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Für Stromausfall vorbereiten: So ist Euer (Smart) Home Blackout-bereit

bluetti blackout stromausfall vorbereitung
© Bluetti

Das Thema "Stromausfälle" ist im Winter 2022/2023 omnipräsent. In Frankreich sind gebietsweise mehrstündige Abschaltungen zur Netzentlastung bereits angekündigt, und auch in Deutschland bereiten sich die Netzbetreiber zumindest darauf vor, notfalls den Strom stundenweise abzuschalten. Wir zeigen Euch, wie Ihr Euch und Euer smartes Zuhause darauf vorbereiten könnt und worauf Ihr achten solltet.

Die gute Nachricht zuerst: Wie Jens Langbecker, Chef der für die Netzsteuerung zuständigen Hauptwarte des Stromnetzbetreibers TransnetBW, gegenüber DIE ZEIT (Paywall) sagt, sei ein sogenannter unkontrollierter Blackout in Deutschland äußerst unwahrscheinlich. Sollten bei uns im Winter tatsächlich die Lichter ausgehen, dann werde es sich um kontrollierte Abschaltungen handeln, die nur "überschaubare Zeit" andauern und vor denen ausreichend Zeit bleibe, um die Bevölkerung über die Medien zu informieren.

Aber auch über wenige Stunden hinweg kann ein Stromausfall unangenehm oder sogar gefährlich sein. NextPit erklärt Euch, wie Ihr Euch und Euer Zuhause auf Stromausfälle vorbereitet.

Inhalt:

Stromverbrauch richtig kalkulieren

Um auf einen Stromausfall vorbereitet zu sein, müsst Ihr zunächst feststellen: Was muss und was möchte ich denn im Falle eines Falles weiterbetreiben? Welche Dinge sind lebensnotwendig, welche Dinge sind wichtig und was ist ersetzbar beziehungsweise verzichtbar?

Wir empfehlen Euch, eine Liste mit allen Dingen zu machen und die jeweilige maximale Leistungsaufnahme sowie den 24-Stunden-Verbrauch festzuhalten. Anschließend addiert Ihr alle Positionen und habt damit die maximale Leistungsaufnahme sowie den Energieverbrauch pro Zeit. Die nächste Überlegung lautet: Wie viele Stunden oder Tage möchte ich überbrücken? Ein mittelgroßer Kühlschrank der (neuen) Effizienzklasse A beispielsweise verbraucht etwa 250 Wh am Tag. Mit der Bluetti EB3A mit ihren 268 Wh kommt Ihr also etwa einen Tag lang hin – fürs Aquarium etwa ist dann allerdings kein Saft mehr übrig.

Wie eingangs geschrieben, sind längere Stromausfälle sehr unwahrscheinlich. Es müsse schon zu "großen Katastrophe wie einem gewaltigen Sturm oder einem Anschlag" kommen, damit das Netz unkontrolliert kollabiere, so Jens Langbecker gegenüber DIE ZEIT. 

Bluetti EB3A mit PV200-Solarpanel
Mit einem Solarpanel seid Ihr sogar dauerhaft unabhängig vom Stromnetz. / © NextPit

Der richtige Energiespeicher für den Notfall

Nachdem Ihr Euren Bedarf ermittelt habt, könnt Ihr passend dazu den richtigen Energiespeicher wählen. Hier gibt es insbesondere zwei wichtige Kennzahlen: Die Kapazität und die maximale Ausgangsleistung. Die maximale Ausgangsleistung gibt an, wie viel Energie die Powerstation in einem Moment zur Verfügung stellen kann. Die Kapazität besagt, wie lange Eure Geräte mit Energie versorgt werden können.

Wir haben für Euch an anderer Stelle einen ausführlichen Überblick mit allen Powerstations von Bluetti veröffentlicht, wo Ihr auf einen Blick sehen könnt, wie viel Ausgangsleistung und Kapazität Ihr für wie viel Geld bekommt. Auf jeden Fall solltet Ihr die maximale Ausgangsleistung nicht zu knapp kalkulieren, da zahlreiche Geräte beim Anlaufen Leistungsspitzen verursachen.

Habt Ihr bestimmte Geräte, die unbedingt unterbrechungsfrei funktionieren sollen, dann achtet bei der Powerstation darauf, dass sie einen Betrieb als USV unterstützt – also als unterbrechungsfreie Stromversorgung. Das bedeutet, dass Ihr sie zwischen das Stromnetz und den Verbraucher steckt, und die Powerstation im Falle eines Stromausfalls dann nahtlos die Energieversorgung übernimmt. Das ist beispielsweise bei Servern wichtig, wo bei einem Blackout ein Datenverlust droht.

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Mit einer Solaranlage auf dem Dach oder einem mobilen Balkonkraftwerk könnt Ihr außerdem auch beliebig lange autark sein – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und Eure Solarpanels liefern ausreichend Energie.

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Nachfolgend listen wir für Euch die wichtigsten Kategorien auf, die Ihr bei der Vorsorge für einen Stromausfall bedenken solltet. Haben wir etwas vergessen? Dann freuen wir uns auf Euer Feedback in den Kommentaren!

Lebensnotwendige Geräte bei Stromausfall

Während Ihr (vermutlich) für ein paar Stunden auf Netflix & Co. verzichten könnt, gibt es tatsächlich auch lebensnotwendige Geräte, bei denen ein Stromausfall schnell kritisch wird. An die folgenden Dinge solltet Ihr unbedingt denken bei der Vorbereitung auf einen Stromausfall.

Medizinische Geräte

Das wichtigste Zuerst: Habt Ihr medizinische Geräte zu Hause, die lebensnotwichtig sind und Strom brauchen? Das könnten beispielsweise ein Dialysegerät für Zuhause, ein Treppenlift oder ein Pflegebett sein. Prüft bei Eurem jeweiligen Gerät, wie viel Spitzenleistung dieses benötigt und welcher Energieverbrauch hier in 24 Stunden anfällt. 

Viele Treppenlifte beispielsweise haben einen integrierten Akku und funktionieren auch eine Zeit lang bei Stromausfall. In der Dokumentation des Herstellers findet Ihr mehr Informationen über die Laufzeit und den Energiebedarf. Beachtet außerdem unbedingt, dass gerade auch mechanische Geräte beim Anlaufen Leistungsspitzen verursachen können, die viele Powerstations überfordern können. Kalkuliert also lieber etwas zu großzügig mit der Spitzenleistung und testet Eure Powerstation unbedingt vor dem Ernstfall. 

Haus- oder Nutztiere

Neben den Menschen sind womöglich auch andere Hausbewohner auf Strom angewiesen. In Aquarien beispielsweise wird es je nach Fischen bereits nach ein bis zwei Stunden kritisch, wenn der Strom ausfällt und damit die Heizung und Umwälzpumpe. Auch für Reptilien im Terrarium wird es ungemütlich, wenn die Heizung ausgeht – oder für Hühner im Stall ohne Belüftung. Wenn es sich um komplexe Aufbauten mit vielen Einzelkomponenten handelt, hilft eine smarte WLAN-Steckdose mit Energiemonitor, um den Verbrauch zu ermitteln.

Bluetti EB55 Anschlüsse
Von USB-C bis zur 230-Volt-Steckdose: Die Bluetti EB55 hat so ziemlich alle Anschlüsse, die man sich wünschen kann. / © NextPit

Auch wichtig: Licht, Essen, Heizung & Co.

Kühlschrank und Eisfach

Die gute Nachricht zuerst: Insbesondere moderne Gefrier- und Kühlschränke sind so gut isoliert, dass auch mehrstündige Stromausfälle kein Problem darstellen. Je nach Isolierung bleibt die Temperatur in Gefrierschränken zwischen 5 und 24 Stunden im Minusbereich. Wenn es draußen sehr kalt ist, könnt Ihr Lebensmittel natürlich auch auf den Balkon auslagern. Einmal aufgetaute Lebensmittel lagert Ihr am besten so kühl wie möglich und bereitet sie innerhalb der nächsten 24 Stunden zu.

Auf der sicheren Seite seid Ihr natürlich, wenn Ihr Euren Kühlschrank über eine Powerstation mit Energie versorgt – das gilt insbesondere dann, wenn Ihr lebensnotwendige Medikamente wie Insulin im Kühlschrank lagert. Überprüft, wie viel Energie Euer Kühlschrank verbraucht, wie hoch die maximale Leistungsaufnahme des Kompressors ist und kalkuliert lieber etwas zu großzügig.

Kochen

Die einfachste Lösung zum Erhitzen von Wasser und Nahrung bei Stromausfall ist ein Camping-Kocher. Allerdings benötigt Ihr dafür entweder einen Balkon oder eine Terrasse, denn in geschlossenen Räumen könnt Ihr diese nicht betreiben. Ansonsten bieten sich Wasserkocher, Mikrowelle oder gar eine mobile Herdplatte an, um zu kochen. Hier liegt der Energieverbrauch typischerweise zwischen 500 und 2000 Watt, wobei es häufig beim Anlaufen Leistungsspitzen gibt, die zu knapp kalkulierte Powerstations überfordern.

Heizung

Wenn der Strom ausfällt, dann betrifft das in der Regel auch die Heizung. Nicht nur Wärmepumpen, sondern auch Gas- oder Ölheizungen benötigen Strom zum Betrieb. Auch wenn es durch die typischerweise feste Verdrahtung etwas komplizierter ist, könnt Ihr eine Gas- oder Ölheizung theoretisch auch mit einer Powerstation betreiben. Einzig ein Kamin läuft (in der Regel) komplett ohne externe Stromversorgung.

Ansonsten leisten übergangsweise auch Heizlüfter gute Dienste, um zumindest ein Zimmer zu erwärmen. Allerdings benötigt Ihr dafür auch eine Powerstation mit starkem Ausgang. Typische Heizlüfter kommen auf etwa 500 bis 2000 Watt. Das gleiche gilt für mobile Durchlauferhitzer, mit denen Ihr heißes Wasser zum Waschen erzeugen könnt.

Bluetti EB55 eingeschaltete Lampe
Das Licht in der Bluetti EB55 eignet sich nicht nur als Taschenlampe, sondern auch als Leselampe oder Tischbeleuchtung. / © NextPit

Licht 

Zu guter Letzt noch ein einfacher und genügsamer Punkt: Licht. Solange Ihr Eure Powerstation nicht direkt an den Stromkasten angeschlossen habt, wird die fest installierte Raumbeleuchtung bei Stromausfall nicht mehr funktionieren. Ihr könnt aber natürlich sämtliche Lampen in Eurem Haus an eine Powerstation anschließen und so die Räume erhellen.

Darüber hinaus bieten sich Taschenlampen (sehr mobil) und Camping-Laternen (schöneres Dauerlicht) an. Überlegt Euch, welche Art der Energieversorgung Euch hier lieber ist. Mit AA-Batterien seid Ihr sehr flexibel und könnt gegebenenfalls noch Batterien nachkaufen. Mit einem integrierten Akku und USB-Port dagegen könnt Ihr Eure Taschenlampe beziehungsweise Camping-Laterne auch an einer Powerstation aufladen.

Kommunikation

Im Vergleich zu einem Treppenlift oder einem Durchlauferhitzer benötigt Euer Smartphone erstmal vergleichsweise wenig – ist aber zumindest bei längeren Stromausfällen auch nicht unbedingt hilfreich. Die meisten Mobilfunkmasten verfügen über eine Notstromreserve für wenige Stunden. Geht diese zur Neige, ist auch Schluss mit dem Handyempfang. In diesem Fall ist ein Notfallradio mit UKW oder DAB+ sinnvoller, um Nachrichten hören zu können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft ein Radio mit Kurbelbetrieb, Solar oder extrem langer Akkulaufzeit.

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Für Stromausfälle im Smart Home vorsorgen

Neben den oben genannten Dingen gibt es im Winter 2022/2023 noch weitere Herausforderungen bei Stromausfällen. Schließlich wird unser Zuhause immer smarter und damit auch immer abhängiger von einer funktionierenden Versorgung mit Strom. Bei einem Stromausfall wird vermutlich auch die Internetverbindung ausfallen – selbst bei einer autarken Energieversorgung funktionieren dann Smart-Home-Geräte nicht mehr, die auf eine Cloud-Verbindung angewiesen sind.

Schließ- und Alarmanlagen

Habt Ihr zu Hause ein smartes Türschloss oder eine Alarmanlage verbaut? Dann solltet Ihr prüfen, was damit im Falle eines Blackouts passiert. Die allermeisten smarten Türschlösser haben eine Akku-Stromversorgung und Bluetooth – damit solltet Ihr auch bei Stromausfall noch in die Wohnung kommen. Ist das nicht der Fall, solltet Ihr unbedingt einen mechanischen Türschlüssel dabei haben. Stellt außerdem sicher, wie sich eine eventuelle Alarmanlage verhält, wenn der Strom ausfällt.

Licht, Sprachsteuerung & Co.

Wenn bei Euch zu Hause der Strom ausfällt, funktioniert Euer Smart Home zunächst nicht mehr. Den meisten kabellosen Systemen reicht allerdings WLAN aus – Eure Philips-Hue-Lampen beispielsweise könnt Ihr über das Smartphone auch ein- und ausschalten, wenn Ihr nur Euren Router mit Strom versorgt. Per Sprachassistent klappt's allerdings nicht, denn hier werden die Sprachinformationen in der Cloud ausgewertet. Einzige Ausnahme ist Siri, das zumindest teilweise auch lokal funktioniert.

Bluetti EP500
Die Bluetti EP500 speichert satte 5000 Wh und versorgt damit einen ganzen Haushalt stunden- bis tagelang mit Energie. / © Bluetti

Unterhaltung

Ob Fernseher, Spielekonsolen oder Mediaserver – wollt Ihr im Falle eines Stromausfalls nicht das Bücherregal entstauben, solltet Ihr auch hierauf ein paar Gedanken verschwenden. Für Fernseher müsst Ihr je nach Modell etwa 100 Watt rechnen, eine Playstation 5 verbraucht etwas das doppelte. Bedenkt zudem, dass Online-Spiele bei einem Stromausfall nicht mehr möglich sind. Ihr könnt Euch aber sicherheitshalber Eure Lieblingsserie aufs Tablet oder Smartphone herunterladen.

Weitere Vorbereitungen für einen Stromausfall

Wasserversorgung

Zugegeben, sofern Ihr keinen eigenen Brunnen betreibt, könnt Ihr Euch bei der Wasserversorgung nur eingeschränkt vorbereiten. Im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls ist zunächst noch Restdruck auf den Wasserleitungen, sodass Ihr noch Wasser bevorraten könnt, beispielsweise in der Badewanne oder in Kanistern. Wenig später dürften allerdings auch die Leitungen trocken bleiben. Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) findet Ihr dazu weitere Informationen.

Nahrungsmittel

Neben Brauchwasser zum Waschen empfiehlt das BBK auch, Essen und Trinken für zehn Tage zu bevorraten. Dabei solltet Ihr vor allem auf Nahrungsmittel setzen, die länger und idealerweise auch ohne Kühlung haltbar sowie einfach zuzubereiten sind. Beim Trinkwasser solltet Ihr pro Person mit zwei Litern pro Tag rechnen. Weitere Informationen findet Ihr auch hier auf der Webseite des BBK.

Medikamente

Ein Vorrat an häufig benötigten Medikamenten für 14 Tage – Apotheken können bei Stromausfall nicht mehr beliefert werden und auch die Ausgabe von Medikamenten auf Rezept ist ohne Computer nicht mehr möglich.

In einigen Ländern bietet Bluetti ein Smart Home Panel an, das Ihr zwischen Euren Stromkasten und Euer Haus beziehungsweise Wohnung schaltet. An das Smart Home Panel könnt Ihr dann kompatible Powerstations anschließen und diese direkt als unterbrechungsfreie Stromversorgung nutzen. 

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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation zwischen Bluetti und NextPit. Auf die redaktionelle Meinung von NextPit hat diese Kooperation keinen Einfluss.

Stefan Möllenhoff

Stefan Möllenhoff

Schreibt seit 2004 über Technik und brennt seither für Smartphones, Fotografie und AI. Treibt täglich Sport mit mindestens zwei Fitness-Trackern am Körper und ist überzeugt, dass man fast alles selber bauen kann, inklusive Photovoltaik-Anlage und Powerstation.

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12 Kommentare

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  • Dirk Schiebener vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Eine PV Anlage, sei es auf dem Dach oder als Balkonanlage, nützt bei einem Blackout der Netzversorgung genau 0,0. Die Anlagenwechselrichter sind zu 99% Netzgeführt zur Syncronisation, heißt kein Netz keine Solarversorgung.


    • dieCrisa vor 1 Monat Link zum Kommentar

      lmgtfy.app/?q=blackout+solaranlage&iie=1


  • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Bei Stromausfall nützt eine USV für Smart-Home nichts. Denn mehr als die Heizung schalten wäre bei Stromausfall nicht drin.

    Sollte tatsächlich der Strom abgeschaltet werden, steht das ganze Leben still. Züge z.B. fahren nicht oder nur eingeschränkt. Ob das unsere Regierung wirklich will?


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Das will sie natürlich nicht, vielleicht kann sie es aber nicht verhindern. Die Liste großflächiger Stromausfälle in hochentwickelten Staaten ist lang, und in keinem Fall wollte die Regierung das. Manchmal reichen dafür simple Ursachen, wie vereiste Stromleitungen.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stromausf%C3%A4lle

      Quelle: wikipedia.de


    • Stefan Möllenhoff
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Naja, Heizung schalten, Licht sowie ein paar unbedingt notwendige Dinge wie Aquariumpumpe aufrechterhalten ist ja schonmal besser als nichts. Und wenn das Stromnetz überlastet ist, dann ist eine kontrollierte Abschaltung einzelner Bereiche immer noch das kleinere Übel als ein unkontrollierter Kollaps. In Frankreich wird das schon ziemlich offen diskutiert, weil deren Stromnetz und vor allem die Atomkraftwerke so marode sind.


      • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Gezielte Teilabschaltungen sind zwar einerseits schon geplant, und damit auch gewollt, anderseits aber auch nicht, weil sie eine erforderliche Notmaßnahme sind, die als unvermeidlich angesehen wird, aber die man natürlich trotzdem lieber vermeiden würde. Solche gezielten Teilabschaltungen sind aber zeitlich begrenzt und werden wahrscheinlich auch angekündigt, so dass man entsprechend vorbereitet sein kann.


  • C. F.
    • Admin
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "Die einfachste Lösung zum Erhitzen von Wasser und Nahrung bei Stromausfall ist ein Camping-Kocher. Allerdings benötigt Ihr dafür entweder einen Balkon oder eine Terrasse, denn in geschlossenen Räumen könnt Ihr diese nicht betreiben."

    Warum darf ich dann aber mein Gaskochfeld in der Küche benutzen? Das zieht mehr Sauerstoff aus der Luft als ein kleiner Gascampingkocher.


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Da dürften Sicherheitsvorschriften eine Rolle spielen, die aber sind durchaus sinnvoll. Festinstallierte moderne Gaskochstellen haben eine Zündsicherung, die nicht nur bei fehlgeschlagener Zündung verhindert, dass größere Gasmengen ausströmen, sondern die Gaszufuhr auch stoppt, wenn die Flamme z.B. durch überkochende Flüssigkeit verlöscht. Das ist bei einfachen Campingkochern nicht unbedingt gewährleistet. Ein Erdgas-Luftgemisch in entsprechender Konzentration kann zu Vergiftungserscheinungen führen, aber bei Zündung auch zu einer Verpuffung mit verheerenden Folgen. Zur Zündung kann schon der Funke einer (altmodischen) Türklingel reichen.


      • Stefan Möllenhoff
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich hab eine Zeit lang in Chile gelebt, wo sehr viel mit Gas geheizt wurde, teilweise einfach mit selbstgebastelten Heizungen, die einfach offen Gas verbrannt haben. Wegen der unsauberen Verbrennung hat man in der Zeitung regelmäßig über Tote wegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen gelesen. Ich kann mir vorstellen, dass Campingkocher auch nicht die gleichen Anforderungen an eine saubere Verbrennung erfüllen wie ein Gasherd in der Küche. Bei meinem geliebten Gas-Pizzaofen rät der Hersteller z. B. auch dringend davon ab, den in geschlossenen Räumen zu verwenden.


  • paganini vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Glaube da macht ein Dieselgenerator mehr Sinn. Wenn das Ding leer ist. Damit kann man notfalls auch noch seine Powerbank aufladen ;-)


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Der darf halt auch nicht überall verwendet werden, und macht gehörig Radau.


      • Stefan Möllenhoff
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Dann ab in den Stadtpark mit Powerstation und Generator ;)

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