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Die Corona-Warn-App ist da – und das ist gut so. Ein Kommentar.

Die Corona-Warn-App ist da – und das ist gut so. Ein Kommentar.

Lange hat es gebraucht, jetzt ist sie da: Die Corona-App des Robert-Koch-Instituts steht ab heute zum Download bereit und soll dabei helfen, Infektionsketten schnell zu erkennen und so einzudämmen. Bei der Erstellung wurde letztlich auf die Freiheit und weniger auf unsere Sicherheit geachtet. Beides ist gut so – nun aber sind wir als Bürger gefragt.

Der Schutz der Freiheit hat über den Schutz der Sicherheit gesiegt

Die Erstellung der Corona-App hat ein paar Anläufe gebraucht. Gegen die Pläne der Bundesregierung, die App mit einem zentralen Ansatz zu verfolgen, regte sich schnell heftiger Widerstand. Zu unsicher im Sinne des Datenschutzes sei das Projekt, wenn die anonymisierten Daten auf Servern des Robert-Koch-Instituts (RKI) lägen.

Die Regierung schwenkte ein und man setzte auf den dezentralen Ansatz. Die App beziehungsweise ihre Server werten keine Geo-Daten aus und übermitteln keine Ortsinformationen. Es erfolgt auch kein Versand und keine Speicherung von personenbezogenen Daten.

Und ganz wichtig: Die pseudonymisierten Daten der Kontakte werden nicht zentral auf einem Server, sondern auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert. Und auch der Abgleich, ob man mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen ist, passiert auf dem Telefon. Damit all das auch von Experten nachvollzogen werden kann, liegt der Quellcode offen.

Ja, es wäre sicherer gewesen, hätten wir in Deutschland auf eine verpflichtende zentrale App wie in Südostasien gesetzt. Doch der Preis für unsere gesundheitliche Sicherheit – er wäre zu hoch gewesen. Dabei meine ich nicht, dass uns die Regierung überwacht hätte; oder, um es ganz en vogue etwas verschwörungstheoretischer zu sagen, dass irgendjemand auf totale beziehungsweise totalitäre Überwachung setzen wollte. Es hätte aber viele Fragen aufgeworfen, Vertrauen zerstört – und am Ende hätte vielleicht nicht diese, aber irgendeine Regierung später dennoch eine App, die für uns Bürger da sein sollte, gegen uns gewandt. Könnte doch sein.

Jetzt sind wir Bürger gefragt: Wir sollten mitmachen. Ganz freiwillig.

Die Regierung hat uns unserer Mündigkeit nicht enteignet und setzt auf die absolute Freiwilligkeit bei der Nutzung der Corona-App. Damit diese App funktionieren kann, muss sie auch verwendet werden. Das heißt, dass so viele Menschen wie möglich in unserem Land die App installiert haben sollten. Nur dann können sich unsere Smartphones "unterhalten", wenn wir uns begegnen und ihre (anonymisierten) Daten austauschen. Sollte dann jemand infiziert sein, dem wir in den letzten 14 Tagen zu nahe gekommen sind, dieser auch die App nutzen und seine Infektion in der App bekannt machen, bekommen wir einen Hinweis.

Das sollte bei einer möglichen zweiten oder dritten Welle helfen, diese möglichst klein zu halten. Wir als Bürger dieses Landes sollten daran ein hohes Interesse haben. Um einen erneuten Lockdown zu vermeiden und um Einschränkungen unserer Freiheiten zu umgehen. Aber auch um Arbeitsplätze zu erhalten und – viel wichtiger noch – um Mitbürger und uns selbst zu schützen.

Dieser Artikel ist ein Kommentar, also meine persönliche, ganz private Meinung. Ich war in den letzten Wochen der Pandemie oftmals überrascht – meist positiv. Der allergrößte Teil der Menschen hat sich vorbildlich verhalten, trägt eine Maske (ja, von der es am Anfang hieß, sie nütze nichts – nur um kurz darauf wieder zurückzurudern und auf Maskenpflicht zu setzen), hält Abstand, ist vorsichtig.

Mündigkeit setzt voraus, dass man abwägen kann, ob Nutzen und Schaden im Einklang stehen. Ich bin mir sicher, dass die Corona-App sicher für uns ist und wir dadurch keinen Schaden und hoffentlich einen Nutzen haben. Ob es einen Nutzen gibt, müssen wir sehen. In Australien waren die bisherigen Ergebnisse einer solchen App überschaubar. Gelinde gesagt.

Mit dem sicheren Ansatz aber wissen wir, dass es wenigstens keinen Schaden gibt. Es gibt also nichts zu verlieren, aber unter Umständen viel zu gewinnen.

Deshalb will ich sie heute zum Download empfehlen:

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Top-Kommentare der Community

  • Sebastian Of vor 1 Monat

    Lieb die Leute sowieso, die sich über den Datenschutz beschweren, während sie sich darüber auf Facebook beklagen, dazu eine Story auf Instagram posten und dann noch ihre Freunde via TikTok darüber informieren :D

  • Tenten vor 1 Monat

    Auch ich werde mir die App auf jeden Fall installieren. Die Eindämmung von Corona halte ich für wesentlich wichtiger als eventuelle Bedenken wegen Datenschutz. Das interessiert die meisten Leute so gut wie nie, nur bei dieser App ist es plötzlich ein großes Thema.

  • Serdar vor 1 Monat

    Ich war erst auch erst kritisch, aber nachdem ich einige Artikel gelesen und mich selbst durch github gekämpft habe, gab es keinen Grund die App nicht zu installieren. Fast jede Android App ist da datenschutzrechtlich kritischer & Open-Source ist da zusätzlich noch ein schöner Bonus.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat

    Ich habe sie mir auch installiert. Außerdem liegt wirklich der komplette Source Code im Github offen. Sollte da irgendwas verdächtig sein, würde es entdeckt.

    Ich hoffe sehr, dass das Virus so weiter eingedämmt werden kann.

  • Aries vor 1 Monat

    Die letzte Grippe, die zur Pandemie wurde, war die spanische Grippe und damals waren Smart Devices noch nicht so verbreitet.

    Die Corona-Warn-App ist überhaupt kein Problem und kein Risiko bezüglich staatlicher Überwachung. Diesbezüglich ist jede Info in den Facebook-, Google-, Microsoft-, Amazon-Diensten ein ungleich höheres Risiko. Staatliche US-Stellen dürfen darauf seit 2001 zugreifen und unseren Behörden im Rahmen von Rechtshilfeabkommen aushändigen.

    Wäre die App nach dem Konzept PEPP-PT entwickelt worden, könnte ich Dir zustimmen.

    Die Corona-Warn-App hat keinen Standort-Zugriff und enthält keinerlei Tracking-Module!

292 Kommentare

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  • Offensichtlich wird hier vorausgesetzt, dass jeder ein Smartphone hat, dieses bei sich trägt und auch eine Datenverbindung zum Internet betreibt... Leute, das ist nicht so. Sollte es so sein, dann landen wir rasch beim chinesischen Modell der Personenüberwachung. Frankreich ist wohl schon fast angekommen, Deutschland wie immer dicht auf den Fersen.


  • Ich frag mich mittlerweile, ob die Schnittstelle von Google sicher ist, vor Google. Bzw NASA. Da macht mich doch Google Mobile Services Core stutzig, wieso kann man so ein benötigtes schnittstellchen für blauzahn, nicht als kleine App installieren? Kann doch nur an der Gestaltung von Android und GMS liegen. Oder verstehe ich da was falsch? Will ich mir besagtes zeug nämlich so aufs Smartphone laden, bei Apkmirror landet eine über 200 MB große App auf dem Smartphone, für ein altes Gerät mit kleinem Speicher nicht akzeptabel. Gibt es da Leute die sich die mühe mache diese schnittstelle separat zb, als App auf das Händy ladbar zu machen? So das Leute ohne PC sich nur diese Laden können? Ohne auf Google angewiesen zu sein? Die Corona warn app ist eben wie sie ist, aber Google muss das sein? HMS Core ist nur ein Google abklatsch auch nicht wirklich klein, braucht man so ein zeugs tatsächlich? Egal wie das nu benannt wird?


    • Die Corona App hat bei mir genau 42,13 MB.
      Aber das interessiert Dich wohl leider gar nicht, Du möchtest einfach nur jammern, gelle...


  • Da kaum Leute getestet werden, bringt so eine App nicht viel Sinn...denn solange nur die wirklich bereits schwer Erkrankten getestet werden, die sich kaum noch auf den Straßen bewegen, weiss keiner, ob er tatsächlich einem Infizierten zu nahe gekommen ist.
    In Südkorea dagegen, hat die App viel genutzt, da dort flächendeckend getestet wurde.


  • Eher steige ich vom Smartphone auf ein "Holztelefon" um, als diese Corona-App zu installieren.
    "Pseudoanonymisiert"? = Also nur scheinbar anonymisiert. Wie sollte die App auch sonst die Daten austauschen? DANKE; der Staat weiß eh' schon viel zu viel & hat "zur Not" auch noch X "Geheimdienste", die alle möglichen Daten abgrabbeln. Von den OS-Betreibern und diversen Apps ganz zu schweigen.


  • Scheiß Corona!!! Diese absolut unnötige App braucht so und so keine Sau!!!


  • Moin zusammen.
    Jeder der Facebook, Instagramm, GoogleSuche oder einen Messenger nutzt sollte doch einfach mal nichts zur Datensicherheit und seinem Recht auf persönliche Freiheit sagen.
    Leider ist bei meinem &er Iphone die Installation nicht möglich, was ich sehr bedaure.
    Oder kennt jemand einen Trick.
    Ich würde sie gerne zu meiner Sicherheit und der Sicherheit meiner Mitbürger installieren.


  • Hallo Leute,
    die Kommentare zeigen mir eindeutig , wie biegsam und lenkbar "Angst" macht. Hinterfragungen und kritische Sichtweisen nahezu Null und wenn doch, dann werden diese abgeblockt, attackiert, als "schwurbel" oder sonstiges diffamiert oder gar ausgegrenzt. Fakten? Auch diese scheinen nicht unwiderlegbar zu existieren, aber dennoch wird hier von den meisten ein Anspruch auf die "einzige Wahrheit" erhoben. Es spalten sich die Lager - Einfach nur traurig und erschütternd. Ich werde dieser App beim besten Willen keinen einzigen Byte an Speicherplatz gewähren, geschweige mein Daten anvertrauen. Wünsche euch weiterhin viel Erfolg! In Liebe & Achtsamkeit, euer Bot


    • Hast du dich jetzt extra hier angemeldet, um allen zu zeigen, was für ein Punk du doch bist? Du musst die App ja nicht nutzen und auch sonst bei keiner Maßnahme mitmachen, die helfen könnte, Leben zu retten oder eine Pandemie einzudämmen. Aber bitte, erwarte dafür doch nicht auch noch Verständnis oder gar Zuwendung in einer Diskussion. Du stellst dich freiwillig außerhalb der Gemeinschaft? Warum nicht. Aber nicht jammern, dass man deine Argumente nicht hören möchte.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Das ist Dein gutes Recht, Uwe. Allerdings muss ich konstatieren, dass es nun mal "Schwurbel" ist, wenn man keine Pandemie, wissenschaftliche Fakten oder Expertenmeinungen anerkennen will.

      Meinungsfreiheit ist, dass man diese äußern darf. Man sollte sich aber nicht wundern, wenn man kein Verständnis oder gar Beifall erntet. Es gibt nämlich keine "Lager" bei einer Pandemie. Oder beim menschengemachten Klimawandel. Oder bei der Frage nach Rassismus.

      Da gibt es einfach nur ein "wahr" oder "falsch".


      • Zitat:
        "Allerdings muss ich konstatieren, dass es nun mal "Schwurbel" ist, wenn man keine Pandemie, wissenschaftliche Fakten oder Expertenmeinungen anerkennen will."

        Schauen Sie, es gab das geozentrische Weltbild, die Behauptung, die Erde sei eine Scheibe, den Glauben an Hexen und Götter.

        All das konnte sich lange Zeit als angebliche Wahrheit behaupten, weil die Verkünder dieser "Wahrheiten" als "Experten" dargestellt wurden und es gelang, das Volk gefügig zu machen, dies zu glauben.

        Das läuft heute ganz genau so.

        Mit dem Verbot, Experten zu hinterfragen, ihnen zu widersprechen, sollen unter dem Deckmantel des Fachlichen in Wahrheit politische bzw. ökonomische (Umverteilung von unten nach oben) Interessen durchgesetzt werden.

        Sapere aude bzw. "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!", also das Leitmotto der Aufklärung, wird ad acta gelegt.

        "Sapere aude ist ein lateinisches Sprichwort und bedeutet Wage es, weise zu sein![1] Meist wird es in der Interpretation Immanuel Kants zitiert, der es 1784 zum Leitspruch der Aufklärung erklärte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
        Quelle: Wikipedia

        An die Stelle des Hinterfragens, des eigenen Wissens wird der Glaube an den "Experten" gesetzt, also Religion.

        Wer meint, dass das heutzutage nicht dieselben destruktiven Folgen hat wie damals, als Wissenschaftler als Ketzer verbrannt wurden weil sie das Wahrheitsmonopol der katholischen Kirche in Frage stellten, der sei an die hierzulande betriebene Verfolgung und Inhaftierung von "Leugnern" erinnert

        - oder an die wirtschaftlichen und sozialen Repressionen gegen Eltern, die es ablehnen, ihre Kinder mit Masernimpfungen gesundheitlich schädigen zu lassen.

        Die unter der nationalsozialistischen Regierung betriebene Euthanasie wurde übrigens mit denselben humanitären Sprüchen gerechtfertigt wie die heutigen Übergriffe der Regierenden gegen die Bevölkerung.

        Da ging es bei Sterilisierungen nur um die Vermeidung des Elends von schwer Erbkranken.
        Die Euthanasiemorde wurden dargestellt als die Befreiung, die Erlösung Schwerkranker von ihren Leid, von ihrem lebensunwerten Leben.

        In der heutigen Impfpropaganda will man die Leute vor dem Leid der Folgen von Masernerkrankungen, wie SSPE schützen.
        Dabei verschweigt man dem Volk, dass Masern harmlos sind und in der Regel komplikationsfrei verlaufen.

        Nur in seltenen Ausnahmefällen kommt es zu Komplikationen.
        Und nun wieder der mathematische Statistiker: Diese seltenen Fälle sind Ausreißer außerhalb der Standardabweichung. Die müssen wir uns genauer anschauen, welche Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben, dass diese im Unterschied zur großen Masse der Fälle nicht komplikationsfrei verliefen.

        In der Masernimpfpropaganda werden die Dinge auf den Kopf gestellt. Da werden solche Ausreißer genommen und gesagt: Das sind die Masern! Das ist eine gefährliche Bedrohung!
        Das ist das genaue Gegenteil von Wissenschaft. Oder anders ausgedrückt:

        Es geht denen, die Rentner verarmen und Obdachlose erfrieren lassen nicht um die Gesundheit der Menschen, sondern um politische/wirtschaftliche Interessen.
        Das gilt gleichlautend für die Corona-Geschichte.


      • Sabrina, zu punkt Masern, die schlimmste Kinderkrankheit die ich jemals hatte, kann mich heute noch daran erinnern, über 40 Fiber im Wahn , mit kurzeitiger Blindheit es war rabenschwarz ganz plötzlich, trotz heller Bad beleuchtung, mein Vater hat mir ob meines geschrei ich kann nicht mehr sehen eine gescheuert, das hat seltsamer weise geholfen, ein zweites mal würde ich so eine Erkrankung nicht wollen. Es war echt grausam.


      • @ omi uhr

        Wenn Sie beweisen können, dass Sie diese Geschichte nicht frei erfunden haben, können wir weiter reden. Bis dahin glaube ich Ihnen kein Wort.

        40°C Fieber habe ich bis in junge Erwachsenenalter öfters gehabt, und in den letzten beiden Jahren mal fast 40°C Fieber. Gefühlt habe ich mich jeweils nur so, wie man sich halt bei Grippe und Fieber fühlt. Nichts besonderes.

        Und wenn Sie über 40 Fieber gehabt hätten, dann hätte Ihr Vater Sie zum Notarzt gebracht.

        Also suchen Sie sich ein anders Publikum für Ihre Geschichten.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        "Also suchen Sie sich ein anders Publikum für Ihre Geschichten."

        Kann ich so nur zurückgeben. Für Deine kruden Corona-Verschwörungstheorien ist in einem Technikmagazin der falsche Platz. Ich denke mal, hier bist Du bestens aufgehoben:

        https://www.weltverschwoerung.de


    • @Uwe20
      Unterschiedliche Denkweisen, bleiben einfach unterschiedlich. Das ist gut so, sonst wären Menschen dann noch Menschen? Die Grundgesinnung dürfte den Unterschied ausmachen.


  • Interessant ist, dass die App nur für Nutzer in Deutschland verfügbar ist. Wenn man - wie ich in der Schweiz lebt - häufiger die Grenze überschreitet und die App ebenfalls nutzen möchte, ist dies - Stand heute - nicht möglich.

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