Xiaomi Mi Band 5 vs. Mi Band 6: Lohnt sich das Upgrade?

Xiaomi Mi Band 5 vs. Mi Band 6: Lohnt sich das Upgrade?

Das Xiaomi Mi Band 5 war der beste günstige Fitnesstracker – bis das Mi Band 6 herauskam. Aber ist es so viel besser, dass sich für Besitzer der fünften Generation der Wechsel aufdrängt? Das klären wir im Vergleich der beiden Fitness-Tracker!

Xiaomi hat sich bei den Fitnesstrackern eine große Fanbase erarbeitet und das ist völlig nachvollziehbar. Schließlich werden beim Mi Band alle essentiellen Ansprüche an ein solches Fitness-Wearable erfüllt und Ihr bekommt die Teile für wenig Geld. In diesem Beitrag wollen wir herausarbeiten, wie sich das letztjährige Mi Band 5 im Vergleich zum aktuellen Mi Band 6 schlägt.

Eins vorab: Vieles ist funktionell und auch im Design ähnlich oder gar identisch geblieben, dennoch beherrscht das Mi Band 6 den ein oder anderen Trick mehr als der Vorgänger. Also lasst uns jetzt weniger über Gemeinsamkeiten, sondern eher über die Unterschiede reden. Vorher möchte ich Euch jedoch auf unsere ausführlichen Testberichte verweisen, in denen ich mir die beiden Modelle jeweils einzeln vorgeknöpft habe.

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Design und Bedienung

Qualitativ hat Xiaomi das hohe Level bei der Verarbeitung gehalten. Etwas anderes war auch nicht zu erwarten, ehrlich gesagt. Das Armband des Mi Band 6 besteht nach wie vor aus Silikon, trägt sich sehr angenehm und durch das geringe Gewicht von etwa 24 Gramm vergesst Ihr förmlich, dass Ihr das Fitness-Gadget überhaupt tragt. 

Auch optisch könnten die beiden Modelle Zwillinge sein. Form und Maße haben sich nur sehr minimal verändert, sodass Ihr Armbänder vom Mi Band 5 auch mit dem Mi Band 6 nutzen könnt. Einen Unterschied gibt es dann aber doch, der sich maßgeblich auf die Bedienung des Fitness-Trackers auswirkt. Der kapazitive Button unterhalb des Buttons ist beim Mi Band 6 verschwunden.

Dieser Button brachte Euch beim Vorgänger direkt wieder "nach Hause" zum Home-Screen. Im neuen Modell regelt Ihr die Bedienung nun komplett über Wischgesten und über Antippen des Displays. Anfangs habe ich mich damit schwergetan, weil ich an die Bedienung über den Button gewöhnt war.

Aber wenn man sich mit dem Mi Band 6 ein wenig auseinandersetzt, geht einem die veränderte Bedienung sehr schnell in Fleisch und Blut über. Einen Nachteil stellt die Veränderung also nicht dar – höchstens eine Umgewöhnung! 

Display

Selbst, wenn ihr diesem Button ein wenig nachtrauert, solltet Ihr berücksichtigen, weshalb er weichen musste. Xiaomi hat sich nämlich dazu entschieden, die Größe des Displays deutlich aufzubohren. Von 1,1 Zoll wächst die Anzeige auf 1,56 Zoll an und nutzt dafür auch den Raum, den man durch den eingesparten Button gewinnt. Das ist nicht nur eine inkrementelle Verbesserung, sondern macht sich im Alltag sehr deutlich bemerkbar. 

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Der größte Vorteil des Mi Band 6 gegenüber dem Mi Band 5: Das größere Display! / © NextPit

In Sachen Helligkeit war das Display mit 450 Nits schon im Mi Band 5 völlig ausreichend, aber die kleine Schrift hat es manches Mal recht schwierig gemacht, alles perfekt ablesen zu können. Das ist beim Nachfolger deutlich besser bei identischer Helligkeit. Zudem wurde die Auflösung von 126 x 294 Pixel beim Mi Band 5 auf jetzt 152 x 486 Pixel erhöht. Wer das Mi Band 5 eigentlich mochte, sich aber – wie ich – mit der kleinen Schrift schwergetan hat, wird definitiv mit dem Upgrade aufs Mi Band 6 glücklicher. 

Sensoren und Funktionsumfang

Lasst uns drauf schauen, was sich funktionell getan hat: Xiaomi hat hier nur sanft nachgebessert, komplett neu ist immerhin das Tracking der Blutsauerstoffsättigung (SpO2-Messung). Das war ein viel gewünschtes Feature, welches sich bereits bei einigen Konkurrenten findet. 

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Neben dem Puls messt Ihr mit dem Mi Band 6 auch die Blutsauerstoffsättigung  / © NextPit

Persönlich ist dieses Tracking des Sauerstoffgehalts im Blut für mich nicht sonderlich wichtig, aber das bewertet ja jeder für sich. Wichtig ist dabei, dass sich solche Messungen generell nur als Anhaltspunkt eignen und keine medizinische Expertise ersetzen. Werte zwischen 80 und 100 Prozent können erfasst werden, wobei im Normalfall ein Wert im hohen 90er-Bereich erreicht werden sollte. 

Das vermessene Selbst: Was bedeuten Ruhepuls, SpO2, REM-Schlaf & Co.?

Was gibt es sonst Neues? Ehrlich gesagt nicht viel. Ihr verbindet den Tracker wieder mit der Mi-Fit-App und die präsentiert sich optisch weitestgehend unverändert. Mit dem Mi Band 5 kam Xiaomi auf 11 unterstützte Sportmodi – hier packt der chinesische Tech-Riese nochmal einige drauf und bringt es nun auf insgesamt 30 Sportmodi. Dabei sind einige Sportarten wie Basketball oder Tischtennis, Xiaomi berücksichtigt nun aber auch Fitness und HIIT, oder Tanzübungen wie Zumba und Street Dance.

Hier müsst Ihr abwägen, wenn Ihr bereits ein Mi Band 5 besitzt. Ist für Euch die SpO2-Messung ein absolut wichtiges Feature oder wird Eure Lieblings-Sportart nun unterstützt, lohnt der Wechsel. Ist dem nicht so, sind die Unterschiede so gering, dass Ihr gut und gerne auch noch beim Vorjahresmodell bleiben könnt. 

Knackpunkt Akku?

Ein wichtiger Unterschied ist interessanterweise auf eine Gemeinsamkeit zurückzuführen. Der Akku kommt nämlich erneut mit der exakt identischen Kapazität von 125 mAh. Beim Mi Band 5 hat Xiaomi angegeben, dass Ihr bis zu 14 Tage durchhaltet, ohne Euch eine Steckdose zu suchen. Das gelang beim Band 5 aber nur in dem Fall, dass Ihr den Tracker nicht zu exzessiv nutzt, also nicht jede Benachrichtigung und alle Features aktiviert habt. 

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Seit dem Mi Band 5 könnt Ihr unkompliziert über diese Magnet-Verbindung laden / © NextPit

Beim Mi Band 6 gibt Xiaomi diese 14 Tage erneut an, was angesichts des 50 Prozent größeren Displays aber illusorisch ist. Ich habe mit dem Mi Band 5 etwa zehn Tage erreichen können, zwischen 7 und 8 Tage waren es beim Mi Band 6. Aber nochmal: Diese Laufzeit richtet sich natürlich auch individuell nach den Funktionen, die Ihr nutzt. Bei identischer Nutzung müsst Ihr damit leben, dass etwa zwei Tage früher Schluss ist. 

Tangiert mich jetzt persönlich weniger, wenn ich nach acht statt nach zehn Tagen laden muss. Aber wenn das für Euch eine Rolle spielt, solltet Ihr auch das in Eure Bewertung einfließen lassen. 

Fazit

Lasst uns diesen Vergleich jetzt also ein wenig zusammenfassen und ein Fazit ziehen. Grundsätzlich schon mal so viel: Beide Modelle sind Spitzenklasse, beide Modelle sind sehr günstig zu haben und somit könnt Ihr auch beide Modelle blind kaufen. Das Mi Band 6 bekommt Ihr beispielsweise bei Saturn derzeit für etwa 36 Euro. 

Den Vorgänger gibt es bei Saturn bereits für unter 25 Euro.

Ob dieser kleine Preisunterschied für Euch eine Rolle spielt, müsst Ihr bei einer Neuanschaffung natürlich selbst entscheiden. SpO2-Messung und die ergänzten Sportmodi könnten hier das Zünglein an der Waage sein. Persönlich ist es aber alleine schon das deutlich größere Display, welches mich blind zum Mi Band 6 greifen ließe. 

Die Akkulaufzeit hingegen könnte das Pendel ebenso Richtung Mi Band 5 ausschlagen lassen, wie der dort noch vorhandene kapazitive Button. Wieder meine persönliche Einschätzung: Beides fällt für mich nicht so stark ins Gewicht, dass ich das Mi Band 5 dem Mi Band 6 vorziehen würde. 

 

Aber Casi, lohnt sich das Upgrade nun?

Was aber, wenn man bereits ein Mi Band 5 sein eigen nennt? Falls Ihr keine Probleme mit der kleineren Schrift habt und im Messen der Blutsauerstoffsättigung keinen Mehrwert seht, gibt es nicht wirklich viele Gründe, auf den Nachfolger zu setzen. Einige Versäumnisse – kein GPS, NFC nur in der chinesischen Version – sind geblieben, so dass es sich in diesem Fall empfiehlt, einfach auf das Mi Band 7 zu warten. 

Ihr merkt schon, die Entscheidung für einen der beiden Fitnesstracker hängt sehr stark mit der persönlichen Nutzung zusammen. Grund genug für uns, mal bei Euch abzufragen, wie Ihr Euch entscheiden würdet. 

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1 Kommentar

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  • Andy vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Band 6 ist wegen der Sauerstoff Messung im Blut sehr Maß gebent da ich COPD habe und ich nicht immer mein Finger Messgeräte habe ist das an dem Band auch sehr genau nur bei der Mi Watch war oder ist sie voll ungenau meist 10zähler mehr