Brompton Electric im Test: E-Faltrad mit Formel-1-Motor ... echt jetzt!

Brompton Electric im Test: E-Faltrad mit Formel-1-Motor ... echt jetzt!

Das Brompton Electric ist ein E-Faltrad, das locker in Euren Kofferraum passt und samt Akku unter 20 Kilo wiegt. Dabei sorgte eine echte Formel-1-Legende für genügend Dampf im Elektromotor. Im Test für NextPit zog Ben daher an der Ampel nicht nur Fahrräder, sondern auch Autos und Motorräder ab. Wie lange er dabei die Nase vorne behalten konnte, erfahrt Ihr in seinem ausführlichen Testbericht.

iPhone13

Bewertung

Pro

  • Megaschnell
  • Superkompakt
  • Hochwertig verarbeitet
  • Gute Lichtanlage, gute Bremsen

Contra

  • Reichweite bei Vollgas nur 30 Kilometer
  • Akku trennt sich bei Kopfsteinpflaster
  • Sehr kostspielig

Kurzfazit

Es wird glaube ich nie langweilig, mit dem Brompton Electric an der Ampel nach vorne zu fahren und der aufgestauten Wut der wartenden Radfahrer mit Affentempo davonzurasen. Der Funfactor ist bei diesem E-Faltrad kaum schlagbar, da man insgeheim weiß, dass man ein wenig dämlich mit viel zu kleinen Reifen unterwegs ist. Bromptons legendärer Faltmechanismus sorgt dabei für die nötige Flexibilität, das Gewicht geht auch klar.

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Gebt zu, Ihr wolltet doch nur sehen, wie das Brompton Electric zusammengefaltet aussieht. Zur Strafe müsst Ihr jetzt den ganzen Test lesen! :) / © NextPit

Allerdings sind Bromptons Falträder ohnehin schon teuer, was zu hohen Anschaffungskosten jenseits der 3.000 Euro führt. Dabei schmerzen kleine Patzer wie Motorausfälle auf Kopfsteinpflaster umso mehr. Pendler, die sich das Brompton Electric leisten können oder finanzieren wollen, dürfen aber blind zuschlagen. Zumal der Name Brompton mit Stahlrahmen auch für eine lange Lebensdauer steht.

Design und Qualität

Das Brompton Electric ist ein E-Faltrad und lässt sich somit auf Koffergröße zusammenfalten. Dann nimmt das E-Bike nur 65 x 58,5 x 27 Zentimeter ein. Das Gewicht beträgt knapp 17 Kilogramm und der Akku wird mit samt Tragetasche vorne an den Lenker gehängt. Alternativ gibt es auch eine größere Tasche mit zusätzlichem Stauraum, verschiedene Lenker und Sattelstangen sowie die Wahl zwischen zwei und sechs Gängen.

Hat mir gefallen:

  • Klappmechanismus blitzschnell, sofern einmal gelernt
  • Hochwertige Verarbeitung mit coolen Details
  • Passt ins Handgepäck, in den Kofferraum oder auf den Beifahrersitz

Hat mir nicht gefallen:

  • Kleine Räder bei Nässe recht rutschig
  • Anmerkung von Fabi: "Man sieht schon recht bescheuert aus"
  • Lenker sorgte bei längeren Fahrten für Wundstelle an der Daumeninnenseite

Wie bei Falträdern üblich, müssen wir beim Brompton Electric immer zwischen dem ausgeklappten Zustand und dem eingeklappten Zustand unterscheiden. Clever ist dabei, dass der erste Schritt fürs Einklappen, nämlich das Umschlagen des Hinterrades, auch als Fahrradständer dient. Dann steht das Fahrrad auf zwei kleinen Rädern, deren Radstand aber recht klein ist, wodurch der Stand nicht 100 % sicher ist.

Dieser kleine Radstand ist allerdings nötig, um das Fahrrad zwei Faltschritte später zu einem kleinen Paket zusammenzuschnüren. Das Brompton Electric ist im zugeklappten Zustand nur so groß wie ein Koffer und passte im Testzeitraum auf den Beifahrersitz eines VW Crafter sowie in die Kofferräume eines VW ID3, eines Audi A5 Kombi und in einen VW Polo. Diese Winzigkeit vergisst man fast, wenn man mit dem Brompton Electric fährt.

 

Denn auch ohne elektrische Unterstützung fährt sich das Brompton sehr ordentlich. Wer bei längeren Touren den Blick nach vorn richtet, vergisst schon einmal, dass man eigentlich auf einem winzigen Fahrrad fährt. Denn Brompton schafft es sehr gut, die Lenker-, Sattel-, und Pedalposition eines herkömmlichen Fahrrads nachzuahmen. Das vom Hersteller zur Verfügung gestellte Exemplar kam zudem mit sechs Gängen. Die 6-Gang-Version ist teurer und bringt mehr Gewicht mit. Da ich im Test ohnehin nur zwischen Stufe drei und Stufe vier am Ritzel gewechselt habe, würde ich persönlich ohne Bedenken die günstigere Variante nehmen. 

Obwohl Brompton auf hochwertige Schwalbe Marathon Racer Mäntel als Bereifung setzt, hatte ich bei Regen ein recht unsicheres Gefühl. Die kleinen Reifen wirkten immer ein wenig so, als rutschten sie gleich weg. Gefährlich wurde es dabei nie, aber der Motor sorgte bei Nässe auf Unterstützungsstufe drei für ein durchdrehendes Vorderrad.

Bevor wir uns dem Motor des Brompton Electric widmen, noch drei Dinge: Zum Einen sieht man auf dem Faltrad nicht gerade majestätisch aus. Gerade große Menschen, an die Brompton mit einer Teleskosattelstange und einem höheren Lenker gedacht hat, schauen ein wenig aus wie der sprichwörtliche "Affe auf dem Schleifstein". Für Fabi ein Kriterium, das die Testnote des Brompton Electric nach unten ziehen sollte. Ich habe mich für meinen Test aber gegen eine Beeinflussung der Note durch das Aussehen beim Radeln entschieden. Zum Einen ist es mir egal, wie ich auf einem Fahrrad aussehe – ich fahre zu 90 Prozent auch strikt mit Helm – und zum anderen sieht ist es eine Eigenschaft, die alle Falträder gemein haben. 

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Die kleinen Räder lassen das Brompton Electric ein wenig wie ein Clownsfahrrad wirken! / © Brompton / Michael Romacker

Zum Anderen sind Bromptons Fahrräder für ihre Langlebigkeit bekannt. Auch beim elektrischen Modell verbaut der Hersteller einen Stahlrahmen und nimmt dafür ein wenig mehr Gewicht in Kauf. Laut Herstellerangaben sind die Qualitätsstandards bei der Fertigung zudem so hoch, dass es spezialisierte Mitarbeiter gibt, welche die Stahlteile nicht aneinander schweißen, sondern löten.

Zu guter Letzt ein Kritikpunkt am Design des Rades: Bei langen Fahrten hatte ich an der rechten Daumenseite immer eine wunde Stelle, da die Haut dort abgeschürft wurde. Vielleicht bin ich aber auch einfach zart wie ein Schmetterling.

tl;dr: Design und Qualität bekommen beim Brompton volle Punktzahl. Zu kritisieren, dass man auf einem Faltrad nicht elegent aussieht, ist schwierig. Denn das ist eine Eigenschaft, die man bei solchen Modellen schon seit Stunde Null in Kauf nehmen muss. Hier geht es um den praktischen Nutzen und um das Fahrgefühl und hier macht der Hersteller wirklich alles richtig.

E-Motor und Fahrspaß

Brompton hat die Unternehmensgruppe des Formel-1-Traditionsherstellers Williams mit ins Boot geholt, um für das Electric einen eigenen Motor zu entwickeln. Dieser leistet 250 Watt und ist in drei Stufen und über einen Tretlagersensor einstellbar. Laut Hersteller ist der Motor dafür optimiert worden, wenig Widerstand ohne Unterstützung zu verursachen. Ein Unterfangen, das durchaus geglückt ist.

Hat mir gefallen

  • Motor sorgt für einen enormen Anschub
  • Sensor im Tretlager schön präzise
  • Steuerung in drei Stufen sehr sinnvoll

Hat mir nicht gefallen:

  • Motor fällt bei zu starken Vibrationen aus
  • Companion-App bis Ende des Jahres nur für iOS verfügbar

Brompton hat den Motor des Electric im Vorderreifen platziert. Er sieht ein wenig aus wie ein herkömmlicher Nabendynamo, der die Lichtanlage Eures Fahrrades womöglich heute Abend mit Strom versorgt. Durch die Position im Vorderrad habt Ihr eher das Gefühl, gezogen zu werden, als dass Ihr einen Anschub bekommt. Nach der von Brompton organisierten Presse-Radtour hatte ich dabei selbst nach dem Absteigen noch das Gefühl, nach vorne gezogen zu werden. Eine Teilnehmerin beschrieb mir auf Nachfrage ein ähnliches Gefühl. Nach mehreren Fahrten gewöhnt man sich aber daran.

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Der Motor sitzt beim Brompton Electric vorne! / © NextPit

Nicht gewöhnen werdet Ihr Euch an die Freude, die Ihr verspürt, wenn Ihr mit dem Brompton Electric an der Ampel losbraust. Denn der Motor leistet 350 Watt und bietet somit sogar mehr Power als das VanMoof S3 (250 Watt). Maximal sind in Deutschland übrigens 500 Watt bei E-Bikes drin. Und noch ein Tipp vom Rennprofi: Der zweite Gang am rechten Daumen und die dritte Unterstützungsstufe sind die beste Mischung, um schnell wegzukommen. So lasst Ihr alle anderen Radfahrer locker und Autos sowie Motorräder für ein paar Meter mit ein bisschen Anstrengung an der Ampel stehen.

Steigungen und starker Wind sind bei so viel Leistung auch kein Problem. Wenn Ihr es lieber gemütlich mögt, könnt Ihr so ein sehr ausgeglichenes Fahrgefühl mit einer der niedrigeren Unterstützungsstufen erreichen. Dann macht der Motor genau das, wofür er eigentlich gedacht ist: Euch beim Fahrradfahren zu unterstützen.

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Die Steuerung sitzt vorne an der Tasche, ist bei der Fahrt aber dennoch ganz gut zu erreichen. / © NextPit

Dieser Aufgabe kommt er in Berlin immer dann aber nicht nach, wenn es holprig wird. Die Berliner Innenstadt besteht offenbar zu großen Teilen aus uraltem Kopfsteinpflaster und durch die starken Vibrationen fiel bei mir häufig der Motor aus. Der Grund: Brompton hakt den Akku über einen vertikalen Haltemechanismus auf einigen Kontakten ein. Und hier springt er wohl so sehr hoch und runter, dass sich der Akku zur Sicherheit abschaltet. Um diesen Fehler zu beheben, musste ich den Akku manchmal komplett entnehmen.

Sogenannte Rekuperation, also das Aufladen des Akkus beim Bremsen und im Leerlauf, bietet das Fahrrad übrigens nicht. Diesbezüglich teilte der Hersteller mir mit, dass die Rechnung mit dem Wiederaufladen des Akkus bei E-Bikes aber ohnehin nicht aufgehe. Das zusätzliche Gewicht gleiche den Zugewinn an Akkuleistung wieder aus und als Negativpunkt ist das Rad schwerer.

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Sensoren im Tretlager erkennen, ob Ihr gerade in die Pedale strampelt oder nicht. / © NextPit

Die Companion-App, die Euch die Geschwindigkeit anzeigt, Überblick über die Service-Historie verschafft und weitere Infos enthält, gibt's Stand August 2021 nur für iOS. Die Android-Version kommt laut Bromptons PR-Agentur Ende des Jahres.

tl;dr: Neben der Transportierbarkeit ist der Spaßfaktor ein echter Kaufgrund beim Brompton Electric. Das Fahrrad jagt derart nach vorne, dass man bei den ersten Fahrten echt grinsen muss. Lediglich die Motorausfälle bei Kopfsteinpflaster und die bislang nur für iOS verfügbare App sind mir ein Dorn im Auge.

Akkuleistung und Haltbarkeit

Der Akku sitzt beim Brompton Electric in einer Tasche, die vorne an den Lenker gehängt wird. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Ihr das Fahrrad zusammenfaltet. Denn habt Ihr beim Tragen entweder ein Gegengewicht an dem Arm, der nicht das Rad trägt, oder Ihr hängt die Tasche über die Schulter. Die Reichweite von maximal 70 Kilometern sticht im Vergleich zu anderen E-Bikes heraus.

Hat mir gefallen:

  • Cooler Umgang mit dem Akku
  • Reichweite von 70 Kilometern sehr gut

Hat mir nicht gefallen

  • Ladegerät leider etwas fummelig
  • Reparaturen nur von zertifizierten Werkstätten
  • Viele Teile sind Sonderanfertigungen

Brompton gibt die Reichweite des 300-Wattstunden-Akkus mit 30 bis 70 Kilometern an, je nach Unterstützungsstufe und Beschaffenheit Eurer Radstrecke. Wenn Ihr meinen Fahrspaß-Absatz schon gelesen habt, wisst Ihr, bei mir waren es eher 30 Kilometer. Im Testzeitraum kam es bei mir aber nur einmal vor, dass mir unterwegs der Saft ausging. Und das war auch gut so, denn so konnte ich zwei wichtige Dinge herausfinden: 

Zum Einen ist das Fahren ohne Akku immer noch angenehm, da der Motor tatsächlich wenig Widerstand leistet. Zum Zweiten funktioniert das sehr gute und helle Licht auch dann noch, wenn der Akku leer ist. Eine positive Überraschung, an der ich vor dem Leerwerden des Akkus gar nicht gedacht hatte.

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Der Anschluss für den Akku wird automatisch durch eine Kappe geschützt. / © NextPit

Die Reichweite von 70 Kilometern sticht im Vergleich zu anderen E-Bikes heraus. Das VanMoof S3 schafft es auf maximal 60 Kilometer, das Sushi Bike auf 60 Kilometer und nur das Cowboy Bike 3 erreicht von den Rädern in unserem E-Bike-Vergleich die gleiche Reichweite. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass Ihr das Brompton Electric eher auf der "letzten Meile" verwenden werdet. Somit könnt Ihr vom Zug zur Arbeit tagtäglich Distanzen von 35 Kilometern überbrücken. Morgens hin und abends eben gemütlich wieder zurück. Wenn Ihr einmal längere Routen plant, könnt Ihr das Brompton Electric noch immer ohne Zusatz-Ticket mit in die Öffis nehmen.

Das Ladegerät, das Ihr an der Rückseite der Akkutasche einstecken müsst, ist leider im Vergleich zum restlichen Bike weniger hochwertig. Es bietet einige LEDs für Informationen, zeigt aber beispielsweise nicht die restliche Ladedauer an. Diese ist mit vier Stunden insgesamt recht lang und leider kam es bei mir im Test zweimal vor, dass der Akku am nächsten Morgen nicht geladen war. Der Grund war offenbar, dass man erst das Ladegerät ins Rad und dann beides zusammen in die Steckdose stecken musst. Übungssache, aber eine nervige Übungssache.

Brompton bietet für 110 Euro noch ein Schnellladegerät an, das die Ladezeit auf zwei Stunden reduziert.

Haltbarkeit

Ein Plus bekommt das Brompton Electric zusätzlich noch für seine Haltbarkeit. Denn das hat einen recht einfachen Grund, der viele Räder vor allem in Städten plagt: Rost. Durch die Faltbarkeit könnt Ihr das Faltrad easy mit in die Wohnung nehmen. Im Hinterhof meiner Wohnung gibt es nur Fahrradständer ohne Abdach und mein schweres 0815-Rad nehme ich nie mit nach oben. Es ist zu umständlich und nimmt in meiner Wohnung zu viel Platz ein.

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Standardmäßig sitzt der Akku in einer Umhängetasche. Ich habe mich als Größenvergleich mal daneben gesetzt. / © NextPit

Brompton produziert zudem jedes Fahrrad in Handarbeit in einem Werk in London. Hochwertige Materialien sollen laut Brompton locker für Lebenszeiten von über 20 Jahren sorgen. Ob der Akku so lange durchhält, ist beim Elektro-Modell allerdings fraglich. Ebenfalls spannend ist die Wertstabilität der Räder. Auf eBay-Kleinanzeigen konnte ich in Berlin zwei Jahre alte Räder finden, die auch ohne Elektroantrieb noch knapp 2.000 Euro kosten. Das ist gut zu wissen, wenn man 3.500 Euro für ein Fahrrad kauft.

tl;dr: Für die berüchtigte "letzte Meile" ist die Akkulaufzeit des Brompton Electric voll und ganz ausreichend. Allerdings sind beim Heizen nur 30 Kilometer drin und die Ladedauer ist mit vier Stunden über das mitgelieferte Netzteil recht lang. Für 110 Euro gibt es optional allerdings ein Schnellladegerät, das die Ladedauer auf zwei Stunden reduziert.

Wie und wo kaufe ich das Brompton Electric?

Bei Eurem Fahrradhändler findet Ihr Räder der Marke Brompton nur, wenn dieser ein authorisierter Händler ist. Daher habe ich diese kleine Sonderpassage mit in den Test genommen, in der ich Euch die Kosten und die Kaufmöglichkeiten des Brompton Electric vorstelle. Starten wir mit den harten Fakten: Wie viel Euros müsst Ihr bei Interesse einplanen?

  • 2-Gang-Modell: Ab 3.320 Euro
  • 6-Gang-Modell: Ab 3.495 Euro
  • Schnellladegerät: 110 Euro (optional)
  • Größere Tasche: City Bag für 170 Euro (optional)

Über den Anbieter Klarna bietet Brompton in Deutschland inzwischen Finanzierungspläne an. Für das getestete E-Bike mit sechs Gängen, das  3.495 Euro kostet,  würde das monatlich 195 Euro in 18 Raten kosten. Der Preis steigt also auf 3.510 Euro an. Die Möglichkeit zum Leasing bietet Brompton nicht an.

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Als ich den Preis es Brompton Electric gehört habe, bin ich erstmal weggelaufen. / © NextPit

Wollt Ihr mit einem Fahrradhändler über die Optionen sprechen oder das getestete E-Fahrrad selbst fahren? Dann findet Ihr auf der Homepage von Brompton noch einen Filialfinder, der Euch alle autorisierten Fachhändler in Eurer Nähe anzeigt.

Brompton Electric: Technische Daten

Modelle & technische Daten

Eigenschaft 2 Gang  6 Gang
Faltmaß 645 x 585 x 270 Millimeter (HxBxT) 645 x 585 x 270 Millimeter (HxBxT)
Gewicht 16,6 Kilogramm 17,4 Kilogramm
Max. Belastung 110 Kilogramm 110 Kilogramm
Bremsen Dual Pivot Dual Pivot
Akku 36 V / 300 Wh / 2,2 Kilogramm 36 V / 300 Wh / 2,2 Kilogramm
Reichweite 30 bis 70 Kilometer 30 bis 70 Kilometer
Sensoren im Tretlager integrierter Drehmoment und Trittfrequenzsensor im Tretlager integrierter Drehmoment und Trittfrequenzsensor
Motor BLDC-Vorderradmotor mit 250 Watt Nennleistung BLDC-Vorderradmotor mit 250 Watt Nennleistung
Max. Geschwindigkeit circa 25 km/h circa 25 km/h
Farben Black Gloss, Bolt Blue Lacquer (getestet), Turkish Green Black Gloss, Bolt Blue Lacquer (getestet), Turkish Green
Preis ab 3.320 Euro ab 3.495 Euro

 

Abschließendes Urteil

Zusammenfaltend waren meine paar Wochen mit dem Brompton Electric eine Reihe positiver Überraschungen. Denn die Flexibilität, die das Fahrrad mitbringt und der hohe Spaßfaktor sprechen echt für sich. Gleichzeitig genießt man eine Qualität, die Spaß macht und Sicherheit bringt. Auf der einen Seite findet Ihr überall am Fahrrad kleine Details wie die Faltanleitungen in den Bremshebeln. Auf der anderen sind die verwendeten Materialien derart steif und hochwertig miteinander verzahnt, dass das Radfahren trotz der kleinen Räder intuitiv und sicher wird.

Die Bremsen packen im Straßenverkehr fest zu und es gab so manche Situation, in der ich mit dem E-Motor schnell aus potenziellen Gefahrensituationen flüchten konnte. Denn durch die hohe Leistung und die zuverlässige Trittstärkenerkennung kann man die Leistung des Nabenmotors gut dosiert dann einsetzen, wenn sie gebraucht wird. Dass "dann" auch einfach beim Losheizen an der Ampel sein kann, ist nach dem Test denke ich klar.

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Das Zusammenfalten ist die größte Stärke des Brompton Electric. / © NextPit

Der Faltmechanismus geht nach einiger Übung gut in Fleisch und Blut über und so lässt sich das Rad in unter einer Minute zusammen und wieder aufklappen. Auch wenn die Platzierung des Akkus in einer Lenkertasche praktisch ist, muss Brompton die Verbindungsprobleme bei Vibrationen in den Griff bekommen. Denn das ist eines der wenigen Dinge, die im Testzeitraum mit dem E-Faltrad keinen Spaß gemacht haben.

Die 10 beliebtesten E-Bikes laut Geizhals.de

 

Das liegt zu guter Letzt aber auch daran, dass mir das Fahrrad kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Denn tatsächlich knapp 3.500 Euro in die Hand zu nehmen, trübt den Ersteindruck beim Kauf sicher ein wenig. Das Brompton Electric ist sehr teuer, wie mir alle Interessenten lautstark mitteilten, als ich ihnen den Preis in den Wochen verraten habe.

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Überall findet Ihr auf dem Bike kleine Logos und Falt-Anleitungen. Das ist echt charmant. / © NextPit

Aber dennoch glaube ich nicht, dass dieser Preis ungerechtfertigt ist und sich auf einen Zeitraum von 20 Jahren ohne Zusatz-Fahrradtickets und weiteren Ersparnissen nicht sogar rentiert.

PS: Brompton hat Nextpit zu Beginn des Testzeitraums auf eine Radtour eingeladen und mir dabei Getränke und Essen spendiert. Die Vorteile, die sich durch die Pressereise im Freien für mich ergeben haben, hatten keinen Einfluss auf diesen Test.

4 Kommentare

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  • Lars vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Hat der Motor denn nun 250W oder 350W (was in Deutschland als dauerhafte Unterstützung bei einem Pedelec gar nicht zulässig wäre) ??

    "... um für das Electric einen eigenen Motor zu entwickeln. Dieser leistet 250 Watt und ist in drei Stufen und über einen Tretlagersensor einstellbar. ..."

    "... Denn der Motor leistet 350 Watt und bietet somit sogar mehr Power als das VanMoof S3 (250 Watt) ..."


  • Olaf Gutrun vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Sah schon ähnliche Konzepte für 500 Euro wo das Bike an sich sogar besser aus sah, nicht so viel Power aber trotzdem 80km Reichweite.


  • Coastwalker13 vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Leider sind E-Faltbikes nach wie vor nicht nur viel zu teuer sondern auch viel zu schwer.
    Ich besitze ein Faltbike ohne „E“ und nutze das täglich auf dem Weg zur Arbeit. Das Teil wiegt ca. 14kg und ehrlich gesagt fluche ich schon bei dem Gewicht wenn ich das an Bahnhöhen ohne Fahrstuhl die Treppen reale und runter schleppen muss. Bei noch mehr Gewicht würde das Teil ganz schnell im Keller verstauben.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Ja, das geht mir ähnlich. Richtig leichte E-Bikes habe ich bisher nur von Ampler gesehen. Allerdings lassen die sich nicht falten.

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