung im Test einwandfrei. Das OnePlus 5 dagegen konnten wir nicht zur Zusammenarbeit mit der SSD T5 überreden.

Design

Nachdem man sich vom Preisschock erholt hat, fällt an der Portable SSD T5 als erstes ihre Größe auf. Das Alu-Gehäuse ist etwas höher und schmaler als eine Kreditkarte. Mit einer Dicke von gut einem Zentimeter macht sich die Platte in der Hosen- oder Jackentasche kaum bemerkbar. Die sanft abgerundeten Ecken tragen ihr übriges dazu bei.

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Auf der Unterseite der SSD befindet sich ein USB-C-Anschluss. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Dank Metallgehäuse und Verzicht auf bewegliche Teile soll das 51 Gramm schwere Speichermedium Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe unbeschadet überstehen. Weil wir unser rund 400 Euro teures Testgerät wieder an Samsung zurückschicken, haben wir auf Drop Tests verzichtet.

Leistung

In den vergangenen Wochen ist die SSD kreuz und quer durch die Redaktion gegangen – und wurde immer mit der gleichen Reaktion zurückgegeben: „Sch###e, ist das Ding schnell“. Auch wenn ausführliche SSD-Benchmarks sicherlich eine Wissenschaft für sich sind, haben wir auch ein paar Tests mit quantifizierbareren Ergebnissen durchgeführt. 

Samsung selbst verspricht eine Höchstgeschwindigkeit von 540 MByte/s. Am 2015er MacBook Pro spuckt BlackMagics Disk Speed Test gemittelte Lese- und Schreibraten von 426,25 MByte/s respektive 411,65 MByte/s aus. Zumindest beim Schreiben ist die SSD T5 damit sogar rund sechs Prozent schneller als die in jenem MacBook Pro integrierte 256-GByte-SSD, wobei sich diese während des Tests zugegebenermaßen auch noch mit dem Betriebssystem herumschlagen musste. Beim Videoschnitt mit Adobes Premiere Pro gab es jedenfalls keinen merklichen Unterschied, auf welcher SSD das Rohmaterial gespeichert war.

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Im Lieferumfang sind zwei verschiedene Kabel enthalten – auf der einen Seite gibt es jeweils USB-C, auf der anderen Seite einmal USB-A 3.0 und einmal ebenfalls USB-C. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auf dem Huawei Mate 10 Pro kommen wir dagegen auf mittlere Lese- und Schreibraten von 177,7 MByte/s bezeihungsweise 171,23 MByte/s. Außerhalb des synthetischen Benchmarks geht es mal schneller und mal langsamer. Eine 2,18 GByte große Videodatei ist jedoch zuverlässig in weniger als einer Minute vom internen Speicher auf die SSD kopiert – so macht das Spaß.

Eine kleine Spaßbremse gibt es allerdings: Es dauert jedes Mal gut eine halbe Minute, bis das Smartphone die Platte erfolgreich gemountet hat.

App und Software

Schließlich bietet Samsung für die Portable SSD T5 auch noch eine Android-App sowie Mac- und Windows-Software an, mit deren Hilfe sich die Daten auf der Platte verschlüsseln lassen. Samsung setzt dabei auf eine Hardware-basierte 256-Bit-AES-Verschlüsselung – man sollte sich das gewählte Passwort also wirklich gut merken, möchte man die Daten nicht verlieren.

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Die App warnt den Nutzer: Vergisst man das Passwort, sind die Daten futsch. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Für das Hin- und Herschieben von Dateien bringt die App keine Werkzeuge mit – hierzu muss der Nutzer auf den File Manager seines Vertrauens zurückgreifen.

Fazit

Wer regelmäßig mit großen Datenmengen über unterschiedliche Systeme hinweg jongliert, kommt um diese Platte eigentlich gar nicht herrum. Die Portable SSD T5 ist kompakt, robust, sicher, schnell und einfach unglaublich praktisch.

Wäre da nur nicht der Preis – unser 1 TByte großes Testgerät kostet stolze 400 Euro. Mit der Speicherkapazität halbieren beziehungsweise verdoppeln sich auch die Anschaffungskosten: 500 GByte schlagen mit 200 Euro zu buche, für 2 TByte werden ganze 800 Steine fällig. 

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