Pros des Xiaomi 11T Pro

  • 100% Akku in max. 17 Minuten
  • Wunderschönes Display
  • Viel Leistung zum kleinen Preis
  • Interessante Video-Features

Contras des Xiaomi 11T Pro

  • Kameraqualität insgesamt unterdurchschnittlich
  • Ohne Micro-SD max. 256 GB trotz 8K-Video
  • Snapdragon 888 mit Hitzeproblemen
  • Echt groß und schwer
  • Keine IP-Zertifizierung

Kurzfazit zum Xiaomi 11T Pro

Wer hätte gedacht, dass Preis-Leistungs-Knaller mal irgendwann langweilig werden. Ja, es ist beeindruckend, welche Features das Datenblatt des 11T Pro aufweist. Quick-Charging mit 120 Watt, der zum Release schnellste verfügbare Android-Prozessor, eine Kamera mit 108 Megapixeln – und sogar der Vibrationsmotor ist klasse. Schallt der Knall, den diese Kampfansage zum Preis von 650 Euro hinterlassen hat, aber ab, bleibt eine unheimliche Stille zurück.

Xiaomi 11T Pro im Preis prüfen

Denn dem Xiaomi 11T Pro fehlt es an Charakter. Viele Eigenschaften des Handys sind sehr gut, beeindrucken im Alltag aber zu wenig. Die Bilder der Kamera sehen fad aus, im Benchmark überhitzt der superschnelle Prozessor, und insgesamt ist das Handy zu grobschlächtig und zu schwer. Für ein sogenanntes „Spec-Monster“ kann man das zwar in Kauf nehmen, vom Hocker reißt mich das aber nicht mehr. Lediglich das Quick-Charging mit 120 Watt ist ein Feature, das es im September 2021 nur hier gibt. Chapeau!

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Design & Display: Viele Superlative, auch bei den Maßen

Im Xiaomi 11T Pro findet Ihr ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit einer hohen Bildwiederholrate von 120 Hertz. Dazu gibt’s eine Sampling-Rate von 480 Hertz, eine hohe Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln, Unterstützung für HDR10+ und eine Bestnote bei den Display-Prüfern von Displaymate. Das große Display sorgt aber auch für Ausmaße von 164,1 x 76,9 x 8,8 Millimetern und ein Gewicht von 204 Gramm.

Hat mir gefallen:

  • Insgesamt ein echtes Premium-Display
  • Hohe Bildwiederholrate und Sampling-Rate
  • Geschützt durch Gorilla Glas Victus
  • Präziser Vibrationsmotor

Hat mir nicht gefallen:

  • Displayränder im Jahr 2021 zu dick …
  • … wodurch das Handy sehr groß ist
  • Glasrückseite wirkt eher wie Plastik

Xiaomi legt den Fokus bei den Geräten seiner T-Serie im Jahr 2021 voll und ganz auf die „Cinemagic“. Während wir später noch zu den Video-Features kommen, tritt das Kinofeeling schon beim Display auf. Das 6,67 Zoll große AMOLED-Display ist für den Konsum von Medien echt gewaltig. Das liegt unter anderem an der Größe, vor allem aber auch an der hohen Auflösung und an den hohen Wiederholraten bei Anzeige und Sampling.

NextPit Xiaomi 11T Pro front camera
Die Notch und die Ränder ums Display sind vergleichsweise dick. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die maximale Helligkeit liegt bei 1.000 nits, wobei ich davon nicht immer viel mitbekommen habe. Denn Xiaomi scheint das Display auch dann zu dimmen, wenn ich die automatische Steuerung der Helligkeit deaktiviere. Nichtsdestotrotz kann ich die Eindrücke von Displaymate bestätigen, die dem Display die Bestnote „A+“ gegeben haben.

Während mir das Display direkt nach dem Auspacken imponierte, gefällt mir das Gesamtkonzept des Handys leider weniger. Wie ich Euch im Hands-On bereits verraten habe, ist mir das Handy persönlich zu groß und zu schwer. Das ist subjektiv, ja – objektiv kann ich aber die dicken Displayränder und die Konzeption des Smartphones bemängeln. Die Rückseite ist zwar aus Glas gefertigt, sorgt mit einem recht hohlen Klopfton und der lahmen Struktur aber für Plastik-Feeling. In der Hosentasche wollte ich das Xiaomi 11T Pro zudem meist nur ungern transportieren.

Xiaomi 11T Pro Hosentasche NextPit 2
Aus der Hosentasche guckt das Xiaomi 11T Pro locker raus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Hier verschenkt Xiaomi echt Potenzial, sind doch die Stereo-Speaker und sogar der Vibrationsmotor sehr hochwertig. Zumal Xiaomi seinen Launch absichtlich fast zeitgleich mit Apple getimed hat. Qualitativ kann das 11T Pro es mit dem neuen iPhone 13 aber längst nicht aufnehmen.

Der Fokus auf ein prallgefülltes Datenblatt sorgt im Alltag für Höhen und Tiefen. Das wunderschöne Display lässt Euch immersiv in neue Welten eintauchen, währen die dicken Displayränder und die hohl wirkende Rückseite Euch zurück auf den Boden der Tatsachen holen. Pluspunkte auf der Ben-Skala gibt es aber bei den Dual-Speakern und beim Vibrationsmotor.

Leistung & Ausstattung: Snapdragon 888, du nervst!

Als Teil des Premium-Specsheets im Xiaomi 11T findet Ihr natürlich den Snapdragon 888. Damit profitiert Ihr von der Leistung des aktuell schnellsten Android-Prozessors. Xiaomi bekommt aber die Hitzeentwicklung des SoC kaum in den Griff. Zum Trost gibt’s bis zu 12 Gigabyte LPDDR5 RAM und maximal 256 Gigabyte UFS-3.1-Speicher, 5G, Wi-Fi 6 und NFC.

Hat mir gefallen:

  • Flüssige Systemperformance, vor allem mit halbierten Animationen
  • Schnelle Speicherstandards
  • Überschuss an Leistung sorgt für Zukunftssicherheit

Hat mir nicht gefallen:

  • Snapdragon 888 überhitzt mal wieder ordentlich
  • Maximal 256 GB Speicherplatz
  • Kein MicroSD-Steckplatz

Xiaomi positioniert das 11T Pro als Android-Flaggschiff und somit gehört ein Feature ins Datenblatt, wie das Amen in der Kirche: Der Qualcomm Snapdragon 888. Der zum Zeitpunkt des Release leistungsstärkste Android-Prozessor sorgt für eine schnelle Systemperformance und bringt genügend Kraftreserven mit, um die aktuellsten Mobile Games auf höchsten Grafikeinstellungen zu zocken.

NextPit Xiaomi 11T Pro display
Das Display macht mit seinen 120 Hertz bei Mobile Games echt Laune! / © NextPit Bildquelle: NextPit

Ladezeiten gibt es im vorinstallierten MIUI 12.5 quasi nicht, vor allem dann, wenn Ihr die nervigen Animationen in den Entwicklereinstellungen beschleunigt. Dank bis zu 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ist auch die parallele Nutzung mehrerer Apps durch Multitasking eine Wonne. In der Smartphone-Oberklasse hat sich ein Leistungsniveau etabliert, das sich wie ein Ferrari F40 in der Innenstadt verhält.

Wirklich ausfahren können wir die Specs des 11T Pro in Benchmark-Tests. Und da stoßen wir auf ein Problem, das sich durch Flaggschiff-Testberichte im Jahr 2021 wie ein verhängnisvoller roter Faden zieht.

Xiaomi sorgt sich so vor möglichen Hardware-Schäden durch Überhitzung und scheut sich so vor Thermal Throttling, dass es den Stresstest im Benchmark 3D Mark einfach abbricht. Selbst im Redaktions-Kühlschrank erscheint ein Dialog, dass einige Systemfunktionen aufgrund der drohenden Überhitzung abgeschaltet werden. Ein Problem, auf das Antoine bereits im Test des Xiaomi Mi 11 aufmerksam geworden ist.

Im Alltag wird diese Problematik wohl eher selten relevant. Szenarien, in denen bei mir Smartphones bisher überhitzten, sind längere 4K-Aufnahmen, gleichzeitige Navigation + Bildschirmaufnahme im Sygic-Test und das Zocken von Mobile Games im Sommer bei gleichzeitigem Aufladen. Dennoch zeigt der Benchmark-Test, dass Xiaomis Konzeption nicht ganz zur Leistung des Prozessors passt.

NextPit Xiaomi 11T Pro back
Die Hitze des SoC scheint der Rücken aus Glas nicht gut genug abzuleiten. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Ebenfalls widersprüchlich ist, dass Ihr das Xiaomi 11T Pro maximal mit 256 Gigabyte internem Speicher ausstatten könnt. Da Ihr diesen nicht durch eine Micro-SD-Karte erweitern könnt, ist bei Videoaufnahmen schnell Schluss mit „Cinemagic“. Denn Videoaufnahmen mit bis zu 8K fressen derart viel Speicher, dass man fast meinen könnte, dass Xiaomi den Fokus auf Videos nur aus Werbezwecken ansetzt.

Das Xiaomi 11T zeigt sich sowohl im Alltag als auch in Benchmark-Tests als sehr leistungsstarkes Android-Handy. Leider kommt es unter andauernder Volllast zu Überhitzungsproblemen, und für ein Smartphone mit Fokus auf Video gibt’s im 11T Pro überraschend wenig Speicherplatz. Denn maximal sind 256 Gigabyte drin, da Xiaomi den Micro-SD-Steckplatz weglässt.

Kamera: 108 Megapixel ≠ supergute Fotos

Auf der Rückseite des Xiaomi 11T Pro schlummert eine Triple-Kamera mit bis zu 108 Megapixeln. Zur Hauptkamera mit Weitwinkelobjektiv gesellen sich eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine Telemakro-Kamera mit 4 Megapixeln. Für Selfies steht Euch eine Kamera mit 16 Megapixeln zur Verfügung, die in eine Punch-Hole-Notch eingelassen ist.

Hat mir gefallen:

  • Interessante Videomodi
  • Makromodus überzeugt in der Praxis

Hat mir nicht gefallen:

  • Bildqualität insgesamt eher mittelmäßig
  • Keine Telelinse
  • Aufnahmen oft zu künstlich

Die Präsentation des Xiaomi 11T Pro stand ganz im Zeichen der Cinemagic! Das ist nicht nur ein Kofferwert aus „Cinema“ und „Magic“, sondern gleichzeitig ein Entgegenstemmen gegen Apple, die dem iPhone 13 (Pro) gleich mehrere neue Video-Features verpasst haben. Was bei Apple „Kino-Modus“ und ein High-End-Videocodec sind, sind bei Xiaomi einige Videofilter, auf die ich später eingehe.

NextPit Xiaomi 11T Pro camera
Die dritte Kamera ist ein Telemakro, das man im Alltag eher selten braucht. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Denn abgesehen von diesen Features ist das Kamera-Setup des 11T Pro recht „mittelklassisch“. Es gibt einen 108-Megapixel-Hauptsensor, der dank Pixel-Binning Bilder mit 12 Megapixeln ausgibt, und eine Ultraweitwinkelkamera. Die als „Telemakro“ beworbene Kamera ist dabei einzig allein für Makroaufnahmen zuständig, denn sie kann ferne Objekte nicht scharf stellen. Somit nimmt das Handy zwar Makros im Telebereich auf, für Zoom bei Standard-Aufnahmen nutzt das Handy aber die digitale Vergrößerung.

Hat mir gut gefallen

Kreative Gestaltungsmöglichkeiten

Wer gerne neue Perspektiven und Motive mit seinem Handy erkundet, für den ist die Kamera des 11T Pro richtig was. Denn die Mischung aus der umfangreichen Kamera-App einerseits und der spannenden Makrokamera andererseits, sorgt für viel Spaß beim Fotografieren.

Xiaomi baut viele Filter in seine Kamera-App ein und bietet sogar – wie in den Apps chinesischer Hersteller üblich – kostenlose Schönheitsoperationen an. Aber seht selbst:

Xiaomi 11t Beaty Filters
???????? / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auch wenn die Ergebnisse schon fast aus der Feder HR Gigers stammen könnten, weiß ich, dass viele Nutzer:innen die Gestaltungsmöglichkeiten in der Kamera-App schätzen. Zumal sich damit mit ein bisschen Feingefühl auch echt coole Bilder aufnehmen lassen.

Wie bereits erwähnt, liegt der Fokus aber auf den Videos. Also lasst uns da nochmal einen Blick drauf werfen. Auch als „Eyebleach“ für das gruselige Bild von eben!

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Coole Videomodi

Smartphone-Prozessoren haben inzwischen ordentlich Leistung, und ich habe den Eindruck, dass Hersteller in Video-Features einen neuen Benchmark gefunden haben. Apples Kino-Modus ist beeindruckend, und bei Xiaomi machen die Videomodi zumindest Spaß. Nachfolgend eingebunden findet Ihr ein paar Beispiele, die ich in den letzten Wochen aufgenommen habe.

Hat mir nicht gefallen

Bildqualität bei Fotos

Xiaomi 11t Zoom Filters
Der digitale Zoom sorgt für „okaye“ Aufnahmen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das 11T Pro ist kurz nach dem iPhone 13 erschienen. Dadurch muss Xiaomi sich dem Vergleich mit einem der besten Kamerasysteme in aktuellen Smartphones stellen. Und dieser Versuch ging meiner Meinung nach leider nach hinten los. Die Bilder des 11T Pro sehen künstlich aus, und es fehlt selbst bei Tageslicht an Schärfe. Ein Problem, das womöglich den winzigen Pixeln auf dem Hauptsensor geschuldet ist.

Xiaomi 11t HDR NextPit
Bilder mit dem Xiaomi 11T Pro sehen häufig sehr künstlich aus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wo andere Hersteller aber per Software noch so einiges rausholen – Beispiel ist hier Samsung mit dem Galaxy S21 Ultra – macht Xiaomi noch weitere Fehler. Der HDR-Modus ist derart aggressiv, dass es Bildern vollends an Dynamik fehlt. Hier wünschte ich mir zwischenzeitlich das Sony Xperia 1 III mit seinen natürlichen Bildern zurück. Und auch Nachts ist beim 11T Pro nicht viel zu machen. Die Bilder rauschen – und wo’s nicht rauscht, macht die Software die Details zum matschig.

Xiaomi 11t NightMode NextPit
Nachts sind Details häufig verwaschen, wenn Ihr mit dem Xiaomi 11T Pro aufnehmt. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Keine Telekamera

In der Werbung den Begriff „Telemakro“ zu verwenden, ist natürlich clever. Faktisch verfügt das Xiaomi 11T Pro aber nicht über eine Telekamera, die Ihr dazu nutzen könnt, um weit entfernte Objekte näher ranzuholen. Denn die Makrokamera aktiviert sich nur, wenn Ihr den dedizierten „Supermakromodus“ aktiviert. Und wenn Ihr mit diesem weit entfernte Motive fotografieren wollt, sieht das so aus:

Xiaomi 11t Macro Mode Filters
Das Telemakro könnt Ihr ausschließlich für Makroaufnahmen verwenden, da die Einstellgrenze für den Fokus nicht bis Unendlich reicht. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Schade, dass Xiaomi hier keinen Mittelweg ermöglicht, so wie es andere Hersteller tun. Dafür sehen die Makrofotos aber durchaus eindrucksvoll aus. Nur ist der Bedarf nach nahen Einstellgrenzen in der Praxis einfach viel seltener, als nach guten Bildern im Telebereich.

Insgesamt ist die Kamera des Xiaomi 11T Pro ernüchternd. Selbst bei Tageslicht wirken die Bilder zu künstlich, als Nachtsichtgerät bewährt sich das Handy am Ende des Tages (hehe) dann auch nicht. Zumindest Spaß machen die vielen Filter, Gestaltungsmöglichkeiten und Video-Features.

Akku: König des Quick-Chargings

Das 11T Pro bietet Quick-Charging mit 120 Watt! Damit bietet Xiaomi in Europa das Handy mit der schnellsten Ladetechnologie an. Den Akku mit seinen üppigen 5.000 Milliamperestunden ladet Ihr dabei in nur 17 Minuten vollständig wieder auf. In Kombination reicht das aus, um Eure Ladegewohnheiten komplett über den Haufen zu werfen.

Hat mir gefallen:

  • Wahnsinnig schnelles Quick-Charging
  • Ohnehin gute Laufzeiten dank 5.000 mAh

Hat mir nicht gefallen:

  • Kein kabelloses Laden
  • Riesiges Netzteil

Selten habe ich mit einem Test-Smartphone so häufig mit einem leeren Akku zu kämpfen gehabt, wie mit dem Xiaomi 11T Pro. Das liegt keineswegs an einer zu kurzen Akkulaufzeit, sondern dass ich mich selbst in ein Auflade-Delirium ge-quickcharged habe. Wie ein vollgekokster Clubgänger im Berliner Untergrund wusste ich nicht mehr, wann ich das letzte Mal geladen habe. War es gestern? War es vorgestern?

Das Aufladen des 11T Pro wird von einer regelmäßigen Handlung eher zu einer Bedarfshandlung, und das ist echt interessant. Das Aufladen wandelt vom Schlafengehen zum Müll herunterbringen – man macht es, wenn es eben nötig ist. Und das bedarf einer Umgewöhnung, auf die ich noch nicht ganz vorbereitet war. Nehmt Ihr Euch am Morgen 17 Minuten Zeit und startet mit einem vollen Akku in den Tag, hält die Batterie dann aber gut durch.

Xiaomi11T Pro Charger
Das Ladegerät des Xiaomi11T Pro (Rechts) ist sogar ein bisschen größer als das Netzteil meines Notebooks. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Was mir beim 11T Pro aber eindeutig fehlt, ist Wireless-Charging. Eine Funktion, die man bei einem Flaggschiff-Killer für fast 700 Euro auf jeden Fall erwarten könnte. Hier legt Xiaomi den Fokus zu sehr auf „Rekorde brechen“, was am Ende auf Kosten der Nutzer:innen geht.

Xiaomis Schnellladetechnologie ist nichts weniger als beeindruckend. Im Alltag würde das Handy dank 5.000 Milliamperestunden-Akku aber auch ohne das Gimmick bestehen können. Aus diesem Grund hätte ich mir lieber weniger Watt und mehr Unterstützung für Wireless-Charging gewünscht. Denn dieses könnt Ihr beim 11T Pro mit 0 Watt nutzen.

Lohnt sich der Kauf?

Nach fast zwei Wochen im Einsatz muss ich über das Xiaomi 11T Pro leider ein eher ernüchterndes Fazit ziehen. Denn immer weiter manifestierte sich der Eindruck, dass Xiaomi hier eher Rekorde brechen und Mitbewerbern eins auswischen wollte, als tatsächlich ein gutes Smartphone zu bauen. Es klingt hart, aber trotz Superlativen wie 108 Megapixeln, 120 Watt Quick-Charging und A+-Note für das Display gibt es im Alltag immer wieder Mängel.

NextPit Xiaomi 11T Pro camera test
Trotz sehr guter Specs gebe ich das Xiaomi 11T Pro nach dem Test recht gerne wieder her. / © NextPit Bildquelle: NextPit

So überzeugt die Kamera selbst bei Tageslicht nicht so wirklich und konzeptionell ist das Handy ungemütlich groß und schwer. Eine fehlende IP-Zertifizierung und die fehlende Unterstützung für Wireless-Charging vermisst man bei einem Handy für knapp 700 Euro ebenfalls schmerzlich. Zumindest ein Trostpflaster gibt es für diese Mängel: Mit der 11T-Serie kündigte Xiaomi einen verlängerten Update-Support an.

Das 11T Pro bekommt demnach vier Jahre lang Sicherheits-Updates, was in der Android-Welt echt cool ist. Ob der Akku so lange durchhält, wird wohl erst die Zeit zeigen. Denn auch wenn Quick-Charging in den ersten Jahren nicht schädlich für den Akku sein soll, gehen solche Prognosen eher von einer Nutzungsdauer von zwei Jahren aus. Ich wiederhole: Rekorde brechen kann schnell auf Kosten der Nutzer:innen gehen.

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