Amazon will noch mehr Daten: Fitnessarmband Halo scannt den ganzen Körper

Amazon will noch mehr Daten: Fitnessarmband Halo scannt den ganzen Körper

Onlineversandhaus Amazon mischt ab sofort auf dem Markt der Fitness-Tracker mit. Überraschend stellte das Unternehmen das Fitnessarmband "Halo" vor. Das Wearable erfasst allerhand Daten seines Trägers. Darunter die Stimmung, anhand der Stimmlage gemessen. Per App kann Halo zudem ein 3D-Modell des gesamten Körpers erstellen. 

Amazon steigt in den Fitnesstrackermarkt ein und hat eine Möglichkeit gefunden, noch mehr Daten von Menschen sammeln zu können als es durch diverse Echo-Produkte ohnehin schon der Fall ist. Amazon Halo ist ein Armband ohne Display, das über diverse Sensoren verfügt. Es misst die Körpertemperatur, überwacht die Schlafqualität des Trägers und erstellt sogar ein Stimmungsprofil anhand der Stimmlage. Möglich macht es ein KI-Algorithmus. 

Dieser greift auch innerhalb der zugehörigen App und erstellt ein 3D-Abbild des Trägers. Dazu müssen Nutzer des Fitnesstrackers eng anliegende Kleidung tragen und mit dem Smartphone Fotos von sich machen. Innerhalb der App entsteht so ein realistisches Abbild des Körpers samt Körperfettangabe. So sollen Fitnessfortschritte oder Diäterfolge dokumentiert werden können. 

Amazon hat sich vorab der Veröffentlichung wohl Gedanken gemacht, wie Datenschützer aus die neue Tracking-Fessel reagieren würden. So habe Amazon einige Hebel in Bewegung gesetzt, den Datenschutz bei Halo zu verbessern. Nutzerdaten werden laut Amazon etwa nicht auf Servern, sondern lokal auf dem Smartphone gesichert. Die Sprachdaten zur Analyse der Stimmung werden laut Hersteller nach der Analyse gelöscht und nicht an Amazon weitergegeben. Gleiches gilt für die Bilder des Körpers und das 3D-Modell. Zudem verspricht Amazon, dass das in das Armband integrierte Mikrofon ausgeschaltet werden kann. 

Amazons Fitnessarmband ist zunächst nur in den USA erhältlich. Nach einer Einführungsphase wird der aktuelle Preis von rund 65 Dollar auf 100 Dollar angehoben. Zudem bietet Amazon für die Analyse von Sprachdaten und anderen KI-Funktionen ein Abo-Modell an, das 3,99 Euro im Monat kosten soll. Ohne abgeschlossenes Abo lässt sich Halo als Fitnesstracker nutzen, wertet Schlaf, Schritte und Körpertemperatur aus. Ob Amazon Halo nach Deutschland kommt, ist bisher noch unklar. 

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Top-Kommentare der Community

  • Markus vor 4 Wochen

    Clickbaitüberschrift

    Das Armband scannt NICHTS. Das schreibt ihr sogar selbst im Artikel:
    "Dazu müssen Nutzer [...] mit dem Smartphone Fotos von sich machen."
    Das ist eine altbekannte Technik um 3D-Modelle zu erstellen. Nichts Neues und dafür braucht man auch keinen Fitnesstracker.

    Auch ansonsten lässt der Artikel (für eine TECHNIKseite) zu wünschen übrig:

    * "Amazon Halo ist ein Armband ohne Display, das über diverse Sensoren verfügt."
    Aha, welche denn? Ich lese da jetzt ein Thermometer raus. Vielleicht noch ein Beschleunigungssensor. Das Mikrofon wird eher im Handy sein, oder?

    * "Möglich macht es ein KI-Algorithmus."
    Bitte schreibt nicht immer dieses Buzzwordbingoblabla ab. Es gibt (offiziell) KEINE KI, weder eine starke, noch eine schwache. Was die Marketingabteilung als "KI" bezeichnet, sind altbekannte statistische Methoden und Approximationsalgorithmen, deren Parameter optimiert wurden. Diese Techniken wurden in den letzten Jahren zwar besser, haben NICHTS mit Intelligenz zu tun.

  • Tenten vor 4 Wochen

    Dennoch ist es falsch, weil es mit Intelligenz nichts zu tun hat, auch nicht mit künstlicher. Die Marketingabteilungen haben sich diesen Begriff angeeignet und in ihrem Sinn umdefiniert, etwas, das Marketing gerne macht.

21 Kommentare

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  • Wenn ich ein 3D-Modell von mir brauche baue ich mir eine Spiegelwand ins Bad. 😁


  • Wie mich dieses ewige Gejammer rund um Datensammeln ankotzt. Welches Unternehmen sammelt bitte keine Daten? Microsoft mit Teams? Facebook mit WhatsApp? FitBit, Samsung, Fossil, Huawei, Amazfit und etliche andere mit ihrem Smartwatches?
    Wer sich so ein Armband kauft, der will doch damit etwas erreichen. Und dass meine Daten nicht in einer persönlichen Wolke hinter mir herfliegen, während ich mich schwitzend auf dem Laufband abstrample, sollte doch auch mal ne klare Kiste sein. Wir wollen eine smarte, vernetzte Welt. Das bedeutet, dass wir Kommunikation wollen, und Kommunikation gibt es nur aus zwei Richtungen. Wer was sendet, erwartet, dass jemand empfängt, wer was empfängt, erwartet, dass jemand gesendet hat. Aber bleiben wir mal bei der Wahrheit aus dem US-Amazon:

    Membership includes body composition, tone of voice analysis, sleep & activity tracking, and more — free for 6 months. Auto-renews at $3.99/month + tax. Contact Customer Service to cancel.
    Screen-free for fewer distractions.
    Body Composition - Measure body fat percentage, a better indicator of health than weight or BMI alone.
    Activity - Track the intensity & duration of your movement plus sedentary time.
    Sleep - Analyze patterns like how often you wake up during the night.
    Labs - Science-backed experiments and challenges from experts like the Lifesum, SWEAT, and Headspace.
    Tone - Analyze qualities of your voice like energy and positivity to help strengthen communication.


    Mal abgesehen davon, dass es hier noch ein paar stimmliche Extras gibt, was ich super finde, passiert hier nicht wirklich etwas außergewöhnliches. Und ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn meine smarten Geräte nur auf die Stimmen hören würde, die ich als "Bediener" erlaube.


    Anders als meine Vorredner, sehe ich das mit der KI etwas anders. Eine KI ist erstmal nichts anderes als ein Algo, der Daten auswertet und mehr oder minder brauchbare Ergebnisse zurück liefert. Dieser Definition folgend, sind Google, Alexa, Siri und Co. allesamt KIs. Und auch ein Armband, dass auf Basis wie auch immer gearteten Inputs mit einer KI kommuniziert, um Daten auszuwerten und Ergebnisse auf dem Smartphone zu präsentieren, ist irgendwie smart und intelligent, wenngleich es sich wohl nur eine bestehende KI zu nutze macht.

    Unterm Strich sind die Amazon-Produkte, die ich besitze, allesamt top. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Halo floppt. Ist schließlich nicht jeder so paranoid wie der Schreiberling des Artikels.


  •   23
    Gelöschter Account vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Wenn das Armband jetzt noch so einen Corona-Test machen kann, dann verkauft sich das in den ersten Wochen Millionenfach.


  • Clickbait könnt ihr. Respekt.


  • Ohne Uhrzeit ? Klasse , das wichtigste an so nem Ding neben der Schritterfassung ist doch auf die Armbanduhr verzichten zu können. 😶

    Es erinnert mich aber an Apple : Wir bauen kein Display ein, damit Ihr nicht gestört werdet !
    Das weglassen von etwas als Feature zu verkaufen, war eine große Stärke des seligen Steve Jobs. Klar kann Amazon ja auch mal probieren. 😂


    • Wenn man mal so schaut, was die Leute heutzutage am meisten hetzt, dann ist das neben der immer fehlenden Zeit auch das Smartphone, auf das viele im Minutentakt schauen müssen, um ja nichts zu verpassen. So gesehen machts Sinn, für die Gesundheit Uhrzeit und Display wegzulassen ;)


      • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Naja aber so macht man es doch nur schlimmer, statt besser. Statt kurz auf die "Uhr" wegen der Uhrzeit oder ähnliches zu schauen, muss man für das alles immer das Smartphone rausholen, weil diese Angaben auf dem Tracker hier fehlen...


      • Das war mehr im Spaß gemeint xD

        Gelöschter Account


    • Es gibt Leute, ich zum Beispiel, die eine klassische Uhr tragen und diese Automatik auch schätzen. Mir fehlt genau so ein Band - ohne Display! ;) #Tellerrand


      •   23
        Gelöschter Account vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Einen schönen Chronographen kann nichts verdrängen


      • Schon. Aber zwei Zeitanzeigen, mit dann vielleicht noch unterschiedlicher Uhrzeit, würden schon eigenartig aussehen. "Wir spät ist es?" "Im Durchschnitt 11:20 Uhr."


      • Ich besitze auch ein paar ansehnliche Uhren, jedoch trage ich Werktags lieber meinen Tracker. Die Automatik Uhren schlummern in der Box wenn mal Hemd und Anzug auf dem Programm stehen. Für daily use finde ich die Tracker am besten.


  • Clickbaitüberschrift

    Das Armband scannt NICHTS. Das schreibt ihr sogar selbst im Artikel:
    "Dazu müssen Nutzer [...] mit dem Smartphone Fotos von sich machen."
    Das ist eine altbekannte Technik um 3D-Modelle zu erstellen. Nichts Neues und dafür braucht man auch keinen Fitnesstracker.

    Auch ansonsten lässt der Artikel (für eine TECHNIKseite) zu wünschen übrig:

    * "Amazon Halo ist ein Armband ohne Display, das über diverse Sensoren verfügt."
    Aha, welche denn? Ich lese da jetzt ein Thermometer raus. Vielleicht noch ein Beschleunigungssensor. Das Mikrofon wird eher im Handy sein, oder?

    * "Möglich macht es ein KI-Algorithmus."
    Bitte schreibt nicht immer dieses Buzzwordbingoblabla ab. Es gibt (offiziell) KEINE KI, weder eine starke, noch eine schwache. Was die Marketingabteilung als "KI" bezeichnet, sind altbekannte statistische Methoden und Approximationsalgorithmen, deren Parameter optimiert wurden. Diese Techniken wurden in den letzten Jahren zwar besser, haben NICHTS mit Intelligenz zu tun.


    • Ja, das mit der Überschrift stimmt, die ist im englischen Pendant besser gewählt.

      Allerdings kann ich mir (bei Amazon) schon vorstellen, dass das Mikrofon im Armband ist. Sonst würdest du das Handy ja immer bei dir haben müssen, was für mich keinen Sinn ergibt. Allerdings müsste das Armband dann irgendwas damit anfangen... Zwischenspeichern wäre vermutlih zuviel des guten

      Der Begriff KI ist glaube ich mittlerweile ziemlich gängig für solche Algorithmen und taucht überall in dem Zusammenhang auf.


      • Dennoch ist es falsch, weil es mit Intelligenz nichts zu tun hat, auch nicht mit künstlicher. Die Marketingabteilungen haben sich diesen Begriff angeeignet und in ihrem Sinn umdefiniert, etwas, das Marketing gerne macht.


      • Ja, das würde ich AP jetzt aber nicht ankreiden :-D


      • PS: Wenn man von "schwacher KI" spräche, würde es -je nach Implementierung - sogar durchgehen.


      • Vielleicht mein nextpit hier auch
        KI: Keine Intelligenz
        :P


      • "Ja, das würde ich AP jetzt aber nicht ankreiden :-D"

        Wieso nicht? Einfach (falsches) (Marketing)Zeug nachplappern ist doch kein guter Journalismus. Besonders nicht bei einer Seite die dieses Gebiet (Technik) als Schwerpunkt hat.

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